Donnerstag, 30. April 2020

Tanz in den Mai 🌿 2020 ❣

Liebe Leute, ich habe noch nie eine so ruhige Walpurgisnacht wie in diesem Jahr erlebt!

Da ich im Herzen von Kreuzberg, in der Hochburg des 1. Mai Feiertags lebe, bekomme ich sonst schon in den Tagen vor dem 1. Mai immer mit wie die Vorbereitungen für die zahlreichen Veranstaltungen auf Hochtouren laufen. 

In diesem Jahr ist es so still, dass ich vor Allem eins höre: das laute Zwitschern der Vögel in meinem Hinterhof. Die gefiederten Freunde scheinen sich zumindest zu freuen....*)))

Trotz der verrückten Umstände wünsche ich uns allen einen wunderbaren Tanz in den Mai und natürlich eine tolle Hexennacht...*)! 


Samstag, 25. April 2020

Kurz auf den Punkt gebracht warum vieles, was Covid-19 betrifft, keinen Sinn macht

Für medizinische Laien (zu denen ich mich auch zähle) wird in diesem Video verständlich erklärt warum übertriebene Ängste und Zwangsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus größtenteils unangenmessen sind und warum vieles, was in den vergangenen Wochen passiert ist, jeder Logik entbehrt. 

Die Aussagen in diesem Gespräch haben nichts mit Verschwörungstheorien zu tun, sondern einfach "nur" mit Logik und Wissenschaft.  

Donnerstag, 23. April 2020

Selbstliebe kultivieren ❣

Liebe Leute, denjenigen von Euch, die Englisch können, möchte ich eine wunderbare Qigong Sequenz ans Herz legen, die eigens dafür gemacht ist die Selbstliebe, bzw. den Strom der Liebe im eigenen Energiefeld zu aktivieren. 
Wenn wir uns energetisch freimachen, wenn wir energetische Blockaden lösen und uns vom Ballast der Vergangenheit befreien, sind unsere Kanäle offen um uns an den Strom der Liebe anzuschließen, der uns immer zur Verfügung steht.
 Das hört sich vielleicht etwas klischeehaft an, aber es ist tatsächlich so, dass sämtliche energetische Strömungen IMMER PRÄSENT sind. Wir brauchen uns "nur" anzuschließen, was oft leichter gesagt ist als getan, denn tagtäglich wirken alle möglichen Energien auf uns ein. Die Kunst besteht darin, dass wir uns bewusst an den Strom anschließen, an den wir angeschlossen sein wollen. Genau dafür ist Qigong eine wunderbare Technik, denn durch das regelmäßige Praktizieren von Qigong wird man immer feinfühliger für die eigenen Energien und für die Energien, die sich im Umfeld befinden.
Der heutige Neumond im Stier, der in Konjunktion zu Uranus stattfindet, ist prädestiniert für diese Qigong Technik, denn der Stier hat einen direkten Bezug zur Selbstliebe und Uranus hat einen direkten Bezug zu energetischen Strömungen und zum Nervensystem.
Probiert es einfach mal aus. Wenn Ihr mehrmals in der Woche diese Übungen durchführt, werdet Ihr schon bald erstaunliche Wirkungen feststellen.



      


Dienstag, 21. April 2020

Sonntag, 19. April 2020

Jetzt sind wir dankbar für die Streber...*)!

Jetzt sind wir dankbar für all die Experten, die uns in der Krise mit ihrem Wissen zur Seite stehen!
All die bebrillten und brillianten Sonderlinge, Stubenhocker, Einzelgänger, Bücherwürmer, Leseratten, die Streber; die Nerds!
Diejenigen, die es vorziehen ihre Zeit dem Studium eines Spezialgebiets zu widmen, 
anstatt sich auf Partys rumzutreiben, Fussball zu spielen oder sich Make-Up Tutorials reinzuziehen.
Das heißt natürlich nicht, dass Wissenschaftler Langweiler sein müssen und dass sie keine anderen Interessen haben können, aber Übertreibung macht die Sache bekanntlich anschaulich. 
Davon abgesehen: Lachen ist gesund...*)))

Freitag, 17. April 2020

Neumond im Stier ♉ 23.04.2020: Wertewandel


"Achte auf Deine Gedanken, denn Deine Gedanken werden zu Deinen Worten.
Achte auf Deine Worte, denn Deine Worte werden zu Deinen Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn Deine Handlungen werden zu Deinen Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn Deine Gewohnheiten werden zu Deinen Werten.
Achte auf Deine Werte, denn Deine Werte werden zu Deinem Schicksal."

Zitat unbekannter Herkunft. 
Nach einigen Quellen wird dieses Zitat dem Talmud zugeschrieben 
und nach anderen Quellen wird es als eine chinesische Weisheit bezeichnet.



Europa reitet auf dem Stier, Wiki Commons


Der April-Neumond findet am 23.04.2020 in der ersten Dekade Stier statt. Obwohl der Stier das Zeichen ist, das in seiner Essenz den Wonnemonat Mai in seiner ganzen Pracht verkörpert, könnten wir bei diesem Neumond erst mal einige Hindernisse zu überwinden haben, bevor wir in den Genuss kommen das Wonnige voll auszukosten.

Die beiden großen Lichter befinden sich zum Neumond auf 3° Stier. Die Sonne und der Mond bilden eine Konjunktion zu Uranus im Stier und einen Spannungsaspekt (Quadrat) zu Saturn im Wassermann. Obwohl Uranus bereits im Mai 2018 das erste Mal seit 1942 in den Stier eingetreten ist, fand bisher noch kein Neumond im Stier statt, der eine Konjunktion zu Uranus im Stier gebildet hat. Dies ist der erste Neumond im Stier, der in direkter Konjunktion zu Uranus stattfindet. Wenn wir noch nicht über 80 Jahre alt sind, haben wir noch keinen Neumond im Stier in Konjunktion zu Uranus erlebt! Diese Zeitqualität zeigt uns in sehr konzentrierter Form welche Themen der achtjährige Transit von Uranus durch den Stier auf einer persönlichen Ebene und auf einer kollektiven Ebene auf den Plan ruft. 




Astrologische Grafik: Neumond 03°24' Stier, 23.04.2020, 04:25h MESZ




Werte verbinden, Werte trennen

Der Stier symbolisiert unsere Werte, all das, was wir als kostbar, wertvoll und begehrenswert erachten. Dies bezieht auf materielle und auf immaterielle Werte. Venus, die Herrscherin des Stiers und der Waage, ist in der Mythologie die Göttin der Schönheit, der Sinnlichkeit, der Liebe und der Begierde. Von daher geht es in den Venus beherrschten Zeichen Stier und Waage um all das, was wir schön finden, was wir attraktiv finden, was wir lieben und natürlich auch wen wir lieben. Da wir am 08.04.2020 einen Vollmond in der Waage hatten, wurden wir in den vergangenen Wochen schon gut auf die Venus-Themen eingestimmt. 

Da Uranus ein kollektiver Planet ist und da der Stier ein höchst persönliches Zeichen ist, können wir mit Uranus im Stier erkennen wo unsere persönlichen Werte mit den Werten der Masse konform gehen und wo unsere eigenen Werte von kollektiven Werten abweichen. Da Uranus einen direkten Bezug zu unserem Freundeskreis hat und zu den Gruppen, denen wir uns zugehörig fühlen, können wir nun deutlicher erkennen welche Menschen in unserem Freundes- oder Bekanntenkreis ähnliche Wertvorstellungen haben wie wir, während wir bei einigen Menschen vielleicht feststellen müssen, dass ihre Werte nicht mit unseren Werten zu vereinbaren sind.

Unsere Werte können uns mit anderen Menschen verbinden, unsere Werte können uns aber auch von anderen Menschen trennen. Es gibt Werte, die einer gewissen Flexibilität unterliegen und es gibt andere Werte, die so grundlegend sind, dass man keine gemeinsame Basis findet. Wenn einer der grundlegenden Werte, die man hat, Ehrlichkeit ist, kann man nur engere Beziehungen mit Menschen eingehen, für die Ehrlichkeit einen ähnlichen Stellenwert hat, wie für einen selbst. Es würde immer wieder zu ernsthaften Problemen in einer Beziehung kommen, wenn einer viel Wert auf Ehrlichkeit legt, während der andere es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Das Gleiche gilt für einen Wert wie Pünktlichkeit. Wenn ein Mensch viel Wert auf Pünktlichkeit legt, wird er große Schwierigkeiten mit Menschen haben, die andauernd zu spät kommen. Das Thema Pünktlichkeit würde zur Zerreißprobe für eine Beziehung werden. Derjenige, dem Pünktlichkeit sehr wichtig ist, würde zunehmend genervt reagieren und derjenige, der oft zu spät kommt, würde sich bei jedem Treffen unter Druck gesetzt fühlen. Pünktlichkeit und Ehrlichkeit gehören also zu der Art von immateriellen Werten, die von beiden Seiten gleichermaßen geschätzt werden müssen, damit es deswegen nicht ständig zu Problemen kommt.

Es gibt andere Werte, bei denen man sich gegenseitig nicht in die Quere kommen muss, z.B. wenn es um Ordnung und Sauberkeit geht. Wenn einer sehr ordnungsliebend ist und der andere ein kleiner Chaot ist, kann jeder seine Wohnung so ordentlich oder so unordentlich halten, wie er will, vorausgesetzt man lebt in getrennten Wohnungen. Wenn einer viel Wert darauf legt sparsam mit Geld umzugehen, kann er nur gemeinsame Kasse mit jemandem machen, der auch viel Wert auf Sparsamkeit legt oder beide müssen ihr Geld getrennt voneinander verwalten, damit es nicht andauernd zu Streit über den Umgang mit Geld kommt. 




Sternbild Stier, Wiki Commons, Till Credner



Kompromisse und Unvereinbarkeit

Werte sind das wichtigste Bindeglied in Beziehungen, Werte sind aber auch der häufigste Streitpunkt in Beziehungen. Bei einigen Werten kann es zu überflüssigen Streits kommen, nämlich wenn einer den anderen unbedingt von seinen Werten überzeugen will, obwohl beide einfach ihr Ding machen könnten, z.B. indem sie getrennte Kassen, getrennte Wohnungen, getrennte Büros oder getrennte Hotelzimmer haben, wenn sie zusammen in den Urlaub fahren. Anstatt dem anderen seine eigenen Werte aufdrücken zu wollen, kann jeder nach seiner Fasson leben, wenn man die betreffenden Bereiche voneinander trennt. Bei anderen Werten sind Konflikte vorprogrammiert, wie die oben genannten Beispiele zeigen. Man kann manchmal versuchen sich auf halbem Weg entgegenzukommen, z.B. wenn es um das Thema Pünktlichkeit geht. Man könnte bei einem Treffen mit einem Menschen, der oft unpünktlich ist, von vornherein einplanen, dass diese Person immer 20 bis 30 Minuten zu spät kommt und man könnte dann selbst auch einfach eine halbe Stunde später kommen, so dass beide letztlich ungefähr zur gleichen Zeit da sind.

Bei anderen Werten kann man keine Kompromisse eingehen, z.B. wenn es um Werte wie Ehrlichkeit oder Monogamie geht. Jemand, der viel Wert auf Ehrlichkeit oder auf Treue in sexuellen Beziehungen legt, wird sich keinen Gefallen tun, wenn er versucht sich mit ein wenig Ehrlichkeit oder mit ein bisschen Treue zufriedenzugeben. Bei einigen Werten heißt es entweder oder, ganz oder gar nicht, ja oder nein. In solchen Fällen wäre es vergebene Liebesmüh den anderen zur Ehrlichkeit oder zur Treue „erziehen“ zu wollen. Obwohl es sich unter erwachsenen Menschen um eine nervenaufreibende Angelegenheit handelt andere entsprechend der eigenen Wertvorstellungen verändern zu wollen, gibt es nicht wenige Menschen, die es immer wieder versuchen, was aber meistens vergeblich ist. In dem Fall stellt sich eher die Frage warum man sich überhaupt zu einem Menschen hingezogen fühlt, dessen Werte in wesentlichen Punkten von den eigenen Werten abweichen. Man sollte sich fragen, warum man sich nicht von vornherein auf die Menschen konzentriert, deren Werte mit den eigenen Werten harmonieren. Wenn man immer wieder die Erfahrung macht, dass man sich zu Menschen hingezogen fühlt, die die eigenen Werte nicht teilen, sollte man dies zum Anlass nehmen die eigenen Hintergründe zu erforschen. Wenn man sich z.B. eine monogame Beziehung wünscht, sich aber immer wieder zu Menschen hingezogen fühlt, die einem erklären, dass sie eine offene Beziehung haben wollen, sollte man sich tiefer mit den eigenen Hintergründen und Beweggründen auseinandersetzen, damit man nicht immer wieder in ähnlich unbefriedigende Dynamiken gerät. Wenn man den Wert der Freiheit in sexuellen Beziehungen vertritt, sich aber immer wieder zu Menschen hingezogen fühlt, die sich eine feste Beziehung wünschen, sollte man sich fragen was es mit der eigenen Person zu tun haben könnte, dass man immer wieder Menschen anzieht, die sich binden wollen. Das Gleiche gilt auch für andere Werte. Wenn man selbst viel Wert darauf legt, dass es in einer Beziehung offen und ehrlich zugeht, sich aber immer wieder auf Menschen einlässt bei denen man feststellen muss, dass sie zu keinem ehrlichen Gespräch bereit sind, lohnt sich die Frage warum man sich zu dieser Art von Menschen hingezogen fühlt. Venus, die Herrscherin des Stiers, hat eine Spiegelfunktion, warum das Venus-Symbol auch einem Handspiegel ähnelt. Von daher sollten wir uns unter dem Einfluss von Venus fragen warum wir bestimmte Menschen anziehend finden oder warum sich bestimmte Menschen zu uns hingezogen fühlen, denn das kann uns viel über uns selbst erzählen. 


Auch immaterielle Werte zeigen sich auf eine konkrete Art

Nicht nur materielle, sondern auch immaterielle Werte manifestieren sich sehr konkret, wie z.B. Spiritualität. Man kann sich intensiv mit spirituellen Themen beschäftigen, man kann täglich Yoga machen, spirituelle Literatur lesen, spirituelle Workshops besuchen, meditieren oder anderen spirituellen Praktiken nachgehen. Spiritualität kann einem viel bedeuten, sie kann einen großen Stellenwert im eigenen Leben einnehmen und man kann sein Leben nach seinen spirituellen Vorstellungen ausrichten. Trotzdem kann man eine dauerhafte, erfüllende Beziehung mit jemandem haben, der sich nicht für spirituelle Themen interessiert, der aber nach den gleichen Werten lebt, wie man selbst. Das Gleiche gilt für Religion. Man muss nicht der selben Religion angehören, um ein Paar sein zu können oder um gut befreundet sein zu können, aber die Werte, die der jeweiligen Religion zugrunde liegen, müssen harmonieren. Umgekehrt kann jemand, dem Spiritualität oder Religion viel Wert ist, einen Menschen kennenlernen, der sich selbst auch viel mit spirituellen oder religiösen Themen beschäftigt, der aber trotzdem nicht nach spirituellen oder religiösen Werten lebt. Werte zeichnen sich nicht dadurch aus, dass man über sie spricht, sondern, dass man nach ihnen lebt. Werte sind nicht vergleichbar mit intellektuellen Interessen oder mit geistigen Konzepten, Werte zeigen sich letztlich nur in der Praxis. Von daher können wir uns manchmal sehr täuschen, wenn wir meinen, dass jemand, der unsere Interessen teilt, auch automatisch unsere Werte teilt. Zu sagen, dass einem etwas viel wert ist, bedeutet noch lange nicht, dass man auch nach den jeweiligen Werten lebt.

Es kann eine große Bereicherung für eine Beziehung sein, wenn zwei Menschen zusammenkommen, die ganz unterschiedliche Interessen haben, aber ihre grundlegenden Werte müssen miteinander harmonieren. Der Stier ist das Zeichen der Substanz und gemeinsame Werte bilden die gemeinsame Grundlage in einer Beziehung. Ansonsten würde es immer wieder zu Konflikten wegen der unvereinbaren Werte kommen, bzw. einer Beziehung würde es von vornherein am nötigen Fundament mangeln. Die Art der gemeinsamen Werte hängt natürlich auch stark davon ab um welche Art der Beziehung es sich handelt. In einer beruflichen, nachbarschaftlichen oder freundschaftlichen Beziehung können uns andere Werte wichtig sein, als in einer Ehe oder in einer Liebesbeziehung.




Die himmlische Kuh Kamadhenu, Wiki Commons




Re-Aktivierung von Werten

Wenn zwei Menschen aufeinandertreffen, die zu Extremen neigen, könnten sich beide eigentlich in der Mitte treffen, z.B. wenn einer der beiden einen geradezu pedantischen Ordnungsfimmel hat und der andere sehr chaotisch ist, beide aber darunter leiden, dass sie so sind, wie sie sind. Theoretisch könnten beide, durch die Beziehung zueinander, immer mehr in der Mitte ankommen. Der mit dem Ordnungsfimmel könnte durch diese Beziehung lockerer werden und der chaotische Typ könnte den Wert der Ordentlichkeit mehr schätzen lernen. In der Praxis bedeutet es aber viel Beziehungsarbeit und viel Arbeit an sich selbst, damit zwei erwachsene Menschen, die zu Extremen neigen, sich so aufeinander einspielen, dass sie sich im Laufe der Zeit immer mehr in der Mitte begegnen. Die Betonung liegt hier auf „erwachsen“, wobei man das Wort „erwachsen“ auch mit „ausgewachsen“ ersetzen könnte. Solange wir jung sind, sind unsere Werte noch nicht so gefestigt, wir sind experimentierfreudiger, wir können uns gegenseitig noch mehr beeinflussen und uns leichter aneinander anpassen. Unsere Werte sind ein wesentlicher Teil unserer Persönlichkeit und unser Lebensweg formt sich zu großen Teilen durch unsere Werte. Je älter wir werden, desto mehr Arbeit bedeutet es lang gepflegte Gewohnheiten, die mit tief verwurzelten Werten zusammenhängen, zu verändern. Auch wenn wir vom Verstand her vielleicht meinen, dass uns etwas viel wert ist; wenn wir uns nicht wirklich darum bemühen es zu bekommen oder es zu erhalten, ist es uns auch nicht so viel wert, wie wir denken.

Manchmal sind Werte aber auch im Laufe des Lebens sozusagen verschütt gegangen oder sie konnten sich aus den unterschiedlichsten Gründen im eigenen Leben nicht richtig etablieren. In dem Fall können Werte auch noch noch im Erwachsenenalter reaktiviert werden, was aber immer einen Entwicklungsprozess bei dem betreffenden Menschen voraussetzt. Man sollte sich darüber bewusst sein, dass es ab einem gewissen Alter eine komplizierte Angelegenheit ist, von jemandem Treue, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Familiensinn, Einfühlungsvermögen, Fürsorge oder andere Werte, die einem wichtig sind, zu erwarten, wenn dieser Mensch diese Werte nicht von vornherein mitbringt. Es ist zwar nicht unmöglich, dass sich ein erwachsener Mensch noch verändert, aber es bedeutet sehr viel Engagement auf beiden Seiten und in dem Zusammenhang sollten sich beide fragen was ihnen der Einsatz wert ist. 


Sturheit

Der Stier ist das sturste, stabilste, standhafteste und ausdauerndste Zeichen des Zodiaks. Aus gutem Grund ist der Stier das Zeichen der persönlichen Werte, denn man muss mit einer guten Portion Sturheit an seinen Werten festhalten. Wenn man nicht stur, im Sinne von konsequent und ausdauernd an den eigenen Werten festhält, können Werte im Laufe der Zeit sozusagen abgerodet werden und sie können durch das Umfeld korrumpiert werden.

Ein Beispiel wäre eine junge Frau, die sich aus eigener Überzeugung dafür entschieden hat ihre Jungfräulichkeit zu bewahren und die sich selbst versprochen hat, dass sie mit einem Mann das erste Mal Sex haben will, für den der Sex mit ihr genauso besonders ist, wie für sie. Wenn diese junge Frau in einer Gesellschaft lebt, die ihre Werte nicht teilt, steht sie vor einer besonderen Herausforderung ihren Werten treu zu bleiben. Wenn sie zudem von Freundinnen umgeben ist, die sie für ihre Werte belächeln, muss die junge Frau umso mehr von ihren eigenen Werten überzeugt sein und sie muss sie standhaft vertreten können. Die junge Frau muss also mit einer guten Portion Sturheit an ihren Werten festhalten, denn sie könnte sich einen nur schwer wieder gut zu machenden Schaden zufügen, wenn sie sich von den gesellschaftlichen Werten, von den Werten ihrer Freundinnen oder von den Werten der Männer, die sie kennenlernt, beeinflussen lassen würde und wenn sie sich zu etwas hinreißen lassen würde, was sie nicht will. Wenn die junge Frau allerdings nicht aus eigener Überzeugung Jungfrau bleiben will, sondern weil sie aus einem streng religiösen Elternhaus kommt und weil ihre Eltern ihr eingetrichtert haben, dass sie jungfräulich in die Ehe gehen muss, würde sie sich keinen Gefallen damit tun ihre Jungfräulichkeit ihren Eltern zuliebe zu bewahren, wenn die Werte ihrer Eltern nicht gleichzeitig auch ihre eigenen Werte sind. Es ist also nicht nur wichtig mit Konsequenz und Ausdauer an den eigenen Werten festzuhalten, sondern man muss sich überhaupt erst mal darüber bewusst sein was die eigenen Werte sind und was die Werte sind, die einem von der Familie, von der Gesellschaft, von den Medien, von der Kirche, vom Verein oder vom Freundeskreis vermittelt wurden.

Die Stier typische Sturheit muss sich nicht immer durch eine sinnvolle, berechtigte Konsequenz auszeichnen, sie kann sich auch in Engstirnigkeit äußern oder sogar in Arroganz. Menschen, die narzisstische Züge haben, halten auch oft extrem stur an dem fest, was sie als wertvoll betrachten. Von daher ist es wichtig zu unterscheiden wann jemand berechtigterweise an seinen Werten festhält und wann jemand einfach eine überhöhte Anspruchs- und Erwartungshaltung hat. Wenn man es also mit jemandem zu tun hat, der stur an etwas festhält, sollte man sich fragen inwieweit dieser Mensch vielleicht von anderen etwas erwartet, was er selbst nicht bieten kann, was ihm nicht zusteht oder was einfach unangemessen ist. 
 

Neu-Geburt der Venus

Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass Uranus und der Stier sehr unterschiedliche Prinzipien verkörpern, wartet der Neumond im Stier mit einigen Herausforderungen auf, sondern auch die Tatsache, dass Venus zum Neumond einen Spannungsaspekt (Quadrat) zu Neptun in den Fischen bildet, zeigt an, dass das, was uns lieb und teuer ist, in den kommenden Monaten einigen Prüfungen ausgesetzt ist.

Venus befindet sich seit Anfang April 2020 in den Zwillingen, wo sie am 13.05.2020 rückläufig wird. Aufgrund ihrer Rückläufigkeitsphase wird sich Venus außergewöhnlich lange in den Zwillingen aufhalten, nämlich vom 03.04.2020 bis zum 07.08.2020. Normalerweise läuft Venus nur knapp einen Monat durch die einzelnen Zeichen, aber da die „göttliche Schöne“ in den Zwillingen rückläufig wird, hält sie sich über vier Monate in diesem Zeichen auf. Während ihrer Rückläufigkeitsphase wird Venus drei Spannungsaspekte zu Neptun in den Fischen bilden. Venus erhält in den kommenden Monaten aber auch Unterstützung von Lilith und Chiron im Widder. Die harmonischen Aspekte (Sextile), die Venus zur wahren Lilith* und zu Chiron im Widder bildet, können den Spannungsaspekten von Neptun etwas Adäquates entgegensetzen, vorausgesetzt wir können die Widder-Energien gut integrieren und sie auf die weiblichen Energien abstimmen. Die männliche Kraft, die durch den Widder symbolisiert wird und die weibliche Kraft, die durch Venus symbolisiert wird, müssen sich in den kommenden Monaten aufeinander einstimmen und zu einer neuen Balance finden. Genaueres zur Rückläufigkeitsphase von Venus in den Zwillingen kannst Du, sobald es soweit ist, auf meinem Blog und auf meinem YouTube Kanal erfahren.

* Es gibt eine sogenannte „mittlere Lilith“ und eine „wahre Lilith“ Position. Die wahre Lilith unterliegt starken Schwankungen, sie hat eine extrem exzentrische Umlaufbahn, was ihr ermöglicht innerhalb von kürzester Zeit ganze Zeichen zu durchqueren und zwischen verschiedenen Zeichen hin und her zu springen. Da Lilith das animalisch Weibliche symbolisiert, das sich höchst instinktiv verhält, ist der Titel „wahre Lilith“ für ihre exzentrischen Bewegungen äußerst bezeichnend. Die wahre Lilith springt sozusagen wie eine Raubkatze durch den Zodiak und sie gleitet wie ein Raubvogel in Windeseile durch die Lüfte, was ausgezeichnet zu den mythologischen Darstellungen von Lilith passt, die die "dunkle Göttin" oft in der Begleitung von Löwen und Eulen zeigen. Die sogenannte mittlere Lilith ist ein errechneter Mittelwert der exzentrischen Bewegungen der wahren Lilith. Das wird eine spannende Rückläufigkeitsphase von Venus im stimulierenden Aspekt zur wahren Lilith und zu Chiron im Widder, mit den gleichzeitigen Spannungsaspekten zu Neptun in den Fischen. Auf der kollektiven Ebene haben die weiblichen Energien viel Heilung nötig und diese Zeitqualität macht viel Heilung möglich.


Bestandsaufnahme

Vielleicht müssen wir nun erkennen, dass wir im Laufe der Zeit zu viele Kompromisse eingegangen sind, vielleicht müssen wir einsehen, dass es in einer bestimmten Beziehung immer wieder zu den gleichen Konflikten kommt, weil die Probleme durch die Unvereinbarkeit von grundlegenden Werten verursacht werden. Vielleicht müssen wir aber auch erkennen, dass wir in bestimmten Angelegenheiten zu viel Wert darauf gelegt haben, dass andere unsere Werte teilen, obwohl eigentlich jeder sein eigenes Ding machen könnte, wie in dem Beispiel mit der getrennten Kasse und den getrennten Wohnungen erwähnt. Vielleicht stellen wir auch fest, dass uns bestimmte Dinge gar nicht so viel wert sind, wie wir lange dachten oder vielleicht erkennen wir nun, dass wir bei bestimmten Werten gewisse Abstriche machen können, weil genug ausgleichende Faktoren mit im Spiel sind... Da ein Neumond uns immer darin unterstützen möchte etwas Neues zu beginnen, sollten wir uns zum Neumond im Stier fragen wie es um unsere Werte bestellt ist und was wir in Hinblick auf bestimmte Werte jetzt vielleicht verändern wollen. Ich wollte in diesem Text verdeutlichen wie entscheidend Werte sind und dass unsere Werte nicht nur einen wesentlichen Teil unserer Persönlichkeit ausmachen, sondern dass sie auch zu wesentlichen Teilen unseren Lebensweg bestimmen. Und gerade weil Werte so entscheidend sind, sollten wir das Thema Werte auch entsprechend wertschätzen...*)))


Viele liebe Grüße mit den Sternen

Lia 


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Freitag, 10. April 2020

Eine andere Welt - Vor Corona und während Corona

Die Städte der Welt wirken schon sehr gespenstig ohne die ganzen Menschen...
Ich weiß nicht wie es dort aussieht wo Ihr lebt, aber hier in Kreuzberg - im Hot Spot von Berlin - sieht es trotz Corona ganz anders aus als in diesem Video. 
Die Straßen und Parks sind zwar wesentlich leerer als sonst, vor allem weil keine Touristen hier sind, aber es sind trotzdem viele Menschen unterwegs.

Donnerstag, 9. April 2020

Suchen, Finden und Bäume pflanzen

Liebe Leute, wenn Ihr oft im Netz auf der Suche seid, könnt Ihr gleichzeitig etwas Gutes tun und zwar ganz einfach, nämlich indem Ihr die Suchmaschine https://www.ecosia.org/ benutzt. Mit der Nutzung dieser Suchmaschine unterstützt Ihr das Pflanzen von Bäumen. Da macht das Suchen und Finden doch gleich viel mehr Spass...*))) 

Dienstag, 7. April 2020

Brauchen wir den Mond wirklich?

Liebe Leute, für diejenigen von Euch, die Englisch sprechen, 
zur Feier des Vollmond-Tages eine wunderbare Doku über den Mond.

Den meisten Menschen ist klar, dass unser Leben auf der Erde ohne die Sonne nicht möglich wäre, aber viel seltener denken wir darüber nach wie wichtig der Mond für die Erde ist. 

Die Wichtigkeit des Mondes wird in dieser Doku besprochen.  

Samstag, 4. April 2020

Vollmond in der Waage ♎ 08.04.2020: Die Corona-Krise ist eine Beziehungskrise


Vollmond in der Waage ♎ 08.04.2020: Ein neues Gleichgewicht schaffen


„Die Gerechtigkeit wohnt in einer Etage, zu der die Justiz keinen Zutritt hat.“

Zitat aus „Justiz“ von Friedrich Dürrenmatt


Justitia, Göttin der Gerechtigkeit, Wiki Commons, Public Domain


Der April-Vollmond findet am 08.04.2020 auf der Beziehungsachse Widder-Waage statt. Die Sonne befindet sich zum Vollmond auf 18° Widder und der Mond steht auf 18° in der gegenüberliegenden Waage, dem Zeichen der wohlüberlegten Entscheidungen, der Balance und der Gerechtigkeit. Wie schon der Neumond im Widder, der am 24.03.2020 stattfand, wird auch der Vollmond in der Waage von einem machtvollen Pluto-Aspekt begleitet, nämlich von der ersten von drei Jupiter-Pluto-Konjunktionen, die in diesem Jahr in der dritten Dekade Steinbock stattfinden (siehe Daten am Textende). Während es zum Neumond im Widder Mars war, der Herrscher des Widders, der eine Konjunktion zu Pluto im Steinbock bildete, ist es zum Vollmond in der Waage nun Jupiter, der eine Verbindung mit Pluto eingeht. Die erste exakte Jupiter-Pluto-Konjunktion findet zwar einige Tage vor dem Vollmond in der Waage statt, aber da es sich bei Jupiter um einen langsam laufenden Planeten handelt und da ein Vollmond immer den Höhepunkt eines bestimmten Zyklus kennzeichnet, spielen die Themen der Jupiter-Pluto-Konjunktion direkt in die Vollmond Thematik hinein. 




Astrologische Grafik: Vollmond 18°43' Waage, 08.04.2020, 04:35h MESZ



Die erste exakte Jupiter-Pluto-Konjunktion findet am 05.04.2020 auf 24°53´ Steinbock statt. Alle Konjunktionen, die Pluto zu anderen Himmelskörpern bildet, sind mächtig, aber eine Konjunktion von Jupiter und Pluto ist ganz besonders interessant und zwar in Hinblick auf den Mythos, der diese beiden Planeten verbindet. Mythologisch gesehen ist Pluto der große Bruder von Jupiter. Die beiden Brüder hatten eine komplizierte Beziehung zueinander, denn obwohl Pluto der ältere Bruder von Jupiter war, wurde nicht er zum Herrscher über den Himmel und über die Menschheit, sondern sein kleiner Bruder Jupiter erhielt die oberste Herrschaft und wurde so zum „Gott der Götter“. Nach altem Erbrecht könnte man meinen der Erstgeborene hätte den Vortritt beim Erbe des Vaters, aber in der göttlichen Familie von Pluto und Jupiter ergatterte letztlich der jüngste Bruder den olympischen Thron. Auch wenn Jupiter die Herrschaft über den Olymp anscheinend durch pures Glück zufiel, geht diesem scheinbaren Glücksfall eine Geschichte voraus, die erklärt warum Jupiter sich das Erbe seines Vaters und somit den obersten Thron im Götterreich redlich verdient hat.


Jupiter in der Mythologie

Saturn, der Gott des Ackerbaus und des „goldenen Zeitalters“, war der Vater von Jupiter, Pluto und ihren Geschwistern Neptun, Juno, Vesta und Ceres. Saturn wurde von der Angst getrieben, dass ihn eines Tages das gleiche Schicksal ereilen würde, das schon seinen Vater Uranus zu Fall gebracht hatte, nämlich die Entthronung durch einen seiner Nachkommen. Saturn hatte seinen eigenen Vater Uranus einst entmannt und daraufhin dessen Thron bestiegen. Aufgrund einer Prophezeiung, die besagte, dass ihm das gleiche Schicksal drohen würde, lebte Saturn in ständiger Angst, dass auch er eines Tages von einem seiner Kinder vom Thron gestoßen werden würde. Um diesem Schicksal zu entkommen beschloss Saturn alle seine Kinder gleich nach ihrer Geburt zu verschlingen, denn er ging davon aus, dass keines seiner Kinder ihm je den Thron streitig machen könnte, wenn er sie für immer in seinem Bauch gefangen halten würde. 



 
Francisco de Goya, Saturn frisst seine Kinder, Public Domain


 
Ops, die Frau von Saturn und die Mutter seiner Kinder, musste mit ansehen wie sich ihr Mann ein Kind nach dem anderen einverleibte. Um zu verhindern, dass auch das letzte Kind verschlungen werden würde, ersann sie eine List. Anstatt auch noch ihr letztes Kind herzugeben, übergab sie ihrem Gemahl ein Bündel, das einen in ein Tuch gehüllten Stein enthielt. Saturn verschlang das Bündel in der Annahme sein jüngster Sohn Jupiter sei in diesem Tuch verborgen. Tatsächlich hatte Ops Jupiter aber bereits einer Amme übergeben, die den Götterknaben bei sich aufnahm, um ihn hingebungsvoll zu nähren. So wurde der junge Gott in einer Höhle des Ida von seiner Amme, der Nymphe Amalthea, großgezogen. Einige mythologische Quellen besagen, dass die Nymphe Amalthea den göttlichen Knaben mit der Milch einer Ziege nährte, während anderen Quellen zufolge Amalthea selbst die Ziege war, die Jupiter an ihre Brust, bzw. an ihre Zitzen nahm. Jupiter hatte, im Gegensatz zu seinen Geschwistern, Dank seines Aufenthalts im Exil, eine unbeschwerte Kindheit und wuchs unter der Obhut von Amalthea zu einem großen, starken Mann heran. 



Die Ziege Amalthea nährt den jungen Gott Jupiter (griechisch Zeus), Jacob Jordaens, Public Domain 



Jupiter nahm sich vor eines Tages seine Geschwister aus dem Bauch seines Vaters zu befreien, es war jedoch noch nicht die Rede davon, dass er dann selbst den Thron von Saturn besteigen würde. Der Tag kam an dem Jupiter seinen Vater besiegte und seine Geschwister aus dessen Bauch befreite. Nun stellte sich die Frage welchem der drei Brüder der olympische Thron zustehen würde. Da alle drei Brüder den Thron des Vaters besteigen wollten, sollte das Schicksal darüber entscheiden wer von ihnen zum obersten Gott werden würde. Die Brüder nahmen drei Lose und jeder von ihnen sollte ein Los ziehen. Jupiter war derjenige, der den Hauptgewinn ergatterte und so fiel ihm der Thron seines Vaters zu. Neptun erhielt die Herrschaft über die Meere und Pluto erhielt die Herrschaft über die Unterwelt.

Pluto wurde also nicht freiwillig zum Gott der Unterwelt und auch nicht, weil die Eigenschaften eines Totengottes seinen Charakter widerspiegelten. Da Pluto aber im Glücksspiel mit Jupiter und Neptun das Los gezogen hatte, das ihm die Herrschaft über die Unterwelt zuwies, fügte er sich seinem Schicksal. Obwohl Pluto die Herrschaft über die Unterwelt annahm, stand die Tatsache, dass er als der Erstgeborene das Erbe des gemeinsamen Vaters an Jupiter, den Letztgeborenen, abtreten musste, fortan zwischen den beiden Brüdern. Da Jupiter aber nicht nur den gemeinsamen Vater besiegt hat, sondern da er Pluto und seinen Geschwistern auch das Leben gerettet hat, musste Pluto anerkennen, dass sein jüngster Bruder zu Recht vom Schicksal begünstigt wurde, indem Fortuna ihm den Hauptgewinn zuspielte. Dass Pluto nicht als Totengott geboren wurde oder aufgrund seines Charakters zum Totengott erkoren wurde, verdeutlicht, dass der Tod in dem Sinn keinen Charakter hat, dass der Tod also weder gut, noch schlecht ist, sondern, dass der Tod ein Schicksal ist, das uns alle früher oder später ereilt. Von daher ist es sinnlos Wut auf den Tod zu haben oder ihn gar zu hassen. Der Tod ist ein unabänderlicher Bestandteil des Lebens. Gerade in der westlichen Welt und insbesondere in der heutigen Zeit haben wir eine sehr behindernde Einstellung zum Tod und zu allem was dazugehört, sprich, zum Altern, zum Loslassen und zu unabänderlichen natürlichen Veränderungsprozessen.


Jupiters Mythos in der Astrologie: Das große Glück

Der Mythos verdeutlicht, dass Jupiter nicht etwa aus purem Glück zum obersten Gott wurde, wie es oft dargestellt wird. Jupiter hat sich seinen Thron nicht nur erkämpft, indem er seinen Vater besiegt hat, er hat auch seine Geschwister aus dem Bauch des Vaters befreit, was er ja gar nicht hätte tun müssen. Wenn Jupiter ein egoistischer Gott gewesen wäre, hätte er nur seinen Vater besiegen müssen und er hätte sich mit dem Sieg über Saturn gleichzeitig auch seiner Geschwister entledigen können, was ihm freie Bahn auf des Vaters Thron und die alleinige Herrschaft über das gesamte Götterreich garantiert hätte. Das hat er aber nicht getan, weil er sich seinen Geschwistern gegenüber moralisch verpflichtet fühlte, warum Jupiter in der Astrologie einen direkten Bezug zu den Themen Moral, Ethik, Rechtschaffenheit und auch zu dem Thema Großzügigkeit hat.

In der Astrologie trägt Jupiter den Beinamen Fortuna Major, was „großes Glück“ bedeutet. Noch heute wird Jupiter astrologisch mit Glücksfällen gleichgesetzt, wobei meistens nicht definiert wird, was Glück denn eigentlich bedeutet. Oft wird Glück so interpretiert, als wenn man etwas Wunderbares einfach so, ohne eigenes Zutun, geschenkt bekommen würde. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass es nicht darum geht, dass einem das große Glück in den Schoß fällt und dass ein großer Glücksfall automatisch ein Happy End bedeutet, sondern, dass es vor allem darum geht wie man das Glück erhalten kann, denn Glück zu haben ist eine Geschichte, Glück dauerhaft zu erhalten ist eine ganz andere Geschichte.

Man muss in der Lage sein mit dem Glück, das man hat, auch intelligent umzugehen, denn sonst heißt es „wie gewonnen, so zerronnen“ und man ist immer darauf angewiesen, dass einem hoffentlich bald das nächste Glück zufällt. Wenn jemand den Jackpot im Lotto knackt und von einen Tag auf den anderen zum Millionär wird, würden wahrscheinlich viele Menschen sagen, der Lottogewinner hatte ein riesiges Glück. Und tatsächlich war in dem Fall eine Menge Glück im Spiel, denn die Wahrscheinlichkeit den Jackpot im Lotto zu knacken ist extrem gering, selbst wenn man 50 Jahre lang jede Woche Lotto spielt und man von daher meinen könnte, man habe sich den Jackpot nach all den Jahren redlich verdient. Wenn der Gewinner des Jackpots dann aber nicht dazu in der Lage ist intelligent mit den gewonnenen Millionen umzugehen, kann sich der riesige Glücksfall als großes Unglück entpuppen oder zumindest als eine anspruchsvolle Reifeprüfung, die ihm vieles abverlangt. Ähnlich verhält es sich auch mit anderen Glücksfällen. Man kann der Liebe seines Lebens begegnen, aber wenn man nicht in der Lage ist den Beziehungsalltag mit diesem Menschen zu meistern, kann die Begegnung mit der großen Liebe wesentlich schmerzhafter sein, als wenn man nie vom Geschmack der ganz großen Liebe kosten durfte und sein Leben lang eher unaufgeregte Liebesbeziehungen führt, die aber im Alltag funktionieren. Die Kunst ist voll von Geschichten von Menschen, die ihrer ganz großen Liebe begegnet sind, diese Liebe dann aber aus den unterschiedlichsten Gründen nicht halten konnten. Das ist der Stoff aus dem die dramatischsten Erzählungen über die Liebe gemacht sind. Von daher geht es nicht nur um die Frage ob einem das große Glück irgendwann zufällt, sondern es geht vor allem auch um die Frage wie man das große Glück dauerhaft erhalten kann. Jupiter läuft von Ende 2019 bis Ende 2020 durch den Steinbock, durch das Zeichen, in dem es um Langlebigkeit und Dauerhaftigkeit geht. Mit Jupiter im Steinbock geht es also um die Millionen-Dollar-Frage: wie kann man das große Glück ein Leben lang erhalten?

In Hinblick auf die aktuelle Krisensituation, die die ganze Welt in Atem hält, bedeutet das, dass uns diese außergewöhnliche Krise zwar eine riesige Chance zum Wertewandel, zum Umdenken und zur Neuorientierung bietet, dass wir aber auch in der Lage sein müssen die wertvollen Lektionen, die uns die Corona-Krise bietet, in etwas Dauerhaftes umzusetzen. Wenn wir jetzt erhellende Einsichten und große Pläne für die Zukunft haben, müssen wir uns erst noch bewähren, denn allzu groß ist die Versuchung in den alten Trott zurückzufallen, sobald wieder eine gewisse Form von Normalität einkehrt. Ob sich die Corona-Krise als das ganz große Glück erweist, das Jupiter verheißt, indem diese Krise den entscheidenden Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte darstellt oder ob diese Krise eine negative Kettenreaktion in Gang setzt, die uns immer weiter in den Abgrund treibt, hängt davon ab, ob wir nun bereit sind die notwendigen Konsequenzen zu ziehen und zu akzeptieren, dass die Welt, wie wir sie bisher gekannt haben, derzeit im Sterben liegt.


Die Kunst der Verwandlung

Pluto ist der Planet, der das Stirb und Werde symbolisiert. Pluto fordert eine tiefgreifende Transformation, die unausweichlich ist. Keiner von uns kann dem Tod entkommen, wir können den Tod manchmal hinauszögern, aber wenn es eine Gewissheit im Leben gibt, die uns alle betrifft, dann ist es der Tod. Pluto-Transite bedeuten selten den physischen Tod, aber sie zeigen an, dass etwas Altes, an dem wir sehr gehangen haben, sterben muss, damit etwas Neues entstehen kann. Da Jupiter alles vergrößert auf was er trifft, wird die eh schon intensive plutonische Transformationskraft durch Jupiters Einfluss vielfach potentiert. Dies ist eine machtvolle Konstellation, die uns ein ungeheures Verwandlungspotential zur Verfügung stellt. Die Verwandlung kann aber nur positiv ausfallen, wenn wir tiefgreifende Veränderungen zulassen. Wenn wir krampfhaft versuchen an etwas festzuhalten, dessen Zeit abgelaufen ist, zögern wir den Ablösungsprozess nicht nur unnötig lange hinaus, wir können uns selbst oder anderen auch vermeidbaren Schaden zufügen, wenn wir etwas festhalten wollen, das verabschiedet werden muss, damit Raum für etwas Neues geschaffen werden kann. Die Weigerung das Alte loszulassen ist Teil eines Sterbeprozesses, von daher ist es eine natürliche Reaktion das Vertraute in der Form erhalten zu wollen, wie man es bislang gekannt hat. Dann gelangt man aber irgendwann an den Punkt, an dem Akzeptanz einsetzt und man ist bereit loszulassen oder - je nach der Situation - ist man dann willens notwendige Veränderungen vorzunehmen.  

In diesem Jahr können wir mit der dreimaligen Begegnung zwischen Jupiter und Pluto sozusagen Meister im Sterben und Wiederauferstehen werden. Sterbeprozesse gehen auch immer mit Trauerprozessen einher. Ohne Trauer ist es kein echter Tod. Von daher sollten wir uns erlauben zu trauern, falls wir mit den unvermeidlichen Veränderungen, die uns in den kommenden Jahren erwarten, noch hadern. Wir sollten versuchen einfühlsam mit uns umzugehen und bereit sein uns immer wieder neu kennen und lieben zu lernen. 

Vielen von uns war bereits vor Corona klar, dass es nicht mehr 5 vor 12 ist, sondern, dass 12 Uhr schon längst vorbei ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass es nun zu spät ist einen ganz neuen Weg einzuschlagen. Es ist aber zu spät, um zu spät zu sein! Den Luxus notwendige Veränderungen immer wieder hinauszuzögern und wesentliche Fakten zu verdrängen können wir uns einfach nicht mehr erlauben. 
 

Pluto und die Wichtigkeit der Motive

Im Zusammenhang mit Pluto spielen die Motive für oder gegen etwas eine herausragende Rolle. Mythologisch gesehen waren weder die Motive von Saturn seinen Vater Uranus zu entthronen, noch die Motive von Jupiter seinen Vater Saturn vom Thron zu stoßen, unehrlich, selbstsüchtig oder gar bösartig. Im Gegenteil, beiden Söhnen blieb keine andere Wahl als ihre Väter zu entthronen. Uranus hatte sich zu einem schrecklichen Tyrann entwickelt, der die Erdgöttin Gaia, die seine Angebetete und Mutter zugleich war, bis zu deren Erschöpfung wieder und wieder bestieg. Uranus war nicht nur sexuell unersättlich, er hasste die Kinder, die er mit Gaia gezeugt hatte, so sehr, dass er sie gnadenlos hinab ins Erdinnere, in den Tartaros stieß. Uranus wollte, dass seine Kinder für immer im Erdinneren gefangen bleiben sollten. Uranus war ein egoistischer Gott, der Gaia für sich alleine haben wollte und er wollte sie nicht mit seinen Kindern, die gleichzeitig seine Geschwister waren, teilen. Gaia war erbost über die Unersättlichkeit und Grausamkeit von Uranus und so brachte sie den grauen Stahl hervor, ein unbezwingbares Metall, aus dem sie eine Sichel anfertigen ließ. Gaia wandte sich an ihre Kinder in ihrem Inneren und forderte sie dazu auf Uranus mit der unbezwingbaren Sichel zu entmannen. Zunächst wagte es keines der Kinder sich gegen den grausamen Vater zu erheben, bis sich schließlich einer ihrer Söhne bereiterklärte diese große Herausforderung anzunehmen und dieser Sohn war Saturn. So wurde Saturn zum Retter seiner Mutter Gaia, der Erde, zum Retter seiner Geschwister und zum obersten Gott des „goldenen Zeitalters“. 



Saturn kastriert seinen Vater Uranus, Public Domain


Wie bereits erwähnt litt Saturn aber Zeit seines Lebens unter der Angst ihn würde eines Tages das gleiche Schicksal ereilen wie seinen Vater. Saturn hat astrologisch einen direkten Bezug zu Schuldgefühlen, was sich aus seinem Mythos erklärt, denn kein Kind schadet seinen Eltern gerne und ohne sich schuldig zu fühlen. Saturn hatte die Aufgabe seinen Vater zu entmannen ja nicht freiwillig übernommen, sondern aus einem Gefühl der Verpflichtung seiner Mutter und seinen Geschwistern gegenüber, warum Saturn astrologisch mit Pflichtbewusstsein zusammenhängt. Von daher muss jemand, der „seinen Vater vom Thron stößt“, auch die damit verbundenen Schuldgefühle verarbeiten können, sonst wird er von ihnen zerfressen oder er lässt sich zerstören, wie Saturn durch seine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Außer man hat jede Menschlichkeit bereits hinter sich gelassen, wie im Fall eines Psychopathen, der sogar da eine gewisse Lust verspürt, wo sich menschliche Menschen mit Schuld-, Scham- und Moralgefühlen auseinandersetzen müssen. Wenn aber die Motive für eine Entthronung grausamer, egoistischer Väter rechtschaffen sind, kann man durch diese Rechtschaffenheit den Schuldgefühlen etwas Adäquates entgegensetzen und die nötige Kraft daraus ziehen.

Wie im Mythos müssen nun die alten Götter abtreten und neue Götter müssen den Thron besteigen, will heißen, dass das, was wir anbeten, also das, was wir begehren und als wertvoll erachten, eine tiefgreifende Transformation durchleben muss. Auch Menschen in Machtpositionen, wie einflussreiche Politiker, Wissenschaftler, religiöse Führer, Bildungsikonen, Künstler und Wirtschaftsbosse, können nun entweder freiwillig einen großen Wandel vollziehen oder sie müssen in den kommenden Jahren „vom Thron gestoßen“ werden und von zeitgemäßen Führungspersönlichkeiten abgelöst werden, nämlich von Menschen, die nicht die Gier und den Profit zum Gott erklären, sondern ein gesundes, lebenswertes Leben, das uns zwar weniger Konsumkicks bietet, dafür aber umso mehr innere Erfüllung und Sinnhaftigkeit. Solange die Menschen aber die falschen Götter anbeten, sprich, solange sich die Menschen an falschen Werten orientieren, werden die Götter nur noch verschlingender und unersättlicher, wie es der Mythos von Saturn und Uranus erzählt. Das Eine bedingt das Andere. Eine Wandlung muss also auf beiden Seiten geschehen, wenn wir nicht immer weiter den Abgrund hinabrutschen wollen und die Zukunft der Menschheit auf dem Gewissen haben wollen. Ob wir uns dieser Verantwortung gewachsen fühlen oder nicht: die Generationen, die in diesen Jahrzehnten die Erde bevölkern, haben die Zukunft der Menschheit in der Hand.


Gerechtigkeit und Objektivität

Die Motive ihre Väter zu entthronen waren bei beiden Göttern, weder bei Saturn, noch bei Jupiter, selbstsüchtig, sondern sie entsprangen einer Notwendigkeit, sie haben der Gerechtigkeit und der Rechtschaffenheit gedient. Beide Söhne hatten nicht die Absicht ihre Väter zu entthronen, sie wurden durch die Grausamkeit und den Egoismus ihrer Väter dazu gezwungen, nicht nur um ihr eigenes Leben zu retten, sondern auch um das Leben ihrer Geschwister zu retten und im Fall von Saturn hing sogar das Leben seiner Mutter Gaia, der personifizierten Erde, von seinem Mut den Vater zu entthronen ab.

Nachdem ich die mythologischen Zusammenhänge erklärt habe, möchte ich zur astrologischen Bedeutung des Vollmonds in der Waage zurückkommen. Die Waage ist das Zeichen der Gerechtigkeit, der Fairness und des karmischen Gleichgewichts. Gleichgewicht liegt in der Natur, in der Natur beruht alles auf Ausgewogenheit. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das sich soweit vom Gleichgewicht der Natur entfernen konnte, dass das natürliche Gleichgewicht mittlerweile vollkommen außer Rand und Band geraten ist. Die Waage ist das einzige Sternzeichen, das weder einen Menschen, noch ein Tier darstellt, sondern ein Objekt. Aus dem Grund hat die Waage auch das meiste Potential zur Objektivität. Das Recht muss bekanntlich „blind“ gesprochen werden, will heißen, dass das Recht unbestechlich sein muss und es darf sich nicht durch persönliche Vorlieben, Abneigungen oder Launen beeinflussen lassen.

Für den Menschen ist es so gut wie unmöglich vollkommen objektiv zu sein, es gibt aber erhebliche Unterschiede in der Fähigkeit zur Objektivität unter den Menschen. Während es einigen Menschen leichter fällt gewisse Umstände und Zusammenhänge objektiv zu betrachten, ist es für andere so gut wie unmöglich, insbesondere für Menschen, die extrem egoverhaftet sind, denn es liegt in der Natur des Egos subjektiv zu sein. Auf der Weltbühne sehen wir in diesen Zeiten nur allzu deutlich, dass übertriebene Egozentrik dazu führt, dass einem der Blick für das Wesentliche und für die größeren Zusammenhänge abgeht. Man schaue sich nur einen verblendeten Menschen wie Donald Trump an, der sogar inmitten der größten Krise, die die Menschheit seit dem zweiten Weltkrieg erlebt, weiterhin nur Profit im Sinn hat. Je mehr ein Mensch mit seinem Ego verhaftet ist, desto mehr mangelt es ihm an der Fähigkeit das große Ganze zu erkennen und entsprechend intelligente Entscheidungen zu fällen, denn eine egozentrische Sichtweise ist automatisch eine beschränkte Sichtweise und je egozentrischer die eigene Perspektive ist, desto beschränkter ist sie auch. Damit möchte ich nicht etwa sagen, dass es nicht wichtig wäre an das eigene Wohl zu denken, denn natürlich ist das wichtig. Wenn jedoch der „mächtigste Mann der Welt“ inmitten einer globalen Krise weiterhin nur davon spricht, dass die Wirtschaft unbedingt wieder in Gang kommen muss, dann handelt es sich nicht nur um Egozentrik, sondern Trump liefert den endgültigen Beweis, dass er vollkommen ungeeignet ist ein Volk zu führen, es sei denn ein Volk will in den Abgrund geführt werden.

Der amerikanische Präsident ist natürlich nur ein Beispiel, an dem ich verdeutlichen möchte, welche verheerenden Auswirkungen uns drohen, wenn wir jetzt nicht bereit sind die weltweite Krisensituation, in der wir uns befinden, möglichst objektiv zu betrachten. Wenn wir jetzt nur darauf aus sind, dass alles so weitergehen soll wie bisher, haben wir nichts verstanden und die nächste große Krise ist vorprogrammiert. Die weltweite Krise, für die das Coronavirus „nur“ ein Symptom ist, werden wir rückblickend als einen Spaziergang empfinden, wenn wir jetzt nicht bereit sind entscheidende Veränderungen vorzunehmen. Das eigentliche Problem, mit dem sich die Menschheit dringend auseinandersetzen muss, besteht darin, dass der Mensch die einzige Spezies ist, die ihren eigenen Lebensraum und den Lebensraum ihrer Nachkommen zerstört. Selbst wenn mehrere Millionen Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus sterben würden, würde dieser Verlust in keinem Verhältnis zu dem stehen, was durch die Zerstörung unseres Lebensraums in diesen Jahren tatsächlich auf dem Spiel steht. Von daher haben wir nun die Möglichkeit die weltweite Krise, in der wir uns befinden, als Chance zu einer radikalen Umorientierung zu nutzen oder wir können uns dafür entscheiden von einer Krise in die nächste zu schlittern und mit jeder Krise noch größere Verluste in Kauf zu nehmen. Natürlich müssen wir jetzt erst mal die Corona Krise bewältigen, aber wenn wir meinen, wir müssten jetzt einfach nur durchhalten und könnten dann genauso weitermachen wie bisher, haben wir noch nicht genug aus den Opfern, die die Corona-Krise fordert, gelernt und wir provozieren weitere Krisen, um das nötige Bewusstsein zu erlangen. 

Die Waage ist das Zeichen der wohlüberlegten Entscheidungen. Der Vollmond in der Waage verlangt auf einer persönlichen Ebene und auf einer kollektiven Ebene danach die Dinge ins Gleichgewicht zu bringen, die aus dem Gleichgewicht geraten sind. Natürlich können wir nicht innerhalb von wenigen Wochen die ganze Welt umkrempeln, aber wir können die derzeitige Ausnahmesituation dazu nutzen uns zu überlegen was wir in unserem persönlichen Umfeld dazu beitragen können für mehr Gleichgewicht und mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Wenn jeder von uns seinen Beitrag leistet, kann sehr schnell sehr viel in Bewegung kommen.

Trotz Eigenverantwortlichkeit der Bevölkerung müssen nun auch die zuständigen Politiker Konsequenzen ziehen und sie müssen den Mumm haben weitreichende Entscheidungen zu treffen und neue Gesetze zu erlassen, die wahrscheinlich nicht jedem von uns auf Anhieb gefallen werden. Da wir nicht darauf warten können, dass auch der letzte Mensch erwacht, brauchen wir neue Regelungen und neue Gesetze, die dafür sorgen, dass die Erde auch noch in den kommenden Jahrhunderten ein angenehm bewohnbarer Ort ist, eine Welt, in der man sich ohne Mundschutz, ständiger Desinfektion und anderen extremen Sicherheitsvorkehrungen frei bewegen kann. 

Die Waage ist das Zeichen der Gesetze. In unserem persönlichen Leben können wir uns nun Gedanken machen welche Gesetze und Regelungen "in unserem Staat", sprich, in unserem persönlichen Umfeld gelten. Da die Waage das Zeichen der Beziehungen ist, steht oder fällt hier so ziemlich alles mit den Menschen, mit denen wir uns in einer Beziehung befinden, seien es private oder berufliche Beziehungen. Von daher stehen nun sämtliche Beziehungen im Fokus. Ein Vollmond möchte immer Verborgenes ans Licht bringen und Unbewusstes ins Bewusstsein rufen. Von daher möchte uns der Vollmond in der Waage nun aufzeigen auf welche Menschen wir uns verlassen können und mit welchen Menschen wir etwas aufbauen können, das Substanz hat, weil wir uns an ähnlichen Werten orientieren. Es ist unmöglich eine dauerhafte, funktionierende Beziehung mit jemandem zu führen, dessen Werte in wesentlichen Punkten nicht mit den eigenen Werten harmonieren. Mars, der Planet, der den Handlungswillen, die Ichdurchsetzung und den Umgang mit Aggressionen symbolisiert, bildet zum Vollmond einen Spannungsaspekt (Quadrat) zu Uranus im Stier, dem Zeichen der Werte. Von daher kann es in diesen Wochen vermehrt zu Konflikten kommen, deren eigentliche Hintergründe Werte sind, auch wenn sich die Konflikte vordergründig vielleicht um etwas anderes drehen. Da Pluto die gemeinsamen Werte und die Werte von anderen symbolisiert und da Pluto, wenn er unbewusst gelebt wird, auch Manipulation anzeigt, sollten wir uns nun fragen, ob wir selbst mit offenen Karten spielen und ob die Menschen, mit denen wir es zu tun haben, ihrerseits mit offenen Karten spielen oder ob jemand versucht auf eine manipulative Art und auf Kosten anderer seine Bedürfnisse zu befriedigen. In einigen Fällen gründet ein manipulatives Verhalten auf unbewussten Mustern, aber sobald man die Dinge klar anspricht, wird ein Mensch, dem Fairness am Herzen liegt, Einsicht zeigen und er wird sein Verhalten verändern. Wenn man feststellen muss, dass jemand keinen Wert auf Fairness legt, sollte man sich fragen welche Zukunft eine Beziehung mit einem solchen Menschen haben kann. In dem Zusammenhang sollte man sich klarmachen, dass man, wenn man ein unfaires Verhalten hinnimmt, nicht nur sich selbst gegenüber unfair ist, sondern man ist auch dem Menschen, der sich unfair verhält, gegenüber unfair. Wie immer ist die Kommunikation das A und O in Beziehungen. Die Waage ist ein Luftzeichen und von daher geht es in diesem Zeichen um Kommunikation. Wenn wir also etwas Wichtiges zu besprechen haben, sollten wir es in diesen Tagen auf jeden Fall tun.


Viele liebe Grüße mit den Sternen

Lia

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Jupiter Konjunktion Pluto 2020:

05.04.2020, 04:45:00 MEZ/S Jupiter Konjunktion Pluto 24°53´16  Steinbock
30.06.2020, 07:46:30 MEZ/S Jupiter Konjunktion Pluto 24°06´33  Steinbock (r/r)
12.11.2020, 22:38:50 MEZ     Jupiter Konjunktion Pluto 22°51´50  Steinbock