Samstag, 3. Oktober 2026

Rückläufige Venus ♀ in Skorpion ♏ & ♎ Waage Herbst 2026: Was ist es dir wert?

 


Die größte Intimität ist nicht die Berührung, sondern das Gefühl, gesehen zu werden, ohne eine Maske tragen zu müssen.


Bild. Ich & KI


Der Herbst 2026 verlangt nach einem fundamentalen Wandel! Viele von uns spüren wahrscheinlich schon, dass eine grundlegende Veränderung ansteht. Venus, der Beziehungs- und Werteplanet, wird rückläufig. Da der Schwesterplanet der Erde nur etwa alle anderthalb Jahre rückläufig wird, erleben wir die Rückläufigkeitsphasen von Venus oft viel intensiver als die von anderen Planeten. Diese Rückläufigkeitsphase könnte aber besonders intensiv werden, weil die „göttliche Schöne“ ausgerechnet im Skorpion ihren Rückwärtsgang antritt! Da der Skorpion das leidenschaftlichste Zeichen des Zodiaks ist, kann der Herbst 2026 mit tiefgreifenden Gefühlen einhergehen.

Wenn wir auf einer persönlichen Ebene von der rückläufigen Venus berührt werden, können wir uns momentan wie ein Skorpion in der Häutungsphase fühlen. Wenn sich ein Skorpion häutet, muss er viel Kraft aufwenden, um sich aus seinem alten Panzer zu befreien. Der alte Panzer ist zu klein und zu eng geworden und der neue Panzer ist noch weich und verletzlich. Wir befinden uns also in einer Zeit, in der etwas Altes nicht mehr passt und etwas Neues in einer Art Geburtsvorgang steckt.


Entwarnung

Trotz des dramatischen Einstiegs möchte ich vorneweg betonen, dass eine rückläufige Venus keineswegs bedeutet, dass es zu extremen Krisen in unseren Beziehungen kommen muss, dass wir riesige Summen Geld verlieren oder dass etwas anderes, das uns viel bedeutet, in Gefahr ist. Wir werden nicht alle auf die gleiche Art und in der gleichen Intensität von der Rückläufigkeitsphase von Venus berührt, weil es darauf ankommt, ob die rückläufige Venus wichtige Themen in unserem Geburtshoroskop auslöst, angezeigt durch die Aspekte, die sie zu unseren persönlichen Planeten bildet.

Für viele von uns geht es jetzt in erster Linie darum Bilanz zu ziehen. Eine rückläufige Venus fordert uns zur Überprüfung und Neubewertung auf. Wenn Venus rückläufig wird, ruft sie uns dazu auf unsere Beziehungen aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Eine rückläufige Venus möchte uns bewusst machen wie wir unsere Ressourcen erfolgreicher nutzen und wie wir uns neue Ressourcen erschließen. Die Rückläufigkeitsphase von Venus stellt uns vor die Frage in welchem Lebensbereich etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist und wie gleichgewichtig unsere Beziehungen sind.


Die drei Phasen der rückläufigen Venus

Venus wird am 03.10.2026 auf 08° Skorpion rückläufig und am 14.11.2026 wird die „Göttin der Liebe, Schönheit und Begierde“ auf 22° Waage wieder direktläufig. Die gesamte Rückläufigkeitsphase erstreckt sich allerdings über einen längeren Zeitraum, denn Venus hat ihren Schatten bereits am 31.08.2026 betreten und sie verlässt ihren Schatten erst am 15.12.2026. Der Eintritt in den Schatten fand statt, als Venus über den Grad gelaufen ist, auf den sie im Zuge ihrer Rückläufigkeitsphase zurückkehrt (22°51' Waage). Und der Austritt aus dem Schatten findet statt, wenn Venus Mitte Dezember den Grad überquert, auf dem sie am 3. Oktober rückläufig wird (08°29´ Skorpion).

Mit dem Eintritt von Venus in ihren Schatten tauchen oft schon leise Vorboten der Themen auf, die während der rückläufigen Phase für uns persönlich im Vordergrund stehen. Daher können wir uns nun in Erinnerung rufen was Ende August / Anfang September in unserem Leben passiert ist. Vielleicht gab es in einer privaten oder beruflichen Beziehung einen Zwischenfall, der uns zu denken gab. Vielleicht ist ein Mensch aus unserer Vergangenheit wieder aufgetaucht und wir sind uns noch nicht sicher, ob wir uns erneut auf ihn einlassen wollen. Vielleicht haben wir aber auch verstärkt an einen Menschen aus unserer Vergangenheit gedacht und spielen seitdem mit dem Gedanken wieder Kontakt aufzunehmen. Vielleicht hat uns ein finanzielles Thema sehr beschäftigt. Vielleicht waren wir mit unserem Aussehen unzufrieden und haben über eine Typveränderung nachgedacht. Vielleicht haben wir einen Menschen kennengelernt, der uns zwar fasziniert, bei dem wir aber noch nicht so recht wissen, woran wir sind. Oder vielleicht kam es zu einer Situation, die uns verdeutlichen wollte, dass wir mehr für unseren Selbstwert einstehen müssen...

Die Hinweise, die wir beim Schatteneintritt erhalten, sind oft subtiler Natur. Etwas beginnt sich zu verändern, aber noch leise, unterschwellig; wie ein Duft, ein Gefühl oder ein Echo. Wir spüren ein Thema, aber wir können es noch nicht richtig greifen.

Während Venus vom 3. Oktober bis zum 14. November rückläufig ist, werden wir stärker auf uns selbst zurückgeworfen. In dieser Zeit liegt unser Fokus mehr auf inneren Vorgängen. Die rückläufige Phase dient der Selbsterkenntnis und einer objektiveren Beurteilung unserer Beziehungen. Wir prüfen bewusst oder unbewusst, ob unsere Partnerschaften, Freundschaften und beruflichen Verbindungen noch stimmig sind.

Die rückläufige Venus möchte uns verdeutlichen, was uns echte Erfüllung gibt und woran wir nur aus Gewohnheit oder aus oberflächlichen Gründen festhalten. Während der rückläufigen Phase werden wir auf die eine oder andere Art mit unserer Vergangenheit konfrontiert, um alte Muster zu verstehen, Ungeklärtes zu klären oder Vergebung zu finden.

Obwohl Venus am 14. November wieder direktläufig wird, ist ihre Rückläufigkeitsphase erst abgeschlossen, wenn sie ihren Schatten am 15. Dezember verlässt. Die Postschattenphase vom 14.11. bis zum 15.12. markiert die Zeit der Integration. Wenn Venus ihren Schatten verlässt, wird das Thema klar, greifbar und entscheidbar. Uns wird bewusst, ob wir zu etwas ja sagen wollen oder ob wir eine Angelegenheit endgültig abschließen können. Wir wissen, was wir wollen und was nicht mehr zu uns passt.

Man könnte sagen der Schatteneintritt ist ein leises Flüstern, der rückläufige Zyklus ist eine intensive Diskussion und der Schattenaustritt ist das Ergebnis einer tiefen Auseinandersetzung.


Venus in der Astrologie

Venus symbolisiert all das, was uns lieb und teuer ist. Venus symbolisiert die Menschen, zu denen wir uns hingezogen fühlen, sowie die Dinge, die wir schön und wertvoll finden und die wir oft auch besitzen wollen. Hier kann es sich um Menschen handeln, die wir für uns gewinnen wollen, Dinge, die wir haben wollen oder Eigenschaften, die wir an anderen bewundern.

Venus symbolisiert unseren Geschmack, unser Ästhetikempfinden, unser Taktgefühl und unseren Beziehungsstil. Auf der kollektiven Ebene steht Venus für die sozialen Normen einer Gesellschaft. Als Herrscherin der Waage symbolisiert sie die Regeln und Gesetze einer Gesellschaft, sowie ihre kulturellen Vorstellungen von richtigem oder falschem Benehmen. Venus symbolisiert unseren Selbstwert und unsere Werte allgemein. Je genauer wir unsere Werte kennen, desto schneller erkennen wir wer oder was uns gut tut. Venus symbolisiert unsere Ressourcen und das was wir unser Eigen nennen. Hier geht es sowohl um materielle als auch um immaterielle Ressourcen.

In der Mythologie ist Venus die Göttin der Sinnlichkeit. Hier geht es einerseits um eine Sinnlichkeit, die erotischer Natur ist und andererseits um das sinnliche Erleben als solches. Da Venus die Sinne regiert, steigert eine starke Venus die Genussfähigkeit. Hören, sehen, riechen, schmecken, tasten... Das Leben wäre äußerst fad, wenn wir es nicht sinnlich erfahren könnten! Als Herrscherin der Waage verkörpert Venus auch unseren sechsten Sinn: den Gleichgewichtssinn. Ein guter Gleichgewichtssinn ist nicht nur entscheidend für die Art wie wir uns körperlich durch die Welt bewegen, sondern auch für die Ausgewogenheit unserer Beziehungen. Die Waage ist das Partnerschaftszeichen des Zodiaks, weil ein gutes Gespür für Balance, Fairness und Ausgewogenheit im Geben und Nehmen die Basis jeder Beziehung ist.

Venus zeigt also nicht nur, was wir begehren und wertvoll finden, sondern auch, wie wir mit uns selbst im Kontakt stehen und wie wir Beziehungen gestalten. Venus beschreibt wie wir uns verbinden, auf welchen Werten wir unser Leben aufbauen und was uns ein Gefühl von Lebensqualität gibt.


Venus im Exil versus Venus im Domizil

Bemerkenswert ist, dass Venus in einem Zeichen rückläufig wird, in dem sie herausfordernd gestellt ist, um in ein Zeichen zurückzukehren, in dem sie eine sehr starke Position hat. Während sich Venus im Skorpion im Exil befindet, steht sie in der Waage in ihrem Domizil. Wenn ein Planet im Exil steht, muss er sich in einem Zeichen ausdrücken, das seiner eigentlichen Natur widerspricht. Exil bedeutet so viel wie in der Fremde weilend, verbannt oder vertrieben sein. Domizil hingegen bezeichnet den natürlichen Wohnort, es bedeutet so viel wie zu Hause sein. Die Waage ist für Venus ein Heimspiel, während sie im Skorpion ein Auswärtsspiel absolviert.

Am einfachsten versteht man die Bedeutung der Exil-Position von Venus, wenn man sich vorstellt in einem fremden Land zu leben, dessen Sitten und Gebräuche man nicht kennt. Man versteht die Sprache nicht, man kennt die sozialen Codes nicht und man hat immer das Gefühl irgendwie anders zu sein als die anderen. Die Lösung für eine Venus im Exil liegt aber nicht darin sich bedingungslos an das fremde Land anzupassen, denn sonst hätte man im tiefsten Inneren immer das Gefühl eine Kopie zu sein und nur eine Rolle zu spielen. Es geht viel mehr darum sich damit anzufreunden, dass man eine „Ausländerin“ ist und aus der eigenen Andersartigkeit eine Stärke zu machen. Denn genau darin liegt der Schlüssel, der Venus aus dem Schatten ihres Exils befreit: sich nicht zu verbiegen, sondern die eigene Natur in einem Umfeld zu behaupten, in dem man tatsächlich anders ist oder sich zumindest als anders wahrnimmt.

In dem Zusammenhang ist es wichtig zu verstehen, dass Venus als Herrscherin der Waage eine Spiegelfunktion hat. Schon das Symbol für Venus stellt einen Handspiegel dar. In der Waage geht es darum uns selbst im Spiegel unserer Beziehungen zu erkennen und zu verstehen wen wir vor uns haben. Für Venus im Exil geht es also nicht darum stur ihr eigenes Ding durchzuziehen, es geht auch darum, über die Reaktionen von anderen zu reflektieren. Wie bereits erwähnt symbolisiert Venus unseren Beziehungsstil, also die Art wie wir uns mit anderen verbinden. Vielleicht haben wir bestimmte Verhaltensweisen, die immer wieder zu Problemen in Beziehungen führen. Vielleicht sind wir extrem eifersüchtig. Vielleicht verhalten wir uns zu besitzergreifend. Vielleicht wirken wir im Umgang mit anderen zu bedürftig, zu fordernd oder zu ich-bezogen... Venus im Exil bringt also besondere Lektionen mit sich. Sie stellt uns immer wieder vor die Frage wann unsere Andersartigkeit eine Bereicherung ist und wann wir besser bedient sind, wenn wir über bestimmte Verhaltensweisen hinauswachsen.


Venus im Skorpion versus Venus in der Waage

Während Venus unsere eigenen Werte symbolisiert, geht es im Skorpion um die Werte von anderen. Venus ist im Skorpion herausfordernd gestellt, weil sie ihre Werte gegen die von anderen behaupten muss oder sogar für ihre Werte kämpfen muss. Unsere Werte sollten eigentlich selbstverständlich und nicht verhandelbar sein. Mit Venus im Skorpion laufen wir Gefahr uns zu sehr von den Werten von anderen beeinflussen zu lassen. Wir können uns stark von gesellschaftlichen Schönheitsidealen beeindrucken lassen und alles daran setzen ihnen gerecht zu werden. Wir können uns in einer intimen Beziehung zu sexuellen Praktiken überreden lassen, mit denen wir uns nicht wohlfühlen. Wir können uns mit zu wenig Gehalt zufriedengeben, weil andere unsere Arbeitskraft nicht wertschätzen. Wir können uns auf eine offene Beziehung einlassen, obwohl wir uns eigentlich eine monogame Beziehung wünschen. Wir können Probleme haben zu unserer Meinung zu stehen, wenn andere eine Meinung vertreten, die nicht unseren Werten entspricht... Mit Venus im Skorpion können wir immer wieder in Situationen geraten, in denen uns direkt oder indirekt vermittelt wird, dass unsere Werte falsch sind, dass wir uns für unsere Werte rechtfertigen müssen oder dass wir für unseren Wert kämpfen müssen.

Venus ist die Herrscherin der Waage, weil die Waage das Beziehungszeichen des Zodiaks ist. Eine Beziehung besteht aus zwei Individuen. Beide haben ihre eigenen Werte, Geschmäcker, Bedürfnisse, Meinungen, Interessen und Erfahrungen. Beziehungen brauchen Unterschiede ebenso wie Gemeinsamkeiten. Beziehungen sind ein Raum, in dem zwei unterschiedliche Wertesysteme miteinander in Resonanz treten. Für die Waage besteht eine Beziehung aus zwei eigenständigen Individuen, nicht aus einem verschmolzenen Ganzen. Eine Beziehung ist kein Einssein, sondern ein Zwei-Sein. Und dieses Zwei-Sein braucht Harmonie, Reibung, Austausch, Spiegelung, Kompromisse, Klarheit, Grenzen und Resonanz. In der Waage heißt es „Ich bin ich. Du bist du. Und zwischen uns entsteht etwas Drittes: eine Beziehung“. Eine Beziehung, in der wir keine eigene Meinung, keinen eigenen Geschmack und keine eigenen Werte haben dürfen, ist keine Beziehung, sondern ein Versuch der Gleichmachung.

Im Gegensatz zur Waage ist der Skorpion auf Verschmelzung ausgerichtet. Für den Skorpion gibt es in emotionalen Beziehungen keine klare Grenze zwischen Ich und Du. Wenn der Skorpion liebt, heißt es für ihn ganz oder gar nicht. Der Skorpion gibt sich mit Haut und Haaren hin und er erwartet die gleiche Hingabe von seinem Gegenüber.

Der Skorpion ist das Zeichen der Sexualität. Beim Sex haben viele von uns eine Sehnsucht nach Verschmelzung. Denn eben dieses Gefühl mit dem anderen Eins zu werden, macht Sex zu einer intensiven, transzendenten Erfahrung, die uns einen Zugang zu anderen Bewusstseinsebenen eröffnen kann. Sexuelle Erfahrungen können so intensiv und einschneidend sein, dass sie unser Leben in ein Vorher und Nachher unterteilen. Venus hat im Skorpion eine herausfordernde Position, weil die „Göttin der Liebe und der Begierde“ den besonderen Zustand der Verschmelzung auch außerhalb des Schlafzimmers aufrechterhalten will. Der Drang mit dem anderen Eins zu werden, einander ganz zu gehören, alles übereinander zu wissen und die tiefsten Geheimnisse miteinander zu teilen, führt Venus im Skorpion in die leidenschaftlichsten, aber auch in die gefährlichsten Beziehungen.

Wenn wir Liebe derart absolut erleben, geraten wir leicht in Verstrickungen, die mit Macht- und Ohnmacht Erfahrungen einhergehen. Berühmte Liebestragödien wie „Romeo und Julia“ oder „Tristan und Isolde“ verkörpern die Art von Liebe, wie sie Venus im Skorpion im Extremfall erlebt. Das Gefühl sterben zu müssen, wenn man den anderen verliert, ohne den anderen nicht mehr existieren zu können, kann für Venus im Skorpion so allgegenwärtig sein, dass sie Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um die Verbindung zu halten. Für Venus im Skorpion kann die Liebe ein permanentes Spannungsfeld zwischen ekstatischen Höhen und dunklen Abgründen sein.

Wenn wir Beziehungen so ungewöhnlich intensiv erleben, gehen Verletzungen außergewöhnlich tief. Extreme Besitzansprüche, Verlustängste, die Angst vor Verrat oder einer Enttäuschung, können uns lähmen, wenn wir extreme Erfahrungen in Beziehungen gemacht haben. Dann kann es durchaus heißen „gebranntes Kind scheut das Feuer“. Wir haben panische Angst vor einer erneuten Verletzung und lassen uns gar nicht mehr richtig ein.

Die Rückläufigkeitsphase von Venus stellt uns vor die Frage, ob wir zu den Menschen gehören, die sich aus Angst vor Verletzungen gar nicht mehr richtig öffnen können und echte Nähe meiden wie der Teufel das Weihwasser oder ob wir gut daran täten die Dinge vorsichtiger anzugehen, weil wir dazu neigen uns in Beziehungen zu verlieren.


Die goldene Mitte

Wenn wir die Waage-Lektionen des gesunden Mittelmaßes und der sachlichen Betrachtungsweise nicht lernen, werden Beziehungen zu einem Wechselbad der Gefühle. Das wesentliche Stichwort für die Waage ist Balance. Damit eine Beziehung funktionieren kann, braucht es das richtige Gleichgewicht zwischen Gemeinsamkeiten und Unterschieden, Nähe und Distanz, Autonomie und Verbindlichkeit, Reibung und Anpassung.

Auch im Skorpion spielt das richtige Maß eine entscheidende Rolle, denn hier heißt es „die Dosis macht das Gift“. Wenn wir das richtige Maß an Leidenschaft finden, kommen wir in den Genuss der positiven Seiten einer Venus im Skorpion. Dann wissen wir wie viel Leidensbereitschaft wir aufbringen müssen, um unsere Ziele zu erreichen. So ziemlich alles, was uns viel Wert ist, erfordert ein gewisses Maß an Leidensbereitschaft. Wenn wir einen durchtrainierten Körper haben wollen, müssen wir viel Sport machen und auf unseren Speiseplan achten. Wenn wir ein Kind zur Welt bringen wollen, müssen wir die Zeit der Schwangerschaft und die Schmerzen der Geburt in Kauf nehmen. Wenn wir ein berufliches Ziel erreichen wollen, müssen wir viel dafür tun und auf vieles verzichten. Wenn wir eine Beziehung langfristig aufrechterhalten wollen, müssen wir immer wieder an der Beziehung arbeiten...

Während der Skorpion ein Wasserzeichen und damit ein emotionales Zeichen ist, ist die Waage ein Luftzeichen und damit ein intellektuelles Zeichen. Man könnte meinen das Zeichen, das über Beziehungen herrscht, sei ein emotionales Zeichen, aber es ist ein verstandes- und vernunftorientiertes Zeichen. Wenn eine Beziehung gesund und von Dauer sein soll, kann man sie nicht nur auf intensiven Gefühlen aufbauen. In entscheidenden Situationen müssen wir unseren Verstand einschalten und abwägen, was der klügere Weg ist. Wir müssen in der Lage sein unsere Gefühle und Begierden unter Kontrolle zu haben. Wenn wir Konflikte konstruktiv lösen wollen, müssen wir in emotional aufwühlenden Situationen einen kühlen Kopf bewahren und uns beherrschen können. Wir müssen unsere Triebe im Griff haben, um nicht jeder Versuchung nachzugeben...

Venus läuft aus dem Skorpion in die Waage zurück. Jetzt geht es darum ein neues Gleichgewicht zwischen den Skorpion-Themen und den Waage-Themen herzustellen. Die Waage strebt nach Harmonie und Frieden, während der Skorpion ein kämpferisches Zeichen ist, das Konflikte nicht scheut. Die Rückläufigkeitsphase von Venus möchte uns bewusst machen wo wir Probleme immer wieder unter den Teppich kehren oder unsere Bedürfnisse oft hinten anstellen, weil wir den Frieden wahren wollen und eine gewisse Harmonie aufrechterhalten wollen. Die positiven Seiten vom Skorpion sind seine Fähigkeit zur emotionalen Ehrlichkeit und seine Bereitschaft unangenehme Wahrheiten auszuhalten. Der Skorpion fordert uns dazu auf die Dinge auf ihre Echtheit zu prüfen. Das kann durchaus bedeuten, dass wir uns unbequemen Situationen stellen müssen.

Wenn die Waage in ihrer unerlösten Form zum Ausdruck kommt, vermeidet sie alles, was ihr Gefühl von Harmonie stört. Die Waage hat eine starke Abneigung gegen Streitigkeiten und emotionale Ausbrüche. Aus gutem Grund ist die Waage auch das Zeichen der Justizangelegenheiten, denn die Justiz liefert klare Regeln und sie gibt uns die Möglichkeit Konflikte „sauber“ und mit emotionaler Distanz zu lösen. In zwischenmenschlichen Angelegenheiten sind die Regeln aber nicht immer so klar wie die Gesetze in einem Gesetzbuch und in emotionalen Situationen ist es nicht immer möglich die Contenance zu wahren. In ihrer unerlösten Form meidet die Waage alles, was sie aus ihrem Zentrum werfen könnte; für sie ist es bedrohlich die Fassung zu verlieren. Der Skorpion hat keine Probleme mit intensiven Gefühlen. Für ihn sind Auseinandersetzungen eine Möglichkeit sich besser kennenzulernen, zu mehr Wahrhaftigkeit vorzudringen und herauszufinden, woran er ist.

Die Rückläufigkeitsphase von Venus stellt uns also vor die Frage, ob wir zu konfliktscheu sind und Probleme immer wieder verdrängen oder ob wir oft zu emotional reagieren und Auseinandersetzungen dadurch schnell eskalieren. Die Waage kann vom Skorpion lernen, dass sie echter und nahbarer wird, wenn sie nicht immer nur ihre Schokoladenseite präsentieren will. Der Skorpion kann von der Waage lernen, dass nicht jede Auseinandersetzung in einen Machtkampf ausarten muss, sondern dass man Probleme auch sachlicher und diplomatischer lösen kann.


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Da Venus während ihrer Rückläufigkeitsphase – inklusive der Schattenphasen - drei mal eine Opposition zu Chiron und drei mal ein Quadrat zu Pluto bildet, möchte uns die rückläufige Venus bewusst machen, ob wir zu viel Schmerz in Kauf nehmen oder ob wir zu schnell aufgeben, wenn etwas kompliziert und anstrengend wird. Der Skorpion testet unsere Leidensbereitschaft und Venus fragt uns immer „was ist es dir wert?“. Jetzt geht es also um die Frage, was uns wirklich wichtig ist und wie weit wir gehen, um es zu bekommen oder zu behalten.


Viele liebe Grüße mit den Sternen  ✨

Lia


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Rückläufige Venus ♀ in Skorpion ♏ & ♎ Waage Herbst 2026: Was ist es dir wert? (Video)

 


Donnerstag, 18. Dezember 2025

Neumond in Schütze ♐ 20.12.2025: Galaktische Wintersonnenwende 🌀



Reisen ist tödlich für Vorurteile, Bigotterie und Engstirnigkeit.

Mark Twain




Am 20. Dezember, nur wenige Stunden vor der Wintersonnenwende, erwartet uns der letzte Neumond, den das Jahr 2025 für uns bereithält. Die Wintersonnenwende symbolisiert den Wendepunkt von der Dunkelheit zum Licht, die Wiedergeburt der Sonne und damit auch eine innere Erneuerung, die Hoffnung weckt und uns optimistischer stimmt. Seit jeher wurde die Wintersonnenwende von den unterschiedlichsten Kulturen als ein kosmisches Tor angesehen, das die längste Nacht des Jahres beendet und den Beginn des neuen Zyklus markiert. Viele Traditionen sehen die Wintersonnenwende als eine Schwelle, an der Altes losgelassen und Neues eingeladen wird. Sie symbolisiert einen Moment der inneren Wandlung und des kosmischen Gleichgewichts. Die Wintersonnenwende markiert den tiefsten Punkt der Dunkelheit und gleichzeitig den Beginn des Aufstiegs des Lichts. Symbolisch steht sie für das Zusammenspiel von Gegensätzen: Tod und Geburt, Dunkelheit und Licht, Rückzug und Aufbruch.

Die Wintersonnenwende fordert uns dazu auf ein paar Gänge runterzufahren, damit wir Zeit zur Reflexion haben; sie ist eine Einladung zur Innenschau. Die längste Nacht des Jahres symbolisiert einen Raum der Stille, eine Aufforderung zur Sammlung und Fokussierung. An dieser Schwelle sind wir aufgerufen eine Verbindung zu unserer Innenwelt herzustellen, damit wir das alte Jahr gebührend verabschieden und uns auf das neue Jahr einstimmen können. Nun sollten wir die Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren lassen, damit wir die wichtigsten Erfahrungen integrieren und uns neue Ziele für das kommende Jahr setzen können.

Das Zusammentreffen von einem Neumond und der Wintersonnenwende ist eine hochverdichtete Schwellenzeit. Zwei kosmische „Nullpunkte“ fallen zusammen und verstärken sich gegenseitig. Sowohl der Neumond als auch die Sonnenwende markieren den Nullpunkt in einem Zyklus, einen Moment, in dem etwas Altes endet und zugleich etwas Neues beginnt. In dem Zusammenhang spielen die Themen Unsichtbarkeit und Wiedergeburt eine große Rolle. Während eines Neumonds verschwindet das Mondlicht und während der Wintersonnenwende verschwindet das Sonnenlicht fast vollständig. In beiden Fällen folgt darauf die Rückkehr des Lichts. Beide sind Übergänge; der Neumond im monatlichen Rhythmus und die Sonnenwende im jährlichen Zyklus. In beiden Momenten wird symbolisch ein Same in die Dunkelheit gelegt, der mit dem zurückkehrenden Licht heranreift. Diese Zeitqualität stellt uns also vor die Frage was in den kommenden Monaten wachsen soll und was wir hinter uns lassen wollen.


Galaktischer Neumond

Die erneuernden Qualitäten eines Neumonds werden also durch die transformativen Kräfte der Wintersonnenwende verstärkt. Aber da sich dieser Neumond in einer sehr wichtigen Zone des Zodiaks ereignet, kommt noch ein weiterer entscheidender Faktor hinzu: Die Sonne und der Mond verbinden sich auf 28°24' Schütze und die beiden großen Lichter bilden eine Konjunktion zum Galaktischen Zentrum!


Neumond 28°24' Schütze, 20.12.2025, 02:43h MEZ


Das Galaktische Zentrum ist eins der vier „kosmischen Herzzentren“ unseres Universums. Diese vier Herzzentren sind das Galaktische Zentrum, das Supergalaktische Zentrum, der Shapley-Attractor und der Great Attractor. Das Galaktische Zentrum ist das einzige der vier Kosmischen Herzzentren, das direkt zu unserer Heimatgalaxie gehört. Die anderen drei Herzzentren liegen außerhalb unserer Galaxie, sind aber über Gravitation und kosmische Resonanz mit unserer Milchstraße verbunden. Die vier kosmischen Herzzentren wirken wie übergeordnete Herzstränge, die durch ihre immense Gravitation ganze Galaxienhaufen strukturieren. Im Dezember 2025 spielen gleich zwei der vier kosmischen Herzzentren eine entscheidende Rolle. Während sich die Sonne zum Dezember-Vollmond auf dem Great Attractor befand, befindet sich das große Licht zum Dezember-Neumond auf dem Galaktischen Zentrum!

Das Galaktische Zentrum ist das Massenzentrum unserer Milchstraße. Hier befindet sich das supermassereiche Schwarze Loch Sagittarius A*, das etwa 4 Millionen Mal so viel Masse wie unsere Sonne hat. Im tropischen Zodiak, mit dem die meisten westlichen Astrologen arbeiten, ist es auf 27°12' Schütze zu finden (Stand Dezember 2025). Das Galaktische Zentrum ist der physikalische Mittelpunkt unserer Milchstraße. Das supermassereiche Schwarze Loch Sagittarius A* hält mit seiner ungeheuren Gravitationskraft unsere gesamte Galaxie zusammen! Das Galaktische Zentrum ist zwar der „Schwerpunkt“ unserer Milchstraße, aber nicht ihr Ursprung. Es entwickelte sich parallel zu unserer Galaxie und wuchs mit ihr, indem es gewaltige Massen an Materie anzog. Wie ein Ankerpunkt hält es die Sterne durch seine enorme Gravitation zusammen. Alle Sterne in der Milchstraße - inklusive unserer Sonne - bewegen sich um dieses Zentrum herum. Das Galaktische Zentrum liegt ungefähr 27.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Unser Sonnensystem umrundet es in etwa 225 Millionen Jahren, wobei eine Umrundung als „Galaktisches Jahr“ bezeichnet wird.

In der Astrologie hat das Galaktische Zentrum eine tiefe spirituelle Bedeutung. Es steht für Transformation, tiefgreifende Erkenntnisse und kosmische Weisheit. Wenn Planeten in einem Horoskop in seiner Nähe stehen (26° bis 28° Schütze), wird ihnen eine besondere Kraft zugeschrieben, weil sie einen leichteren Zugang zu höheren Bewusstseinsebenen haben. Planeten, die im Transit am Galaktischen Zentrum vorbeiziehen, erleben eine Art Prüfung, sie gehen durch eine Stirb und Werde Phase. Passenderweise bewegt sich die Sonne jedes Jahr kurz vor der Wintersonnenwende am Galaktischen Zentrum vorbei und durchlebt dabei den transformativen Prozess von „Tod und Wiedergeburt“. Das Galaktische Zentrum wirkt sehr plutonisch, was seine Intensität, Tiefe und Transformationskraft angeht. Es wird als ein „kosmisches Portal“ verstanden, das den Zugang zu transpersonalen Ebenen des Bewusstseins eröffnet, warum es als Katalysator für Bewusstseinserweiterung angesehen wird. Da die ungeheure Gravitationskraft des Galaktischen Zentrums unsere gesamte Milchstraße zusammenhält, wird es als die „spirituelle Mitte“ unserer Galaxie bezeichnet.


Die Mayas und das Galaktische Zentrum

                                    

Das Galaktische Zentrum in der Maya-Mythologie

Für die Mayas, die exzellente Himmelsbeobachter waren, war das Galaktische Zentrum das Tor zur Unterwelt. Da die Mayas noch nicht die technischen Möglichkeiten hatten, die uns heute zur Verfügung stehen, wussten sie nicht im modernen astronomischen Sinn von dem Schwarzen Loch Sagittarius A*. Erst der Einsatz von hochentwickelten Infrarotkameras und Radioteleskopen machte es möglich, die Existenz von Sagittarius A* nachzuweisen, weil das Schwarze Loch für das menschliche Auge unsichtbar ist. Die Deutungen der Mayas beruhten also auf den sichtbaren Strukturen der Milchstraße, nicht auf einem astrophysikalischen Wissen, wie wir es heute definieren.

Für die Mayas war der Kosmos ein lebendiges, ineinandergreifendes System, in dem jeder Stern und jede Konstellation seinen Platz und seine Bedeutung hatte. Die Mayas nutzten Bauwerke wie El Caracol in Chichén Itzá, um Himmelsereignisse zu beobachten. Da die Milchstraße in Mittelamerika aufgrund der Äquatornähe besonders deutlich zu sehen ist, erkannten sie in ihrer Mitte eine dunkle Staubwolke, die wie eine Spalte wirkt. Hinter dieser dunklen Staubwolke verbirgt sich das supermassereiche Schwarze Loch Sagittarius A*, wie wir heute wissen. Mit dem bloßem Auge betrachtet wirkt dieser Teil der Milchstraße wie ein Riss oder eine Spalte in der dichten Sternendecke. Diese Spalte wurde von den Mayas als kosmischer Eingang zur Unterwelt gedeutet.

In der Maya-Mythologie hieß die Unterwelt Xibalbá, was mit „Ort der Angst“ übersetzt werden kann. Für sie war dieser Bereich der Milchstraße der Zugang zu Ahnen und Göttern. Die Mayas stellten sich die Unterwelt als einen vielschichtigen, von Göttern beherrschten Raum vor. Xibalbá war nicht einfach eine „Hölle“, in der die Seelen zum endlosen Leid verdammt waren. Nach Vorstellung der Mayas war es ein Prüfungsort, an dem die Seelen Aufgaben bestehen mussten, bevor sie weiterziehen und zu den Göttern aufsteigen konnten.

Obwohl die Mayas – rational betrachtet - nichts von dem Schwarzen Loch wissen konnten, decken sich ihre Vorstellungen von der Unterwelt erstaunlich gut mit dem, was wir heute über die astrophysikalischen Wirkungen von Sagittarius A* wissen. Heute wissen wir, dass ein Objekt, das dem Schwarzen Loch zu nahe kommt, einen äußerst intensiven Transformationsprozess durchläuft, der als Spaghettifizierung bezeichnet wird. Das Phänomen der Spaghettifizierung wird durch die extremen Gezeitenkräfte verursacht, die in dem Umfeld des Schwarzen Lochs herrschen. Die Gravitationskraft des Schwarzen Lochs nimmt mit einer enormen Geschwindigkeit zu, je mehr sich ein Objekt annähert. Auf den menschlichen Körper übertragen bedeutet das, dass ein Mensch wie ein Spaghettifaden in die Länge gezogen und schließlich auseinandergerissen werden würde, wenn er dem Schwarzen Loch zu nahe kommen würde. Während der Spaghettifizierung wird ein Körper durch die extremen Gezeitenkräfte vollständig zerrissen und in kleinste Teilchen zerlegt. Jede Materie, die dem Schwarzen Loch zu nahe kommt, wird nicht etwa „nur“ in ihre einzelnen Atome zerlegt, sondern sogar darüber hinaus in noch winzigere elementare Bausteine!

Interessanterweise hatten die Mayas sehr ähnliche Vorstellungen von den Prozessen, die in der Unterwelt vonstatten gingen. Die Mayas glaubten, dass ein Mensch in der Unterwelt durch verschiedene „Häuser“ gehen musste, die jeweils unterschiedliche Prüfungen bereithielten. So gab es nach ihrer Vorstellung das „Haus der Messer“, in dem die Körper von scharfen Klingen bedroht wurden, die sie zerreißen konnten. Ein anderer Prüfungsort war das „Haus der Jaguare“, in dem ein Mensch von wilden Tieren zerfleischt und in seine Einzelteile zerrissen werden konnte. Sie glaubten auch an ein „Haus der Dunkelheit“, in dem totale Orientierungslosigkeit herrschte und es zu einer Auflösung der eigenen Gestalt kam. Das „Haus der Dunkelheit“ war der finsterste Ort, den man sich vorstellen kann, da es keine Fenster und nicht mal die winzigsten Ritzen gab.

Die Symbolik der Zerstückelung spielt eine zentrale Rolle in der Maya-Mythologie. Die „Herren von Xibalbá“, also die Götter der Unterwelt, waren bekannt dafür, Körper zu zerstückeln oder sie auseinanderzuziehen, bevor sie wieder zusammengesetzt oder transformiert werden konnten. Die Prüfungen in der Unterwelt stehen für die Auflösung der alten Form, bevor eine Wiedergeburt oder Transformation möglich ist, ähnlich wie die Materie im Schwarzen Loch ihre ursprüngliche Gestalt verliert und eine andere Form annimmt. Wer die Prüfungen der Unterwelt überstand, wurde gereinigt, geläutert und konnte aufsteigen, wie ein Objekt, das im Schwarzen Loch seine alte Gestalt verliert und in eine neue kosmische Ordnung übergeht. Die Maya-Mythologie erwähnt zwar nicht den Begriff „Spaghettifizierung“, aber ihre Bilder von Zerstückelung, Zerreißen und Auflösung sind eine erstaunlich präzise symbolische Entsprechung. Sie spiegeln denselben Gedanken: Extreme Kräfte zerstören die alte Form, bevor eine neue kosmische Ordnung entstehen kann. Auch ihre Vorstellung von dem „Haus der Dunkelheit“, in dem es nicht den kleinsten Funken Licht gab, passt hervorragend zu der absoluten Finsternis, die kennzeichnend für das Schwarze Loch ist.

Sagittarius A* ist der Name des supermassereichen Schwarzen Lochs, das unsere gesamte Galaxie zusammenhält. Sagittarius ist der lateinische Name für das Sternbild Schütze. Das Schwarze Loch wurde nach dem Schützen benannt, weil das Galaktische Zentrum direkt in der Richtung dieses Sternbilds am Nachthimmel liegt. Im Schützen geht es um Glaubensfragen, hier geht es darum die höheren Zusammenhänge zu verstehen und den tieferen Sinn zu erkennen. Im Schützen geht es um die Frage, was wir für möglich oder unmöglich halten.

Obwohl es wissenschaftlich betrachtet unmöglich ist, dass die Mayas von dem Schwarzen Loch wussten, konnten sie seine astrophysikalischen Wirkungen in ihren Vorstellungen von der Unterwelt erstaunlich gut beschreiben. Handelt es sich um einen seltsamen Zufall oder waren sie besonders empfänglich für die transpersonalen Kräfte, die dem Galaktischen Zentrum zugeschrieben werden? Das Weltbild der Mayas war zutiefst von dem Bewusstsein einer Allverbundenheit geprägt, da sie sich selbst als Teil der irdischen Natur und des Kosmos verstanden. Ihr transpersonales Weltbild könnte ihnen einen Zugang zu höheren Bewusstseinsebenen ermöglicht haben.

Im Schützen geht es um die Macht der Interpretation. Die Beschreibung der Mayas über die transformativen Vorgänge in der Unterwelt kann man als eine symbolische Entsprechung zu unseren heutigen Erkenntnissen über das Schwarze Loch verstehen. Wir konnten die Existenz des Schwarzen Lochs nur durch Infrarotkameras und Radioteleskope nachweisen. Vielleicht konnten die Mayas auf Quellen zugreifen, die uns nicht mehr zugänglich sind, weil wir uns heute nicht mehr als Teil der Natur und des Kosmos erleben.

So wie sich das Mysterium um die Mayas und das Schwarze Loch nicht enthüllen lässt, begegnen uns im Leben so viele Rätsel, die nicht so einfach zu lösen sind. Das Galaktische Zentrum konfrontiert uns mit mysteriösen, geheimnisvollen Angelegenheiten, die rein rational nicht zu erklären sind. Das Galaktische Zentrum möchte uns bewusst machen, dass die Interpretation das A und O ist. Die Wahrnehmungen der Mayas von dem Galaktischen Zentrum wurden durch ihr religiöses Weltbild gefiltert, während unsere Wahrnehmung von einem wissenschaftlichen Weltbild geprägt ist. Ob wir das Schwarze Loch als den Zugang zur Unterwelt oder es als ein astrophysikalisches Phänomen ansehen, ist letztlich „nur“ eine Frage der Interpretation.




Das Galaktische Zentrum in konkreten Lebenssituationen

In konkreten Lebenssituationen kann das Galaktische Zentrum sehr unterschiedliche Auswirkungen haben. Ein wesentliches Merkmal des Schwarzen Lochs ist – wie beim Great Attractor und den anderen beiden kosmischen Herzzentren – die unwiderstehliche Anziehungskraft. Eine unwiderstehliche Anziehungskraft kann sowohl positive als auch negative Situationen hervorbringen. Wir können uns unwiderstehlich zu einem Menschen hingezogen fühlen und es kann sich eine intensive, transformative Beziehung entwickeln, die uns selbst und unser Leben grundlegend verändert. Wir können uns aber auch unwiderstehlich zu einem Menschen hingezogen fühlen, der unsere Gefühle nicht erwidert oder der uns nicht gut tut. In dem Fall durchlaufen wir auch einen Transformationsprozess, aber er wird ziemlich schmerzhaft sein und wir müssen einige Federn lassen. Wir können uns geradezu magisch zu einem bestimmten Wissensgebiet hingezogen fühlen, so dass wir Stunden damit verbringen in dieses Gebiet einzutauchen und dabei nicht bemerken, wie die Zeit vergeht. Wir können ein Hobby, eine Arbeit, ein Projekt oder eine andere Leidenschaft haben, die uns so in Beschlag nimmt, dass wir voll in ihr aufgehen und mit ihr verschmelzen.

Eine besonders ungünstige Auswirkung der magischen Anziehungskraft des Schwarzen Lochs kann sich in einem schädlichen Suchtverhalten äußern. Wir können uns wider besseren Wissens zu etwas oder jemandem hingezogen fühlen und dabei gar nicht bemerken, dass wir uns durch diese Obsession total verändern. Süchtig zu sein bedeutet, dass man die Kontrolle über eine schädliche Gewohnheit verliert. Wir werden von dem Objekt der Obsession so stark angezogen, dass wir mit bloßer Willenskraft nicht mehr entkommen können. Um uns dauerhaft von einer Sucht zu befreien, müssen wir einen tiefgreifenden inneren Prozess durchleben, der uns so verändert, dass das Suchtmittel seine Anziehungskraft verliert.

Ein weiteres entscheidendes Merkmal des Schwarzen Lochs ist der sogenannte Ereignishorizont. Der Ereignishorizont ist die Grenze, ab der es kein Zurück mehr gibt. Sobald Materie diesen Punkt überschreitet, kann selbst Licht - das wissenschaftlich betrachtet gleichbedeutend mit Information ist - dem Schwarzen Loch nicht mehr entkommen! Auf konkrete Lebenssituationen übertragen kann sich das in radikalen Entscheidungen äußern. Hier geht es um die Grenze, an der wir eine unwiderrufliche Entscheidung treffen, z.B. eine Kündigung, eine Heirat, eine Scheidung oder ein Umzug in ein anderes Land. Das Überschreiten des Ereignishorizonts symbolisiert einen Weg, den wir einschlagen, der rückblickend betrachtet alles verändert hat. Sobald wir diese Grenze überschritten haben, können wir unsere Vergangenheit nicht mehr zurückholen. Unser Leben teilt sich in ein Davor und ein Danach. Auch in Konflikten spielt dieser "Point of No Return" eine entscheidende Rolle. Er steht für den Moment, an dem eine Auseinandersetzung in so einen verbissenen Streit ausartet, dass die Beziehung unwiderruflich zerrüttet ist, egal wie sehr wir es danach bereuen.

Da jede Materie, die dem Schwarzen Loch zu nahe kommt, innerhalb von kürzester Zeit in ihre kleinsten elementaren Bausteine zerlegt wird, symbolisiert das Galaktische Zentrum die Fähigkeit komplexe Situationen in Windeseile zu analysieren. Im Schützen geht es um die Wahrheitssuche. Wenn wir die intensiven Kräfte von Sagittarius A* konstruktiv nutzen, können wir schnell zum Kern einer Sache vordringen und ihre Substanz erkennen. Wir konzentrieren uns nur auf das Wesentliche und können alles Unwichtige ausblenden. Wenn wir jedoch die Kontrolle verlieren und ins Schwarze Loch hineingezogen werden, sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht. Wir ziehen voreilige Schlüsse und machen uns ein falsches Bild. Typisch für die negativen Auswirkungen des Schwarzen Lochs wäre ein ungerechtfertigter Shitstorm. Falsche Informationen verbreiten sich in Windeseile, weil sich immer mehr Menschen daran beteiligen die unwahren Behauptungen weiterzugeben und mit jeder Weitergabe wird die ursprüngliche Information noch mehr verzerrt. Innerhalb von kürzester Zeit kochen die Gefühle hoch und man verliert sich im emotionalen Chaos. Wenn sich die Wogen wieder geglättet haben, weiß keiner mehr wie es soweit kommen konnte, dass so viel Unsinn verbreitet wurde und die Situation so schnell eskaliert ist.

Die immense Anziehungskraft des Schwarzen Lochs, die die Bewegung unserer gesamten Galaxie um das Galaktische Zentrum herum organisiert, symbolisiert unseren Lebensmittelpunkt. Das Galaktische Zentrum stellt uns vor die Frage was höchste Priorität hat und den Mittelpunkt unseres Lebens ausmacht. Hier geht es also um das alles bestimmende Zentrum unseres Lebens. Für einige von uns kann das die berufliche Karriere sein, für andere von uns kann es die Familie sein und für wieder andere von uns kann es ein spiritueller Weg sein. Die entscheidende Frage ist, ob wir den Mittelpunkt unseres Lebens selbst definieren oder ob wir ihn von äußeren Einflüssen definieren lassen. Wenn Letzteres auf uns zutrifft, sind wir externen Kräften ausgeliefert, die uns mal hierhin und mal dorthin ziehen, wodurch wir zum Spielball äußerer Einflüsse werden.

Das Schwarze Loch kann auch Situationen symbolisieren, in die wir irgendwie hineingezogen werden und dabei viel verlieren. Das können Menschen sein, die uns ungeheuer viel Zeit und Energie kosten, ohne dass sie uns etwas zurückgeben. Dieses Fass-ohne-Boden-Prinzip, das so typisch für die negativen Auswirkungen des Schwarzen Lochs ist, kann uns in den unterschiedlichsten Lebenssituationen begegnen. Von daher stellt uns diese Zeitqualität vor die Frage, in welchen Situationen wir zu verschwenderisch mit unseren Ressourcen umgehen oder wo wir sehr viel investieren, ohne die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Da der Neumond im Schützen im herausfordernden Aspekt (Quadrat) zu Saturn und Neptun in den Fischen stattfindet, stehen wir in den kommenden Wochen vor der Frage in welchen Situationen eine hohe Selbstbeherrschung gefragt ist, damit wir nicht gegen unseren Willen in ein „Schwarzes Loch“ gezogen werden und in welchen Situationen wir uns einer starken Anziehungskraft durchaus hingeben sollten. In manchen Situationen ist es sinnvoll die Kontrolle zu bewahren und die Zügel fest in der Hand zu halten. In anderen Situationen gewinnen wir gerade dadurch, dass wir loslassen und uns dem starken Strom hingeben. Um eben diese scheinbar unvereinbaren Gegensätze geht es im Schützen, dem Zentaur, der halb Pferd und halb Mensch ist. Wenn wir es schaffen eine gute Balance zwischen Kontrolle und Loslassen zu halten, haben wir eine der wichtigsten Schütze-Lektionen gelernt.


Viele liebe Grüße mit den Sternen ✨

Lia


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Dienstag, 2. Dezember 2025

Supervollmond in den Zwillingen ♊ 05.12.2025: Unwiderstehliche Anziehungskraft



„Ich bin ein Zwilling. Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Zwei Menschen in einem. 

Um ehrlich zu sein: Ich bin wahrscheinlich mehr als nur zwei.“

Marilyn Monroe, Sonne-Merkur-Konjunktion in den Zwillingen


Bild: Ich & KI


Der letzte Vollmond, der uns in diesem Jahr erwartet, findet am 05.12.2025 in der zweiten Dekade Zwillinge statt. Wie der November-Vollmond ist auch der Dezember-Vollmond ein Supervollmond. Während eines Supervollmonds ist der Mond der Erde besonders nah, wodurch der Erdsatellit größer, heller und plastischer am Nachthimmel erscheint. Da die Gezeiten hauptsächlich durch die Anziehungskraft des Mondes und der Sonne ausgelöst werden, hat ein Supervollmond einen messbaren Einfluss auf Ebbe und Flut, denn die besondere Erdnähe verstärkt die Gravitationskraft des Mondes. Während eines Supervollmonds kommt es zu höheren Fluten und niedrigeren Ebben. Durch den Einfluss des Mondes auf Gewässer entsteht eine Art „kosmischer Sog“, der die Erde spürbar beeinflusst, denn etwa 71 % der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt.

Aus astrologischer Sicht bedeutet das, dass ein Supervollmond die Wirkungen eines Vollmondes intensiviert. Das Element Wasser steht in der Astrologie für die Gefühlswelt. Wenn wir uns vor Augen halten, dass ein erwachsener Mensch zu etwa 50–70 % aus Wasser besteht, liegt der Gedanke nah, dass sich ein Supervollmond auch auf den Menschen auswirkt. Wenn der Mond die Kraft hat ganze Ozeane zu bewegen, hat er auch die Macht unsere „inneren Meere“ in Wallung zu bringen! Ein Vollmond steht ohnehin für den Höhepunkt eines Zyklus, für das Sichtbarwerden von etwas, das sich zuvor im Verborgenen abgespielt hat und für emotionale Intensität. Ein Supervollmond intensiviert diese Effekte, er wirkt wie ein Verstärker für unbewusste Prozesse und emotionale Zustände.

Die stärkeren Fluten, zu denen es bei einem Supervollmond kommt, spiegeln die inneren Bewegungen unserer Gefühlswelt. Gefühle können jetzt leichter überschwappen oder sich tiefer zurückziehen. Ein Supervollmond verstärkt die kollektive Resonanz, er wirkt wie ein kosmischer Verstärker für kollektive Stimmungen. Der Mond kommt der Erde „näher“, was man als eine Verdichtung von Themen deuten kann, die sonst weiter entfernt oder nur subtil wahrnehmbar sind. Unbewusstes rückt mit mehr Schubkraft ins Bewusstsein, warum uns ein Supervollmond größere Aha-Momente bescheren kann, als ein normaler Vollmond.

Ein Supervollmond ist eine Einladung über unsere Komfortzone hinauszugehen. So wie das Meer über die Küstenlinie tritt, symbolisiert die Flut das Durchbrechen von Komfortzonen und die Öffnung zu neuen Räumen. Jetzt geht es darum uns mit verdrängten Gefühlen, unausgesprochenen Wahrheiten, uneingestandenen Sehnsüchten und inneren oder äußeren Spannungen auseinanderzusetzen.

So wie die Gezeiten bei einem Supervollmond mehr schwanken, können jetzt auch unsere inneren „Gefühlsmeere“ schwanken. Während die stärkeren Fluten Fülle, Offenbarung und ekstatische Zustände symbolisieren, symbolisieren die stärkeren Ebben Rückzug, Leere und eine notwendige Reinigung. Ein Supervollmond macht diese Polarität sichtbarer, er steht für eine Zeit, in der wir die Dynamik von Fülle und Entzug bewusster erleben können. Ein Supervollmond lädt uns dazu ein, die emotionalen Wellen zu reiten, anstatt ihnen auszuweichen, also bewusst in die Intensität einzutauchen!

Da sich der Mond während des Supervollmonds in den leichtfüßigen Zwillingen befindet, bietet uns diese Zeitqualität besonders günstige Voraussetzungen für emotionale Flexibilität, denn die Zwillinge sind so beweglich und anpassungsfähig wie das Quecksilber, das ihrem Herrscher Merkur alchemistisch zugeordnet ist. Wenn wir also gerade durch ein emotionales Tief gehen, können wir uns an dem Bild eines Wellenreitens orientieren und uns vergegenwärtigen, dass es sich um einen vorübergehenden Zustand handelt. Wenn wir es mit schwierigen Gefühlen zu tun haben, bilden wir uns oft ein dieser Zustand würde ewig andauern. Der Supervollmond in den Zwillingen möchte uns bewusst machen wie sehr unsere Gedanken unsere Gefühle beeinflussen können, denn der Mond symbolisiert unsere Gefühle und in den Zwillingen geht es um unsere inneren Dialoge und Gedankengänge. Wir können unangenehme Gefühle geradezu heraufbeschwören, indem wir uns gedanklich irgendwelche negativen Szenarien ausmalen. Wir können unseren Geist aber auch dazu benutzen, eine gesunde Distanz zu negativen Gefühlen zu gewinnen, indem wir uns daran erinnern, dass Gefühle wie Wellen sind: sie kommen und gehen. Wenn uns immer bewusst wäre, dass jeder emotionale Zustand vorübergehend ist, könnten wir wesentlich entspannter mit schlechten Stimmungen umgehen.

Eine Flut erlebt man nicht alleine, sie betrifft alle, die am Ufer stehen. Spirituell verweist die Flut auf eine gemeinsame Resonanz, sie zeigt auf das „Wir“ statt nur auf das „Ich“. Die Zwillinge sind das erste Beziehungszeichen des Zodiaks. In den Zwillingen geht es um die Begegnung und die Auseinandersetzung mit einem Gegenüber. Die Zwillinge lehren uns, dass wir uns in vielerlei Hinsicht ähnlich sein können, aber sie möchten uns auch bewusst machen, dass kein Ei wie das andere ist. Eine Hauptlektion der Zwillinge besteht darin nicht von uns auf andere zu schließen. So wie eineiige Zwillinge verwechselt werden können, können wir unter dem Einfluss der Zwillinge großen Täuschungen erliegen, indem wir etwas auf unser Gegenüber projizieren, das wenig bis nichts mit der anderen Person zu tun hat. Die Zwillinge werden als das Zeichen der zwei Gesichter bezeichnet, womit nicht die Komplexität ihres Charakters gemeint ist, sondern eine gezielte Täuschung unterstellt wird. Natürlich gibt es Menschen, die uns gezielt täuschen, manchmal sind wir es aber selbst, die etwas in jemandem sehen, das unseren eigenen Ängsten oder Sehnsüchten entspringt. Wenn wir mit einem Menschen in vielen Themen einer Meinung sind, gehen wir oft automatisch davon aus, dass wir uns insgesamt sehr ähnlich sind. Dann fallen wir aus allen Wolken, wenn dieser Mensch plötzlich etwas sagt oder tut, was nicht zu dem Bild passt, das wir uns von ihm gemacht haben. In solchen Situationen können wir uns hinters Licht geführt fühlen, obwohl wir diejenigen waren, die voreilige Schlüsse gezogen haben.

Die Zwillinge stellen uns vor die Aufgabe unsere Meinungen und Vermutungen mit einer gesunden Neugierde zu hinterfragen und immer im Hinterkopf zu behalten, dass wir nicht wissen, was wir nicht wissen. Die Zwillinge sind das Zeichen der Meinungsbildung, hier geht es um die Meinung, die wir uns über andere Menschen oder bestimmte Sachverhalte bilden. Die beweglichen Zwillinge fordern uns dazu auf flexibel in unserer Meinungsbildung zu sein. Im ersten Luftzeichen geht es darum uns nicht so sehr mit unseren Meinungen zu identifizieren, damit wir sie immer erweitern, verändern oder auch ganz über den Haufen werfen können.

Emotionale Grenzen können jetzt auf eine positive Art überschritten werden, indem wir offener im Ausdruck unserer Gefühle sind, uns besser in andere hineinversetzen können und uns emotional tiefer mit anderen verbunden fühlen können. In diesen Wochen kann es aber auch leichter zu unerwünschten emotionalen Grenzüberschreitungen kommen. Wir könnten jetzt mehr Schwierigkeiten haben unsere eigenen Gefühle von denen von anderen zu unterscheiden. Wenn jemand in unserem Umfeld schlechte Laune hat, können wir uns leichter anstecken lassen. Wenn jemand ein Bedürfnis hat, das emotional stark aufgeladen ist, spüren wir seine Bedürfnisse unter Umständen stärker als unsere eigenen. Wenn wir emotional sehr offen und empfänglich sind, sollten wir uns bei plötzlichen Gefühlsschwankungen immer fragen, ob es sich um unsere eigenen Gefühle handelt oder ob wir gerade etwas aus unserem Umfeld aufgeschnappt haben. Diese einfache Frage reicht oft schon aus, um eine Distanz zwischen unseren eigenen Gefühlen und Fremdenergien herzustellen. Wir lenken unsere Aufmerksamkeit auf uns und verbinden uns wieder mit uns selbst. Das bedeutet zwar nicht, dass Fremdenergien immer sofort verschwinden, aber wenn wir uns diese Frage mehrmals am Tag stellen, schulen wir unser Bewusstsein darin mehr bei unseren eigenen Gefühlen zu bleiben.


Vollmond 13° Zwillinge, 05.12.2025, 00:14h MEZ


Vollmond Aspekte

Die Sonne befindet sich auf 13° Schütze und das große Licht bildet eine Opposition zum Mond in den gegenüberliegenden Zwillingen. Der Schütze ist hier stark besetzt, denn neben der Sonne befinden sich auch Venus, der Beziehungs- und Werteplanet, Mars, der Energie- und Handlungsplanet und die wahre Lilith im Schützen! Lilith symbolisiert den unbedingten Anspruch an Gleichwertigkeit, Ebenbürtigkeit, Augenhöhe und Fairness. Da Lilith zum Supervollmond eine enge Konjunktion zu Venus im Schützen bildet, dürften diese Themen jetzt in vielen Beziehungen eine große Rolle spielen.

Der Vollmond findet im exakten Quadrat zum aufsteigenden Mondknoten in den Fischen und zum absteigenden Mondknoten in der Jungfrau statt. Das heißt, der Supervollmond ereignet sich genau in der Halbzeit zwischen den Finsternissen. Ein Vollmond, der in der Halbzeit zwischen den Finsternissen stattfindet, symbolisiert einen Zwischenraum der Klarheit, einen Moment, in dem wir bewusst erkennen können, was sich im Schatten der Finsternisse zeigt und was wir aktiv integrieren oder loslassen wollen. Diese Zeitqualität möchte uns sozusagen auf den rechten Pfad zurückführen, falls wir aus den Augen verloren haben, worum es mit den Mondknoten auf der Achse Fische-Jungfrau geht. Wenn Du Deine Erinnerung auffrischen möchtest, schaue Dir gerne mein Video zum anderthalbjährigen Transit der Mondknoten durch die Zeichen Fische und Jungfrau an Mondknoten in Fische ♓ & ♍ Jungfrau Januar 2025 - Juli 2026 : Ab in die Tiefe ? - YouTube oder lese meinen Artikel zu dem Thema Symbolsysteme: Mondknoten in Fische ♓ & ♍ Jungfrau Januar 2025 - Juli 2026 : Ab in die Tiefe ?


Der Great Attractor - Die unwiderstehliche Anziehungskraft

Die Sonne befindet sich zum Supervollmond sehr nah am Great Attractor. Wörtlich übersetzt bedeutet Great Attractor „großer Anzieher“. Im tropischen Zodiak ist er auf 14°18' Schütze zu finden. Der Great Attractor ist eine gigantische Gravitationsanomalie, die Hunderte Galaxien anzieht; er besteht aus einer gewaltigen Ansammlung von Galaxien und dunkler Materie. Der Great Attractor liegt im Norma-Galaxienhaufen, der etwa 150 – 250 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Zum Vergleich: Die Sonne ist 0,000016 Lichtjahre von der Erde entfernt, also nur ein Wimpernschlag im kosmischen Maßstab. Der Great Attractor hat eine Masse von rund 10–50 Billiarden Sonnenmassen! Hier geht es also um Entfernungen und Größenordnungen, die das menschliche Vorstellungsvermögen weit übersteigen.


Great Attractor im tropischen Zodiak 14°18' Schütze


Da der Great Attractor eine ungeheure Gravitationskraft hat, zieht er ganze Galaxien – darunter auch unsere Milchstraße – mit einer Geschwindigkeit von über 600 Kilometern pro Sekunde an! Da es auf der Erde nichts gibt, das sich mit 600 Kilometern pro Sekunde bewegt, übersteigt eine solche Geschwindigkeit unsere Vorstellungskraft. Die schnellsten von Menschen erschaffenen Objekte, z. B. Raumsonden, wie die Parker Solar Probe, erreichen Geschwindigkeiten von etwa 176 Kilometern pro Sekunde, also 500-mal schneller als ein Passagierflugzeug. Das ist schon eine gewaltige Geschwindigkeit, aber immer noch weit unter 600 Kilometern pro Sekunde. Nicht einmal ein Blitz entlädt sich mit einer derartigen Geschwindigkeit! Wir bewegen uns also in einem Affenzahn durch das Weltall und das Seltsamste ist: wir bemerken es nicht einmal!

Die unvorstellbare Geschwindigkeit, mit der wir durchs Weltall rasen, bedeutet aber nicht, dass unsere Milchstraße irgendwann vom Great Attractor „verschlungen“ wird. Unsere Heimatgalaxie bewegt sich zwar mit extrem hoher Geschwindigkeit in seine Richtung, aber der Great Attractor ist kein „kosmisches Schwarzes Loch“, sondern eine riesige Ansammlung von Galaxien und Masse, die durch ihre enorme Anziehungskraft die Bewegungen in unserer Region des Universums beeinflusst. Astronomen beschreiben diese Dynamik als ein langsames Umkreisen oder Zuströmen innerhalb des kosmischen Superhaufens „Laniakea“, zu dem auch der Great Attractor gehört.

Astrologisch symbolisiert der Great Attractor eine geheimnisvolle, magnetische, unsichtbare Kraft, die Menschen zu tieferen Wahrheiten, Bewusstwerdung, Transformation und kosmischer Bestimmung zieht. Der Great Attractor hat eine transpersonale Dimension. Er wird als ein „kosmisches Herzzentrum“ beschrieben, das weit über das Persönliche hinausgeht und Menschen in größere Zusammenhänge zieht. Er symbolisiert Bewegungen, die ganze Gesellschaften betreffen, wie Wahrheitsdiskurse, Erweiterung von Wissen und globale Resonanzfelder. Hier geht es um kollektive Themen, die viele Menschen gleichzeitig berühren, wie die Klimakrise, Gleichberechtigung, gerechtere Ressourcenverteilung, Migration oder technologische Umbrüche. Auf einer individuellen Ebene kann der Great Attractor das Gefühl hervorrufen, von einer undefinierbaren Kraft in eine bestimmte Richtung gezogen zu werden. Entscheidungen oder Handlungen entstehen unter dem Einfluss des Great Attractors nicht auf der Basis von rationalen Überlegungen, man folgt einer größeren Strömung, in der Regel ohne dass es einem bewusst ist.

Die ungeheure Geschwindigkeit von 600 Kilometern pro Sekunde, mit der unsere Galaxie in Richtung Great Attractor gezogen wird, ist ein Bild für die unsichtbaren Bewegungen, die unser Leben ständig tragen, ohne dass wir sie spüren. Die Tatsache, dass der Mensch nie dazu in der Lage sein wird sich diesem Sog zu entziehen, ist ein Gleichnis für die Dinge, die wir nicht kontrollieren können. Wir sind Teil einer gewaltigen Dynamik, die uns und alles um uns herum bewegt, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen. Der Great Attractor konfrontiert uns mit dem Paradox, dass wir mit einer rasenden Geschwindigkeit durch das Weltall reisen, während wir gleichzeitig das Gefühl haben stillzustehen.

Der Great Attractor stellt uns vor die Frage auf was wir tatsächlich keinen Einfluss haben und was wir auf der anderen Seite durchaus steuern können. Große gesellschaftliche Umbrüche, wie Kriege, Digitalisierung oder Umweltzerstörung, entstehen aus globalen Kräften, die wir allein nicht kontrollieren können. Aber in unserem persönlichen Leben können wir in vielen Bereichen so handeln, wie wir es für richtig halten. Niemand zwingt uns ständig zum Handy zu greifen. Wir haben die Wahl, auf welche Menschen wir uns tiefer einlassen. Wir können entscheiden, ob wir uns von jemandem trennen, der uns nicht gut tut. Wir können uns anderen gegenüber freundlich verhalten, aber wir haben keine Kontrolle darüber, ob sie unsere Freundlichkeit erwidern. Wir können versuchen andere aufzumuntern, aber wir haben nicht die Macht ihren emotionalen Zustand zu verändern. Wir können uns anderen gegenüber fair verhalten, aber wir können andere nicht dazu zwingen selbst fair zu sein... Es gibt so vieles, was in unserer Hand liegt und es gibt so viel mehr, was sich unserer Kontrolle entzieht. Je mehr wir unser Bewusstsein darin schulen das Eine vom Anderen zu unterscheiden, desto mehr können wir unsere Zeit und Energie in das investieren, was wir wirklich steuern können.

Der Great Attractor möchte uns bewusst machen, dass etwas oder jemand sehr weit von uns entfernt sein kann und trotzdem einen immensen Einfluss auf uns haben kann. Globale Ereignisse, wie ein Krieg oder eine Finanzkrise in einem fernen Land, beeinflussen unser Leben durch Wirtschaftsmärkte, Politik oder Migration. Entscheidungen, die im Silicon Valley getroffen werden, haben weltweite Auswirkungen auf unsere Kommunikation, obwohl es geografisch sehr weit entfernt ist. Wir können uns mehr mit den Geschehnissen in einem Film verbunden fühlen, als mit unserem eigenen Körper, während wir vor dem Bildschirm auf dem Sofa sitzen. Spirituelle Lehrer, die schon lange tot sind, können noch heute unser Denken und Handeln bestimmen. Ein Teenager, der einen Star anbetet, kann wichtige Entscheidungen mehr von den Äußerungen seines Stars abhängig machen, als von dem Rat seiner Eltern, Lehrer oder Freunde... Hier geht es also um die Relativität von Entfernungen und Größenverhältnissen. Wie stark wir von etwas oder jemandem beeinflusst werden, hängt nicht von der physischen Nähe ab. Etwas kann sehr weit von uns entfernt sein und mehr Einfluss auf unser Leben haben, als das, was zum Greifen nah ist.

Der Great Attractor möchte uns bewusst machen, dass alles miteinander verbunden und voneinander abhängig ist. Er erinnert uns daran, dass jede Bewegung, jede Existenz in Resonanz mit etwas anderem steht. Diese Abhängigkeit ist keine Schwäche, sondern Ausdruck eines gigantischen Netzes von Beziehungen, das alles trägt. Auch wir sind nicht getrennt, sondern eingebunden in ein größeres Ganzes. Unsere Handlungen, Gedanken und Gefühle wirken auf andere, so wie die ihren auf uns. Die Bewusstwerdung dieser All-Verbundenheit führt uns idealerweise zu mehr Verantwortung im Miteinander und einem tieferen Verständnis von Einheit.


Viele liebe Grüße mit den Sternen ✨

Lia


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