Montag, 5. Dezember 2022

Vollmond in den Zwillingen ♊ 08.12.2022 & seltene Mars Okkultation! (Video)

Vollmond in den Zwillingen ♊ 08.12.2022 & seltene Mars Okkultation!

 


Der Ärger ist als Gewitter, nicht als Dauerregen gedacht; er soll die Luft reinigen und nicht die Ernte verderben.

Ernst R. Hauschka


Sternzeichen Zwillinge, Bild: Zodiac Book by Jake Baddeley


Am 8. Dezember erwartet uns das wichtigste lunare Event, das sich während der gesamten Rückläufigkeitsphase von Mars ereignet, nämlich ein Vollmond in den Zwillingen, der in exakter Konjunktion zum rückläufigen Mars stattfindet! Die Sonne befindet sich auf 16° Schütze und das große Licht bildet eine Opposition zum Mond und zum rückläufigen Mars auf 16° Zwillinge. Saturn bildet aus dem Wassermann ein stabilisierendes Trigon zur Mond-Mars-Konjunktion in den Zwillingen und ein anregendes Sextil zur Sonne im Schützen.

Dieser Vollmond bietet uns eine astronomische Besonderheit, denn während des Vollmonds findet eine Mars Okkultation statt! Okkultation bedeutet so viel wie Bedeckung, Verbergen oder Verfinsterung. Den ganzen Dezember hindurch strahlt Mars besonders hell am Nachthimmel, aber am 8. Dezember verschwindet der rote Planet ganz plötzlich hinter dem Mond und er taucht kurz darauf genauso plötzlich wieder auf. Zum Vollmond in den Zwillingen findet also eine "Marsfinsternis" statt! In großen Teilen Nordamerikas und in ganz Europa wird das seltene Himmelschauspiel zu beobachten sein. 

Wenn Ihr das himmlische Spektakel beobachten möchtet, könnt Ihr auf der folgenden Webseite die genauen Zeitangaben für Eure Stadt finden: Occultation of a Planet (lunar-occultations.com) 


Grafik der Gebiete, in denen die Mars Okkulation zu beobachten ist, Lunar occultation of Mars - In-The-Sky.org

Auch astrologisch steht die Mond-Mars-Konjunktion zweifellos im Fokus bei diesem Vollmond. Konjunktionen sind die mächtigsten Aspekte, denn bei einer Konjunktion verbinden sich die Kräfte und Qualitäten der beteiligten Himmelskörper und sie potenzieren sich gegenseitig. Da es sich in dem Fall um eine Konjunktion vom Mond zum rückläufigen Mars handelt, können die Gefühle in diesen Wochen hohe Wellen schlagen, in Gesprächen kann es jetzt heiß hergehen und unsere Gedanken können momentan besonders aufgewühlt sein. Wenn es uns gelingt die intensiven Energien dieser Zeitqualität zu kanalisieren, können wir uns unter diesen Einflüssen voller Tatkraft fühlen und wir können jetzt besonders motiviert sein ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Wenn wir kein Ventil für diese starken Energien finden, können wir uns unter diesen Einflüssen gereizt, genervt und gestresst fühlen. Wenn wir momentan sehr ungeerdet sind, können wir in diesen Wochen starke Schwankungen in unserem Energiepegel erleben. Diese Zeitqualität kann sich auch dadurch bemerkbar machen, dass wir zwar mehr Energie haben als sonst, aber die Energie nicht bündeln, sondern sie zerstreuen, indem wir mehrere Dinge auf einmal anfangen, aber nur wenig zu Ende bringen.

Zerstreuung ist ein typisches Zwillinge-Thema. Zerstreuung muss keineswegs immer negativ sein, denn Zerstreuung kann auch entspannend und inspirierend sein. Aber wenn wir merken, dass wir unsere Zeit und Energie verschwenden und das, was wir uns vorgenommen haben, nicht erledigen, weil wir uns nicht auf eine Sache konzentrieren können, hat Zerstreuung keinen entspannenden Effekt; sie führt vielmehr zur Unzufriedenheit. Wenn wir uns in diesen Wochen oft verzetteln, können wir diese Zeitqualität gut nutzen, um ein paar Gänge runterzufahren. In dem Fall sollten wir jetzt unsere Prioritäten klären und die Dinge nach ihrer Wichtigkeit ordnen. Wenn wir zu den Menschen gehören, die extrem zielorientiert sind und wenn wir dadurch zu sehr unter Strom stehen, können wir die Zügel jetzt ruhig mal etwas lockern und uns bewusst mehr Zerstreuung gönnen.



Vollmond 16°01' Zwillinge, 08.12.2022, 05:08h MEZ



Daten zum rückläufigen Mars in den Zwillingen

Durch die Rückläufigkeitsphase von Mars spielen die Mars-Themen und die Zwillinge-Themen in diesen Monaten eine besonders wichtige Rolle. Aufgrund seiner Rückläufigkeitsphase hält sich der „Kriegsgott“ außergewöhnlich lange in den Zwillingen auf, nämlich um die 7 Monate. Mars ist am 20.08.2022 in die Zwillinge eingetreten und er wird das erste Luftzeichen erst am 25.03.2023 verlassen. Mars wurde am 30.10.2022 auf 25° Zwillinge rückläufig und am 12.01.2023 wird der „rote Planet“ auf 8° Zwillinge wieder direktläufig. Mars hat seinen Schatten am 04.09.2022 betreten und er verlässt seinen Schatten am 16.03.2023. Der Eintritt in den Schatten fand statt, als Mars über den Grad gelaufen ist, auf den er im Zuge seiner Rückläufigkeitsphase zurückkehrt (8° Zwillinge). Der Austritt aus dem Schatten findet statt, wenn Mars den Grad überquert, auf dem er am 30.10.2022 rückläufig wurde (25° Zwillinge). Die gesamte Rückläufigkeitsphase von Mars erstreckt sich also über die Zeit vom 04.09.2022 bis zum 16.03.2023.

Mein ausführliches Video zur Rückläufigkeitsphase von Mars findest Du hier: 

Rückläufiger Mars in Zwillinge 04.09.22-16.03.23: Bumerang-Effekt - YouTube


Die Rückläufigkeitsphasen von Mars sind rar!

Mars ist der Planet, der am seltensten rückläufig wird. Nur etwa alle zwei Jahre tritt Mars den Rückwärtsgang an. Wenn Mars rückläufig ist, ist er der Erde viel näher als sonst, was bedeutet, dass die Mars-Themen besonders relevant sind. Die Rückläufigkeitsphasen von Mars sind so wichtig, weil sie uns zu einer tieferen Selbsterkenntnis und zu einem gesünderen Umgang mit Aggressionen verhelfen. Da Mars der Planet der Willenskraft ist, hat er in den Zwillingen oft die Qual der Wahl, denn in den Zwillingen werden wir mit einer Fülle von Möglichkeiten konfrontiert. Die bunte Vielfalt an Optionen kann für den handlungsorientierten Mars zu Entscheidungsschwierigkeiten führen. Wenn Mars sich nicht entscheiden kann, führt das oft zur Frustration, denn was Mars in erster Linie will ist handeln. Die Zwillinge sind ein intellektuelles Zeichen, während Mars ein instinktiver Planet ist. Die Kombination von Intellekt und Instinkt hat ihre Vor- und Nachteile, denn in einigen Situationen ist es natürlich äußerst sinnvoll erst mal zu überlegen, bevor man spricht oder handelt. Wenn man allerdings so lange überlegt, dass man dadurch den richtigen Zeitpunkt verpasst oder wenn man so viel nachdenkt, dass man sich den Kopf zermartert, zeigen sich die problematischen Seiten dieser Kombination.

Mars ist der Energie- und Handlungsplanet. In der Mythologie ist Mars der Kriegsgott und angelehnt an seine mythologische Bedeutung symbolisiert Mars in der Astrologie den Kampfgeist, die Aggressionen und die Durchsetzungsfähigkeit. Aggressionen werden vor allem dann zum Problem, wenn wir die intensiven Energien, die mit Aggressionen einhergehen, nicht konstruktiv nutzen können. Ein beschleunigter Herzschlag, eine erhöhte Ausschüttung von Testosteron und eine verminderte Serotonin-Zufuhr gehören zu den körperlichen Merkmalen von Aggressionen. Aggressionen können in vielen Situationen hilfreich sein, zum Beispiel im Wettkampf, beim Sport, wenn wir uns abgrenzen, durchsetzen oder verteidigen müssen, wenn wir uns beeilen müssen oder wenn wir uns zu etwas motivieren wollen, das einen hohen Energieeinsatz erfordert. Wenn wir die genannten körperlichen Merkmale haben, aber kein Ventil für diese intensiven Energien finden, kann der Zustand äußerst unangenehm sein.






Wut ist nicht gleich Wut

Wenn ich selbst wütend bin oder wenn ich mit den Aggressionen von anderen konfrontiert werde, stelle ich mir als Erstes die Frage, ob es sich um reine Wut oder um konfuse Wut handelt. Reine Wut ist situationsbedingt und sie hat einen klar ersichtlichen Auslöser. Konfuse Wut ist eine Mischung aus unterdrückten, aufgestauten Aggressionen, die sich über einen längeren Zeitraum angesammelt haben und die durch unterschiedliche Faktoren verursacht wurden. Wenn Wut direkt in dem Moment zum Ausdruck kommt, in dem ein Unrecht geschieht oder eine Grenze übertreten wird, bleibt die Wut rein und unvermischt. Man kann das jeweilige Problem sofort ansprechen, so dass sich die Situation gar nicht erst hochschaukelt. In dem Fall gleicht der Ärger einer kleinen Flamme, die sich nur kurz entzündet und die so schnell wieder verglüht, wie sie entflammt ist, weil man die jeweilige Angelegenheit direkt angesprochen hat. Wenn die Wut nichts mit einer anderen Person zu tun hat, steigert man sich gar nicht erst so sehr in die jeweilige Situation hinein. Man kann sich zum Beispiel darüber ärgern, dass man einen Zug verpasst hat, dass einem etwas runtergefallen ist oder dass man sich den Fuß gestoßen hat. Aber wenn man im Großen und Ganzen einen gesunden Umgang mit Aggressionen hat, regt man sich im Moment des Missgeschicks kurz auf, aber dann ist die Sache auch schnell wieder vergessen. Im günstigsten Fall kann man einer solchen Situation mit Humor begegnen, denn Lachen ist oft die beste Medizin.

Zur konfusen Wut kommt es, wenn wir immer wieder den Mund halten und die Dinge, die uns stören, geschehen lassen. Wir schlucken den Ärger runter und wir sammeln in den unterschiedlichsten Situationen Wut an. Irgendwann läuft das Fass dann über, uns platzt die Hutschnur und der Ärger, der sich in den verschiedensten Situationen und im Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen aufgestaut hat, entlädt sich an einer Person, die nur anteilig oder vielleicht sogar gar nicht für unsere Wut verantwortlich ist. Ein solches Verhalten ist uns selbst und den betreffenden Menschen gegenüber unfair und davon abgesehen ist es ungesund. Es gibt auch Menschen, die nicht zur Explosion, sondern zur Implosion neigen. Diese Menschen lassen ihre aufgestaute Wut nicht an anderen Menschen ab, sie richten ihre Aggressionen gegen sich selbst. Diese Art mit Aggressionen umzugehen kann zu selbstverletzendem Verhalten führen oder körperliche Symptome hervorrufen und im schlimmsten Fall kann es körperliche oder psychische Krankheiten verursachen. Mediziner und Psychologen wissen wie schädlich es ist, wenn wir unsere Wut immer wieder in uns reinfressen. Natürlich müssen wir uns manchmal zügeln, denn es gibt nun mal Situationen, die es nicht zulassen, dass wir ein Ärgernis sofort beseitigen können. Wenn ich von reiner, direkt ausgedrückter Wut spreche, meine ich natürlich nicht, dass ich es gesund finde total auszurasten. Aber wenn wir in den entscheidenden Momenten sagen was wir wollen und was wir nicht wollen, kommt es gar nicht erst zum Vulkanausbruch, weil die Flamme der Wut von vornherein klein und kontrollierbar bleibt. Trotzdem ist es für einige von uns leichter gesagt als getan Wut immer sofort, rein und unvermischt auszudrücken, denn unsere Art mit Aggressionen umzugehen hängt mit unseren Selbsterhaltungsstrategien zusammen und unseren Selbsterhaltungsstrategien liegen viele unbewusste Muster und Konditionierungen zugrunde. Wenn wir zum Beispiel mit gewalttätigen Eltern aufgewachsen sind, kann es zu unserer Überlebensstrategie gehören uns zurückzuziehen, uns „tot“ zu stellen oder so schnell wie möglich für Harmonie zu sorgen, sobald es auch nur ansatzweise zum Konflikt kommt. In dem Fall können uns Konflikte auch noch im Erwachsenenalter so bedrohlich erscheinen, dass sie – zumindest auf unbewussten Ebenen – eine Todesangst in uns auslösen. Ein anderer Mensch, der auch in einem gewalttätigen Elternhaus aufgewachsen ist, kann eine ganz andere Selbsterhaltungsstrategie entwickelt haben, frei nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“. Diese Menschen haben früh verinnerlicht, dass das Leben ein Kampf ist, in dem es heißt „fressen oder gefressen werden“. Sie haben Angst, dass sie untergehen, wenn sie in Situationen, in denen sie sich provoziert fühlen, nicht sofort ihre Kampfbereitschaft demonstrieren.

Es gibt die unterschiedlichsten Selbsterhaltungsstrategien im Zusammenhang mit Konflikten und nur wenige von uns haben von klein auf gelernt wie wir auf eine gesunde Art mit Aggressionen umgehen können. Aber wir können uns diese unbewussten Muster bewusst machen und wir können lernen auf eine konstruktivere Art mit Aggressionen umzugehen. Und genau dazu kann uns die Rückläufigkeitsphase von Mars verhelfen, vor allem, weil die Rückläufigkeitsphase in den Zwillingen stattfindet, in einem Zeichen, in dem Kommunikation eine entscheidende Rolle spielt. Da die Zwillinge von Merkur beherrscht werden und da Merkur der Planet der logischen Überlegungen, Vernunft, Bildung und Lernfähigkeit ist, gibt uns die Rückläufigkeitsphase von Mars in den Zwillingen besondere Chancen unbewusste Muster zu erkennen und sie zu verändern.

Merkur befindet sich zum Vollmond im Steinbock. Der Steinbock ist das Zeichen des Erwachsenwerdens, der Selbstbeherrschung und der Eigenverantwortung. Merkur tritt am 6. Dezember in den Steinbock ein und er wird sich außergewöhnlich lange im Steinbock aufhalten, nämlich vom 06.12.22 bis zum 11.02.23, weil er am 29.12.2022 in der letzten Dekade Steinbock rückläufig wird. Merkur wird am 18.01.2023 in der ersten Dekade Steinbock wieder direktläufig. Da Mars am 12.01.2023 in den Merkur beherrschten Zwillingen direktläufig wird, überschneiden sich die Rückläufigkeitsphasen von Merkur und Mars interessanterweise. Wie eingangs erwähnt bildet Saturn, der Herrscher des Steinbocks, harmonische Aspekte zum Vollmond in den Zwillingen. Saturn ist der große Lehrmeister des Zodiaks; ein sehr hartnäckiger Lehrer, der uns wieder und wieder mit bestimmten Lektionen konfrontiert, bis wir sie endlich annehmen. Da die Zwillinge den ewigen Schüler symbolisieren, der wir in der Schule des Lebens alle ein Leben lang sind, bietet uns diese Zeitqualität große Entwicklungsmöglichkeiten.



Flucht oder Kampf?

Der präfrontale Cortex, der „Regisseur“ des menschlichen Gehirns, der sich im Laufe der Evolution immer mehr ausgebildet, ist der Teil unseres Gehirns, der für Handlungen zuständig ist, die auf Überlegungen beruhen. Die Fähigkeit zum kognitivem Denken, das uns dazu verhilft die langfristigen Konsequenzen unserer Handlungen einzuschätzen, emotionale Bewertungen, Entscheidungsfindung, Vernunft, die Fähigkeit für vorausschauendes Planen, Selbstbeherrschung, Selbstreflexion und Selbsterkenntnis, sind allesamt Qualitäten, die wir zu großen Teilen dem präfrontalen Cortex zu verdanken haben. 

Viel ältere Teile des menschlichen Gehirns funktionieren wesentlich primitiver. Das „Reptilienhirn“, der älteste Teil des menschlichen Gehirns, der schon in grauer Vorzeit entstanden ist, ist ein Teil des Gehirns, der in erster Linie dafür zuständig ist unser Überleben zu sichern. Vernunft, Vorausschau und logisches Denken können auf lange Sicht natürlich auch unser Überleben sichern, aber denken und analysieren brauchen nun mal eine gewisse Zeit und in kritischen Situationen auch Selbstbeherrschung. In Situationen, in denen wir wütend sind oder Angst haben, übernimmt unser Reptilienhirn die Führung, wenn wir nicht gezielt gegensteuern, indem wir uns daran erinnern, dass wir gerade Gefahr laufen in den Flucht-oder-Kampf-Modus zu verfallen. Wenn wir uns in einer solchen Situation nicht bewusst bemühen den Überblick zu bewahren, überlassen wir dem primitivsten Teil unseres Gehirns die Führung. Wenn ich das Reptilienhirn als „primitiv“ bezeichne, meine ich das keineswegs abwertend, denn unser Reptilienhirn ist ein Wunder der Natur. Vom Hirnstamm (Reptilienhirn) werden – ohne unser Zutun - viele lebenswichtige Funktionen gesteuert, wie die Atmung, der Blutdruck, die Regulation des Herzschlags und wichtige Verdauungsprozesse. Wenn wir uns allerdings nur vom Reptilienhirn leiten lassen würden, würde sich der Mensch nicht von anderen Säugetieren unterscheiden. Wie in der Tierwelt würde unter uns Menschen das Recht des Stärkeren zählen und wir würden nach dem Prinzip „fressen oder gefressen werden“ leben. Den Menschen als Homo Sapiens würde es in der Form nicht geben, wenn sich im Laufe der Evolution der präfrontale Kortex nicht immer weiter ausgebildet hätte, denn unser Reptilienhirn hat sich seit seiner Entstehung in grauer Vorzeit kaum weiterentwickelt. 

Die meisten von uns haben sich wahrscheinlich schon mal in einer Situation befunden, in der das Reptilienhirn die Führung übernommen hat. In solchen Situationen sagen wir Dinge, die wir im Normalzustand nie sagen würden oder wir tun Dinge, die wir sonst nicht tun würden. Das Reptilienhirn hat eine Art Tunnelblick. Es „denkt“ in simplen Schwarz-Weiß-Rastern. Für das Reptilienhirn gibt es nur Freund oder Feind, gut oder böse und dementsprechend sind die Entscheidungen, die das Reptilienhirn trifft, auch sehr undifferenziert. Für das Reptilienhirn stellt sich in herausfordernden Situationen nur die Frage, ob wir angreifen, fliehen oder uns tot stellen müssen. Mit Menschen, die gerade vom Reptilienhirn gesteuert werden, kann man nicht vernünftig sprechen. Für logische Argumente, die an unsere Vernunft appellieren, sind wir nur schwer erreichbar, wenn wir gerade im „Reptilienhirn-Modus“ sind. Von daher macht es wenig Sinn in diesem Zustand ein Gespräch zu führen. Idealerweise erkennen wir in solchen Momenten, dass wir gerade nicht dazu in der Lage sind vernünftige Entscheidungen zu treffen und sinnvolle oder gar wohlwollende Gespräche zu führen und wir nehmen uns Zeit, um uns erst mal zu beruhigen. Die biochemischen Prozesse, die im Körper ablaufen, wenn wir „Reptilienhirn-Modus“ sind, müssen sich erst regulieren, damit unser präfrontaler Kortex wieder die Regie übernehmen kann. Je nachdem was für ein Typ wir sind und je nachdem in was für einer Situation wir uns befinden, können wir uns in solchen Momenten körperlich abreagieren, indem wir eine Runde um den Block rennen, laut Musik aufdrehen und wild tanzen, uns heftig schütteln, laut schreien oder singen. Anderen Menschen liegt es mehr sich in solchen Situationen zu entspannen, indem sie tief in den Bauch atmen, autogenes Training machen, meditieren, spazieren gehen oder ein Bad nehmen. Jede/r kann nur für sich herausfinden, was einem in solchen Momenten hilft den Körper zu beruhigen und einen klaren Kopf zu bekommen. Entscheidend ist, dass wir mit unserem Körper, mit unseren Gefühlen und mit unseren Bedürfnissen im Kontakt sind, denn wenn dies der Fall ist, merken wir früh genug, wenn uns etwas nicht passt und wir können entsprechend schnell gegensteuern, so, dass es gar nicht erst zur Explosion kommt. 

Wir sollten uns darüber im Klaren sein, wie wichtig es für uns selbst, für unsere Beziehungen und für die Weiterentwicklung der Menschheit ist, dass wir versuchen zu verstehen wie unser Reptilienhirn funktioniert und dass wir Mittel und Wege finden es zu "zähmen". Viele Beziehungen scheitern daran, dass die beteiligten Menschen nicht konstruktiv mit ihren Aggressionen umgehen können. Viele Menschen werden psychisch oder körperlich krank, weil sie nicht gelernt haben gesund mit ihrer Wut umzugehen. Von daher sollte der konstruktive Umgang mit Aggressionen eine hohe Priorität für uns selbst haben und für die Gesellschaft, in der wir leben.


* * * * * * *


Wie eingangs erwähnt, ist der Vollmond in den Zwillingen das wichtigste lunare Event, das während der gesamten Rückläufigkeitsphase von Mars stattfindet. Von daher sollten wir uns jetzt fragen wie wir mit unseren eigenen Aggressionen umgehen und wie wir reagieren, wenn andere uns mit Wut begegnen. Verteufeln wir Aggressionen und verdrängen wir sie so lange, bis wir von ihnen vereinnahmt werden oder bis wir krank werden? Sind wir ständig kampfbereit und leben wir nach dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung? Versuchen wir immer über den Dingen zu stehen? Sind wir der Meinung der oder die Klügere muss grundsätzlich nachgeben? Sind wir passiv-aggressiv und neigen wir zu bissigen Bemerkungen und zu abwertenden Verhaltensweisen, für die wir dann aber keine Verantwortung übernehmen? Oder gehören wir zu den Menschen, die im Großen und Ganzen einen gesunden Umgang mit Aggressionen haben?


Viele liebe Grüße mit den Sternen 🙏

Lia


Wichtige langfristige Themen der astrologischen Zeitqualität:

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Symbolsysteme: Karma Astrologie: Mondknoten im Stier ♉ & ♏ Skorpion von Januar 2022 bis Juli 2023

Jupiter in den Fischen 2021 und 2022:

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Uranus im Stier 2018 - 2026: 

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Chiron im Widder 2018 - 2027:

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Freitag, 18. November 2022

Neumond in Schütze ♐ 23.11.22 & Jupiter wird direkt! (Video)

Neumond in Schütze ♐ 23.11.22 & Jupiter wird direkt!

 

Bild: Rakicevic Nenad


Nachdem wir die Finsternisse für die kommenden sechs Monate nun erst mal hinter uns gebracht haben, erwartet uns am 23.11.2022 ein Neumond im Schützen, der uns vor die Frage stellt, ob wir nach den anspruchsvollen Eklipsen-Wochen mehr Entspannung brauchen oder ob wir jetzt eher Lust auf Abwechselung haben. Der Schütze korrespondiert mit dem 9. Haus und ein wichtiges 9. Haus-Thema ist Urlaub. Vielleicht haben wir tatsächlich gerade vor in den Urlaub zu fahren oder vielleicht möchten wir jetzt eine Reise planen. In beiden Fällen kommt uns diese Zeitqualität sehr entgegen. Da die Astrologie eine Symbolsprache ist, muss es jetzt aber nicht um einen tatsächlichen Urlaub gehen. Es geht vielmehr um die Frage was wir mit dem Thema Urlaub verbinden. Einige Menschen fahren in den Urlaub, um sich zu erholen, während andere beim Reisen ihre Abenteuerlust stillen wollen. Wieder andere haben das Bedürfnis sich selbst für ein paar Tage ganz zu vergessen, indem sie eine Party-Hochburg besuchen, um sich dort - frei nach dem Motto Sex and Drugs and Rock'n'Roll – mal richtig auszutoben. Für einige Menschen kann Urlaub bedeuten, dass sie in ihre Heimat zurückkehren, weil sie im Ausland oder in einer anderen Stadt leben. Manche Menschen machen Urlaub, um mehr über eine andere Kultur zu erfahren; sie möchten also vor allem ihren Horizont erweitern. Wieder andere nehmen sich vor im Urlaub einen Social-Media-Detox zu machen, um ihrem Geist eine Auszeit zu gönnen und ihre Konzentrationsfähigkeit zu regenerieren...

Entscheidend ist in dem Zusammenhang, dass wir wissen was wir wollen und – noch viel wichtiger - was wir brauchen. Auch wenn wir momentan keine Reise planen, können wir uns zum Neumond im Schützen fragen welche Art von Urlaub momentan am ehesten unsere Bedürfnisse befriedigen würde. Die Antwort auf diese Frage kann sehr hilfreich sein, damit wir mehr mit unseren aktuellen Bedürfnissen im Kontakt sind. In der schnelllebigen Welt, in der wir heute leben, können wir uns so sehr vom Alltagsstrudel mitreißen lassen, dass wir uns von unseren Bedürfnissen entfernen oder deren Befriedigung immer auf ein fernes Irgendwann verlegen. Für viele von uns ist dieses „ferne Irgendwann“ der nächste Urlaub. Natürlich können bestimmte Bedürfnisse nur befriedigt werden, wenn wir tatsächlich eine längere Auszeit haben und einen Ortswechsel vornehmen. Aber wenn wir uns darüber im Klaren sind was wir uns von einem Urlaub erhoffen, können wir uns kleine Oasen im Alltag schaffen und die Befriedigung unserer Bedürfnisse eben nicht immer auf ein fernes Irgendwann verschieben. Wir können uns so oft wie möglich Zeit nehmen für die Dinge, die uns nähren und unsere Batterien wieder aufladen. Regelmäßige Spaziergänge in der Natur, das Praktizieren von Entspannungstechniken, Museumsbesuche, schwimmen gehen, Freunde treffen, mehr Qualitätszeit mit den Kindern verbringen, kreativ sein… Viele Aktivitäten, die uns einen Hauch von Urlaub vermitteln, können wir in unseren Alltag einbauen und auf diese Art unsere Bedürfnisse im Hier und Jetzt befriedigen.

Jetzt aber zu den Neumond Konstellationen. Die Sonne und der Mond verbinden sich auf 01°37' Schütze und die beiden großen Lichter bilden ein zeichenübergreifendes Trigon zum rückläufigen Jupiter, der sich in den letzten Graden der Fische befindet. Ein Trigon ist ein harmonisierender Aspekt, der eine entspannende und stabilisierende Qualität hat. Die Nachteile eines Trigons können sich darin äußern, dass man zu bequem wird und die Dinge einfach laufen lässt. Im Nachhinein könnte man dann feststellen, dass man bestimmte Chancen nicht wahrgenommen hat. Wenn wir zu den Menschen gehören, die einen gewissen Druck brauchen, um in Bewegung zu kommen, können wir die feurige Energie des Schützen nutzen, um uns jetzt einen Klaps auf den Allerwertesten zu geben. Sprich, in dem Fall ist nun Eigenmotivation gefragt, damit wir diese günstige Zeitqualität entsprechend nutzen.


Neumond 01°37' Schütze, 23.11.2022, 23:57h MEZ


Da Jupiter der Herrscher des Schützen ist, spielt der „große Wohltäter“ eine wichtige Rolle bei diesem Neumond. Besonders interessant ist die Tatsache, dass der Neumond am 23. November um 23:57 Uhr stattfindet und dass Jupiter nur wenige Minuten später, genau gesagt um 00:02 Uhr, seine Richtung wechselt. Jupiter wurde am 28.07.2022 auf 08°43´ Widder rückläufig und am 24.11.2022 wird Jupiter auf 28°47´ Fische wieder direktläufig. Die ungefähr vier Monate dauernden Rückläufigkeitsphasen von Jupiter fordern uns dazu auf über unsere Wünsche und Glaubenssätze zu reflektieren und über unsere persönliche Lebensphilosophie nachzudenken. Wenn Jupiter direktläufig ist, geht es mehr um Wachstum im Außen, während die Rückläufigkeitsphasen von Jupiter unseren inneren Wachstum fördern. Außerdem haben Jupiters Rückläufigkeitsphasen eine regulierende Wirkung, denn sie verhelfen uns dazu das rechte Maß zu finden. Wenn wir während der direktläufigen Phase von Jupiter in einem bestimmten Bereich zu sehr über die Stränge geschlagen haben, werden wir während der Rückläufigkeitsphase von Jupiter mit den Resultaten der jeweiligen Übertreibung konfrontiert. Wenn wir auf der anderen Seite dazu neigen uns zu sehr in unseren Möglichkeiten zu begrenzen, können wir während der Rückläufigkeitsphase von Jupiter feststellen, dass wir während der direktläufigen Phase wertvolle Chancen verpasst haben. Jupiter war vom 18.10.2021 bis zum 28.07.2022 direktläufig. Die nächste direktläufige Phase von Jupiter dauert vom 24.11.2022 bis zum 04.09.2023. In dieser direktläufigen Phase wird Jupiter drei Zeichen abgrasen! Jupiter wird bis zum 20.12.2022 durch die letzten Grade der Fische laufen, vom 20.12.2022 bis zum 16.05.2023 wird er im Eiltempo den ganzen Widder durchqueren und vom 16.05.2023 bis zum 04.09.2023 wird er sich in der ersten Hälfte des Stiers aufhalten. Jupiter ist der massereichste Planet in unserem Sonnensystem. Wie ein beleibter Herr, der sich gemächlich von seinem Thron erhebt, braucht der „Gott der Götter“ einige Zeit um wieder seine normale Geschwindigkeit einzunehmen. Zum Neumond im Schützen steht Jupiter still; er bewegt sich weder vorwärts, noch rückwärts. Jupiter ist stationär, wie es in der astrologischen Fachsprache heißt. Es ist geradezu so, als wenn der mythologische Gottvater uns eine Karenzzeit einräumt, damit wir jetzt noch mal über die vergangenen vier Monate reflektieren und uns vor Augen halten welche Ziele wir in den kommenden neun Monaten anvisieren wollen. Wir sollten uns jetzt fragen, ob uns die vergangenen vier Monate gezeigt haben, dass wir in bestimmten Bereichen eher zur Übertreibung oder eher zur Untertreibung neigen. Außerdem können wir uns fragen in welchen Bereichen wir in den kommenden Monaten wachsen und uns weiterentwickeln wollen.


Merkur-Venus-Konjunktion zum Neumond in Schütze

Eine weitere interessante Konstellation zeigt sich durch eine Konjunktion vom Kommunikationsplaneten Merkur zum Werte- und Beziehungsplaneten Venus. Merkur und Venus bilden jeweils harmonische Aspekte (Trigone) zu Chiron im Widder. Die exakte Venus-Merkur-Konjunktion findet am 21. November statt, aber auch zum Neumond sind die beiden Planeten noch sehr dicht beieinander. Es handelt sich um die zweite von drei Venus-Merkur-Konjunktionen, die in diesem Jahr stattfinden. Die erste Venus-Merkur-Konjunktion fand am 26.09.22 auf 26°47´ Jungfrau statt, die zweite Venus-Merkur-Konjunktion findet am 21.11.22 auf 7°09' Schütze statt und die dritte Venus-Merkur-Konjunktion findet am 29.12.2022 auf 24°21´ Steinbock statt. Die Venus-Merkur-Konjunktion, die jetzt am 21. November stattfindet, ist allerdings die einzige Konjunktion, bei der beide Planeten direktläufig sind. Diese Konstellation begünstigt berufliche wie private Gespräche und sie steigert die Kontaktfreude. Unter diesen Einflüssen fällt es uns leichter uns auf andere Menschen einzustellen, eine Zusammenarbeit im Team lässt sich angenehmer gestalten, wir können gute Gespräche mehr genießen, wir sind sensibler dafür welche Beziehungen uns gut tun und wir haben ein besseres Gespür für lohnenswerte Investitionen und Geschäfte. Wenn wir kreativ veranlagt sind oder wenn wir uns dahingehend mehr ausprobieren möchten, gibt uns diese Konstellation einen inspirierenden Rückenwind. Falls es Spannungen innerhalb von Beziehungen gab, eignet sich diese Zeitqualität sehr gut dafür das jeweilige Problem durch ein klärendes Gespräch aus dem Weg zu räumen.



Da Venus Lebensqualität symbolisiert und da Merkur der Kommunikationsplanet ist, möchte uns diese Konstellation verdeutlichen welche Gespräche unser Leben bereichern und welche Gespräche wir als Zeitverschwendung empfinden. Merkur hat auch einen direkten Bezug zu den Medien. Natürlich sollten wir uns in Hinblick auf das Weltgeschehen nicht blind und taub stellen, aber vielleicht wird uns jetzt bewusst, dass uns die Flut von Katastrophenmeldungen, die sich täglich durch die Medien über uns ergießt, zu sehr belastet. Vielleicht möchten wir nun etwas Abstand nehmen von der Beschäftigung mit negativen Nachrichten und uns mehr den angenehmen Seiten des Lebens zuwenden. Merkur beherrscht auch unsere inneren Dialoge und Gedankengänge. Kaum etwas beeinflusst unsere Lebensqualität so sehr wie unsere Gedanken. Wir können an einem wunderschönen Strand liegen, ein spannendes Buch in den Händen halten oder eine gute Massage bekommen... Wenn unsere Gedanken Karussell fahren, können wir die jeweilige Situation nur sehr begrenzt genießen. Ich betone immer wieder gerne wie hilfreich und heilsam Meditation sein kann. Meditation ist ein Urlaub, den wir uns alle gönnen können, noch dazu kostenlos und umweltfreundlich...*))) Wenn Dir eine klassische Form von Meditation nicht liegt, frage Dich doch einfach mal in welchen Situationen Dein Geist Frieden findet. Der Geist kann bei den unterschiedlichsten Aktivitäten zur Ruhe kommen, zum Beispiel durch Handarbeiten, beim Spazierengehen, beim Sport, beim Kuscheln, wenn man malt, musiziert oder tanzt.

Wir wünschen uns wahrscheinlich alle mehr Frieden auf dieser Welt. Geistiger Friede ist die wichtigste Voraussetzung für inneren Frieden und innerer Frieden ist wiederum die wichtigste Voraussetzung für Frieden in unseren Beziehungen. Mit der Venus-Merkur-Konjunktion im Schützen werden viele von uns wahrscheinlich ein stärkeres Bedürfnis nach Harmonie in unseren Beziehungen haben. Der Neumond im Schützen mündet in einem Vollmond in den Zwillingen, der dann am 08.12.2022 in exakter Konjunktion zum rückläufigen Mars stattfindet. In der Mythologie ist Mars der Kriegsgott und in der Astrologie steht der rote Planet für unseren Umgang mit Aggressionen. Die Rückläufigkeitsphase von Mars in den Zwillingen nutzen wir idealerweise dafür eine gesunde Streitkultur zu entwickeln. Von daher geht es bei dieser Mondphase nicht darum in eine Scheinharmonie zu verfallen. Es geht vielmehr darum eine gesunde Einstellung zu Aggressionen zu entwickeln, indem wir lernen unsere Wut als Botschafter anzunehmen und Aggressionen auf eine Art auszudrücken, die uns einander näherbringt, anstatt uns voneinander zu entfernen. Aber mehr zum Vollmond in den Zwillingen, wenn es soweit ist. Jetzt können wir erst mal den sehr günstig aufgestellten Neumond im Schützen nutzen...*))


Viele liebe Grüße mit den Sternen 🙏

Lia


Wichtige langfristige Themen der astrologischen Zeitqualität:

Mondknoten in Stier-Skorpion 2022 - 2023:

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Freitag, 4. November 2022

Mondfinsternis im Stier ♉ 08.11.2022: Durchbruch oder Zusammenbruch? (Video)

Mondfinsternis im Stier ♉ 08.11.2022: Durchbruch oder Zusammenbruch?

 

Das Geld, das man besitzt, ist das Mittel zur Freiheit. Das Geld, dem man nachjagt, ist das Mittel zur Knechtschaft.  





Nachdem wir am 25.10.2022 die seltene Gelegenheit hatten eine partielle Sonnenfinsternis zu bewundern, findet am 08.11.2022 eine totale Mondfinsternis statt, die im deutschsprachigen Raum leider nicht zu beobachten sein wird. Auch wenn eine totale Mondfinsternis zweifellos sehenswert ist, geht es astrologischer Sicht weniger darum, ob wir eine Eklipse beobachten können oder nicht; es geht vielmehr darum die spezifischen Inhalte zu integrieren, die uns die jeweilige Finsternis vermitteln will.

Während eine Sonnenfinsternis immer an einem Neumond stattfindet, ereignet sich eine Mondfinsternis immer an einem Vollmond. Eine Mondfinsternis ist ein besonders potenter Vollmond. Die Auswirkungen von Finsternissen erstrecken sich in etwa auf die kommenden sechs Monate. Bei einer Mondfinsternis befindet sich die Erde zwischen dem Mond und der Sonne, wodurch der Mond kurzzeitig vom Erdschatten verdunkelt wird. Astrologisch symbolisiert der Mond unsere Gefühle und unsere emotionalen Bedürfnisse, während die Erde die materielle Welt einschließlich des Körpers symbolisiert. Emotionale Vorgänge können sich in den Wochen, in denen eine Mondfinsternis stattfindet, leichter manifestieren. Wenn wir durch eine aufreibende Phase gehen, kann sich der Stress schneller auf der körperlichen Ebene bemerkbar machen. Wir können jetzt aber auch eine Zeit erleben, in der wir uns wie neu geboren fühlen, weil wir uns aus einer Situation befreit haben, die uns emotional sehr belastet hat. Wenn wir in diesen Wochen körperliche Symptome haben, sollten wir diese auf keinen Fall ignorieren, selbst wenn es sich um kleinere Signale handelt. Wir können die Mondfinsternis als einen Botschafter verstehen, der uns etwas Wichtiges bewusst machen will. Diese Botschaft muss sich nicht unbedingt über den Körper mitteilen, aber eben auf der materiellen Ebene. Das heißt die Dinge nehmen jetzt Gestalt an – positiv wie negativ.

Zur Mondfinsternis befinden sich die Sonne, Venus, Merkur und der absteigende Mondknoten im Skorpion, während sich der Mond, Uranus und der aufsteigende Mondknoten im gegenüberliegenden Stier befinden. Saturn bildet aus dem Wassermann jeweils Spannungsaspekte (Quadrate) zu den Himmelskörpern auf der Achse Stier-Skorpion. Da der Wassermann die Gesellschaft symbolisiert und da es bei Saturn um Belastungsproben geht, zeigen die Spannungsaspekte zur Besitzachse Stier-Skorpion nur allzu deutlich, dass die aktuelle wirtschaftliche und politische Lage dem Volk einiges abverlangt. Viele Menschen machen sich Gedanken um ihre finanzielle Sicherheit; ein typisches Stier-Thema, denn im Stier geht es um materiellen Wohlstand und um die emotionale Sicherheit, die uns eine stabile finanzielle Basis bietet.



Mondfinsternis 15°59' Stier, 08.11.2022, 11:59h MEZ


Wie bereits erwähnt ist Uranus, der große Revoluzzer, Reformer und Erneuerer, direkt an der Mondfinsternis beteiligt. Der „kosmische Joker“ bildet eine Konjunktion zum Mond im Stier und eine Opposition zur Sonne, zu Merkur und zu Venus im gegenüberliegenden Skorpion. Uranus läuft von 2018 bis 2026 durch den Stier. Mit dem ungefähr achtjährigen Transit von Uranus durch den Stier stehen unsere Werte auf dem Prüfstand, denn unter diesen Einflüssen werden wir immer wieder aufgefordert unsere Werte zu hinterfragen, sie der Gegenwart anzupassen und sie auf ihre Tragfähigkeit und Zukunftstauglichkeit zu überprüfen.

Im Skorpion geht es um den Besitz von anderen und hier geht es um die Ressourcen, die wir mit anderen teilen. Im gegenüberliegenden Stier geht es um unsere eigenen Ressourcen, um unsere Talente und um unsere Werte. Diese Eklipse stellt uns die Frage was wir in unsere beruflichen und privaten Beziehungen investieren und was wir auf der anderen Seite zurückbekommen. Wenn wir merken, dass wir in einer bestimmten Beziehung zu kurz kommen, sollten wir jetzt das Gespräch mit der betreffenden Person suchen. Merkur, der Kommunikationsplanet, spielt bei dieser Eklipse eine besonders wichtige Rolle, denn Merkur bildet am Tag der Finsternis eine exakte Konjunktion zur Sonne im Skorpion. Mit Merkur im Skorpion kommen wir nicht umhin auch Themen anzusprechen, die uns unangenehm sind. Wenn es also etwas gibt, das uns sehr beschäftigt, sollten wir das Thema jetzt ansprechen. Die Wichtigkeit von Kommunikation bezieht sich natürlich nicht nur auf negative Angelegenheiten. Vielleicht wollen wir in einer Beziehung mehr Nähe schaffen, indem wir uns emotional öffnen und über unsere Gefühle sprechen. Merkur symbolisiert aber nicht nur die Gespräche, die wir mit anderen führen, sondern auch unsere inneren Dialoge und Gedankengänge. Auch uns selbst gegenüber sollten wir nun so ehrlich wie möglich sein, indem wir uns jetzt mit Themen auseinandersetzen, die wir sonst nicht so gerne anschauen. Mit der starken Skorpion-Besetzung ist es wichtig, dass wir uns auch mit Gedanken und Gefühlen konfrontieren, die oft eher als negativ bezeichnet werden, wie zum Beispiel Eifersucht, Neid, Ohnmacht, Minderwertigkeitsgefühle, Gier, Wut, Rachegelüste und dergleichen.

Der aufsteigende Mondknoten läuft von Januar 2022 bis Juli 2023 durch den Stier, während sich absteigende Mondknoten zeitgleich durch den gegenüberliegenden Skorpion bewegt. Der aufsteigende Mondknoten symbolisiert unseren Nordstern, einen wichtigen Orientierungspunkt, der uns zeigt welche Themen während dieses Transits für uns im Vordergrund stehen sollten. Der absteigende Mondknoten, der dem aufsteigenden Mondknoten genau gegenüberliegt, zeigt uns welche Themen während dieses Transits mit besonderen Herausforderungen verbunden sind. Von Januar 2022 bis Juli 2023 geht es darum, dass wir uns auf die Stier-Themen konzentrieren, während wir die Skorpion-Themen in der genannten Zeit mit Vorsicht genießen sollten. Am absteigenden Mondknoten müssen aber nicht nur Probleme auf uns warten. Die Mondknoten gehören zu den Karma-Faktoren in der Astrologie und je nachdem welches Karma wir im Zusammenhang mit den Skorpion-Themen geschaffen haben, können wir hier entweder mit vermehrten Schwierigkeiten rechnen oder – im günstigsten Fall – verfügen wir über eine Art karmisches Guthaben, auf das wir jetzt zugreifen können. Wenn wir zum Beispiel jahrelang Geschäfte mit dubiosen Menschen gemacht haben, können sich diese Leute jetzt von ihrer hässlichsten Seite zeigen. Ein bisher zwangloser Genuss von Drogen oder Alkohol kann jetzt zu einer belastenden Sucht werden. Schulden können uns jetzt über den Kopf wachsen oder wir erleben einen erbitterten Erbschaftskampf. Dies sind einige von vielen möglichen Beispielen, die zeigen wie sich die problematischen Seiten des absteigenden Mondknotens im Skorpion bemerkbar machen können. Positiv können wir den absteigenden Mondknoten im Skorpion zum Beispiel dadurch erleben, dass wir lange in ein Geschäft investiert haben, das bisher keine Gewinne abgeworfen hat. Während des Transits vom absteigenden Mondknoten durch den Skorpion können sich unsere Investitionen auf einmal bezahlt machen und wir erkennen, dass wir auf das richtige Pferd gesetzt haben. Eine andere positive Ausdrucksmöglichkeit wäre, dass wir schon seit längerer Zeit in psychotherapeutischer Behandlung sind, bisher aber keine spürbaren Fortschritte gemacht haben. Wenn der absteigende Mondknoten durch den Skorpion läuft, können wir einen Durchbruch in der Therapie erleben. Wir können für eine längere Zeit durch eine schwierige Phase in einer Beziehung gegangen sein. Während des Transits vom absteigenden Mondknoten durch den Skorpion kann sich unsere Ausdauer bezahlt machen; die Probleme, die unsere Beziehung lange belastet haben, können jetzt gelöst werden und die Beziehung erlebt einen zweiten Frühling.

Der Transit vom absteigenden Mondknoten durch den Skorpion muss uns also nicht unbedingt mit negativen Ereignissen konfrontieren. Trotzdem sollte unser Fokus jetzt auf den Stier-Themen liegen und nicht auf den Skorpion-Themen. In der Zeit, in der sich der aufsteigende Mondknoten durch den Stier bewegt, sollten wir uns in erster Linie um unsere eigenen Angelegenheiten kümmern. Mit dem aufsteigenden Mondknoten im Stier geht es darum Sicherheiten zu schaffen und eine gesunde Einstellung zu Geld, Besitz und materiellem Wohlstand zu entwickeln. Da der Stier ein Erzeichen und damit ein materielles Zeichen ist, steht hier alles Körperliche, Greifbare und Handfeste im Vordergrund; der Stier interessiert sich in erster Linie für Tat-Sachen. Wir sollten uns jetzt nicht von schönen Worten oder von Idealvorstellungen verführen lassen, sondern vor allem darauf achten was uns etwas ganz real betrachtet bringt. Sprich, in Beziehungen sollten wir vor allem darauf achten wie sich ein Mensch verhält und inwieweit seine Worte mit seinem Handeln übereinstimmen. Auch in anderen Lebensbereichen sollte unser Fokus jetzt auf den Tatsachen liegen und nicht auf dem was wir uns wünschen oder was wir befürchten.

Der Stier ist das Zeichen der Entschleunigung. Im Stier heißt es langsam, aber sicher. Qualität und Dauerhaftigkeit haben Vorrang im Stier. Der Stier ist der Baumeister des Zodiaks. Im Stier geht es darum etwas Stein um Stein aufzubauen, wobei jeder einzelne Stein mit Mörtel versehen werden muss, damit ein Bauwerk stabil und sicher wird und damit es lange hält. Von daher sollten wir uns jetzt Zeit lassen, wenn es darum geht etwas aufzubauen, sei es eine Beziehung oder ein berufliches Projekt. Wenn wir uns jetzt in einer Situation befinden, in der wir am liebsten das Handtuch werfen würden, sollten wir uns erst mal fragen, ob wir tatsächlich alles versucht haben. Im Stier geht es ums Erhalten und Bewahren, in dem Zusammenhang spielt das Thema Reparieren auch eine große Rolle im Stier. Bevor wir etwas wegwerfen, sollten wir jetzt erst mal versuchen es zu reparieren, dies kann sich auf Dinge beziehen, auf Beziehungen oder auf eine berufliche Angelegenheit. Wenn wir uns allerdings in einer Situation befinden, in der wir bereits alles versucht haben und die jeweilige Angelegenheit trotzdem nicht funktionieren will, ist es höchstwahrscheinlich an der Zeit die Sache hinter uns zu lassen. Die Mondfinsternis wird uns deutlich zeigen, ob wir uns in einer Sackgasse befinden oder ob wir auf dem richtigen Weg sind, aber mehr Ausdauer gefragt ist. Wenn wir auf dem richtigen Weg sind, wird jetzt hier und da etwas sprießen und erblühen und auch wenn es erst mal nur zarte Pflänzchen sind, ist das ein deutlicher Hinweis, dass wir diesen Weg weiter verfolgen sollten. Mit der richtigen Pflege kann aus dem zarten Pflänzchen in den kommenden Monaten ein Prachtbaum werden.


Viele liebe Grüße mit den Sternen 🙏

Lia


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