Freitag, 21. April 2017

19.04. bis 20.05.2017 Sonne im Stier: Zeit der Sinnlichkeit

Vom 19.04. bis zum 20.05.2017 schlendert die Sonne ganz gemütlich durch den erdigen Stier und lässt sich hier ausgiebig Zeit um an den Blumen am Wegesrand zu schnuppern...

Moment mal, ist das so...? 

Kann die Sonne es sich in diesem Jahr im Stier wirklich so richtig gemütlich machen? Kann sie den Frühling 2017 in vollen Zügen genießen...?  


Das ist die große Frage, denn kaum hat die Sonne den Stier erreicht, hat der rückläufige Merkur ihn schon wieder verlassen und auch Mars verabschiedet sich am 21.04.2017 aus dem Stier, nachdem er seit dem 10.03.2017 durch dieses Zeichen gelaufen ist, um sich nun in den kommenden Wochen durch die quirligen und kontaktfreudigen Zwillinge zu bewegen. Die Zwillinge können aufgrund ihrer vielfältigen Interessen und ihrer leichten Ablenkbarkeit manches Mal mit wichtigen Entscheidungen zu kämpfen haben, was Mars nicht unbedingt in den Kram passt, denn Mars will sich nicht ablenken lassen, er will sich schnell entscheiden und er will wissen woran er ist. Aus diesen Gründen hat ein Mars in den Zwillingen nicht immer einen leichten Stand, jedoch kann er in den von Merkur beherrschten Zwillingen ein besonderes Sprachtalent haben, eine außergewöhnliche Schlagfertigkeit und die Fähigkeit durch seine körperliche oder durch seine kommunikative Geschicklichkeit seine Ziele zu erreichen. Ein Mars in den Zwillingen tut gut daran sich mit Konzentrationstechniken zu beschäftigen, um sich nicht so leicht ablenken zu lassen. Wenn er lernt sich zu entscheiden und sich auf eine bestimmte Aufgabe zu konzentrieren, kann er eine Art geistiger Akrobat werden.
 

Venus, die Herrscherin des Stiers, hat noch ihre letzten Verarztungen in den Fischen zu erledigen, bevor sie sich nach ihrer ausgedehnten Rückläufigkeitsphase am 28.04.2017 in den Widder zurück wagen wird, um sich hier der Opposition zu Jupiter in der Waage, dem Quadrat zu Pluto im Steinbock und der Konjunktion zu Uranus in der letzten Dekade Widder zu stellen.  

Venus will nun endlich neu anfangen, nachdem sie genug Zeit hatte um sich ihren eigenen Wunden zu widmen und um sich darüber bewusst zu werden wo die Verletzungen von anderen liegen. Venus wird durch die langanhaltende Spannung zu Saturn aufgefordert herauszufinden wie viel Verantwortung sie dafür trägt sich nicht nur um ihre eigenen Wunden, sondern sich auch um die Wunden von anderen zu kümmern oder einfach einfühlsamer auf die verletzlichen Seiten von anderen zu reagieren. Venus konnte durch die außergewöhnlich lange Konjunktion zu Chiron in den Fischen herausfinden über welche Heilkräfte sie verfügt, wie sie ihre Selbstheilungskräfte aktivieren kann und inwiefern sie andere in deren Heilungsprozess unterstützen kann. Venus hatte in den vergangenen Monaten aber auch verstärkt die Möglichkeit zu lernen, wann Hilfe in eine Form von Überfürsorglichkeit umkippen kann, die andere in einer schwächeren Postion hält, nur um ihr das Gefühl zu geben, dass sie von anderen gebraucht wird.


Heilung kann auf vielen Ebenen geschehen. Wir können durch Worte, durch Zuhören und durch Wissen heilen, wir können durch Kunst und durch Kreativität heilen, wir können durch Liebe und durch Sinnlichkeit heilen und wir können mit Hilfe von Kräutern oder mit Medizin heilen. Manchmal können wir auch dadurch heilen, dass wir jemandem die Verantwortung dafür übergeben sich selbst zu heilen, wie z.B. im Falle einer Co-Abhängigkeit, in der wir einen Süchtigen vor die Wahl stellen, dass er sich entweder um die Überwindung seiner Sucht kümmert oder dass wir ihn sich selbst überlassen.  

Die langanhaltende Spannung zwischen Venus, Chiron und Saturn hat viele von uns dazu gezwungen unangenehmen Tatsachen ins Auge zu blicken und dahingehend oft schweren Herzens schmerzhafte Konsequenzen ziehen zu müssen.

In einigen Fällen dürften diese Konsequenzen aber weniger schmerzhaft gewesen sein, sondern mehr dem Gefühl entsprechen realistischer und erwachsener geworden zu sein. Dies kann durchaus ein angenehmes Gefühl sein, das aber manchmal von einer leichten Wehmut begleitet wird, denn wann immer man erwachsener und realistischer wird, kann dies mit dem Gefühl einhergehen ein Stück der Jugend und der Sorglosigkeit einzubüßen.





Sternbild Stier, Bild: Till Credner



Wir hatten in den vergangenen Monaten besonders viel Zeit um uns mit den venusischen Bereichen des Lebens auseinanderzusetzen. Wie viel Liebe erwarten wir und was erwarten wir von der Liebe? Wie viel Komfort brauchen wir für unser Wohlbefinden? Was bedeutet Luxus für uns und was gehört zu den Grundbedürfnissen, die unser Überleben sichern sollen? Was gibt uns Befriedigung? Was ist uns das Wertvollste im Leben? Was bedeutet Selbstliebe und wann kann Selbstliebe zur Selbstzentrierung werden? Wie viel Egoismus ist gesund und wann kann das richtIge Maß an Selbstlosigkeit sogar ein Teil von einem gesundem Egoismus sein? Wo liegen die Grenzen zwischen Mitgefühl und Mitleid? Können wir uns selbst gegenüber ebenso empathisch sein, wie anderen gegenüber oder hört das Mitgefühl bei uns selbst auf? Was ist fair? Wer bestimmt was gerecht ist? Wie viel Diplomatie ist angebracht und ab wann läuft man Gefahr vor lauter Diplomatie sich selbst nicht mehr gerecht zu werden? Glauben wir, dass wir für alles Schöne im Leben leiden müssen, also dass Schönheit ihren Preis hat oder ist die Schönheit des Lebens ein Geschenk? Leben wir unsere Sinnlichkeit auf eine erfüllende Art oder lassen wir uns durch unsere sinnlichen Gelüste immer wieder verführen und verstricken uns durch sie? Glauben wir an einen strafenden oder an einen gütigen Gott? Was ist der Unterschied zwischen Schuld und Verpflichtung? Wie viel Verantwortung übernehmen wir für unser eigenes Wohlbefinden? Wie viel Verletzlichkeit können wir uns leisten? Wann ist es eine Voraussetzung seine Verletzlichkeit zu zeigen, um einen Raum für Intimität zu schaffen und wann ist es sinnvoll seine verletzlichen Seiten schützend zurückzuhalten, um sich selbst nicht zu gefährden? Was bedeutet Weiblichkeit? Ist das Weibliche immer sanft, sensibel, romantisch, einfühlsam, verträumt, zurückhaltend und stets darauf bedacht andere zu umsorgen, so wie es von einer Venus in den Fischen verkörpert wird oder kann die Weiblichkeit selbstbewusst voranpreschen, kämpferisch und erobernd sein, sich selbst an die erste Stelle setzen, wodurch sie sich selbst verwirklichen und anderen ein Vorbild darin sein kann, was Selbstliebe bedeutet, so wie es einer Venus im Widder entspricht? Ist es möglich eine Balance zwischen diesen beiden sehr unterschiedlichen Seiten zu erhalten oder neigen wir viel mehr zu der einen oder zu der anderen Seite der Venus und sind damit vielleicht auch durchaus zufrieden?





Venus Bild: Public Domain


Diese Rückläufigkeitsphase von Venus, in der Venus aus dem Widder in die Fische zurücklief, um dann erneut in den Widder einzutreten, und zwar dieses Mal mit dem Kopf voran, möchte unsere Bilder über das Weibliche hinterfragen und wird den Status Quo des Weiblichen auch manches Mal auf den Kopf stellen.

Während eine Venus in den Fischen anpassungsfähig wie ein Chamäleon sein kann, sich drehen und wenden kann, wie es die jeweilige Situation verlangt oder auch wie es ihr selbst beliebt, will eine Venus im Widder die Zügel selbst in der Hand halten und will ihren Weg nach ihren Vorstellungen bestimmen.

Die Rückläufigkeitsphase von Venus hat einen erheblichen Einfluss auf den diesjährigen Lauf der Sonne durch den Stier und ebenso auf den kommenden Neumond, der am 26.04.2017 in der ersten Dekade Stier stattfindet.

Bis zum Neumond im Stier können wir uns über die hier angesprochenen Themen weiterhin Klarheit verschaffen, um dann endlich einen frischen Start in den venusischen Bereichen unseres Lebens machen zu können.



Viele liebe Grüße mit den Sternen

Lia



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