Schon als junges Mädchen fing ich an mich mit der Astrologie zu beschäftigen und dadurch erwachte dann auch bald mein Interesse an der Mythologie, dem Tarot und der Gematrie; der kabbalistischen Zahlen - und Buchstabenmystik. Im Laufe der Jahre machte ich meine Leidenschaft zu meinem Beruf. Heute nutze ich diese faszinierenden Symbolsprachen in meiner beratenden Tätigkeit und arbeite mit den Medien Astrologie, Numerologie und Tarot.
Samstag, 30. Juli 2011
Freitag, 15. Juli 2011
15.07.2011 Vollmond in Steinbock
Am 15. Juli 2011 um 08:39h Ortszeit Berlin haben wir einen Vollmond auf 22°27' im Tierkreiszeichen Steinbock.
Dieser Vollmond ist die 'Vervollkommnung' des Neumondes vom 1. Juli 2011 im Zeichen Krebs, und der Sonnenfinsternis, die an diesem Tag stattfand.
Den Text zur ersten Sonnenfinsternis des Saroszyklus 156 könnt Ihr hier lesen: http://symbolsysteme.blogspot.com/2011/07/die-mutter-die-uns-die-finsternis-nimmt.html
Sonne und Mond bilden bei diesem Vollmond ein schwaches T-Quadrat zu Apollon als Planet im Brennpunkt im Zeichen Waage.
Apollon, der 'Wagenlenker', war in der griechischen und römischen Mythologie der Gott der Heilung, des Lichts, der Reinheit und Mäßigung, und wurde auch als Gott der Weissagung verehrt. Zudem herrschte er über die Künste, ganz besonders über die Musik, die Dicht- und Sangeskunst. Er gilt auch als der Gott der Bogenschützen.
Besonders wenn Sonne und/oder Jupiter (Apollon ist der Oktaveplanet von Jupiter) einen Aspekt zu dem Transneptuner bilden, deutet das darauf hin, dass man in dieser Zeit seine Kräfte und Energien erfolgreich kanalisieren und lenken kann, so wie Apollon selbst seinen von Schwänen gezogenen Wagen lenken konnte.
Die Themen Familie, Herkunft, Wurzeln, emotionale Basis und Ressourcen (Krebs), und Verpflichtungen beruflicher wie finanzieller Natur (Steinbock) treten bei diesem Vollmond auf den Plan.
Da ein Vollmond immer die Ergebnisse der Themen des vorherigen Neumonds an die Oberfläche bringt, können wir nun in diesen Tagen erkennen, ob und wie wir die Inhalte der Sonnenfinsternis am 1. Juli 2011 integriert haben.
Viele liebe Grüsse unter den Sternen *
Ailen Roc *
www.symbolsysteme.de
Freitag, 1. Juli 2011
Die Mutter die uns die Finsternis nimmt - Sonnenfinsternis im Krebs am 1. Juli 2011
Der Juli begrüsst uns in diesem Jahr mit einem Neumond und gleichzeitig mit einer Sonnenfinsternis im Sternzeichen Krebs.
Der 7. Monat im Jahr wurde nach dem römischen Feldherrn und Staatsregenten Julius Caesar benannt.
Die Bürger Amerikaniens in Borealien bezeichnen den Juli als den ‚Mond der Zikaden‘, weil das Zirpen der Zikaden und Grillen das Land in dieser Jahreszeit geradezu vibrieren lässt.
Auch der Honeymoon der Jungvermählten geht auf diesen Monat zurück, weil die frischgetrauten Eheleute zu dieser Jahreszeit meist ihren gemeinsamen Urlaub antraten, der den ganzen Monat andauern musste, denn so wollte der Ehemann sicherstellen, dass das während dieser Zeit gezeugte Kind auch wirklich von ihm stammte.
Der Juli wird auch Heumond genannt, weil zu dieser Zeit das Gras gemäht und die Heuernte eingefahren wird. Auch Bären- oder Honigmond sind gängige Bezeichnungen, weil die Honigernte im Juli besonders üppig ausfällt.
Obwohl die Sonnenfinsternis am 1. Juli 2011 nur eine maximale Grösse von 10% erreicht, ist sie dennoch aus verschiedenen Gründen erwähnenswert.
Diese Eklipse entstammt dem Saroszyklus 156.
Die Zyklen von Finsternissen werden als Saroszyklen bezeichnet. Die Eklipsen einer bestimmten Reihe wiederholen sich nur alle 18, 03 Jahre. Ein gesamter Saroszyklus erstreckt sich über mehr als 1000 Jahre. Der Saroszyklus 156, der mit der Eklipse am 1. Juli 2011 beginnt, wird erst mit der Finsternis im Zeichen Krebs am 10.02.2985 zu Ende sein.
Die Sonnenfinsternis am 1. Juli 2011 leitet also astronomisch betrachtet eine neue Epoche für uns ein. Da sie im Tierkreiszeichen Krebs stattfindet bezieht sich diese neue Ära auf unseren Familiensinn, auf die Beziehung zu und zwischen Vater, Mutter und Kind, unsere Gefühlswelt, die Wertschätzung und den Umgang mit unserem Emotionalkörper, auf unsere emotionale Basis; das ‚Haus‘ unserer Gefühle.
Menschen die unter diesem Eklipsen Muster geboren wurden, sind geborene Heiler, die – ob bewusst oder unbewusst - die Empfindungen und Emotionalkörper in ihrer Umgebung unmittelbar beeinflussen.
Da sie als native Heiler der Gefühlswelten und Seelen ihrer Mitmenschen fungieren, ziehen sie grade die Menschen an, die einen grossen emotionalen ‚Ballast‘ mit sich herumtragen, weil diese sich zu sehr auf die äussere Welt beziehen. Dies sind Menschen die sehr gegenwartsbezogen sind, die ihr ‚Image‘ ständig unter Kontrolle haben wollen, und die in der Regel überdurchschnittlich geschäftstüchtig sind.
Die Personen mit dem Eklipsen Muster im Zeichen Krebs haben die ‚karmische‘ Aufgabe ihre Mitmenschen von gefühlsmässigem Ballast und emotionalen Chaos zu befreien.
Da sich aber die wenigsten Menschen über ihre ganz individuellen Aufgaben, die sie in ihrem Leben zu bewältigen haben, bewusst sind, ist natürlich nicht jeder Mensch, der unter dieser Eklipse in Krebs geboren wurde, ein bewusster und professioneller Heiler.
Oft durchlaufen sie sehr schwierige Lernprozesse, bis sie erkennen können, wie sie ihre Gabe gezielt und effektiv einsetzen können, ohne sich zum ‚seelischen Mülleimer‘ für ihre Mitmenschen zu machen, ganz besonders für jene, die ihnen nahestehen, wie etwa Liebespartner, Familienangehörige oder auch ihre Vorgesetzten und/oder ‚Untergebenen‘.
Da die Gesetze des Universums ihr Werk aber fast ungeachtet der ‚Kompetenz‘ und Entwicklungsstufe von uns Erdenmenschen ihren Lauf lassen, frei nach dem menschgemachten Gesetz ‚Dummheit schützt vor Strafe nicht‘, leidet die Person, die das Eklipsen Muster in Krebs unbewusst lebt, häufig unter einem mehr oder weniger stark ausgeprägten ‚Helfersyndrom‘, was sich für die beteiligten Parteien dann meist eher kontraproduktiv auswirkt. Sie saugt praktisch den gefühlsmässigen ‚Schutt‘ von anderen auf, und zieht Menschen mit emotionalen Problemen geradezu ‚magisch‘ an. Da sie sich immer verantwortlich fühlt, nimmt sie das emotionale Wirrwarr von anderen in sich auf, hat aber noch keinen Weg gefunden, dieses bei sich selbst wieder abzubauen oder aber auf eine heilsame Art für sich zu integrieren, was dann früher oder später zur völligen Erschöpfung führt, oder aber auch dazu, dass die Person mit der Sonneneklipse in Krebs sich von ihren eigenen Emotionen vollkommen abschneidet, und damit auch von denen ihrer Mitmenschen, weil sie die Last nicht mehr er-tragen kann.
In der entwickelten Stufe ist der Mensch mit diesem Eklipsen Muster dazu in der Lage zu erkennen, wann es angebracht ist, jemandem seine Last abzunehmen, und in welchen Situationen der andere sein emotionales Chaos selbst bearbeiten muss, um seinerseits als Mensch und als Seele wachsen zu können.
Wonach klingt dieses Muster?
Das Zeichen Krebs ist im Schoss des Zodiaks angesiedelt, und findet dort seinen Platz als universales ‚Becken‘. Der Krebs ist das Zeichen der Empfänglichkeit und wird vom Mond beherrscht. Es ist also das Zeichen der leiblichen Mutter.
So wie eine ‚gute‘ Mutter lernen muss, sich zwar offen und empfänglich für ihre Familienmitglieder zu halten, ihnen ‚emotionale Dienste‘ zu erweisen indem sie für sie deren Belastungen abnimmt und auflöst, und für die es keine ‚höhere Instanz‘ gibt, an die sie wiederum ihren ‚Schutt‘ so einfach abladen kann, so muss auch ein Mensch mit diesem Eklipsen Muster lernen sich zwar um seine Mitmenschen zu sorgen, und ihnen zur Seite zu stehen, sich aber dennoch seine emotionale Freiheit und Unversehrtheit zu bewahren, denn sonst kann weder eine Mutter ihre ‚Dienste‘ auf Dauer erfolgreich ausführen, ebenso wenig wie Menschen mit der Sonneneklipse in Krebs. Beide können auf den Schutz des ‚Universums’ vertrauen, dass wenn sie den rechten Umgang mit ihren eigenen und den Gefühlen anderer meistern, die Negativität und der ‚Schmutz‘ der Emotionen durch sie hindurchfliesst, und sie dennoch den Zugang zur Quelle behalten.
Was bedeutet der Lerninhalt dieser Finsternis also im mundanen Sinne?
Wir haben mit dieser Zeitqualität nun die Chance tief hinab in das Meer unserer Gefühle zu tauchen, und nach verborgenen Schutt, aber auch nach noch nicht gehobenen Schätzen zu suchen, diese an die Oberfläche zu holen, und Licht auf die Schatten der ‚Unterwelt‘ zu werfen. Dabei wird sich manches Sandkorn als Perle erweisen, und manche Perle wird als Luftblase zum Platzen gebracht. Das bedeutet wir können uns im Juli 2011 emotional reinigen und baden.
Besonders stark trifft dies auf Menschen zu, die von diesem Eklipsen Muster persönlich berührt werden, indem der Neumond auf 9° Krebs Aspekte zu deren Radix-Planeten im Geburtshoroskop bildet.
Des Weiteren ist diese Eklipse besonders wirksam für Menschen die im September und November 1944 geboren wurden, Ende Mai bis Mitte Juni 1945 oder aber auch für die im Juli 1974 Geborenen.
Hier wird der Radix-Saturn dieser Personen durch die Eklipse in Krebs aktiviert, wodurch familiäre, emotionale und ‚Vaterlands‘-Verpflichtungen allgemein einer genauen Prüfung unterzogen werden, und man wird in manchen Fällen feststellen, was in diesen Bereichen versäumt wurde, oder aber wofür man jetzt eine ‚Entlohnung‘ erwarten kann.
Interessanterweise fand der zweite Weltkrieg in Europa im Mai 1945 sein Ende als die deutsche Wehrmacht offiziell kapitulierte.
Schon während der Schlacht zwischen den Lydianern und den Mileten am 28. Mai 585 vor Christus ereignete sich eine von Thales prophezeite Sonnenfinsternis. Die Soldaten erschraken so sehr als sich über dem Schlachtfeld der Himmel und die Sonne plötzlich verdunkelten, dass sie ihre Waffen streckten und Frieden schlossen, denn sie deuteten dies als ein Zeichen der Götter.
Das Krebszeichen sowie sein Herrscherplanet Mond streben in höchstem Masse nach Harmonie und Frieden.
Wie zu Zeiten Echnatons und Nofretetes leben wir in einer Gesellschaft, die zwar die Sonne anbetet, aber den Mond missachtet.
Das äussert sich darin, dass die Sonnenqualitäten wie Lebens-Kraft, Glanz, Prunk‚ Macht, Ego, Selbstzentriertheit hochgehalten und angestrebt werden, aber die Mondqualitäten wie Resonanzfähigkeit, Empfänglichkeit, Empfindsamkeit, Emotionalität einer andauernden Beherrschung und Unterdrückung bedürfen um relativ unbeschadet in der von uns konstruierten Welt funktionieren zu können. Wir werden geradezu angehalten uns emotional andauernd zu kontrollieren und zu beschneiden, was auf der anderen Seite eine tiefe Sehnsucht nach eben diesen Qualitäten in uns auslöst. Nicht ausgetragene Mondqualitäten, also unterdrückte Gefühle, werden früher oder später ‚vergiften, denn der Mond mag es so gar nicht, wenn er sich übergangen fühlt. Er wird dann in Alkohol oder Drogen ertränkt und sein Vergessen suchen, macht sich in einer ungesunden Über- oder Unterernährung, Fehlgeburten und Schwangerschaftsabbrüchen bemerkbar, oder in quälenden Albträumen, unerklärlichen Ängsten und Phobien.
Eine ganz besondere Herausforderung bietet zu den genannten Punkten der Lerninhalt der Eklipse, die den Juli 2011 einleitet, denn die Finsternis in Krebs steht im Brennpunkt des T-Quadrats von Saturn in Waage in Opposition zu Lilith in Widder, wodurch sozusagen eine Art ‚Teufelspakt‘ (Lilith-Saturn) von denjenigen geschlossen wird, die ihre seelischen, körperlichen und emotionalen Bedürfnisse (Mondeklipse in Krebs) dauerhaft ‚kastrieren‘ (Lilith). Wer sich unter diesem Einfluss entschliesst sich dem Ruf seiner Gefühle zu verweigern, wird sie schlimmstenfalls für die nächsten 18 Jahre weiterhin 'unter Verschluss' halten müssen, bis zur nächsten Eklipse dieser Art.
Menschen die in der Zeit von September bis November 1950 oder Juni bis Juli 1951, und März 1952 geboren wurden, können diese Zeitqualität durch die Aktivierung ihres Radix-Uranus für emotionale und häusliche ‚Reformen‘ nutzen, z.B. indem sie ihr Haus renovieren, umziehen, auswandern, einen radikalen Kurswechsel im Berufs- oder Familienleben vollziehen, falls sie bedingt durch die bisherigen Verhältnisse ihre Mondqualitäten nicht befriedigend leben konnten.
Für uns alle besteht mit dieser Zeitqualität die Chance im wahrsten Sinne ‚Dampf abzulassen‘, und uns emotional, körperlich und seelisch zu reinigen und zu heilen.
Nutzen wir doch das ‚Fenster‘, das sich während dieser Finsternis zum Kosmos öffnet, um unseren Schmerz loszulassen und zu transzendieren, und um die heilenden Energien in uns aufzunehmen.
Viele liebe Grüsse unter den Sternen *
Ailen Roc *
© TIPHARETH, Ailen Roc
Montag, 20. Juni 2011
Wenn der Drache den Mond verschluckt - Mondfinsternis am 15. Juni 2011
„Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen;
und auf Erden wird den Leuten bange sein, und sie werden zagen,
und das Meer und die Wassermengen werden brausen,
und Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge,
die kommen sollen auf Erden; denn auch der Himmel Kräfte werden sich bewegen.
Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in der Wolke
mit großer Kraft und Herrlichkeit.
Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, so sehet auf und erhebet eure Häupter,
darum daß sich eure Erlösung naht.“
(Lukas 25-28)
und auf Erden wird den Leuten bange sein, und sie werden zagen,
und das Meer und die Wassermengen werden brausen,
und Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge,
die kommen sollen auf Erden; denn auch der Himmel Kräfte werden sich bewegen.
Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in der Wolke
mit großer Kraft und Herrlichkeit.
Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, so sehet auf und erhebet eure Häupter,
darum daß sich eure Erlösung naht.“
(Lukas 25-28)
Unheilvolle Ankündigungen überschatten die erste Mondfinsternis am 15.06.2011 in diesem Jahr, die uns durch die Juninacht begleiten wird.
Das kosmische Schauspiel beginnt um 19:23h Mitteleuropäischer Sommerzeit mit seinem ersten Kontakt, dem Eintritt in den Halbschatten, und wird um 01:02h MESZ am 16. Juni mit seinem 6. Kontakt, bei seinem Austritt aus dem Halbschatten, enden.
Diese totale Finsternis ist mit einer Dauer von ca. 6 Stunden eine der längsten Mondeklipsen in diesem Jahrhundert. Mit einer 101 minütigen totalen Phase, liegt sie nur 7 Minuten unter der maximalen Rekordzeit.
Wahrscheinlich werden wir in Deutschland den astronomischen Berechnungen zur Folge anfangs leider relativ wenig zu sehen bekommen, da der Himmel um 21:22 h MESZ bei Mondaufgang noch zu hell ist, wenn die totale Phase der Eklipse mit dem 3. Kontakt beginnt.
Allerdings haben wir hier gute Chancen sehr eindrucksvolle Bilder der zweiten Hälfte der Eklipse einfangen zu können, vorausgesetzt, dass wir einen klaren Himmel haben.
Der gesamte Verlauf dieser Finsternis, die dem Saroszyklus 130 entstammt, der 1416 begann und 2696 endet, wird in Süd-Ost-Mitteleuropa, Süd-Ost- und Zentral-Afrika, Australien und vielen Teilen von Asien optimal zu beobachten sein.
Aber auch wenn wir eine Finsternis nicht sehen können, sind ihre Energien und Muster unter ihrem Einfluss präsent, ebenso wie wir die Gravitation nicht sehen können, und sie dennoch spüren und von ihr abhängig sind, so wie auch Radiowellen uns beeinflussen, ohne dass wir sie sehen oder sie berühren können.
Die erste Mondfinsternis im Jahr 2011 findet im Tierkreiszeichen Schütze statt. Bei einer Sonnenfinsternis stehen Sonne und Mond immer im gleichen Tierkreiszeichen und im gleichen Sternbild, während bei einer Mondfinsternis diese beiden für uns wichtigsten Himmelskörper in Opposition, also in gegenüberliegenden Zeichen zueinander stehen, in diesem Falle auf der Tierkreiszeichen-Achse Schütze/Zwillinge.
Wir sollten bedenken, dass Tierkreiszeichen und Sternbilder nicht miteinander übereinstimmen. Die Astrologie arbeitet in der Regel mit der sogenannten tropischen Tierkreiseinteilung, in der 12 Zeichen vom Frühlingspunkt ausgehend in jeweils 30 Grad messende Abschnitte unterteilt werden, im Unterschied zu der siderischen Tierkreiseinteilung, welche auf den sichtbaren und astronomisch relevanten Sternbildern beruht.
Grundsätzlich stehen die beiden kosmischen Lichter Sonne und Mond bei einer Finsternis nahe an der Mondknotenachse, die astrologisch anzeigt wo wir herkommen, was wir mitbringen in diese Welt (südlicher Mondknoten/Drachenschwanz), und wo wir hingehen, was wir 'ausschütten' in unserem Leben (nördlicher Mondknoten/Drachenkopf).
Der nördliche Mondknoten befindet sich bei dieser Finsternis im Sternbild Ophiuchus, dem ‚Schlangenträger‘.
Das Sternbild Ophiuchus, das zwischen Skorpion und Schütze liegt, wurde vermehrt seit den 90er Jahren von einigen Astrologen als eventuelles 13. Tierkreiszeichen untersucht.
Der allgemeinen Überlieferung nach stellt der Schlangenträger Ophiuchus Asklepios (lat. Äskulap) den Sohn des Apollon und seiner Geliebten Koronis dar. Von Asklepios leitet sich der schlangenumrankte Äskulapstab ab, der noch heute als Symbol für Heilkunst gilt, und somit wieder eine Verbindung zum Tierkreiszeichen Schütze aufweist, dem Zeichen der Alchimie.
Hier gibt es einige interessante Zusammenhänge, denn diese Eklipse befindet sich astrologisch gesehen auch unweit entfernt vom galaktischen Zentrum was sich auf ca. 27° Schütze befindet, und welches das Massenzentrum unserer Milchstraße ist, und das nächste uns bekannte supermassenreiche Schwarze Loch enthält, was den ‚Endzeittheorien‘, die diese Finsternis begleiten, zusätzlich Stoff gibt.
Bei all der Negativ-Propaganda, die diese auch als ‚Blutmond‘ bezeichnete Finsternis als ein Zeichen des uns bevorstehenden Weltuntergangs mitheranzieht, sollten wir bedenken, dass die Menschen seit jeher Sonne- und Mondfinsternisse mit schrecklichen Geschehnissen bis hin zur Angst vor dem Untergang der Erde in Verbindung brachten.
Im Laufe der Menschheitsgeschichte wurden in sämtlichen Kulturen Sonnen- und Mondfinsternisse als ein Zeichen der Götter angesehen.
Im alten China herrschte die Annahme ein grosser Drache würde bei einer Finsternis den Mond verschlucken, warum die Menschen einer Finsternis mit grosser Angst entgegensahen, und versuchten ihre Götter mit Opfergaben und Ritualen zu besänftigen. Die Chinesen glaubten, der Drachen müsse getötet werden, damit die Welt gerettet werden könne. Trommelrituale und Gesänge begleiteten die Anbetungen, und der Kaiser war von der rechtzeitigen Benachrichtigung der Astrologen abhängig, damit er seine Bogenschützen aussenden konnte, um den Drachen zu töten oder aber wenigstens zu vertreiben.
In der nordischen Mythologie ist es der Wolf Hati (vergleiche Hate: altnordisch für Hass) der den Mond verfolgt. Hati jagt den Mondgott Mani gnadenlos in seinem Wagen über den Sternenhimmel, und treibt so den Mond zu immer mehr Eile und Panik an. Es heisst am Tag des Weltuntergangs (Ragnarök) wird der Wolf den Gejagten einholen, packen und zerfleischen. Der Mondhund Managarm wird den Mond verschlingen, worauf die Blutspritzer die Sonne am Himmel auf immer verdunkeln, was das Ende allen Lebens auf der Erde nach sich zieht.
Ragnarök
Trotz der angstbesetzten Bilder und der astronomisch weiten Entfernung der beiden Himmelskörper bei einer Mondfinsternis, wurde das kosmische Spiel in vielen Kulturen auch als die Vereinigung von Gott und Göttin angesehen, denn Sonne (Mann/Yang) und Mond (Frau/Yin) stehen sich direkt gegenüber, und können so ihre Andersartigkeit aber auch ihre Verbindung miteinander genau erkennen.
In der griechischen Mythologie ist Pandia die Tochter des Zeus (römisch Jupiter) und der Selene (römisch Luna, also Mondin), die Personifizierung des Lichts, deren besondere Schönheit unter den Göttern allgemein bekannt war. Man sagt sie würde leuchtend rot, wenn sie Herrenbesuch (Sonne) bekommt. Rot steht allgemein für Gefahr, Aggressionen, aber auch für Sexualität und Lust. Hoffen wir darauf, dass die Mondin heut Nacht vor Lust 'errötet', und die Gefahren gebannt werden können.
Es heisst die Mondgöttin Gleti des afrikanischen Königreichs Dahomey (heute Benin) wird bei einer Mondfinsternis von ihrem Mann besucht. Der Schatten ihres Mannes soll ihr Gesicht verschleiern. Einigen Eingeborenen zufolge schufen Gleti (Mond) und Lissa (Sonne) den Menschen; das Mond-Kind.
Gatte Lissa (Sonne) und Gattin Gleti (Mond) sind manches Mal unterschiedlicher Meinung, und so kommt es, dass Lissa seinen Lauf unterbricht, Gleti folgt, um sie zu schlagen. Wenn dies geschieht, fällt ein schwarzer Schatten auf Gletis Antlitz (Mond) und verdeckt ihr Licht. Auf diese Weise erklären sich die Eingeborenen die Mondfinsternisse und in solchen Zeiten durcheilen die Eweer die Strassen und versuchen mit lauten Rufen und Trommeln die Sonne zu verscheuchen.
Ganz gleich ob wir eine Finsternis nun positiv oder negativ betrachten wollen: während dieses Ausnahmezustands ist die magnetische Anziehungskraft zwischen Sonne und Mond stark genug um die Schichten die die Erde umgeben kurzzeitig zu öffnen, damit die kosmischen Kräfte, Energien und Informationen empfangen werden können.
Bei einer Finsternis öffnet sich sozusagen ein ‚Fenster‘ zum Kosmos. Es liegt nun an uns wie resonanzfähig und empfänglich wir sind um diese ‚Botschaften‘ in uns aufzunehmen, und es liegt allein bei uns was wir aus ihnen machen.
Das Tierkreiszeichen in dem die Mond Eklipse stattfindet beinhaltet den Stoff, die Themen und Informationen, an denen wir zu arbeiten haben, um unser Seelenwachstum zu fördern.
In diesem Falle will uns das Schütze Zeichen lehren, mit allen Vorurteilen zu brechen, über sie hinauszuwachsen, und die verschiedensten kulturellen, religiösen, philosophischen und spirituellen Strömungen anzuerkennen, und sie in einem grossen Meer zu versammeln und zu vereinigen.
Wir erkennen, dass wir nur durch das Verschmelzen der unterschiedlichen Anteile aller Kulturen die Chance auf wirkliches Wachstum und Expansion haben, und dass die mundane und die individuelle Entwicklung ihre Krönung in der Akzeptanz und der Gleichberechtigung aller Völker, Religionen und Philosophien findet.
Das Schütze Zeichen will uns den roten Faden zeigen, der sich durch alle Kulturen, Religionen und Philosophien zieht. Wenn wir den roten Faden finden, erkennen wir, dass wir vielleicht augenscheinlich anders aussehen, denken und argumentieren, aber letztlich alle auf das gleiche Ziel hinarbeiten. Das Ziel ist eine stetige Entwicklung in immer höhere Sphären.
Ob wir den Gipfel auf spiritueller, geistiger, materieller, emotionaler oder kreativer Ebene erklimmen wollen: der Sinn ist hier immer Erweiterung, Ausdehnung, Erhöhung. Die alchemistische Schlüsselformel Solve et Coagula; lösen und verbinden, unterliegt dem Zeichen Schütze.
Der Schütze ist der Alchimist unter den Sternzeichen! Er fordert uns auf alle Informationen zu sammeln und sie in einen grossen Schmelztiegel zu werfen, um den ‚Stein der Weisen‘; den Klumpen Gold hervorzubringen.
Das Zeichen Schütze ist in seiner entwickelten Form in der Lage den Mikrokosmos und den Makrokosmos zu erkennen und zu verbinden. Er weiss, dass er immer Lehrer und Schüler zugleich ist, egal in welcher Position er sich augenscheinlich grade befindet.
Sein Motto der Toleranz ‚Leben und leben lassen‘ soll uns zeigen, dass wir nur die Chance eines angenehmen Lebens auf dieser Welt haben, wenn wir die Gleichheit und Andersartigkeit im Kleinen wie im Grossen anerkennen und akzeptieren.
Da Pluto in Steinbock einen Spiegelpunkt auf den Finsternis Mond in Schütze, und auf die Sonne in den Zwillingen wirft, ist dies ein guter Zeitpunkt für Transformation und Transzendenz in den genannten Bereichen.
Allerdings nützt uns all der Optimismus und die Toleranz des Schützen nichts, wenn wir 'Sonne, Mond und Sterne' nicht ehren und sie gebührend behandeln. Die auch diese Finsternis betreffenden Weltuntergangstheorien sind hoffentlich mehr als übertrieben, aber wir sollten bedenken, dass die NASA ihre Sicherheitsstufen bereits alle 3 Monate erhöht, aufgrund aussergewöhnlicher Sonneneruptionen. Wir müssen der Tatsache ins Auge blicken, dass wir diesen Planeten ausbeuten und schändigen. Jede/r von uns ist verantwortlich für das was auf dieser Welt passiert.
Ich möchte uns Allen nahelegen zwar nicht in Panik zu verfallen, wie es die 'Urvölker' angesichts einer Finsternis taten, oder wie die Weltuntergangsbeschwörer es derzeit tun, aber dennoch sollten wir den 'blutenden' Mond heute Nacht zum Anlass nehmen, etwas mehr Umsicht und Fürsorge aufzubringen, für die so stark und unverwüstlich erscheinende Erde.
Wir wollen diesen Mond heute Nacht gebührend empfangen und feiern. Der Mond (das ‚Weibliche‘, Emotionen, Gefühlsleben, Resonanz) sehnt sich mehr als jedes andere Planetenprinzip nach der ‚Materialisation‘ seines Innersten und seiner Schwingungen, warum mit ihm auch Rituale in sämtlichen Kulturkreisen verbunden sind.
Deshalb lasst uns tanzen, trommeln, malen, singen, feiern heute Nacht, ob wir nun dem Stamm der Gleti angehören, im alten China leben, oder im modernen New York: die Botschaft des Schützen ist universell wie er selbst: wir sind alle unterschiedlich und doch sind wir Eins.
Wir wollen diesen Mond heute Nacht gebührend empfangen und feiern. Der Mond (das ‚Weibliche‘, Emotionen, Gefühlsleben, Resonanz) sehnt sich mehr als jedes andere Planetenprinzip nach der ‚Materialisation‘ seines Innersten und seiner Schwingungen, warum mit ihm auch Rituale in sämtlichen Kulturkreisen verbunden sind.
Deshalb lasst uns tanzen, trommeln, malen, singen, feiern heute Nacht, ob wir nun dem Stamm der Gleti angehören, im alten China leben, oder im modernen New York: die Botschaft des Schützen ist universell wie er selbst: wir sind alle unterschiedlich und doch sind wir Eins.
Viele liebe Grüsse unter den Sternen *
Ailen Roc *
© TIPHARETH, Ailen Roc
Dienstag, 25. Januar 2011
JUNO UND JUPITER - DAS GÖTTLICHE EHEPAAR
JUNO - DIE GÖTTLICHE GEMAHLIN
Seit der letzten Novemberwoche 2010 befindet sich unser göttliches Ehepaar Juno und Jupiter nun im 'Zwist' und kann durch seine Differenzen manch Liebenden auch am Tage den Horizont verdunkeln.
Das 'Götterpaar' steht nach wie vor in Opposition zueinander, die sich noch bis zur ersten Februarwoche 2011 hält, da Jupiter sich derzeit auf seinem Übergang ins Zeichen Widder befindet, welches das Spiegelpunktzeichen der Jungfrau ist, und in welchem seine Gattin Juno sich durch ihre Rückläufigkeit noch bis zum 28.07.2011 befindet.
Seit 1999 wird Jupiter/Zeus, der 'Gott der Götter', das erste Mal wieder einen neuen zodiakalen Zyklus beginnen.
Der Eintritt Jupiters in das erste Tierkreiszeichen Widder am 7. Juni 2010 wurde durch seine lange Rückläufigkeitsphase ab Ende Juli 2010 vorerst 'vereitelt'. Der 'grosse Wohltäter' wurde am 23.07.2010 rückläufig, und erreicht am 09.02.2011 die Position, auf der er im Juli 2010 von der Erde aus betrachtet rückläufig wurde.
Dadurch, dass er in den ersten Graden im Widder durch einen Spiegelpunkt weiterhin eine Opposition zu seiner Göttergattin Juno/Hera in Jungfrau hält, löst sich dieser Aspekt Anfang Februar 2011 vorerst auf.
Der dynamische Oppositionsaspekt findet in den Zeichen Jungfrau und Fische auf der Existenz-/Arbeits- und Traum-/Transzendenzachse VI/XII statt, wobei Jupiter am 22.01.2011 in den Widder eintritt, und sich die Opposition dann durch einen Spiegelpunkt in den Zeichen VI Jungfrau und I Widder abspielt.
Durch die langanhaltende Rückläufigkeit Jupiters in den Fischen und dem damit einhergehenden Langsamstart in seine direkte Bewegung, haben wir es mit einer sehr langen Phase der Opposition des 'kosmischen Ehepaares 'zu tun.
Dadurch, dass Jupiters heissgeliebte und manches Mal auch kalt gehasste Gattin Juno am 19.01.2011 in den hintersten Winkeln des Zeichens Jungfrau, unter Jupiters fast stillstehender Position in den Endgraden der Fische, rückläufig wurde, ganz knapp bevor sie in ihr Herrscherzeichen Waage - dem Zeichen der Ehe und Partnerschaften und der Verträge und Abkommen in diesen Bereichen - eintreten konnte, hält sich die Opposition von dem 'Vorzeigepaar' des Olymp aussergewöhnlich lange.
Eine Opposition dieser beiden Götter und Horoskopfaktoren in den Zeichen Jungfrau und Fische hatten wir das letzte Mal 1962-1963. Dies war eine wichtige und entscheidende Zeit in der Geschichte der Emanzipation der Frau von ihrer 'Juno-Rolle'; der Rolle der treuen, liebenden und fürsorglichen Ehefrau und Mutter, die in ihrer Rolle immer perfekt funktioniert (Juno in Jungfrau) ungeachtet der tatsächlichen inneren und äusseren Vorgänge, und die madonnengleich (Jungfrau) ihrem Gatten jeden Fehltritt und jedes Fehlverhalten verzeiht, weil sie ihn als eine Art 'unmündiges Wesen' akzeptiert, dem man alle Freiheiten und Nebulositäten einräumen muss, weil er innerlich viel zu 'zerbrechlich' ist, als dass man ihn ernsthaft mit der Realität konfrontieren könnte (Jupiter in Fische).
Obwohl sich diese Beschreibung für meine Begriffe nicht zeitgemäss anhört, lese ich derartige Ansichten von Beziehungsmustern zwischen Mann und Frau immer wieder in den unterschiedlichsten Frauenzeitschriften, und neuerdings melden sich in diesem Tenor auch immer mehr Männer zu Wort, die Frauen praktisch dazu auffordern, die hier beschriebene Beziehungsdynamik zu akzeptieren.
Frauen wird in diversen Medien immer wieder angeraten ihre Männer nicht zu ernst zu nehmen, sie nicht zu hinterfragen, aber sie dennoch komplett zu durchschauen und dementsprechend zu manipulieren.
Nach Ansicht vieler Verfasser/innen dieser Medien sollte die Frau ihren Mann eher als eine Art Kind, was nicht erwachsen werden will, annehmen. Den Schreibern und Lesern von Frauenzeitschriften müsste dieser derzeitige Aspekt von Juno und Jupiter in Jungfrau und Fische also sehr bekannt vorkommen.
Juno (griechisch Hera) ist die Göttin der Frauen. Sie herrscht über Schwangerschaften und Geburten, Heirat und Ehe. Jeder Frau wurde von den alten Römern eine eigene Juno zugesprochen, so wie jeder Mann seinen eigenen Genius besass.
In ihrem Aspekt als Ehegöttin trägt sie den Namen Juno Pronuba. Als Geburtsgöttin wird sie auch noch heute als Juno Lucina von schwangeren Frauenschwarm Männerschwarm verehrt.
Unter dem Namen Juno Moneta herrscht sie über Geld und Finanzen. Der bedeutsamste Kult jedoch gilt der Juno Regina, die als Staatsgottheit im kapitolinischen Tempel verehrt wurde.
Der Monat Juni, wie auch der erste Tag eines jeden Monats stehen unter ihrer Schirmherrschaft.
Auch wenn die Frauenrolle in der Gesellschaft und im Beziehungsbereich seit Anfang der 60er Jahre einige Veränderungen durchlebt hat, ist die mehr oder weniger 'sado-masochistische' Dynamik zwischen dem Götterpaar Juno und Jupiter innerhalb von Partnerschaften, im gesellschaftlichen und beruflichen Kontext in symbolischer Form nach wie vor für einen Grossteil der Frauen aktuell, wenn auch meist um Einiges subtiler und weniger offensichtlich, als es Anfang der 60er Jahre der Fall war.
Noch heute fühlen sich viele Frauen verpflichtet in ihrer 'Juno-Rolle' perfekt funktionieren zu müssen. Sie müssen heutzutage im Grunde noch mehr leisten, als in den Vorzeiten der Emanzipation, denn nun wird von einer 'starken Frau' erwartet, dass sie in der Ehe, als Geliebte, als Mutter und als Arbeitskraft 'perfekt' funktioniert (Juno in Jungfrau), und dabei immer gutgelaunt, sexy gestylt und fürsorglich liebend ist (Juno in Waage in ihrem Herrscherzeichen).
Natürlich gibt es je nach Horoskopbesetzung auch den umgekehrten Fall, dass die Juno des Mannes stärker in Erscheinung tritt, und der Jupiter der Frau in ihrem Horoskop vorherrschend ist, so dass die Rollen vertauscht erlebt werden können, die Dynamik an sich bleibt jedoch bestehen.
Im Licht des Vollmonds am 19.01.2011, als Juno rückläufig wurde, bildete die Opposition von Juno und Jupiter ein harmonisierendes Sextil/Trigon zu Sonne und Mond auf der Achse IV/X; der Achse die Mutter und Vater, Herkunft und Lebensziel, Gefühl und Vernunft, emotionale Basis und berufliche Verwirklichung symbolisiert.
Das 'Sternenpaar' befand sich aber ausserdem in einem grossen Kreuz zum aufsteigenden und zum absteigendem Mondknoten ebenfalls auf der Achse IV/X Krebs/Steinbock, welches einen starken Spannungsaspekt symbolisiert.
Bei Juno in Jungfrau geht es um Perfektionismus in Beziehungsfragen- und Angelegenheiten, um die andauernde Analyse des Partners und der Beziehung in alltäglichen Situationen, so dass das Thema 'Beziehungsarbeit' hier seinen Sitz hat.
Die Beziehungen einer Juno im VI. Haus/Jungfrau gleichen tatsächlich einer Arbeit, so dass sie für die Freuden, Phantasien und Extravaganzen ihres Ehemannes Jupiter im Oppositionszeichen Fische, meist wenig Verständnis aufbringen kann, und er sie wiederum für zu akribisch und pedantisch halten kann, was ihre Genauigkeit und Präzission betrifft.
Da das Gerüst eines Horoskops aus 6 Achsen besteht, und in 12 Häusern unterteilt wird, finden wir den soganannten Polaritätspunkt eines Horoskopfaktors genau in seinem gegenüberliegenden, komplimentärem Oppositionszeichen, was bedeutet, dass die Jungfrau-Juno in ihrem Fische-Jupiter ihr passendes Pendant finden kann, welches ihr zur Heilung; zum Ganzwerden und zur Verwirklichung verhilft, wenn sie lernt die komplementären Anteile ihres Gegenübers in sich selbst zu entwickeln, und ihr Fische-Jupiter-Mann umgekehrt von ihr lernt, dass dauerhafte und funktionierende Beziehungen auch einen gewissen Arbeitsaufwand beinhalten, und teilweise auf einer 'emotionalen Routine' (Jungfrau/VI. Haus) basieren.
Die Besetzung von Juno in der Jungfrau, die wie jeder persönliche, weibliche Horoskopfaktor im Zeichen Jungfrau auch als die 'Hexen-Juno' bezeichnet wird, denn sie analysiert ihren Fische-Jupiter-Mann bis ins kleinste Detail, erkennt so das ihm 'Fehlende' und gibt ihrem Mann genau das, was er braucht um am meisten zu wachsen, wird vom Partner meist geliebt und gefürchtet zugleich, denn sie übersieht kaum einen 'Fehler' und ist äussert beharrlich in ihrer Genauigkeit.
Juno, die göttliche Gattin, war neben Venus/Aphrodite die einzige offiziell verheiratete Frau im ganzen Olymp. Im Gegensatz zu Venus/Aphrodite, die sich genüsslich hingebend mit ihren zahlreichen Liebhabern vergnügte, während ihr hinkender Gatte Hephaistos, der Gott des Feuers und der Schmiedekunst, sich grämte und sehr unter ihrer Treulosigkeit litt, war Juno die einzige Göttin im Olymp, die ihre Rolle als Ehefrau annahm, und sich dem Eheversprechen ihrem Gatten Jupiter/Zeus gegenüber verpflichtet fühlte.
Junos vorbildliches Verhalten der treuen Ehefrau, Mutter und Geliebten des Gott der Götter Jupiter (bei den alten Griechen Zeus) verlieh ihr bei ihrem Volk und Mitgöttern zwar einen aussergewöhnlichen Status und ein hohes Ansehen, aber mit ihrem Gatten Juiter/Zeus befand sie sich während der gemeinsamen Ehe immer wieder im Streit was das Thema Monogamie betraf.
Jupiter/Zeus hatte schon lange ein Auge auf seine Schwester Juno/Hera geworfen. Diese aber hatte weing Verständnis für Jupiters/Zeus' wilden und ausschweifenden Lebensstil und seine sexuellen Eskapaden, ausserdem wusste sie, dass deren Mutter Rhea eine Vermählung ihres geliebten Sohnes nicht billigte.
Eines Tages ging Juno/Hera in den Wäldern Argos allein spazieren, wobei Jupiter/Zeus sie zu seiner Freude erspähte. Er verwandelte sich in einen Kuckuck, der als Symbol für Fruchtbarkeit und Potenz von den alten Griechen verehrt wurde, und entzündete mit seiner Zauberkraft ein mächtiges Gewitter. Juno/Hera suchte Schutz vor dem Unwetter unter einem Baum. Diesen Moment nutzte Jupiter/Zeus, und liess sich frierend und zitternd in Gestalt des Kuckucks auf ihrem Schoss nieder. Wie er es sich erhoffte, erbarmte sich Juno/Hera des vermeintlich hilflosen Geschöpfes, hielt ihn an ihre Brust, und spendete ihm Wärme mit ihrem Umhang. Jupiter/Zeus nahm nun wieder seine wahre Gestalt an, und versuchte Juno/Hera zu 'überwältigen'. Um dieser 'Schande' zu entgehen, musste Jupiter/Zeus ihr versprechen sie zu seiner Gemahlin zu nehmen.
Die Vermählung der beiden Liebenden fand auf der Insel Samos statt. Das Götterpaar tauschte sehr viel Liebe und Zärtlichkeiten aus. Ihre Hochzeitsnacht soll 300 Jahre angedauert haben. Vielleicht war das die Zeit, die von den Hellenen benötigt wurde, um dem Volke Heras Monogamie aufzuzwingen.
Beide zogen nach Beendigung ihrer Hochzeitsnacht in den Olymp zurück, wo Jupiter/Zeus mit Juno/Hera seinen Thron mit ihr teilte, und sie so, neben Venus/Aphrodite, zur mächtigsten Frau im Olymp machte.
Trotz etlicher Liebesbeteuerungen und Äusserungen seiner Leidenschaft für Juno/Hera, die nach seinen Erklärungen auf allen Ebenen die 'beste Frau' war, die er finden konnte, kehrte Jupiter/Zeus bald nach der gemeinsamen Heimreise in den Olymp in seine voreheliche Lebensweise der Promiskuität zurück, was bei Juno/Hera blankes Entsetzen auslöste.
Obwohl Jupiter/Zeus sich bei seiner Gemahlin für viele Entscheidungen ihren Rat einholte, vertraute er ihr dennoch nie ganz, da sie ihm so anders erschien, als all seine zahlreichen Geliebten, und er das Gefühl hatte, sie nicht in dem Masse beeindrucken und für sich einnehmen zu können, wie er es bei anderen Frauen gewohnt war. In einem seiner legendären Wutanfälle soll er einen seiner berüchtigten Donnerkeile nach Juno/Hera geschleudert haben, die daraufhin mal wieder vor ihm floh, wie sie es so oft in der Zeit der Ehe mit ihm tun sollte.
Diese Phasen des Rückzugs aus der bestehenden Beziehung um neue Kräfte zu sammeln sind grade bei einer Juno in Jungfrau besonders prägnant, haften der Juno-Jupiter-Thematik aber allgemein an.
Um sich für seine Untreue und seine Überheblichkeiten an ihm zu rächen, fesselte Juno/Hera ihren Gemahl mit Hilfe von Apollon und Athene nach einer heissen Liebensnacht mit Lederriemen ans eheliche Bett, und setzte ihn so den anderen Göttern zum Spott aus, die ihn in dieser erniedrigenden Position verlachten und verhöhnten, was mythologisch und psychologisch die Angst vor der, oder die tatsächliche sexuelle Abhängigkeit des Mannes von seiner Frau symbolisiert.
Der hundertarmige Briareus befreite Jupiter/Zeus schliesslich aus seiner misslichen Lage, woraufhin er wutentbrannt über diese Erniedrigung Juno/Hera mit goldenen Fesseln um die Handgelenke an den Himmel kettete, und ihr zentnerschwere Ambosse an die Fussgelenke hängte.
Die sado-masochistischen Machtspiele zwischen Jupiter/Zeus und seiner Gemahlin Juno/Hera prägten deren gesamte Ehe, und sind in der astrologischen Konstellation von Juno in Jungfrau, im Skorpion oder im Widder besonders häufig anzufinden.
Zwar spielen die hier genannten Konflikte sich meist weniger dramatisch in durchschnittlichen Liebesbeziehungen ab, wohl aber sind die archetypischen Bilder oft ähnlich, von denen die Mythologie geprägt ist, wenn wir uns unseren Ängsten und unseren Ohnmachtsgefühlen im Beziehungsbereich ausgeliefert fühlen.
Je nachdem wie Jupiter und Juno im persönlichen, im partnerschaftlichen, und im mundanen Horoskop positioniert und aspektiert sind, erleben wir diese Dynamiken in uns selbst oder in unseren Beziehungen mehr oder weniger extrem.
Der Konflikt des 'göttlichen Paares' im aktuellen Fall von Juno in der Jungfrau und Jupiter in den Fischen entsteht durch übertriebene bis pedantische und eingefahrene Rollenmuster (Juno in Jungfrau), andauerndem Streben nach Perfektion, Ernsthaftigkeit und nach einer gewissen Routine im Beziehungsbereich einerseits, und einem extremen Anspruch an das Romantische und Ideale, äusserster Exzentrik, und einem Hang zur Berauschung und Wirklichkeitsflucht (Jupiter in Fische) andererseits.
Diese Aspekte können innerhalb von Beziehungen in dieser Art von Konflikt erlebt werden, oder aber - je nach dem persönlichem Horoskop - innerhalb der eigenen Person, wenn man sich mit sich selbst im Zwiespalt zwischen den genannten Gegensätzen von den 'perfekten' Bedingungen der Jungfrau und den romantischen Idealen der Fische befindet.
Beide wollen aber letztlich das Gleiche: sie wollen etwas Unerreichbares und nicht zu Verwirklichendes in ihrem Liebesleben erreichen.
Die schlechte Nachricht ist, dass der absolute Anspruch von Juno in Jungfrau und auch der von Jupiter in den Fischen zum Scheitern verurteilt ist.
Die gute Nachricht ist, dass wir unter diesem Aspekt erkennen können, dass wir eigentlich alle das Gleiche wollen: jeder von uns will ein erfüllendes Liebesleben.
Wir sollten verstehen, dass wir uns alle mit einer anderen Herangehensweise und einem anderen Anspruch in unserem Liebesleben ausdrücken.
Wenn die Juno in Jungfrau ihren Polaritätspunkt in den Fischen erfolgreich integrieren kann, wofür sie durch Junos Rückläufigkeit bis Ende Juli 2011 in diesem Jahr besonders viel Zeit hat, dann erkennt sie durch die Herrschaft Neptuns über das Zeichen, dass man sich zur Wunscherfüllung nicht andauernd mit 'Kleinigkeiten' und 'Nebensächlichkeiten' aufhalten soll, denn für Neptun zählt erstmal nur der Wunsch und das Ziel.
Wenn wir unter Neptuns Einfluss unser Ziel erreichen wollen, müssen wir das ähnlich angehen als wenn wir auf einem schmalen Brett über eine steil absteigende Kluft balancieren wollen: wir dürfen nicht zurück, herunter oder zur Seite schauen.
Wir dürfen nur nach vorne sehen, wenn wir das schmale Brett heil überqueren, und unser Ziel erfolgreich erreichen wollen.
Mit vielen lieben Grüssen unter den Sternen *
Ailen Roc *
Montag, 6. Dezember 2010
Uranus - Der disziplinierte Wilde
Uranus wird am 06.12.2010, 02:50h Ortszeit Berlin zum Nikolaus direkt.

Uranus - Der disziplinierte Wilde
Uranus wurde am 05.07.2010 von der Erde aus gesehen auf 00°35' Widder rückläufig, noch kurz bevor er seinen neuen ca. 84 Jahre dauernden Zyklus durch den Zodiak beginnen konnte.
Uranus wird nun von seiner fünfmonatigen introspektiven Rückläufigkeitsphase in der Nikolausnacht 2010 'befreit'; er wird auf 26°40' Fische 'direkt', wo er sich das letzte Mal im März 2010 aufhielt.
Der Planet der Freiheit und Intuition befindet sich seit Monaten in Konjunktion mit unserem 'grossen Glücksbringer' und 'Schiksalsplaneten' Jupiter.
1927 trat Uranus das letzte Mal interessanterweise auch in Konjunktion mit Jupiter in das Zeichen Widder ein.
Wir können gespannt sein, welche Verbindungen die Endzwanziger zur zweiten Dekade des zweiten Jahrtausends aufweisen.
Uranus symbolisiert in der Astrologie den Raum; den Welt-Raum, den Frei-Raum, und auch den individuellen, inneren Raum eines jeden Einzelnen. Analog zum inneren Raum auch das Milieu, die Freunde und Mitmenschen; das persönliche Umfeld, was wiederum den Erfahrungshorizont des Einzelnen prägt.
Der Weltraum ist in der menschlichen Betrachtungsweise weit, offen und grenzenlos.
Er ist Alles und Nichts.
Astrologisch betrachtet sollte dieser Raum in uns selbst ebenso frei und grenzenlos sein, wie es der Weltraum für uns ist.
Je mehr wir uns über unseren eigenen Raum bewusst sind; also auch über unseren Orbit; unserem Wirkungsfeld, desto eher können wir diesen auch in unserem Gegenüber erkennen und ein-schätzen.
Uranus, im heliozentrischen System der Herrscher des Tierkreiszeichens Wassermann, liebt zwar Scherze und Schabernack, und treibt diese auch oft bis zum Äussersten, aber bei diesem Prinzip ist zu beachten, dass das Tierkreiszeichen Wassermann in der 'alten' Astrologie von unserem erfahrenen Meister der Authoritäten und Strukturen Saturn beherrscht wurde, der sich die Herrschaft über das Zeichen Wassermann nach wie vor mit Uranus teilt.
Uranus ist der erste Planet, der 1781 mit der damals revolutionierenden Erfindung des Teleskops von F.W. Herschel entdeckt wurde. Die Tatsache, dass er der erste Planet ist, der mit einem technischen Hilfsmittel entdeckt wurde, korrespondiert auch mit seiner Symbolik in der Astrologie als der Herr über Technik, Fortschritt, Medizin und Wissenschaften allgemein. Bereiche, die dem Fortschritt dienen und uns helfen sollen uns weiterzuentwickeln, mehr Freiheit und mehr Lebensqualität zu erhalten.
Das Uranus-Wassermann-Prinzip symbolisiert astrologisch auch die Individualität eines Menschen, und wer sich seiner eigenen Individualität und Einzigartigekeit bewusst ist, kann auf Vergleich, Wettbewerb und Konkurrenz verzichten.
In jedem von uns gibt es eine stille Sehnsucht oder auch lauten Schrei nach Individualität, und nach diesem eigenen Frei-Raum den Uranus, bzw. die Besetzung des Zeichens Wassermann im Horoskop anzeigt.
Wir alle sehnen uns nach der Freiheit, Leichtigkeit und der kindlichen Unschuld; dem ewigen Jungbrunnen, den Uranus symbolisiert.
Im Tarot ist Uranus die Karte 0; die Karte ohne Zahl, die einzige Karte, die weder am Anfang, noch am Ende steht und keine Position hat: Uranus ist der Narr.
Der Narr entspricht dem grünen Frühlingsgott, Dionysus, Bacchus, Priapus.
Er ist der schöpferische Impuls, der unserer Intuition entspringt.
Uranus ist auch mit der Karte XVI Der Turm verwandt. Dem blitzartigen Einschlag, Zusammenstoss, Auseinanderbersten, dem Sturz, Putsch, Unfall, dem Fall des Turms der Macht; der Turmfall von Babel; er ist der Zerstörer von überholten und erstarrten Strukturen, die sich der persönlichen und der mundanen Entwicklung widersetzen und entgegenstellen.
Das von Uranus beherrschte Zeichen Wassermann entspricht im der Karte Tarot. Diese Karte symbolisiert recht anschaulich die Wassermannqualitäten der , der , der und dem Erden von Träumen und Visionen. Die Frau auf der Karte vor dem endlosen Hintergrund des Nachthimmels ist vollkommen nackt, was ihre Authentizität und das Freiheitsbedürfnis des Zeichens Wassermann symbolisiert.
Nun hat nicht jeder von uns die Gabe, die Zeit oder auch die Musse sich mit der Weite, Vielfalt und Grenzenlosigkeit des Weltraums zu beschäftigen, und dadurch eine Möglichkeit für sich zu finden um zu erkennen, dass der innere Raum ebenso offen, weit und grenzenlos ist, bzw. sein kann, wie es der Weltraum für uns ist, wenn man das luftige Uranus-Prinzip erfolgreich integriert hat.
Im Horoskop durch Spannungsaspekte angezeigte Uranus-Verletzungen deuten auf einen unerlösten und (bisher) unbefriedigten Freiheitsdrang hin, was oft durch 'harte' Saturn-Aspekte in oder zu den fixen Zeichen wie Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann angezeigt wird, oder auch durch ungelebte Wassermann-Qualitäten allgemein.
Kastration des Uranos durch Saturn von Giorgio Vasari
Als Uranus im Somer 2010 rückläufig wurde, haben wir durch das kardinale Quadrat zu Pluto in Steinbock, und der dann folgenden Opposition von Saturn zu Uranus eine besonders schwierige Konstellation präsentiert bekommen.
Da Uranus auch die Beziehung zu unserem inneren Kind symbolisiert und die Verwirklichung der Wünsche und Bedürfnisse desselbigen, treffen wir entweder auf die 'unerzogene Göre', den 'pendantischen Exzentriker' oder den 'Luftikus' bei einem Charakter, der das Uranus-Wassermann-Prinzip bisher nicht integrieren und verwirklichen konnte.
Für diejenigen, die ihrem persönlichen Freiheitsdrang und ihren Sehnsüchten, die auch durch das Zeichen Wassermann repräsentiert werden, noch nicht gerecht werden konnten, bedeutet der rückläufige Uranus eine grosse Chance sich darüber bewusst zu werden in welchen Bereichen man freier, spontaner, offener und authentischer sein will, und was man tun will um seine Träume zu realisieren.
Da der Nebenherrscher des Zeichens Wassermann Saturn, der Herr der Zeit und Form ist, ergibt sich durch die Verbindung der beiden Planeten Saturn und Uranus die Vebindung zwischen Zeit und Raum, Enge und Weite, Erde und Luft; die Horizontale und die Vertikale: das Kreuz.
Das Kreuz ist ein uraltes Symbol, welches in so ziemlich allen Kulturen zu finden ist.
Wenn das bedeutsame Zusammenspiel vom horizontalen und vertikalen Wachstumsprozess verinnerlicht wird, kann das Uranus-Wassermann-Prinzip sich am erfolgreichsten entfalten.
Man kann nicht nur in die Höhe wachsen, und auch nicht nur in die Breite. Uranus-Wassermann hat hohe Ziele und endlose Träume, die er so schnell wie möglich verwirklichen will. Da es ein 'männliches' Symbol ist, vernachlässigt er in seinem Eifer nach den Sternen zu greifen allzuoft dabei den Wert des horizontalen Wachstums; der 'weiblichen' Entwicklung; dem in die Breite und in die Tiefe wachsen.
Bildlich ausgedrückt muss man eine Weile auf der Ebene 'grasen', auf der man grade angekommen ist, bevor man sich auf den Weg zur nächsten Ebene machen kann.
Das Uranus-Wassermann-Prinzip in uns braucht gleichzeitig eine gewisse Stabilität, die laut uranischem Gesetz immer individuell gewählt sein will, in seinem grenzenlosen Freiheitsdrang. Uranus-Wassermann ist in seiner entwickelten Form der disziniplinierte Wilde. Nur wenn er seine Wildheit strukturiert; in Bahnen lenkt, kann er sich, seine Träume und Sehnsüchte kristallisieren und verwirklichen.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass wir in der fünfmonatigen Rückläufigkeitsphase des luftigen Gottes Uranus eine gründliche innere und äussere Überholung und Umstrukturierung vornehmen konnten, die nun, wenn Uranus wieder direkt wird, ihre Wirkung zeigen wird.
Diejenigen, die versuchen sich gegen den Wirbelsturm zu wehren, der Uranus nun in seiner direkten Phase wieder begleiten wird, und sich sträuben sich der Ehrlichkeit, Echtheit und Offenheit, die der 'direkte' Uranus erwartet, zu stellen, wird es wahrscheinlich in den Bereichen zur Eskalation kommen, die zu festgefahren sind und sich totgelaufen haben.
Uranus-Wassermann kann sich nur wirklich lebendig und frei fühlen, wenn er sich mit dem Wind verbindet, aus dem er geboren wurde, und mit seinen tiefen Wurzeln, die der erdige Saturn ihm verleiht, in stetiger Verbindung bleibt.
Uranus hat eine schier grenzenlose Kraft zur Veränderung. Allerdings braucht er einen Richtungsweiser und einen Anker, um sich nicht wahllos mitreissen zu lassen und um nicht das sprichwörtliche 'Blatt im Wind' zu sein, denn seine Aufgabe ist es den Sturm in ihm und um ihn herum zu beherrschen.
Wenn Uranus der Wind ist, dann ist es unsere Aufgabe das Segel zu setzen, wenn Uranus direkt wird, um mit der Kraft seines Windes das Ziel und die Richtung anzusteuern, die unseren tiefsten Visionen entspringt.
Selbst wenn manche Ziele zu hoch gesteckt sein mögen, oder manche Träume sich als Seifenblasen erweisen sollten, bedeutet das für das gelebte Uranus-Wassermann-Potential: Fehlschlag ist aktiv.
Nur wenn man probiert seine Träume zu verwirklichen, ist man am Leben. Und in welcher Form sich der unberrechenbarste aller Planeten auch zeigt: er will lebendig sein und er will strahlen.
Viele liebe Grüsse unter den Sternen *
Ailen Roc *
© TIPHARETH, Ailen Roc
Text ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ausserhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Urhebers unzulässig und wird verfolgt
Text ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ausserhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Urhebers unzulässig und wird verfolgt
Mittwoch, 17. November 2010
Rückläufige Venus im Skorpion - Diese Venus kommt mit einem tiefen Stachel...*))
Am 08.10.2010, um ca. 09h Ortszeit Berlin, wurde Venus, die Herrscherin
der Liebe, der Schönheit und der schönen Künste auf 13°13' im
Tierkreiszeichen Skorpion 'rückläufig'. Die 13 ist nebenbei bemerkt die
Zahl der Venus, und der Skorpion entspricht der 13. Karte im Tarot, die
den Titel 'Der Tod' trägt.
Die Kombination von Liebe (Venus) und Tod (Skorpion) bringt recht anschaulich die Themen der rückläufigen Venus im Skorpion auf den Punkt, die einige von uns im Herbst 2010 stark zu spüren bekommen.
Natürlich werden Planeten nicht wirklich rückläufig; sie laufen nicht rückwärts durch den Tierkreis.
Die hier genannte Rückläufigkeit ist ein astrologisches Phänomen, weil es von der Erde aus gesehen phasenweise so erscheint, als wenn ein Planet stationär wird, also dass er still steht, oder auch als wenn er sich rückwärts bewegt, also astrologisch betrachtet rückläufig wird.
Alle Planeten, ausser der Sonne und dem Mond, werden von der Erde aus gesehen in verschiedenen Zeitabständen immer wieder rückläufig.
Für den astronomischen Beobachter mag dies nicht weniger interessant sein als für den Astrologen.
Insbesondere in der psychologischen, der transpersonalen und der karmischen Astrologie ist die Rückläufigkeit eines Planeten von grosser Wichtigkeit, und wird mit besonderem Interesse untersucht, denn die Rückläufigkeit eines Planeten deutet auf einen 'wunden Punkt' in dem jeweiligen Bereich hin; auf ein Thema was noch mal eingehend bearbeitet werden will.
Ganz besonders richtet ein Astrologe seine Aufmerksamkeit auf die Rückläufigkeit der Venus wenn es sich um Themen wie Liebe, Kunst, Werte, Geld, Besitz, Frauen, um unsere Anima, und um die Beziehungen zum Weiblichen allgemein handelt.
Die Venus zeigt astrologisch an was und wen wir auf welche Weise lieben.
Sie symbolisiert den Einfluss der Mutter und anderer weiblicher Autoritätsfiguren die prägend für uns waren oder es noch immer sind.
Dieses wundervolle Geschöpf hat aber auch seine Schattenseiten...
Dann zeigt Venus ihre epikureische Seite gern im übermässigen Genuss, wenn sie dementsprechend aspektiert ist, auch im Überfluss, in der Verschwendung, im Rausch, in der Verblendung oder auch in der Selbstbeweihräucherung; in einem in-sich-selbst-verliebt-se in, und eventuell auch in einem sich-gehen-lassen.
Egoismus und Narzissmus sind ihr auch nicht fremd.
Da Venus in diesem Jahr das erste Mal seit 2002 im Tierkreiszeichen Skorpion rückläufig wurde und zusätzlich eine Konjunktion zu Mars bildete, dem 'Kriegsgott', mit dem sie mythologisch und astrologisch eine heimliche Liebesaffaire verbindet, können wir davon ausgehen, dass es heiss-kalt hergehen wird in unserem Liebesleben, in unseren Finanzen, in unserem Innersten; in unserem Selbst-Wert; je nachdem welche Facette von uns eine Resonanz in dieser rückläufigen Venus im Skorpion findet.
Da die Venus-Mars-Konstellation im Skorpion am 09.10.2010 zudem noch ein Trigon zur 'dunklen' Lilith* in den Fischen bildet, geht es in dieser Zeitspanne von der ersten Oktoberwoche bis zur letzten Novemberwoche um eine Art der Liebe, wie wir sie von Kitschromanen bis hin zu den berühmtesten Liebestragödien wie 'Romeo und Julia' oder auch aus solchen wie 'Wer hat Angst vor Virgina Woolf?' kennen, fürchten, herbeisehnen oder auch verteufeln.
Bei dieser Konstellation geht es um Begehren, um tiefe, verborgene, verdrängte und vielleicht auch finstere Leidenschaften, um Eifersucht, um Besitzdenken- und Streben, um Macht- und Ohnmacht in Liebesangelegenheiten... vom Melodrama bis hin zur wirklichen Tragödie bietet diese rückläufige Skorpion-Venus alles was das Herz begehrt oder auch befürchtet, falls unsere Venus sich auf dem Parkett der Liebe bewegt.
In anderen Fällen kann sie sich auf ungeklärte und bisher ungelöste Prozesse im Verhältnis zu sich selbst beziehen, also auf das Thema Selbstliebe- und Einschätzung, auf Beziehungen zu/und unter Frauen die unter einer rückläufigen Venus meist mit ungewöhnlichen Schwierigkeiten behaftet sind. Diese Venus.Konstellation kann unsere Finanzen entweder ordentlich beleben, oder aber das Fass hier zum Überlaufen bringen, denn dies ist eine sehr fordernde und nach tiefer Gerechtigkeit strebende Venus.
Im Gegensatz zu der freundlichen Gerechtigkeit, mit der das Zeichen Waage rechnet, ist die Gerechtigkeit des Skorpions von wilder Natur und Instinkthaftigkeit geprägt. Sie fordert das ein, von dem sie glaubt, dass es ihr zusteht. Für diejenigen, die noch 'offene Rechnungen' zu begleichen haben, ist dies die Zeit sich seinen gerechten Lohn abzuholen. Man sollte allerdings äusserst gründlich seinen 'Haushaltsplan' durchgearbeitet haben, bevor man etwaige Forderungen stellt. Sofern diese gerechtfertigt sind, wird man hier als Gewinner hervorgehen.
Da eine rückläufige Venus auch immer etwas mit Selbstdarstellung- und Wahrnehmung,mit unserem Selbstwert und mit Projektionen in diesen Bereichen zu tun hat, trifft sie grade im Skorpion auf unsere persönliche Achillesferse, was uns zum Rachedurst antreiben könnte.
Hiervor sei allerdings gewarnt, denn man darf unter dieser Venus nur das einfordern, was einem auch wirklich zusteht! Der Skorpion sticht und prüft, und das tut er äusserst gründlich. Unter seinem Einfluss überlebt nur was echt ist.
Wer durch die Schattenseiten des Skorpions angestachelt aus Gründen wie übertriebener Konkurrenz, Neid oder unangemessener Eifersucht handeln sollte, wird sich spätestens Ende November 2010 vor einem grossen Scherbenhaufen wiederfinden.
Natürlich betrifft diese Rückläufigkeitsperiode der Venus uns nicht alle gleichermassen.
Zum Einen ist der Transit eines Planeten immer im Vergleich zum eigenen Horoskop, also zur eigenen Person zu beurteilen.
Ausserdem kommt es darauf an wie gut wir gehaushaltet und gesorgt haben in unserem Liebesleben, in unseren Finanzen, in unserem Selbstwert und in unseren Werteinstellungen.
Wer in der Periode vom 05.09.2010 bis zum 18.11.2010 seinen 'Lustgarten'; sein Beet der Liebe, seine Schatztruhe oder auch sein Bankkonto gut geplegt hat, und ordentlich 'Unkraut' gezupft hat, seinen Garten richtig gejätet hat, und genügend neue Samen gesät hat, wird eine dementsprechende Ernte einfahren können. Derjenige darf dann in der Nacht vom 18. zum 19. November einen grossen Wunsch aussprechen, wenn uns der diesjährige Sternschnuppenstrom der Leoniden erreicht, einen Wunsch, der mit grösster Wahrscheinlichkeit sehr bald in Erfüllung gehen wird.
Venus wird nach ihrer sechswöchigen Rückläufigkeitsphase interessanterweise zusammen mit unserem 'Glücks- und Schiksalsboten' Jupiter ausgerechnet in der Nacht des Leonidenstroms wieder direkt, der Nacht der 'grossen Wünsche', wenn Regulus, das 'Löwenherz', im Sternschnuppenhagel berührt wird.
Es ist die Nacht vom 18. zum 19. November 2010, in der Jupiter und Venus im Leonidenstrom direkt werden.
Jupiter ist der Planet der Expansion, der Gewinne oder auch der Verluste, des Karmas und des Schiksalsrades, an dem wir alle mal kräftig drehen und kurbeln durften in den letzten Monaten.
Jupiter wurde im Juli 2010 rückläufig, und wenn dieser Planet rückläufig wird, symbolisiert das astrologisch verschwendete Gaben und Talente, Glücksmomente die man ungenutzt vorüberziehen liess,aber auch die Chance, diese wieder aufzugreifen, oder auch seine Verdienste für Taten einzufordern, die schon einige Zeit 'aus Eis' lagen.
Jupiter, der 'grosse Glücksbringer' und Venus die 'kleine Glücksbringerin' zusammen symbolisieren Liebesglück, und auch Exzesse in dem Bereich, Zuwachs, Eheschliessungen und andere vorteilhafte und gewinnbringende Abschlüsse und Vereinigungen.
Leider werden Venus und Jupiter nur für einige Menschen in einem güstigen Aspekt stehen in diesen Tagen um den 18. und 19. November herum. Und obwohl Venus eine exakte Konjunktion zu Apollon bilden wird, dem Transneptuner, der mythologisch wie astrologisch der Sonnengott, der Herr des Lichts und der Heilung ist, wird es für den Wagenlenker Apollon dieses Mal schwierig werden können die Sonne ins Ziel zu lenken, denn diese wird einen relativ ungünstigen Winkelaspekt zur Venus bilden.
Also nur wer sich weit genug aus dem Fenster lehnt, um nach dem Objekt seiner Begierde zu greifen, wird es für sich gewinnen können, und das auch nur mit Rücksicht auf seine Vorleistungen.
Venus wird sich in dieser Nacht dann bis auf 27°39' Waage 'zurückgegraben' haben, wird viel Schlamm aufgewühlt, viel Staub aufgewirbelt, und einige Seifenblasen zum Platzen gebracht haben.
Das letzte Mal stand Venus in diesem Jahr am 5. September auf der Position, auf die sie am 18.11.2010 zurückkehrt.
Es gilt etwas im Bereich der Liebe, des Geldes und Besitz, im Bereich der Werte, und/oder im Selbstwert aufzuarbeiten, was in der Zeit von der ersten Septemberwoche bis hin zur letzten Novemberwoche 2010 für uns in den jeweiligen Bereichen aktuell war und ist.
Es ist also nicht nur die Zeit der eigentlichen Rückläufigkeit der Venus hier angesprochen, sondern auch die Zeit, zu der sie astrologisch gesehen wieder 'zurückläuft', wobei das Datum dieses Jahr auf den 5. September 2010 fällt.
Der Übergang des kardinalen, immer wieder initiierenden Luft-Zeichens Waage, zum fixen, sturen, und teilweise blockierendem Wasser-Zeichen Skorpion ist als einer der machtvollsten im Tierkreis bekannt.
In diesen Ecken des Tierkreises geht es vom klaren, fairen Verstand, Urteil, Gesetz, Gerechtigkeit und Gleichberechtigung der letzten Grade des Zeichens Waage über in die Schatten-Welten des Skorpion, in seinen ersten Graden von berechnendem Kalkül, einem tiefgrüngig-forschendem, und auch messerscharfen Verstand gekennzeichnet.
Auf der anderen Seite kann der Skorpion auch eine tiefe sinnlich-erotische Beziehung, eine Verhaftung bis hin zur sexuellen und/oder emotionalen 'Besessenheit' symbolisieren.
Die Diskrepanz zwischen der instinkthaften Gerechtigkeit, die dem Gesetz der Natur am eheseten entspricht, und welches die Gerechtigkeit des Skorpions ist, und der 'menschengemachten' Gerechtigkeit des Zeichens Waage, die auf verstandes- und vernuftgeprägten und verhandlungsorientierten Gesetzmässigkeiten aufbaut, wird hier zum Drahtseilakt für diejenigen, die von diesem Transit betroffen sind.
Wir dürfen auf unser 'Urteil', welches dann Ende November 2010 spätestens 'gefällt' wird, und auf unsere Ernte gespannt sein...*))
Viele liebe Grüsse mit den Sternen
Ailen Roc *
Die Kombination von Liebe (Venus) und Tod (Skorpion) bringt recht anschaulich die Themen der rückläufigen Venus im Skorpion auf den Punkt, die einige von uns im Herbst 2010 stark zu spüren bekommen.
Natürlich werden Planeten nicht wirklich rückläufig; sie laufen nicht rückwärts durch den Tierkreis.
Die hier genannte Rückläufigkeit ist ein astrologisches Phänomen, weil es von der Erde aus gesehen phasenweise so erscheint, als wenn ein Planet stationär wird, also dass er still steht, oder auch als wenn er sich rückwärts bewegt, also astrologisch betrachtet rückläufig wird.
Alle Planeten, ausser der Sonne und dem Mond, werden von der Erde aus gesehen in verschiedenen Zeitabständen immer wieder rückläufig.
Für den astronomischen Beobachter mag dies nicht weniger interessant sein als für den Astrologen.
Insbesondere in der psychologischen, der transpersonalen und der karmischen Astrologie ist die Rückläufigkeit eines Planeten von grosser Wichtigkeit, und wird mit besonderem Interesse untersucht, denn die Rückläufigkeit eines Planeten deutet auf einen 'wunden Punkt' in dem jeweiligen Bereich hin; auf ein Thema was noch mal eingehend bearbeitet werden will.
Ganz besonders richtet ein Astrologe seine Aufmerksamkeit auf die Rückläufigkeit der Venus wenn es sich um Themen wie Liebe, Kunst, Werte, Geld, Besitz, Frauen, um unsere Anima, und um die Beziehungen zum Weiblichen allgemein handelt.
Die Venus zeigt astrologisch an was und wen wir auf welche Weise lieben.
Sie symbolisiert den Einfluss der Mutter und anderer weiblicher Autoritätsfiguren die prägend für uns waren oder es noch immer sind.
Dieses wundervolle Geschöpf hat aber auch seine Schattenseiten...
Dann zeigt Venus ihre epikureische Seite gern im übermässigen Genuss, wenn sie dementsprechend aspektiert ist, auch im Überfluss, in der Verschwendung, im Rausch, in der Verblendung oder auch in der Selbstbeweihräucherung; in einem in-sich-selbst-verliebt-se
Egoismus und Narzissmus sind ihr auch nicht fremd.
Da Venus in diesem Jahr das erste Mal seit 2002 im Tierkreiszeichen Skorpion rückläufig wurde und zusätzlich eine Konjunktion zu Mars bildete, dem 'Kriegsgott', mit dem sie mythologisch und astrologisch eine heimliche Liebesaffaire verbindet, können wir davon ausgehen, dass es heiss-kalt hergehen wird in unserem Liebesleben, in unseren Finanzen, in unserem Innersten; in unserem Selbst-Wert; je nachdem welche Facette von uns eine Resonanz in dieser rückläufigen Venus im Skorpion findet.
Da die Venus-Mars-Konstellation im Skorpion am 09.10.2010 zudem noch ein Trigon zur 'dunklen' Lilith* in den Fischen bildet, geht es in dieser Zeitspanne von der ersten Oktoberwoche bis zur letzten Novemberwoche um eine Art der Liebe, wie wir sie von Kitschromanen bis hin zu den berühmtesten Liebestragödien wie 'Romeo und Julia' oder auch aus solchen wie 'Wer hat Angst vor Virgina Woolf?' kennen, fürchten, herbeisehnen oder auch verteufeln.
Bei dieser Konstellation geht es um Begehren, um tiefe, verborgene, verdrängte und vielleicht auch finstere Leidenschaften, um Eifersucht, um Besitzdenken- und Streben, um Macht- und Ohnmacht in Liebesangelegenheiten... vom Melodrama bis hin zur wirklichen Tragödie bietet diese rückläufige Skorpion-Venus alles was das Herz begehrt oder auch befürchtet, falls unsere Venus sich auf dem Parkett der Liebe bewegt.
In anderen Fällen kann sie sich auf ungeklärte und bisher ungelöste Prozesse im Verhältnis zu sich selbst beziehen, also auf das Thema Selbstliebe- und Einschätzung, auf Beziehungen zu/und unter Frauen die unter einer rückläufigen Venus meist mit ungewöhnlichen Schwierigkeiten behaftet sind. Diese Venus.Konstellation kann unsere Finanzen entweder ordentlich beleben, oder aber das Fass hier zum Überlaufen bringen, denn dies ist eine sehr fordernde und nach tiefer Gerechtigkeit strebende Venus.
Im Gegensatz zu der freundlichen Gerechtigkeit, mit der das Zeichen Waage rechnet, ist die Gerechtigkeit des Skorpions von wilder Natur und Instinkthaftigkeit geprägt. Sie fordert das ein, von dem sie glaubt, dass es ihr zusteht. Für diejenigen, die noch 'offene Rechnungen' zu begleichen haben, ist dies die Zeit sich seinen gerechten Lohn abzuholen. Man sollte allerdings äusserst gründlich seinen 'Haushaltsplan' durchgearbeitet haben, bevor man etwaige Forderungen stellt. Sofern diese gerechtfertigt sind, wird man hier als Gewinner hervorgehen.
Da eine rückläufige Venus auch immer etwas mit Selbstdarstellung- und Wahrnehmung,mit unserem Selbstwert und mit Projektionen in diesen Bereichen zu tun hat, trifft sie grade im Skorpion auf unsere persönliche Achillesferse, was uns zum Rachedurst antreiben könnte.
Hiervor sei allerdings gewarnt, denn man darf unter dieser Venus nur das einfordern, was einem auch wirklich zusteht! Der Skorpion sticht und prüft, und das tut er äusserst gründlich. Unter seinem Einfluss überlebt nur was echt ist.
Wer durch die Schattenseiten des Skorpions angestachelt aus Gründen wie übertriebener Konkurrenz, Neid oder unangemessener Eifersucht handeln sollte, wird sich spätestens Ende November 2010 vor einem grossen Scherbenhaufen wiederfinden.
Natürlich betrifft diese Rückläufigkeitsperiode der Venus uns nicht alle gleichermassen.
Zum Einen ist der Transit eines Planeten immer im Vergleich zum eigenen Horoskop, also zur eigenen Person zu beurteilen.
Ausserdem kommt es darauf an wie gut wir gehaushaltet und gesorgt haben in unserem Liebesleben, in unseren Finanzen, in unserem Selbstwert und in unseren Werteinstellungen.
Wer in der Periode vom 05.09.2010 bis zum 18.11.2010 seinen 'Lustgarten'; sein Beet der Liebe, seine Schatztruhe oder auch sein Bankkonto gut geplegt hat, und ordentlich 'Unkraut' gezupft hat, seinen Garten richtig gejätet hat, und genügend neue Samen gesät hat, wird eine dementsprechende Ernte einfahren können. Derjenige darf dann in der Nacht vom 18. zum 19. November einen grossen Wunsch aussprechen, wenn uns der diesjährige Sternschnuppenstrom der Leoniden erreicht, einen Wunsch, der mit grösster Wahrscheinlichkeit sehr bald in Erfüllung gehen wird.
Venus wird nach ihrer sechswöchigen Rückläufigkeitsphase interessanterweise zusammen mit unserem 'Glücks- und Schiksalsboten' Jupiter ausgerechnet in der Nacht des Leonidenstroms wieder direkt, der Nacht der 'grossen Wünsche', wenn Regulus, das 'Löwenherz', im Sternschnuppenhagel berührt wird.
Es ist die Nacht vom 18. zum 19. November 2010, in der Jupiter und Venus im Leonidenstrom direkt werden.
Jupiter ist der Planet der Expansion, der Gewinne oder auch der Verluste, des Karmas und des Schiksalsrades, an dem wir alle mal kräftig drehen und kurbeln durften in den letzten Monaten.
Jupiter wurde im Juli 2010 rückläufig, und wenn dieser Planet rückläufig wird, symbolisiert das astrologisch verschwendete Gaben und Talente, Glücksmomente die man ungenutzt vorüberziehen liess,aber auch die Chance, diese wieder aufzugreifen, oder auch seine Verdienste für Taten einzufordern, die schon einige Zeit 'aus Eis' lagen.
Jupiter, der 'grosse Glücksbringer' und Venus die 'kleine Glücksbringerin' zusammen symbolisieren Liebesglück, und auch Exzesse in dem Bereich, Zuwachs, Eheschliessungen und andere vorteilhafte und gewinnbringende Abschlüsse und Vereinigungen.
Leider werden Venus und Jupiter nur für einige Menschen in einem güstigen Aspekt stehen in diesen Tagen um den 18. und 19. November herum. Und obwohl Venus eine exakte Konjunktion zu Apollon bilden wird, dem Transneptuner, der mythologisch wie astrologisch der Sonnengott, der Herr des Lichts und der Heilung ist, wird es für den Wagenlenker Apollon dieses Mal schwierig werden können die Sonne ins Ziel zu lenken, denn diese wird einen relativ ungünstigen Winkelaspekt zur Venus bilden.
Also nur wer sich weit genug aus dem Fenster lehnt, um nach dem Objekt seiner Begierde zu greifen, wird es für sich gewinnen können, und das auch nur mit Rücksicht auf seine Vorleistungen.
Venus wird sich in dieser Nacht dann bis auf 27°39' Waage 'zurückgegraben' haben, wird viel Schlamm aufgewühlt, viel Staub aufgewirbelt, und einige Seifenblasen zum Platzen gebracht haben.
Das letzte Mal stand Venus in diesem Jahr am 5. September auf der Position, auf die sie am 18.11.2010 zurückkehrt.
Es gilt etwas im Bereich der Liebe, des Geldes und Besitz, im Bereich der Werte, und/oder im Selbstwert aufzuarbeiten, was in der Zeit von der ersten Septemberwoche bis hin zur letzten Novemberwoche 2010 für uns in den jeweiligen Bereichen aktuell war und ist.
Es ist also nicht nur die Zeit der eigentlichen Rückläufigkeit der Venus hier angesprochen, sondern auch die Zeit, zu der sie astrologisch gesehen wieder 'zurückläuft', wobei das Datum dieses Jahr auf den 5. September 2010 fällt.
Der Übergang des kardinalen, immer wieder initiierenden Luft-Zeichens Waage, zum fixen, sturen, und teilweise blockierendem Wasser-Zeichen Skorpion ist als einer der machtvollsten im Tierkreis bekannt.
In diesen Ecken des Tierkreises geht es vom klaren, fairen Verstand, Urteil, Gesetz, Gerechtigkeit und Gleichberechtigung der letzten Grade des Zeichens Waage über in die Schatten-Welten des Skorpion, in seinen ersten Graden von berechnendem Kalkül, einem tiefgrüngig-forschendem, und auch messerscharfen Verstand gekennzeichnet.
Auf der anderen Seite kann der Skorpion auch eine tiefe sinnlich-erotische Beziehung, eine Verhaftung bis hin zur sexuellen und/oder emotionalen 'Besessenheit' symbolisieren.
Die Diskrepanz zwischen der instinkthaften Gerechtigkeit, die dem Gesetz der Natur am eheseten entspricht, und welches die Gerechtigkeit des Skorpions ist, und der 'menschengemachten' Gerechtigkeit des Zeichens Waage, die auf verstandes- und vernuftgeprägten und verhandlungsorientierten Gesetzmässigkeiten aufbaut, wird hier zum Drahtseilakt für diejenigen, die von diesem Transit betroffen sind.
Wir dürfen auf unser 'Urteil', welches dann Ende November 2010 spätestens 'gefällt' wird, und auf unsere Ernte gespannt sein...*))
Viele liebe Grüsse mit den Sternen
Ailen Roc *
Abonnieren
Posts (Atom)


