Mittwoch, 31. Dezember 2025

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Donnerstag, 18. Dezember 2025

Neumond in Schütze ♐ 20.12.2025: Galaktische Wintersonnenwende 🌀



Reisen ist tödlich für Vorurteile, Bigotterie und Engstirnigkeit.

Mark Twain




Am 20. Dezember, nur wenige Stunden vor der Wintersonnenwende, erwartet uns der letzte Neumond, den das Jahr 2025 für uns bereithält. Die Wintersonnenwende symbolisiert den Wendepunkt von der Dunkelheit zum Licht, die Wiedergeburt der Sonne und damit auch eine innere Erneuerung, die Hoffnung weckt und uns optimistischer stimmt. Seit jeher wurde die Wintersonnenwende von den unterschiedlichsten Kulturen als ein kosmisches Tor angesehen, das die längste Nacht des Jahres beendet und den Beginn des neuen Zyklus markiert. Viele Traditionen sehen die Wintersonnenwende als eine Schwelle, an der Altes losgelassen und Neues eingeladen wird. Sie symbolisiert einen Moment der inneren Wandlung und des kosmischen Gleichgewichts. Die Wintersonnenwende markiert den tiefsten Punkt der Dunkelheit und gleichzeitig den Beginn des Aufstiegs des Lichts. Symbolisch steht sie für das Zusammenspiel von Gegensätzen: Tod und Geburt, Dunkelheit und Licht, Rückzug und Aufbruch.

Die Wintersonnenwende fordert uns dazu auf ein paar Gänge runterzufahren, damit wir Zeit zur Reflexion haben; sie ist eine Einladung zur Innenschau. Die längste Nacht des Jahres symbolisiert einen Raum der Stille, eine Aufforderung zur Sammlung und Fokussierung. An dieser Schwelle sind wir aufgerufen eine Verbindung zu unserer Innenwelt herzustellen, damit wir das alte Jahr gebührend verabschieden und uns auf das neue Jahr einstimmen können. Nun sollten wir die Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren lassen, damit wir die wichtigsten Erfahrungen integrieren und uns neue Ziele für das kommende Jahr setzen können.

Das Zusammentreffen von einem Neumond und der Wintersonnenwende ist eine hochverdichtete Schwellenzeit. Zwei kosmische „Nullpunkte“ fallen zusammen und verstärken sich gegenseitig. Sowohl der Neumond als auch die Sonnenwende markieren den Nullpunkt in einem Zyklus, einen Moment, in dem etwas Altes endet und zugleich etwas Neues beginnt. In dem Zusammenhang spielen die Themen Unsichtbarkeit und Wiedergeburt eine große Rolle. Während eines Neumonds verschwindet das Mondlicht und während der Wintersonnenwende verschwindet das Sonnenlicht fast vollständig. In beiden Fällen folgt darauf die Rückkehr des Lichts. Beide sind Übergänge; der Neumond im monatlichen Rhythmus und die Sonnenwende im jährlichen Zyklus. In beiden Momenten wird symbolisch ein Same in die Dunkelheit gelegt, der mit dem zurückkehrenden Licht heranreift. Diese Zeitqualität stellt uns also vor die Frage was in den kommenden Monaten wachsen soll und was wir hinter uns lassen wollen.


Galaktischer Neumond

Die erneuernden Qualitäten eines Neumonds werden also durch die transformativen Kräfte der Wintersonnenwende verstärkt. Aber da sich dieser Neumond in einer sehr wichtigen Zone des Zodiaks ereignet, kommt noch ein weiterer entscheidender Faktor hinzu: Die Sonne und der Mond verbinden sich auf 28°24' Schütze und die beiden großen Lichter bilden eine Konjunktion zum Galaktischen Zentrum!


Neumond 28°24' Schütze, 20.12.2025, 02:43h MEZ


Das Galaktische Zentrum ist eins der vier „kosmischen Herzzentren“ unseres Universums. Diese vier Herzzentren sind das Galaktische Zentrum, das Supergalaktische Zentrum, der Shapley-Attractor und der Great Attractor. Das Galaktische Zentrum ist das einzige der vier Kosmischen Herzzentren, das direkt zu unserer Heimatgalaxie gehört. Die anderen drei Herzzentren liegen außerhalb unserer Galaxie, sind aber über Gravitation und kosmische Resonanz mit unserer Milchstraße verbunden. Die vier kosmischen Herzzentren wirken wie übergeordnete Herzstränge, die durch ihre immense Gravitation ganze Galaxienhaufen strukturieren. Im Dezember 2025 spielen gleich zwei der vier kosmischen Herzzentren eine entscheidende Rolle. Während sich die Sonne zum Dezember-Vollmond auf dem Great Attractor befand, befindet sich das große Licht zum Dezember-Neumond auf dem Galaktischen Zentrum!

Das Galaktische Zentrum ist das Massenzentrum unserer Milchstraße. Hier befindet sich das supermassereiche Schwarze Loch Sagittarius A*, das etwa 4 Millionen Mal so viel Masse wie unsere Sonne hat. Im tropischen Zodiak, mit dem die meisten westlichen Astrologen arbeiten, ist es auf 27°12' Schütze zu finden (Stand Dezember 2025). Das Galaktische Zentrum ist der physikalische Mittelpunkt unserer Milchstraße. Das supermassereiche Schwarze Loch Sagittarius A* hält mit seiner ungeheuren Gravitationskraft unsere gesamte Galaxie zusammen! Das Galaktische Zentrum ist zwar der „Schwerpunkt“ unserer Milchstraße, aber nicht ihr Ursprung. Es entwickelte sich parallel zu unserer Galaxie und wuchs mit ihr, indem es gewaltige Massen an Materie anzog. Wie ein Ankerpunkt hält es die Sterne durch seine enorme Gravitation zusammen. Alle Sterne in der Milchstraße - inklusive unserer Sonne - bewegen sich um dieses Zentrum herum. Das Galaktische Zentrum liegt ungefähr 27.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Unser Sonnensystem umrundet es in etwa 225 Millionen Jahren, wobei eine Umrundung als „Galaktisches Jahr“ bezeichnet wird.

In der Astrologie hat das Galaktische Zentrum eine tiefe spirituelle Bedeutung. Es steht für Transformation, tiefgreifende Erkenntnisse und kosmische Weisheit. Wenn Planeten in einem Horoskop in seiner Nähe stehen (26° bis 28° Schütze), wird ihnen eine besondere Kraft zugeschrieben, weil sie einen leichteren Zugang zu höheren Bewusstseinsebenen haben. Planeten, die im Transit am Galaktischen Zentrum vorbeiziehen, erleben eine Art Prüfung, sie gehen durch eine Stirb und Werde Phase. Passenderweise bewegt sich die Sonne jedes Jahr kurz vor der Wintersonnenwende am Galaktischen Zentrum vorbei und durchlebt dabei den transformativen Prozess von „Tod und Wiedergeburt“. Das Galaktische Zentrum wirkt sehr plutonisch, was seine Intensität, Tiefe und Transformationskraft angeht. Es wird als ein „kosmisches Portal“ verstanden, das den Zugang zu transpersonalen Ebenen des Bewusstseins eröffnet, warum es als Katalysator für Bewusstseinserweiterung angesehen wird. Da die ungeheure Gravitationskraft des Galaktischen Zentrums unsere gesamte Milchstraße zusammenhält, wird es als die „spirituelle Mitte“ unserer Galaxie bezeichnet.


Die Mayas und das Galaktische Zentrum

                                    

Das Galaktische Zentrum in der Maya-Mythologie

Für die Mayas, die exzellente Himmelsbeobachter waren, war das Galaktische Zentrum das Tor zur Unterwelt. Da die Mayas noch nicht die technischen Möglichkeiten hatten, die uns heute zur Verfügung stehen, wussten sie nicht im modernen astronomischen Sinn von dem Schwarzen Loch Sagittarius A*. Erst der Einsatz von hochentwickelten Infrarotkameras und Radioteleskopen machte es möglich, die Existenz von Sagittarius A* nachzuweisen, weil das Schwarze Loch für das menschliche Auge unsichtbar ist. Die Deutungen der Mayas beruhten also auf den sichtbaren Strukturen der Milchstraße, nicht auf einem astrophysikalischen Wissen, wie wir es heute definieren.

Für die Mayas war der Kosmos ein lebendiges, ineinandergreifendes System, in dem jeder Stern und jede Konstellation seinen Platz und seine Bedeutung hatte. Die Mayas nutzten Bauwerke wie El Caracol in Chichén Itzá, um Himmelsereignisse zu beobachten. Da die Milchstraße in Mittelamerika aufgrund der Äquatornähe besonders deutlich zu sehen ist, erkannten sie in ihrer Mitte eine dunkle Staubwolke, die wie eine Spalte wirkt. Hinter dieser dunklen Staubwolke verbirgt sich das supermassereiche Schwarze Loch Sagittarius A*, wie wir heute wissen. Mit dem bloßem Auge betrachtet wirkt dieser Teil der Milchstraße wie ein Riss oder eine Spalte in der dichten Sternendecke. Diese Spalte wurde von den Mayas als kosmischer Eingang zur Unterwelt gedeutet.

In der Maya-Mythologie hieß die Unterwelt Xibalbá, was mit „Ort der Angst“ übersetzt werden kann. Für sie war dieser Bereich der Milchstraße der Zugang zu Ahnen und Göttern. Die Mayas stellten sich die Unterwelt als einen vielschichtigen, von Göttern beherrschten Raum vor. Xibalbá war nicht einfach eine „Hölle“, in der die Seelen zum endlosen Leid verdammt waren. Nach Vorstellung der Mayas war es ein Prüfungsort, an dem die Seelen Aufgaben bestehen mussten, bevor sie weiterziehen und zu den Göttern aufsteigen konnten.

Obwohl die Mayas – rational betrachtet - nichts von dem Schwarzen Loch wissen konnten, decken sich ihre Vorstellungen von der Unterwelt erstaunlich gut mit dem, was wir heute über die astrophysikalischen Wirkungen von Sagittarius A* wissen. Heute wissen wir, dass ein Objekt, das dem Schwarzen Loch zu nahe kommt, einen äußerst intensiven Transformationsprozess durchläuft, der als Spaghettifizierung bezeichnet wird. Das Phänomen der Spaghettifizierung wird durch die extremen Gezeitenkräfte verursacht, die in dem Umfeld des Schwarzen Lochs herrschen. Die Gravitationskraft des Schwarzen Lochs nimmt mit einer enormen Geschwindigkeit zu, je mehr sich ein Objekt annähert. Auf den menschlichen Körper übertragen bedeutet das, dass ein Mensch wie ein Spaghettifaden in die Länge gezogen und schließlich auseinandergerissen werden würde, wenn er dem Schwarzen Loch zu nahe kommen würde. Während der Spaghettifizierung wird ein Körper durch die extremen Gezeitenkräfte vollständig zerrissen und in kleinste Teilchen zerlegt. Jede Materie, die dem Schwarzen Loch zu nahe kommt, wird nicht etwa „nur“ in ihre einzelnen Atome zerlegt, sondern sogar darüber hinaus in noch winzigere elementare Bausteine!

Interessanterweise hatten die Mayas sehr ähnliche Vorstellungen von den Prozessen, die in der Unterwelt vonstatten gingen. Die Mayas glaubten, dass ein Mensch in der Unterwelt durch verschiedene „Häuser“ gehen musste, die jeweils unterschiedliche Prüfungen bereithielten. So gab es nach ihrer Vorstellung das „Haus der Messer“, in dem die Körper von scharfen Klingen bedroht wurden, die sie zerreißen konnten. Ein anderer Prüfungsort war das „Haus der Jaguare“, in dem ein Mensch von wilden Tieren zerfleischt und in seine Einzelteile zerrissen werden konnte. Sie glaubten auch an ein „Haus der Dunkelheit“, in dem totale Orientierungslosigkeit herrschte und es zu einer Auflösung der eigenen Gestalt kam. Das „Haus der Dunkelheit“ war der finsterste Ort, den man sich vorstellen kann, da es keine Fenster und nicht mal die winzigsten Ritzen gab.

Die Symbolik der Zerstückelung spielt eine zentrale Rolle in der Maya-Mythologie. Die „Herren von Xibalbá“, also die Götter der Unterwelt, waren bekannt dafür, Körper zu zerstückeln oder sie auseinanderzuziehen, bevor sie wieder zusammengesetzt oder transformiert werden konnten. Die Prüfungen in der Unterwelt stehen für die Auflösung der alten Form, bevor eine Wiedergeburt oder Transformation möglich ist, ähnlich wie die Materie im Schwarzen Loch ihre ursprüngliche Gestalt verliert und eine andere Form annimmt. Wer die Prüfungen der Unterwelt überstand, wurde gereinigt, geläutert und konnte aufsteigen, wie ein Objekt, das im Schwarzen Loch seine alte Gestalt verliert und in eine neue kosmische Ordnung übergeht. Die Maya-Mythologie erwähnt zwar nicht den Begriff „Spaghettifizierung“, aber ihre Bilder von Zerstückelung, Zerreißen und Auflösung sind eine erstaunlich präzise symbolische Entsprechung. Sie spiegeln denselben Gedanken: Extreme Kräfte zerstören die alte Form, bevor eine neue kosmische Ordnung entstehen kann. Auch ihre Vorstellung von dem „Haus der Dunkelheit“, in dem es nicht den kleinsten Funken Licht gab, passt hervorragend zu der absoluten Finsternis, die kennzeichnend für das Schwarze Loch ist.

Sagittarius A* ist der Name des supermassereichen Schwarzen Lochs, das unsere gesamte Galaxie zusammenhält. Sagittarius ist der lateinische Name für das Sternbild Schütze. Das Schwarze Loch wurde nach dem Schützen benannt, weil das Galaktische Zentrum direkt in der Richtung dieses Sternbilds am Nachthimmel liegt. Im Schützen geht es um Glaubensfragen, hier geht es darum die höheren Zusammenhänge zu verstehen und den tieferen Sinn zu erkennen. Im Schützen geht es um die Frage, was wir für möglich oder unmöglich halten.

Obwohl es wissenschaftlich betrachtet unmöglich ist, dass die Mayas von dem Schwarzen Loch wussten, konnten sie seine astrophysikalischen Wirkungen in ihren Vorstellungen von der Unterwelt erstaunlich gut beschreiben. Handelt es sich um einen seltsamen Zufall oder waren sie besonders empfänglich für die transpersonalen Kräfte, die dem Galaktischen Zentrum zugeschrieben werden? Das Weltbild der Mayas war zutiefst von dem Bewusstsein einer Allverbundenheit geprägt, da sie sich selbst als Teil der irdischen Natur und des Kosmos verstanden. Ihr transpersonales Weltbild könnte ihnen einen Zugang zu höheren Bewusstseinsebenen ermöglicht haben.

Im Schützen geht es um die Macht der Interpretation. Die Beschreibung der Mayas über die transformativen Vorgänge in der Unterwelt kann man als eine symbolische Entsprechung zu unseren heutigen Erkenntnissen über das Schwarze Loch verstehen. Wir konnten die Existenz des Schwarzen Lochs nur durch Infrarotkameras und Radioteleskope nachweisen. Vielleicht konnten die Mayas auf Quellen zugreifen, die uns nicht mehr zugänglich sind, weil wir uns heute nicht mehr als Teil der Natur und des Kosmos erleben.

So wie sich das Mysterium um die Mayas und das Schwarze Loch nicht enthüllen lässt, begegnen uns im Leben so viele Rätsel, die nicht so einfach zu lösen sind. Das Galaktische Zentrum konfrontiert uns mit mysteriösen, geheimnisvollen Angelegenheiten, die rein rational nicht zu erklären sind. Das Galaktische Zentrum möchte uns bewusst machen, dass die Interpretation das A und O ist. Die Wahrnehmungen der Mayas von dem Galaktischen Zentrum wurden durch ihr religiöses Weltbild gefiltert, während unsere Wahrnehmung von einem wissenschaftlichen Weltbild geprägt ist. Ob wir das Schwarze Loch als den Zugang zur Unterwelt oder es als ein astrophysikalisches Phänomen ansehen, ist letztlich „nur“ eine Frage der Interpretation.




Das Galaktische Zentrum in konkreten Lebenssituationen

In konkreten Lebenssituationen kann das Galaktische Zentrum sehr unterschiedliche Auswirkungen haben. Ein wesentliches Merkmal des Schwarzen Lochs ist – wie beim Great Attractor und den anderen beiden kosmischen Herzzentren – die unwiderstehliche Anziehungskraft. Eine unwiderstehliche Anziehungskraft kann sowohl positive als auch negative Situationen hervorbringen. Wir können uns unwiderstehlich zu einem Menschen hingezogen fühlen und es kann sich eine intensive, transformative Beziehung entwickeln, die uns selbst und unser Leben grundlegend verändert. Wir können uns aber auch unwiderstehlich zu einem Menschen hingezogen fühlen, der unsere Gefühle nicht erwidert oder der uns nicht gut tut. In dem Fall durchlaufen wir auch einen Transformationsprozess, aber er wird ziemlich schmerzhaft sein und wir müssen einige Federn lassen. Wir können uns geradezu magisch zu einem bestimmten Wissensgebiet hingezogen fühlen, so dass wir Stunden damit verbringen in dieses Gebiet einzutauchen und dabei nicht bemerken, wie die Zeit vergeht. Wir können ein Hobby, eine Arbeit, ein Projekt oder eine andere Leidenschaft haben, die uns so in Beschlag nimmt, dass wir voll in ihr aufgehen und mit ihr verschmelzen.

Eine besonders ungünstige Auswirkung der magischen Anziehungskraft des Schwarzen Lochs kann sich in einem schädlichen Suchtverhalten äußern. Wir können uns wider besseren Wissens zu etwas oder jemandem hingezogen fühlen und dabei gar nicht bemerken, dass wir uns durch diese Obsession total verändern. Süchtig zu sein bedeutet, dass man die Kontrolle über eine schädliche Gewohnheit verliert. Wir werden von dem Objekt der Obsession so stark angezogen, dass wir mit bloßer Willenskraft nicht mehr entkommen können. Um uns dauerhaft von einer Sucht zu befreien, müssen wir einen tiefgreifenden inneren Prozess durchleben, der uns so verändert, dass das Suchtmittel seine Anziehungskraft verliert.

Ein weiteres entscheidendes Merkmal des Schwarzen Lochs ist der sogenannte Ereignishorizont. Der Ereignishorizont ist die Grenze, ab der es kein Zurück mehr gibt. Sobald Materie diesen Punkt überschreitet, kann selbst Licht - das wissenschaftlich betrachtet gleichbedeutend mit Information ist - dem Schwarzen Loch nicht mehr entkommen! Auf konkrete Lebenssituationen übertragen kann sich das in radikalen Entscheidungen äußern. Hier geht es um die Grenze, an der wir eine unwiderrufliche Entscheidung treffen, z.B. eine Kündigung, eine Heirat, eine Scheidung oder ein Umzug in ein anderes Land. Das Überschreiten des Ereignishorizonts symbolisiert einen Weg, den wir einschlagen, der rückblickend betrachtet alles verändert hat. Sobald wir diese Grenze überschritten haben, können wir unsere Vergangenheit nicht mehr zurückholen. Unser Leben teilt sich in ein Davor und ein Danach. Auch in Konflikten spielt dieser "Point of No Return" eine entscheidende Rolle. Er steht für den Moment, an dem eine Auseinandersetzung in so einen verbissenen Streit ausartet, dass die Beziehung unwiderruflich zerrüttet ist, egal wie sehr wir es danach bereuen.

Da jede Materie, die dem Schwarzen Loch zu nahe kommt, innerhalb von kürzester Zeit in ihre kleinsten elementaren Bausteine zerlegt wird, symbolisiert das Galaktische Zentrum die Fähigkeit komplexe Situationen in Windeseile zu analysieren. Im Schützen geht es um die Wahrheitssuche. Wenn wir die intensiven Kräfte von Sagittarius A* konstruktiv nutzen, können wir schnell zum Kern einer Sache vordringen und ihre Substanz erkennen. Wir konzentrieren uns nur auf das Wesentliche und können alles Unwichtige ausblenden. Wenn wir jedoch die Kontrolle verlieren und ins Schwarze Loch hineingezogen werden, sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht. Wir ziehen voreilige Schlüsse und machen uns ein falsches Bild. Typisch für die negativen Auswirkungen des Schwarzen Lochs wäre ein ungerechtfertigter Shitstorm. Falsche Informationen verbreiten sich in Windeseile, weil sich immer mehr Menschen daran beteiligen die unwahren Behauptungen weiterzugeben und mit jeder Weitergabe wird die ursprüngliche Information noch mehr verzerrt. Innerhalb von kürzester Zeit kochen die Gefühle hoch und man verliert sich im emotionalen Chaos. Wenn sich die Wogen wieder geglättet haben, weiß keiner mehr wie es soweit kommen konnte, dass so viel Unsinn verbreitet wurde und die Situation so schnell eskaliert ist.

Die immense Anziehungskraft des Schwarzen Lochs, die die Bewegung unserer gesamten Galaxie um das Galaktische Zentrum herum organisiert, symbolisiert unseren Lebensmittelpunkt. Das Galaktische Zentrum stellt uns vor die Frage was höchste Priorität hat und den Mittelpunkt unseres Lebens ausmacht. Hier geht es also um das alles bestimmende Zentrum unseres Lebens. Für einige von uns kann das die berufliche Karriere sein, für andere von uns kann es die Familie sein und für wieder andere von uns kann es ein spiritueller Weg sein. Die entscheidende Frage ist, ob wir den Mittelpunkt unseres Lebens selbst definieren oder ob wir ihn von äußeren Einflüssen definieren lassen. Wenn Letzteres auf uns zutrifft, sind wir externen Kräften ausgeliefert, die uns mal hierhin und mal dorthin ziehen, wodurch wir zum Spielball äußerer Einflüsse werden.

Das Schwarze Loch kann auch Situationen symbolisieren, in die wir irgendwie hineingezogen werden und dabei viel verlieren. Das können Menschen sein, die uns ungeheuer viel Zeit und Energie kosten, ohne dass sie uns etwas zurückgeben. Dieses Fass-ohne-Boden-Prinzip, das so typisch für die negativen Auswirkungen des Schwarzen Lochs ist, kann uns in den unterschiedlichsten Lebenssituationen begegnen. Von daher stellt uns diese Zeitqualität vor die Frage, in welchen Situationen wir zu verschwenderisch mit unseren Ressourcen umgehen oder wo wir sehr viel investieren, ohne die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Da der Neumond im Schützen im herausfordernden Aspekt (Quadrat) zu Saturn und Neptun in den Fischen stattfindet, stehen wir in den kommenden Wochen vor der Frage in welchen Situationen eine hohe Selbstbeherrschung gefragt ist, damit wir nicht gegen unseren Willen in ein „Schwarzes Loch“ gezogen werden und in welchen Situationen wir uns einer starken Anziehungskraft durchaus hingeben sollten. In manchen Situationen ist es sinnvoll die Kontrolle zu bewahren und die Zügel fest in der Hand zu halten. In anderen Situationen gewinnen wir gerade dadurch, dass wir loslassen und uns dem starken Strom hingeben. Um eben diese scheinbar unvereinbaren Gegensätze geht es im Schützen, dem Zentaur, der halb Pferd und halb Mensch ist. Wenn wir es schaffen eine gute Balance zwischen Kontrolle und Loslassen zu halten, haben wir eine der wichtigsten Schütze-Lektionen gelernt.


Viele liebe Grüße mit den Sternen ✨

Lia


Wichtige langfristige Themen der astrologischen Zeitqualität:

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Text und Bilder: 





Dienstag, 2. Dezember 2025

Supervollmond in den Zwillingen ♊ 05.12.2025: Unwiderstehliche Anziehungskraft



Ich bin ein Zwilling. Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Zwei Menschen in einem. 

Um ehrlich zu sein: Ich bin wahrscheinlich mehr als nur zwei.“

Marilyn Monroe, Sonne-Merkur-Konjunktion in den Zwillingen


Bild: Ich & KI


Der letzte Vollmond, der uns in diesem Jahr erwartet, findet am 05.12.2025 in der zweiten Dekade Zwillinge statt. Wie der November-Vollmond ist auch der Dezember-Vollmond ein Supervollmond. Während eines Supervollmonds ist der Mond der Erde besonders nah, wodurch der Erdsatellit größer, heller und plastischer am Nachthimmel erscheint. Da die Gezeiten hauptsächlich durch die Anziehungskraft des Mondes und der Sonne ausgelöst werden, hat ein Supervollmond einen messbaren Einfluss auf Ebbe und Flut, denn die besondere Erdnähe verstärkt die Gravitationskraft des Mondes. Während eines Supervollmonds kommt es zu höheren Fluten und niedrigeren Ebben. Durch den Einfluss des Mondes auf Gewässer entsteht eine Art „kosmischer Sog“, der die Erde spürbar beeinflusst, denn etwa 71 % der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt.

Aus astrologischer Sicht bedeutet das, dass ein Supervollmond die Wirkungen eines Vollmondes intensiviert. Das Element Wasser steht in der Astrologie für die Gefühlswelt. Wenn wir uns vor Augen halten, dass ein erwachsener Mensch zu etwa 50–70 % aus Wasser besteht, liegt der Gedanke nah, dass sich ein Supervollmond auch auf den Menschen auswirkt. Wenn der Mond die Kraft hat ganze Ozeane zu bewegen, hat er auch die Macht unsere „inneren Meere“ in Wallung zu bringen! Ein Vollmond steht ohnehin für den Höhepunkt eines Zyklus, für das Sichtbarwerden von etwas, das sich zuvor im Verborgenen abgespielt hat und für emotionale Intensität. Ein Supervollmond intensiviert diese Effekte, er wirkt wie ein Verstärker für unbewusste Prozesse und emotionale Zustände.

Die stärkeren Fluten, zu denen es bei einem Supervollmond kommt, spiegeln die inneren Bewegungen unserer Gefühlswelt. Gefühle können jetzt leichter überschwappen oder sich tiefer zurückziehen. Ein Supervollmond verstärkt die kollektive Resonanz, er wirkt wie ein kosmischer Verstärker für kollektive Stimmungen. Der Mond kommt der Erde „näher“, was man als eine Verdichtung von Themen deuten kann, die sonst weiter entfernt oder nur subtil wahrnehmbar sind. Unbewusstes rückt mit mehr Schubkraft ins Bewusstsein, warum uns ein Supervollmond größere Aha-Momente bescheren kann, als ein normaler Vollmond.

Ein Supervollmond ist eine Einladung über unsere Komfortzone hinauszugehen. So wie das Meer über die Küstenlinie tritt, symbolisiert die Flut das Durchbrechen von Komfortzonen und die Öffnung zu neuen Räumen. Jetzt geht es darum uns mit verdrängten Gefühlen, unausgesprochenen Wahrheiten, uneingestandenen Sehnsüchten und inneren oder äußeren Spannungen auseinanderzusetzen.

So wie die Gezeiten bei einem Supervollmond mehr schwanken, können jetzt auch unsere inneren „Gefühlsmeere“ schwanken. Während die stärkeren Fluten Fülle, Offenbarung und ekstatische Zustände symbolisieren, symbolisieren die stärkeren Ebben Rückzug, Leere und eine notwendige Reinigung. Ein Supervollmond macht diese Polarität sichtbarer, er steht für eine Zeit, in der wir die Dynamik von Fülle und Entzug bewusster erleben können. Ein Supervollmond lädt uns dazu ein, die emotionalen Wellen zu reiten, anstatt ihnen auszuweichen, also bewusst in die Intensität einzutauchen!

Da sich der Mond während des Supervollmonds in den leichtfüßigen Zwillingen befindet, bietet uns diese Zeitqualität besonders günstige Voraussetzungen für emotionale Flexibilität, denn die Zwillinge sind so beweglich und anpassungsfähig wie das Quecksilber, das ihrem Herrscher Merkur alchemistisch zugeordnet ist. Wenn wir also gerade durch ein emotionales Tief gehen, können wir uns an dem Bild eines Wellenreitens orientieren und uns vergegenwärtigen, dass es sich um einen vorübergehenden Zustand handelt. Wenn wir es mit schwierigen Gefühlen zu tun haben, bilden wir uns oft ein dieser Zustand würde ewig andauern. Der Supervollmond in den Zwillingen möchte uns bewusst machen wie sehr unsere Gedanken unsere Gefühle beeinflussen können, denn der Mond symbolisiert unsere Gefühle und in den Zwillingen geht es um unsere inneren Dialoge und Gedankengänge. Wir können unangenehme Gefühle geradezu heraufbeschwören, indem wir uns gedanklich irgendwelche negativen Szenarien ausmalen. Wir können unseren Geist aber auch dazu benutzen, eine gesunde Distanz zu negativen Gefühlen zu gewinnen, indem wir uns daran erinnern, dass Gefühle wie Wellen sind: sie kommen und gehen. Wenn uns immer bewusst wäre, dass jeder emotionale Zustand vorübergehend ist, könnten wir wesentlich entspannter mit schlechten Stimmungen umgehen.

Eine Flut erlebt man nicht alleine, sie betrifft alle, die am Ufer stehen. Spirituell verweist die Flut auf eine gemeinsame Resonanz, sie zeigt auf das „Wir“ statt nur auf das „Ich“. Die Zwillinge sind das erste Beziehungszeichen des Zodiaks. In den Zwillingen geht es um die Begegnung und die Auseinandersetzung mit einem Gegenüber. Die Zwillinge lehren uns, dass wir uns in vielerlei Hinsicht ähnlich sein können, aber sie möchten uns auch bewusst machen, dass kein Ei wie das andere ist. Eine Hauptlektion der Zwillinge besteht darin nicht von uns auf andere zu schließen. So wie eineiige Zwillinge verwechselt werden können, können wir unter dem Einfluss der Zwillinge großen Täuschungen erliegen, indem wir etwas auf unser Gegenüber projizieren, das wenig bis nichts mit der anderen Person zu tun hat. Die Zwillinge werden als das Zeichen der zwei Gesichter bezeichnet, womit nicht die Komplexität ihres Charakters gemeint ist, sondern eine gezielte Täuschung unterstellt wird. Natürlich gibt es Menschen, die uns gezielt täuschen, manchmal sind wir es aber selbst, die etwas in jemandem sehen, das unseren eigenen Ängsten oder Sehnsüchten entspringt. Wenn wir mit einem Menschen in vielen Themen einer Meinung sind, gehen wir oft automatisch davon aus, dass wir uns insgesamt sehr ähnlich sind. Dann fallen wir aus allen Wolken, wenn dieser Mensch plötzlich etwas sagt oder tut, was nicht zu dem Bild passt, das wir uns von ihm gemacht haben. In solchen Situationen können wir uns hinters Licht geführt fühlen, obwohl wir diejenigen waren, die voreilige Schlüsse gezogen haben.

Die Zwillinge stellen uns vor die Aufgabe unsere Meinungen und Vermutungen mit einer gesunden Neugierde zu hinterfragen und immer im Hinterkopf zu behalten, dass wir nicht wissen, was wir nicht wissen. Die Zwillinge sind das Zeichen der Meinungsbildung, hier geht es um die Meinung, die wir uns über andere Menschen oder bestimmte Sachverhalte bilden. Die beweglichen Zwillinge fordern uns dazu auf flexibel in unserer Meinungsbildung zu sein. Im ersten Luftzeichen geht es darum uns nicht so sehr mit unseren Meinungen zu identifizieren, damit wir sie immer erweitern, verändern oder auch ganz über den Haufen werfen können.

Emotionale Grenzen können jetzt auf eine positive Art überschritten werden, indem wir offener im Ausdruck unserer Gefühle sind, uns besser in andere hineinversetzen können und uns emotional tiefer mit anderen verbunden fühlen können. In diesen Wochen kann es aber auch leichter zu unerwünschten emotionalen Grenzüberschreitungen kommen. Wir könnten jetzt mehr Schwierigkeiten haben unsere eigenen Gefühle von denen von anderen zu unterscheiden. Wenn jemand in unserem Umfeld schlechte Laune hat, können wir uns leichter anstecken lassen. Wenn jemand ein Bedürfnis hat, das emotional stark aufgeladen ist, spüren wir seine Bedürfnisse unter Umständen stärker als unsere eigenen. Wenn wir emotional sehr offen und empfänglich sind, sollten wir uns bei plötzlichen Gefühlsschwankungen immer fragen, ob es sich um unsere eigenen Gefühle handelt oder ob wir gerade etwas aus unserem Umfeld aufgeschnappt haben. Diese einfache Frage reicht oft schon aus, um eine Distanz zwischen unseren eigenen Gefühlen und Fremdenergien herzustellen. Wir lenken unsere Aufmerksamkeit auf uns und verbinden uns wieder mit uns selbst. Das bedeutet zwar nicht, dass Fremdenergien immer sofort verschwinden, aber wenn wir uns diese Frage mehrmals am Tag stellen, schulen wir unser Bewusstsein darin mehr bei unseren eigenen Gefühlen zu bleiben.


Vollmond 13° Zwillinge, 05.12.2025, 00:14h MEZ


Vollmond Aspekte

Die Sonne befindet sich auf 13° Schütze und das große Licht bildet eine Opposition zum Mond in den gegenüberliegenden Zwillingen. Der Schütze ist hier stark besetzt, denn neben der Sonne befinden sich auch Venus, der Beziehungs- und Werteplanet, Mars, der Energie- und Handlungsplanet und die wahre Lilith im Schützen! Lilith symbolisiert den unbedingten Anspruch an Gleichwertigkeit, Ebenbürtigkeit, Augenhöhe und Fairness. Da Lilith zum Supervollmond eine enge Konjunktion zu Venus im Schützen bildet, dürften diese Themen jetzt in vielen Beziehungen eine große Rolle spielen.

Der Vollmond findet im exakten Quadrat zum aufsteigenden Mondknoten in den Fischen und zum absteigenden Mondknoten in der Jungfrau statt. Das heißt, der Supervollmond ereignet sich genau in der Halbzeit zwischen den Finsternissen. Ein Vollmond, der in der Halbzeit zwischen den Finsternissen stattfindet, symbolisiert einen Zwischenraum der Klarheit, einen Moment, in dem wir bewusst erkennen können, was sich im Schatten der Finsternisse zeigt und was wir aktiv integrieren oder loslassen wollen. Diese Zeitqualität möchte uns sozusagen auf den rechten Pfad zurückführen, falls wir aus den Augen verloren haben, worum es mit den Mondknoten auf der Achse Fische-Jungfrau geht. Wenn Du Deine Erinnerung auffrischen möchtest, schaue Dir gerne mein Video zum anderthalbjährigen Transit der Mondknoten durch die Zeichen Fische und Jungfrau an Mondknoten in Fische ♓ & ♍ Jungfrau Januar 2025 - Juli 2026 : Ab in die Tiefe ? - YouTube oder lese meinen Artikel zu dem Thema Symbolsysteme: Mondknoten in Fische ♓ & ♍ Jungfrau Januar 2025 - Juli 2026 : Ab in die Tiefe ?


Der Great Attractor - Die unwiderstehliche Anziehungskraft

Die Sonne befindet sich zum Supervollmond sehr nah am Great Attractor. Wörtlich übersetzt bedeutet Great Attractor „großer Anzieher“. Im tropischen Zodiak ist er auf 14°18' Schütze zu finden. Der Great Attractor ist eine gigantische Gravitationsanomalie, die Hunderte Galaxien anzieht; er besteht aus einer gewaltigen Ansammlung von Galaxien und dunkler Materie. Der Great Attractor liegt im Norma-Galaxienhaufen, der etwa 150 – 250 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Zum Vergleich: Die Sonne ist 0,000016 Lichtjahre von der Erde entfernt, also nur ein Wimpernschlag im kosmischen Maßstab. Der Great Attractor hat eine Masse von rund 10–50 Billiarden Sonnenmassen! Hier geht es also um Entfernungen und Größenordnungen, die das menschliche Vorstellungsvermögen weit übersteigen.


Great Attractor im tropischen Zodiak 14°18' Schütze


Da der Great Attractor eine ungeheure Gravitationskraft hat, zieht er ganze Galaxien – darunter auch unsere Milchstraße – mit einer Geschwindigkeit von über 600 Kilometern pro Sekunde an! Da es auf der Erde nichts gibt, das sich mit 600 Kilometern pro Sekunde bewegt, übersteigt eine solche Geschwindigkeit unsere Vorstellungskraft. Die schnellsten von Menschen erschaffenen Objekte, z. B. Raumsonden, wie die Parker Solar Probe, erreichen Geschwindigkeiten von etwa 176 Kilometern pro Sekunde, also 500-mal schneller als ein Passagierflugzeug. Das ist schon eine gewaltige Geschwindigkeit, aber immer noch weit unter 600 Kilometern pro Sekunde. Nicht einmal ein Blitz entlädt sich mit einer derartigen Geschwindigkeit! Wir bewegen uns also in einem Affenzahn durch das Weltall und das Seltsamste ist: wir bemerken es nicht einmal!

Die unvorstellbare Geschwindigkeit, mit der wir durchs Weltall rasen, bedeutet aber nicht, dass unsere Milchstraße irgendwann vom Great Attractor „verschlungen“ wird. Unsere Heimatgalaxie bewegt sich zwar mit extrem hoher Geschwindigkeit in seine Richtung, aber der Great Attractor ist kein „kosmisches Schwarzes Loch“, sondern eine riesige Ansammlung von Galaxien und Masse, die durch ihre enorme Anziehungskraft die Bewegungen in unserer Region des Universums beeinflusst. Astronomen beschreiben diese Dynamik als ein langsames Umkreisen oder Zuströmen innerhalb des kosmischen Superhaufens „Laniakea“, zu dem auch der Great Attractor gehört.

Astrologisch symbolisiert der Great Attractor eine geheimnisvolle, magnetische, unsichtbare Kraft, die Menschen zu tieferen Wahrheiten, Bewusstwerdung, Transformation und kosmischer Bestimmung zieht. Der Great Attractor hat eine transpersonale Dimension. Er wird als ein „kosmisches Herzzentrum“ beschrieben, das weit über das Persönliche hinausgeht und Menschen in größere Zusammenhänge zieht. Er symbolisiert Bewegungen, die ganze Gesellschaften betreffen, wie Wahrheitsdiskurse, Erweiterung von Wissen und globale Resonanzfelder. Hier geht es um kollektive Themen, die viele Menschen gleichzeitig berühren, wie die Klimakrise, Gleichberechtigung, gerechtere Ressourcenverteilung, Migration oder technologische Umbrüche. Auf einer individuellen Ebene kann der Great Attractor das Gefühl hervorrufen, von einer undefinierbaren Kraft in eine bestimmte Richtung gezogen zu werden. Entscheidungen oder Handlungen entstehen unter dem Einfluss des Great Attractors nicht auf der Basis von rationalen Überlegungen, man folgt einer größeren Strömung, in der Regel ohne dass es einem bewusst ist.

Die ungeheure Geschwindigkeit von 600 Kilometern pro Sekunde, mit der unsere Galaxie in Richtung Great Attractor gezogen wird, ist ein Bild für die unsichtbaren Bewegungen, die unser Leben ständig tragen, ohne dass wir sie spüren. Die Tatsache, dass der Mensch nie dazu in der Lage sein wird sich diesem Sog zu entziehen, ist ein Gleichnis für die Dinge, die wir nicht kontrollieren können. Wir sind Teil einer gewaltigen Dynamik, die uns und alles um uns herum bewegt, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen. Der Great Attractor konfrontiert uns mit dem Paradox, dass wir mit einer rasenden Geschwindigkeit durch das Weltall reisen, während wir gleichzeitig das Gefühl haben stillzustehen.

Der Great Attractor stellt uns vor die Frage auf was wir tatsächlich keinen Einfluss haben und was wir auf der anderen Seite durchaus steuern können. Große gesellschaftliche Umbrüche, wie Kriege, Digitalisierung oder Umweltzerstörung, entstehen aus globalen Kräften, die wir allein nicht kontrollieren können. Aber in unserem persönlichen Leben können wir in vielen Bereichen so handeln, wie wir es für richtig halten. Niemand zwingt uns ständig zum Handy zu greifen. Wir haben die Wahl, auf welche Menschen wir uns tiefer einlassen. Wir können entscheiden, ob wir uns von jemandem trennen, der uns nicht gut tut. Wir können uns anderen gegenüber freundlich verhalten, aber wir haben keine Kontrolle darüber, ob sie unsere Freundlichkeit erwidern. Wir können versuchen andere aufzumuntern, aber wir haben nicht die Macht ihren emotionalen Zustand zu verändern. Wir können uns anderen gegenüber fair verhalten, aber wir können andere nicht dazu zwingen selbst fair zu sein... Es gibt so vieles, was in unserer Hand liegt und es gibt so viel mehr, was sich unserer Kontrolle entzieht. Je mehr wir unser Bewusstsein darin schulen das Eine vom Anderen zu unterscheiden, desto mehr können wir unsere Zeit und Energie in das investieren, was wir wirklich steuern können.

Der Great Attractor möchte uns bewusst machen, dass etwas oder jemand sehr weit von uns entfernt sein kann und trotzdem einen immensen Einfluss auf uns haben kann. Globale Ereignisse, wie ein Krieg oder eine Finanzkrise in einem fernen Land, beeinflussen unser Leben durch Wirtschaftsmärkte, Politik oder Migration. Entscheidungen, die im Silicon Valley getroffen werden, haben weltweite Auswirkungen auf unsere Kommunikation, obwohl es geografisch sehr weit entfernt ist. Wir können uns mehr mit den Geschehnissen in einem Film verbunden fühlen, als mit unserem eigenen Körper, während wir vor dem Bildschirm auf dem Sofa sitzen. Spirituelle Lehrer, die schon lange tot sind, können noch heute unser Denken und Handeln bestimmen. Ein Teenager, der einen Star anbetet, kann wichtige Entscheidungen mehr von den Äußerungen seines Stars abhängig machen, als von dem Rat seiner Eltern, Lehrer oder Freunde... Hier geht es also um die Relativität von Entfernungen und Größenverhältnissen. Wie stark wir von etwas oder jemandem beeinflusst werden, hängt nicht von der physischen Nähe ab. Etwas kann sehr weit von uns entfernt sein und mehr Einfluss auf unser Leben haben, als das, was zum Greifen nah ist.

Der Great Attractor möchte uns bewusst machen, dass alles miteinander verbunden und voneinander abhängig ist. Er erinnert uns daran, dass jede Bewegung, jede Existenz in Resonanz mit etwas anderem steht. Diese Abhängigkeit ist keine Schwäche, sondern Ausdruck eines gigantischen Netzes von Beziehungen, das alles trägt. Auch wir sind nicht getrennt, sondern eingebunden in ein größeres Ganzes. Unsere Handlungen, Gedanken und Gefühle wirken auf andere, so wie die ihren auf uns. Die Bewusstwerdung dieser All-Verbundenheit führt uns idealerweise zu mehr Verantwortung im Miteinander und einem tieferen Verständnis von Einheit.


Viele liebe Grüße mit den Sternen ✨

Lia


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Supervollmond in den Zwillingen ♊ 05.12.2025: Unwiderstehliche Anziehungskraft (Video)

Mittwoch, 19. November 2025

Neumond im Skorpion ♏ 20.11.2025: Bist Du bereit für einen Durchbruch?

 


„Und in den Wald gehe ich, um meinen Verstand zu verlieren und meine Seele zu finden.“

John Muir, Universalgelehrter, 1838–1914


Bild: Ich & KI



Der November-Neumond findet am 20.11.2025 in der dritten Dekade Skorpion statt. Dieser Neumond ist ein wahres Kraftpaket! Diese Zeitqualität bietet uns ein außergewöhnliches Wachstums – und Veränderungspotential. In diesen Wochen können wir einen großen Durchbruch erleben. Jetzt können wir uns aus einer Situation befreien, die uns schon lange eingeengt oder belastet hat. Wir könnten jetzt aber auch durch äußere Umstände in eine Veränderung gedrängt werden, für die wir uns noch nicht bereit fühlen. Diese Zeitqualität verlangt aber nach einer Häutung, ob wir uns bereit fühlen oder nicht. Skorpione müssen sich in ihren Wachstumsphasen häuten, weil ihr alter Panzer zu klein und zu eng geworden ist. Ein Skorpion, der sich weigern würde seinen alten Panzer abzustreifen, würde sterben. Wir Menschen sterben zwar nicht, wenn wir uns weigern zu wachsen, aber wir stagnieren und leben weit unter unseren Möglichkeiten. Im Extremfall können wir uns tatsächlich wie lebendig begraben fühlen, wenn wir uns zu lange gegen notwendige Veränderungen stemmen. Der Skorpion ist das Zeichen der Transformation. Im Skorpion geht es um eine tiefgreifende Wandlung, die mit einem großen Wachstumsschub einhergeht. Aufgrund der vielfältigen Aspekte, die der Neumond im Skorpion zu anderen Himmelskörpern bildet, bietet uns diese Zeitqualität ein besonders reichhaltiges Wandlungspotential!



Neumond 28° Skorpion, 20.11.2025, 07:47h MEZ


Durchbruch oder Zusammenbruch

Die Sonne und der Mond verbinden sich auf 28° Skorpion und die beiden großen Lichter bilden eine exakte Konjunktion zum rückläufigen Merkur. Die Sonne, der Mond und Merkur bilden wiederum eine Opposition zum rückläufigen Uranus, der sich auf dem letzten Grad Stier befindet. Am 07.07.2025 ist Uranus das erste Mal seit 1949 in die Zwillinge eingetreten. In den vergangenen vier Monaten haben wir einen kleinen Vorgeschmack auf den achtjährigen Transit von Uranus durch die Zwillinge bekommen. Am 08.11.2025 ist Uranus noch mal in den Stier zurückgekehrt, um hier seinen letzten Feinschliff vorzunehmen. Bis zum Frühjahr 2026 wird sich der große Reformer in den Endgraden vom Stier aufhalten, um dann am 26.04.2026 endgültig in die Zwillinge einzutreten.

Da Uranus in einem Vierundachtzigjahreszyklus durch den Zodiak läuft, ist dies der letzte Neumond, den ein jeder von uns erlebt, der in Opposition zu Uranus im Stier stattfindet! Der Neumond im Skorpion konfrontiert uns in gebündelter Form mit den Themen, die in diesen Wochen im Vordergrund stehen, denn von Ende Oktober bis Mitte Dezember 2025 bildet ein Himmelskörper nach dem anderen eine Opposition zu Uranus, dem großen Revoluzzer, Befreier und Erneuerer! Da der Neumond in Opposition zu Uranus stattfindet, enthält er die nach Veränderung, Befreiung und Erneuerung strebenden Kräfte, die in diesen Wochen auf uns einwirken, in konzentrierter Form. Aus einer höheren Warte betrachtet möchte uns diese Zeitqualität bewusst machen was wir in den vergangenen acht Jahren gelernt haben, in denen Uranus durch den Stier gelaufen ist.

Merkur, der Kommunikations- und Handelsplanet, hat die Serie der Oppositionen begonnen und der „geflügelte Götterbote“ beendet sie auch. Da Merkur vom 09.11. bis zum 29.11.2025 rückläufig ist, bildet das „Sprachrohr der Götter“ als einziger Planet gleich drei Oppositionen zu Uranus! Die Tatsache, dass Merkur die Serie der Oppositionen anführt, ist besonders interessant, denn Merkur ist der Herrscher der Zwillinge, also von dem Zeichen, das in den kommenden acht Jahren von Uranus revolutioniert wird. In unserem Denken, in unserer Kommunikation und in der Art, wie wir uns eine Meinung bilden, will jetzt etwas grundlegend erneuert werden. Am 29.10.2025 hat Merkur seine erste Opposition zu Uranus gebildet. Am 04.11.2025 hat Mars, der Energie- und Handlungsplanet, eine Opposition zu Uranus gebildet. Am 19.11.2025 bildet Merkur seine zweite Opposition zu Uranus. Am 21.11.2025 bildet die Sonne, die unser Selbstbewusstsein, unsere Lebenslust und Willenskraft symbolisiert, eine Opposition zu Uranus. Am 30.11.2025 bildet Venus, der Beziehungs- und Werteplanet, eine Opposition zu Uranus. Und am 10.12.2025 bildet Merkur seine dritte Opposition zu Uranus und beendet damit diese kraftvolle Reihe von Oppositionen.

Wenn Uranus im Spannungsaspekt auf uns einwirkt, kann es vermehrt zu Durchbrüchen oder Zusammenbrüchen kommen. Ein Zusammenbruch kann aber auch zu einem Durchbruch führen. Wenn wir nur noch aus Bequemlichkeit, aus Angst vor Veränderung oder aufgrund einer ungesunden Abhängigkeit an etwas festgehalten haben, können wir zwar von einem Zusammenbruch sprechen, wenn die jeweilige Geschichte ein plötzliches Ende findet, aber im Nachhinein stellen wir oft fest, dass wir uns ungeheuer befreit fühlen. Wenn wir zum Beispiel schon lange unzufrieden mit unserem Job waren, uns aber aus Bequemlichkeit keine andere Stelle gesucht haben, können wir im ersten Moment geschockt sein, wenn uns plötzlich gekündigt wird. Sobald wir uns dann aber eingestehen wie unzufrieden wir tatsächlich waren, stellt sich ein Gefühl der großen Befreiung ein.

Es gibt aber auch Verluste, die äußerst schmerzhaft sind und an denen wir lange zu knabbern haben. Wenn wir verlassen werden oder wenn ein geliebter Mensch oder ein geliebtes Tier für immer von uns geht, können wir uns fühlen, als wenn ein Teil von uns stirbt. In solchen extremen Situationen sollten wir uns die Zeit nehmen, die wir brauchen, um den Verlust zu betrauern. Wir können mit dem Geschehenen nur Frieden schließen, wenn wir Trauer zulassen und uns dem Prozess des Abschiednehmens hingeben. Der Skorpion ist das Zeichen des Stirb und Werde. Der skorpiontypische Zyklus von Tod und Wiedergeburt setzt ein, wenn wir durch tiefgreifende emotionale Prozesse gehen und Trauer kann ein wesentlicher Teil davon sein.

Uranus will uns wachrütteln! Uranus will uns bewusst machen wo wir uns zu sehr anpassen und uns unnötig einengen oder beschränken. Wir sollten jetzt aber auch darauf achten, nicht vorschnell etwas wegzuwerfen, das uns eigentlich viel wert ist. Wenn wir uns schon lange über etwas ärgern, aber bisher nichts gesagt haben, könnte sich unser Frust nun in geballter Form entladen. Unter dem Einfluss dieser Zeitqualität heißt es „lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“. Wir können uns aber trotzdem bemühen etwas auf eine Art zu Ende zu bringen, die wir auch noch vor uns vertreten können, wenn sich die emotionalen Wogen geglättet haben.

Es muss aber keineswegs sein, dass jetzt etwas zu Ende geht, das uns viel bedeutet. Diese Zeitqualität symbolisiert den sprichwörtlichen Knoten, der platzt. Wenn wir uns bisher nicht getraut haben über bestimmte Themen zu sprechen, könnte sich unsere Zunge nun plötzlich lockern und wir stellen erstaunt fest wie leicht es uns auf einmal fällt das jeweilige Thema anzusprechen. Wenn wir lange Probleme hatten unsere Gefühle auszudrücken, könnten wir jetzt einen emotionalen Durchbruch erleben. Wenn wir uns schon lange mit einer wichtigen Entscheidung herumgeschlagen haben und immer zwischen den verschiedenen Wahlmöglichkeiten hin und her gependelt sind, könnte uns jetzt ein Licht aufgehen und wir wissen genau was wir wollen.

Das Plötzliche, Unvorhersehbare und Überraschende, das so typisch für Uranus ist, scheint wie aus dem Nichts zu kommen. Aber ein plötzlicher Durchbruch ist meist das Ergebnis von einem längeren inneren Prozess, der im Verborgenen abläuft, bis er sich spontan Bahn bricht. Eine innere Spannung baut sich auf und etwas reift im Unbewussten heran. Mit der Zeit wird die innere Energie so groß, dass ein kleiner Auslöser genügt. Und eben das ist es was die Oppositionen anzeigen: den entscheidenden Auslöser, der zu einem Durchbruch führt.


Das Bewusstsein denkt, das Unbewusste lenkt

Diese Zeitqualität bietet uns eine ungewöhnliche Serie von Oppositionen. Oppositionen konfrontieren uns mit Gegensätzen. Oppositionen bringen innere oder äußere Spannungen mit sich, die idealerweise zu Wachstum durch Reibung führen. In diesen Wochen können wir verstärkt mit widerstrebenden Kräften in uns selbst oder in unseren Beziehungen konfrontiert werden. Nähe und Distanz, Freiheit und Sicherheit, Kontrolle und Hingabe, Vertrauen und Misstrauen, Loslassen und Festhalten, Selbstverwirklichung und Anpassung, Logik und Intuition, aktiv werden und passiv bleiben... sind nur einige mögliche Gegensätze, mit denen wir jetzt konfrontiert werden können. Im Einzelfall können sich die Oppositionen sehr unterschiedlich auswirken, je nachdem wie bewusst wir mit den jeweiligen Widersprüchen umgehen. Wenn wir uns darüber bewusst sind, dass wir widerstrebende Kräfte in uns haben, können wir konstruktiv mit ihnen umgehen. Wenn wir uns aber nicht darüber bewusst sind, dass wir in unterschiedliche Richtungen streben, können innere Widersprüche viele Probleme verursachen - für uns selbst und in unseren Beziehungen.

Ein Beispiel: Ein Mensch kann einerseits einen starken Wunsch nach Nähe haben, während er auf der anderen Seite eine große Angst hat verletzt zu werden. Wenn sich dieser Mensch des Widerspruchs bewusst ist, erkennt er seinen inneren Konflikt und reflektiert ihn in Gesprächen mit guten Freunden, in einem therapeutischen Rahmen oder durch regelmäßiges Tagebuch schreiben. Dieser Mensch lernt sich achtsamer und bewusster zu verhalten, er geht Beziehungen langsam an und kommuniziert seine Ängste offen. Ein solcher Mensch erlebt weniger Unsicherheit und inneres Chaos, weil er seine widersprüchlichen Gefühle benennen und einordnen kann. Er macht sich weniger Selbstvorwürfe, weil er versteht, warum er manchmal zögert und das Bedürfnis hat sich zurückzuziehen. Die inneren Widersprüche führen seltener zu Problemen in Beziehungen, weil dieser Mensch klar kommuniziert, was in ihm vorgeht. Ein solcher Mensch kann gezielt daran arbeiten seine inneren Widersprüche aufzulösen, z. B. durch Therapie, Selbstreflexion oder ehrliche Gespräche mit seinen Partnern. Die Bewusstheit über innere Widersprüche schafft Wahlmöglichkeiten, sie führt zu mehr Selbstmitgefühl und Selbstakzeptanz.

Wenn sich ein Mensch nicht darüber bewusst ist, dass er widerstrebende Kräfte in sich hat, fühlt er sich einerseits unerfüllt und einsam, aber auf der anderen Seite zieht er sich wortlos zurück oder sabotiert die Beziehung auf eine andere Art, sobald ein gewisses Maß an Nähe überschritten wird. Er beginnt an sich selbst zu zweifeln und meint, irgendetwas stimme nicht mit ihm oder er ist der Meinung, dass andere Menschen viel zu viel von ihm erwarten. So ein Mensch schlittert von einer Beziehungskrise in die nächste, ohne zu verstehen, warum. Jemand, der sich seiner inneren Widersprüche nicht bewusst ist, zieht oft Menschen an, die nur eine Seite von ihm spiegeln. Er trifft entweder auf Menschen, von denen er sich überfordert fühlt, weil sie ein starkes Bedürfnis nach Nähe haben oder er fühlt sich zu jemandem hingezogen, der emotional nicht erreichbar ist und damit seine Angst vor dem Verletztwerden spiegelt. Jemand, der seine inneren Widersprüche nicht erkennen und akzeptieren kann, fühlt sich innerlich zerrissen, aber er kann die Ursache nicht benennen, was zu Frustration und Selbstablehnung führt.

Innere Widersprüche sind nicht das Problem, entscheidend ist, ob wir sie erkennen, kommunizieren und nach und nach integrieren können. Bewusstheit ermöglicht Entwicklung, während Unbewusstheit zu automatisch ablaufenden Verhaltensweisen führt, die viel Leid für uns selbst und Probleme in unseren Beziehungen verursachen können. Innere Widersprüche als Ursache für Probleme erkennt man oft daran, dass Gedanken, Gefühle und Handlungen nicht miteinander übereinstimmen. Diese Unstimmigkeiten führen zu Stress, Gefühlen von Zerrissenheit, Blockaden, Missverständnissen und wiederkehrenden Konflikten. Wenn ähnliche Konflikte immer wieder auftauchen, können sie Ausdruck von ungelösten inneren Widersprüchen sein. Unbewusste innere Widersprüche können sich auf Dauer durch körperliche Symptome bemerkbar machen, wie Nervosität, Schlafstörungen, Verspannungen, Gereiztheit oder Erschöpfung. Auch Entscheidungsschwierigkeiten, häufiges Grübeln und Gedankenschleifen, die zu keinem Ergebnis führen, können ein Hinweis auf ungelöste innere Widersprüche sein.

Diese Zeitqualität unterstützt uns darin innere Widersprüche zu erkennen, die uns davon abhalten unsere Ziele zu erreichen. Es ist sehr viel schwieriger ein Ziel zu erreichen, wenn unsere inneren Anteile in unterschiedliche Richtungen streben. Wenn mehrere der genannten Punkte auf uns zutreffen, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir unbewusste innere Widersprüche haben. Innere Widersprüche sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von Komplexität. Wenn wir die widerstrebenden Kräfte in uns selbst erkennen und sie nach und nach integrieren, gewinnen wir an innerer Freiheit, Klarheit und Authentizität.


Neumond = Neuanfang

Ein Neumond lädt uns immer dazu ein nach Innen zu schauen und uns Zeit zur Selbstreflexion zu nehmen. Dieser Neumond ist besonders introspektiv, da er in exakter Konjunktion zum rückläufigen Merkur stattfindet. Am Tag des Neumonds befindet sich Merkur im Herzen der Sonne. Die Konjunktion zwischen der Sonne und dem rückläufigem Merkur symbolisiert einen Moment, in dem wir viel Klarheit gewinnen können. Auch wenn uns ein Neumond zur Selbstreflexion auffordert, bedeutet das nicht, dass wir uns nun in ein stilles Kämmerlein zurückziehen müssen. Auch im Kontakt mit anderen kann uns sehr viel bewusst werden, wenn wir mehr darauf achten was in unserem Inneren vorgeht und welche Gefühle ausgelöst werden.

Der Skorpion ist ein Wasserzeichen und damit ein emotionales Zeichen. Zum Neumond formt sich ein großes Trigon zwischen den drei Wasserzeichen. Der Neumond im Skorpion bildet – zusammen mit dem rückläufigen Merkur – ein Trigon zu Jupiter im Krebs und ein weiteres Trigon zu Saturn und Neptun in den Fischen. Diese Zeitqualität möchte uns mehr mit unseren Gefühlen in Kontakt bringen und sie möchte uns daran erinnern, dass emotionale Intelligenz ebenso wichtig ist wie kognitive.

Dieser Neumond eignet sich hervorragend für ein klärendes Gespräch oder für ein Gespräch, in dem wir jemandem tiefere Einblicke in unser Innerstes geben. Der Skorpion ist das Zeichen der Intimität. Wenn wir einem Menschen näherkommen möchten, bietet sich jetzt eine sehr günstige Gelegenheit. Diese Zeitqualität fordert uns dazu auf eine Angst zu überwinden und etwas zu wagen, das uns ein Gefühl von Freiheit und Echtheit vermittelt. Der Skorpion ist ein fixes Zeichen, von daher ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Veränderungen, die wir jetzt vornehmen, von Dauer sind. Bevor wir eine riesige Veränderung vornehmen, sollten wir uns also vergewissern, ob wir uns in die richtige Richtung bewegen. Wenn wir momentan einen starken Drang nach Veränderung verspüren, aber nicht sicher sind, was wir wollen, dürften wir in den kommenden Wochen an Klarheit gewinnen. Da wir noch in der Rückläufigkeitsphase von Merkur sind, kann es sein, dass wir uns noch mitten im Häutungsprozess befinden. In dem Fall sollten wir uns dem Prozess der Wandlung jetzt möglichst vertrauensvoll hingeben.


Viele liebe Grüße mit den Sternen ✨

Lia


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