Montag, 22. Oktober 2018

Die heilsame Kraft der Meditation



Meditation hat mir ein vollkommen neues Leben beschert.

Wenn der Geist zum ersten Mal im Leben zur Ruhe kommt, versteht man, 
dass man jahre- oder sogar jahrzehntelang in einem inneren Gefängnis gelebt hat oder 
- im schlimmsten Fall - in seiner ganz persönlichen Hölle.

Kaum etwas beeinflusst unsere Lebensqualität so entscheidend wie ein ruheloser oder ein friedvoller Geist.

Ich hoffe, dass schon sehr bald die Zeit kommt, in der Meditation bereits im Kindergarten zum festen Bestandteil des Tagesablaufs gehört.

Wenn schon die kleinen Menschen mit einem friedlichen Geist aufwachsen, 
lösen sich damit ein Großteil aller persönlichen und aller zwischenmenschlichen Probleme. 

    

Samstag, 20. Oktober 2018

Vollmond im Stier: Bäumchen, rüttel Dich, schüttel Dich

Am 24.10.2018 erwartet uns der erste Vollmond im Stier, der zusammen mit Uranus in diesem Zeichen stattfindet. Der letzte Vollmond, der zusammen mit Uranus im Stier stattfand, ereignete sich im November 1941, also vor über 70 Jahren. Demnach haben viele von uns noch keinen Vollmond erlebt, der zusammen mit Uranus im Stier stattfand. Dieser Vollmond hebt die ungewöhnliche Mischung, die sich aus der Verbindung der Stier-Qualitäten und der Uranus-Qualitäten ergibt, besonders deutlich hervor, denn der Mond bildet eine nahe Konjunktion zu Uranus im Stier, während sich die Herrscherin des Stiers, Venus, rückläufig im gegenüberliegenden Skorpion befindet. Kurz bevor sich Uranus noch mal für einige Monate aus dem Stier verabschiedet, um in den Widder zurückzukehren, gibt uns dieser Vollmond die Möglichkeit die vergangenen Monate Revue passieren zu lassen, um erkennen zu können, was sich seit dem Eintritt von Uranus in den Stier in unserem Leben getan hat





Astrologische Grafik: 24.10.2018, 18:45h MEZ, Vollmond 01°13' Stier


Uranus ist am 15.05.2018 das erste Mal seit 1942 in den Stier eingetreten. Vom 06.11.2018 bis zum 06.03.2019 wird sich Uranus noch mal durch die letzten Grade des Widders bewegen, um seine abschließenden Reformierungen in diesem Zeichen zu vollziehen. In einigen Fällen wird Uranus im Widder viel Staub aufwirbeln und sich von seiner revolutionären, rebellischen Seite zeigen. Diejenigen, die während des Transits von Uranus durch den Widder von 2010 bis 2018 zu wenig Mut zur Veränderung aufgebracht haben, können die kommenden Monate nutzen, in denen Uranus im Widder noch mal ordentlich Schubkraft gibt, um ihr bisheriges Selbstbild auf den Kopf zu stellen und ihre Einstellung sich selbst und ihren Möglichkeiten gegenüber einer vielleicht längst überfälligen Erneuerung zu unterziehen.

In den vergangenen acht Jahren, in denen Uranus durch den Widder lief, hat der große Erneuerer uns dazu aufgefordert uns auf tiefster Ebene mit uns selbst zu verbinden. Mit Uranus im Widder geht es um die ganz ursprüngliche, authentische Persönlichkeit, die wir alle irgendwann einmal waren und die vielen von uns im Laufe des Lebens abtrainiert oder den äußeren Anforderungen entsprechend zurechtgebogen wurde. Durch die Erziehungsmaßnahmen und Einflüsse unseres Elternhauses, durch die Sozialisation, die wir alle durchlaufen haben, konnten uns mit heranwachsendem Alter verschiedene Aspekte unserer Persönlichkeit abhanden kommen. Bestimmte Teile unseres Selbst müssen sich an die äußeren Bedingungen anpassen, sie müssen sich verbiegen oder sie spalten sich unter ungünstigen Umständen sogar ganz von uns ab. Die Anpassung an äußere Bedingungen ist bis zu einem gewissen Grad eine wichtige Voraussetzung, damit wir in einer kleineren oder in einer größeren Gemeinschaft miteinander leben können. Es ist etwas vollkommen anderes wenn ein Dreijähriger einen Tobsuchtsanfall bekommt, weil er seinen Willen nicht durchsetzen kann, als wenn dies bei einem Dreißigjährigen passiert. Dementsprechend müssen wir alle lernen uns anzupassen, auf andere Rücksicht zu nehmen, uns auf sie einzustellen, uns mit ihnen zu einigen und im günstigsten Fall können wir soweit mit ihnen harmonieren, dass uns eine innige Freundschaft oder sogar eine tiefe Liebe miteinander verbindet. Es besteht jedoch ein himmelweiter Unterschied zwischen einer wünschenswerten, dem eigenen Charakter entsprechenden Anpassung, die mit einer natürlichen Entwicklung einhergeht und einem ungesunden Verbiegen, das auf Selbstverleugnung beruht oder auf der Abspaltung bestimmter Facetten der eigenen Persönlichkeit. Letzteres kann manchmal schon so früh im Leben begonnen haben, dass man längst vergessen hat, was die ursprünglichen Anlagen irgendwann einmal waren. Ein Mensch kann mit einem friedlichen, freundlichen, aufgeschlossenen Gemüt auf die Welt gekommen sein, wurde aber vielleicht in eine Familie hineingeboren, in der Streit an der Tagesordnung war und in der vielleicht sogar körperliche Gewalt die Norm war. Ein solcher Mensch wird sich bald entweder an die Gewalttätigkeit seiner Familie anpassen, er wird versuchen sich durchzukämpfen oder er wird sich unterordnen, die Gewalt nach innen richten und zusehends immer geduckter durch die Welt huschen. Diese vereinfacht beschriebene Entwicklung kann verdeutlichen, dass wir vielleicht mit ganz anderen Anlagen geboren wurden, als wir einige Jahrzehnte später meinen mögen. Der Transit von Uranus durch den Widder wollte uns in den vergangenen acht Jahren dazu verhelfen an unseren ursprünglichen Charakter anzuknüpfen und bestimmte Facetten unserer Persönlichkeit wiederzuentdecken, die eventuell im Laufe der Jahre verschütt gegangen sind oder die sich bis zur Unkenntlichkeit verbogen haben. 




Bild: Sternbild Stier, Wikimedia



Wie bereits erwähnt wird Uranus ab dem 06.11.2018 ein letztes Mal für die kommenden vier Monate in den Widder zurückkehren. Der Abschiedstanz von Uranus durch die letzten Grade des Widders wird uns in dem genannten Zeitraum für die nächsten 74 Jahre noch mal die Chance geben bestimmte Teile unserer Selbst wiederzuentdecken und ihnen neues Leben einzuhauchen. Unter dem Einfluss von Uranus lassen sich die „abgehängten“ Teile unserer Persönlichkeit besonders deutlich erkennen, indem wir auf etwaige rebellische Reaktionsweisen achten. Auch wenn wir nach außen hin vielleicht kein rebellisches Verhalten zeigen, dürften wir spüren, wenn sich der „innere Rebell“ regt. In derartigen Situationen sollte man nicht gleich die „innere Polizei“ einschalten, die überbesorgte innere Mutter oder den obrigkeitshörigen inneren Vater zu Rate ziehen, die dann mahnen „das gehört sich aber nicht“, „das macht man eben so“ oder „was sollen denn die Nachbarn denken“, sondern einen wirklich interessierten Dialog mit dem „inneren Rebellen“ aufnehmen. Dieser rebellische Anteil kann uns wertvolle Hinweise liefern, um bestimmte Ansprüche zu erkennen, die eventuell durchaus ihre Berechtigung haben.

Der Vollmond im Stier möchte ein Licht auf die Bereiche werfen, in denen wir zu unbeweglich sind oder uns festgefahren haben, in denen wir eine falsche Loyalität an den Tag legen, in denen wir versuchen etwas zu erhalten oder zu reparieren, das nicht mehr erhaltenswert oder irreparabel beschädigt ist. Wie bei jeder anderen Konstellation kommt es darauf an wie der Einzelne aufgestellt ist. Wenn man eher dazu neigt vorschnell aufzugeben, können einen die Stier-Energien darin unterstützen sich in mehr Geduld zu üben und die eigene Ausdauer zu trainieren. Wenn man dazu neigt sich schnell zu langweilen und wenn man ständig auf der Suche nach neuen Anregungen ist, ohne das bereits Angefangene zu Ende zu bringen, kann man sich an den klassischen Stier-Qualitäten orientieren, denn der Stier ist das ausdauerndste Tierkreiszeichen des Zodiaks. Diejenigen, die eher dazu neigen zu lange durchzuhalten, die dazu neigen lebendige Stärke mit verbissener Zähigkeit zu verwechseln, die immer wieder versuchen etwas neu zu beleben, das sich längst überlebt hat oder die an etwas festhalten, obwohl es ihnen nicht gut tut, können sich durch die nach Erneuerung strebenden Energien von Uranus dazu inspirieren lassen das Alte nun endgültig hinter sich zu lassen und sich auf etwas ganz Neues einzulassen.

Unter anderen Voraussetzungen könnte ein Vollmond im Stier in Konjunktion zu Uranus einem Erdbeben gleichen, das unser Leben in seinen Grundfesten erschüttert. Da Uranus jedoch rückläufig ist, da Saturn aus dem Steinbock ein harmonisches Trigon zu der Mond-Uranus-Konjunktion im Stier bildet und da Saturn sich auch in Harmonie zur Sonne und zur rückläufigen Venus im gegenüberliegenden Skorpion befindet, dürften die Veränderungen, die wir nun selbst vornehmen oder die von Außen auf uns Einfluss nehmen, einem natürlichen Entwicklungsprozess entsprechen, mit dem wir schon länger vertraut sind. Das bedeutet nicht, dass kein Einsatz gefordert ist und dass sich die Dinge nun wie von selbst erledigen. Der Stier ist das Zeichen, für das das Wort Komfortzone erfunden worden sein könnte. Der Stier ist ein Gewohnheitstier und je nachdem um welche Art von Gewohnheiten es sich handelt, kann dies sein wertvollster Trumpf oder seine sensibelste Achillesferse sein. Von daher ist es nun besonders wichtig auf unsere Gewohnheiten zu achten und gewohnheitsmäßige Reaktionsweisen zu hinterfragen








Der diesjährige Transit der Sonne durch den Skorpion ist von ganz besonderer Wichtigkeit. Jupiter ist kurz davor sich für die kommenden zwölf Jahre aus dem Skorpion zu verabschieden, um dann am 08.11.2018 in den Schützen einzutreten und damit seinen eigenen Herrschaftsbereich zu betreten. Da wo Jupiter sich befindet liegen unsere größten Wachstumschancen. Jupiter ist am 10.10.2017 in den Skorpion eingetreten. Seit Oktober 2017 hat sich vieles in der Welt getan und es ist faszinierend wie deutlich sich die Skorpion-Themen während des Transits von Jupiter durch den Skorpion überall gezeigt haben. Die skorpiontypischen Tabuthemen, Machtmissbrauch, Täter-Opfer-Themen, Gespräche über Manipulation und Sexualität waren in aller Munde, kaum das Jupiter den Skorpion im Oktober 2017 betreten hat. „Me too“ hieß es von allen Seiten und in sämtlichen Rängen. Frauen wie Männer mussten sich mit Themen auseinandersetzen, über die man sonst nicht spricht oder wenn, dann nur in einem intimen, geschützten Raum, wie in einer Therapiesitzung, die auch dem Skorpion entspricht. 

Da die Sonne der letzte Himmelskörper ist, der vor dem Austritt von Jupiter aus dem Skorpion das Zeichen des Todes und der Wiedergeburt durchwandert, ist der diesjährige Transit der Sonne durch den Skorpion besonders entscheidend. Die Sonne ist der leuchtende, lebensspendende Stern, das Zentrum unseres Sonnensystems, ohne deren wärmendes, nährendes Licht ein Leben auf der Erde in der Form nicht möglich wäre. Der diesjährige Transit der Sonne durch den Skorpion gibt uns die Möglichkeit mit einem überdimensionalen Scheinwerfer in jede Ecke eines dunklen Kellers zu leuchten. Jedes Staubkorn wird in dieser Zeit besonders plastisch hervortreten, die feinsten Spinnweben werden sichtbar, alles, was wir als Unrat ansehen, wird sich klar und deutlich von dem abheben, was für uns brauchbar, nützlich oder wertvoll ist. Mit diesem Scheinwerfer können wir die materielle Welt, sowie die immaterielle Welt beleuchten. Für einige geht es vielleicht um ein ganz tatsächliches Ausmisten von altem Zeug, das man nicht mehr braucht, das nur Platz einnimmt und den Raum unnötig vollstopft. Für andere geht es darum die inneren Räume zu durchleuchten, hier alles Überflüssige, Alte, Verbrauchte, Überholte aufzustöbern und die inneren Räume mit mehr Licht zu füllen. Im Skorpion teilen wir nicht nur unsere materiellen Ressourcen mit anderen, sondern hier können wir auch die Werte, die Meinungen, die Gefühle und die Energien von anderen übernehmen. Dies kann als eine besondere Bereicherung empfunden werden oder als eine große Belastung, je nachdem was man von anderen übernimmt. Der Vollmond im Stier bietet uns eine ausgezeichnete Möglichkeit um nun klar zu erkennen was wirklich (zu) uns gehört und was (zu) anderen gehört, denn der Stier symbolisiert unseren ganz persönlichen Besitz. Alles Fremde, Unbrauchbare und Belastende können wir nun getrost von uns abschütteln. Was sich unter diesen Einflüssen nicht so einfach abschütteln lässt, sollte man genauer unter die Lupe nehmen und sich des skorpionischen Röntgenblicks bedienen. Der Skorpion sticht und prüft. So wie ein Arzt durch Klopfen die Reflexe untersucht oder geringe Dosen eines Mittels verabreicht, um allergische Reaktionen zu testen, sollten wir uns manchmal scheinbar "giftigen" Situationen aussetzen, um unsere Triggerpunkte zu erkennen. Manche Reaktionen sind berechtigt, andere beruhen auf eingefahrenen, antrainierten Mustern, die sich kaum ändern werden, wenn wir sie nie hinterfragen und wenn wir uns keinen neuen Herausforderungen stellen.   

Der Skorpion ist das Zeichen des Loslassens, während der gegenüberliegende Stier das Zeichen des Bewahrens ist. Ein Vollmond markiert den Höhepunkt eines Zyklus und er wirft Licht auf die Bereiche, die sonst im Dunkeln liegen. In diesen Wochen können wir besonders deutlich erkennen was es loszulassen gilt, was sich zu bewahren lohnt und wovon wir gerne mehr hätten. So wie Bäume zu dieser Jahreszeit ihr Laub abschütteln, können auch wir uns nun schütteln, damit nur das erhalten bleibt, was zu uns gehört, was wir wirklich brauchen und was Substanz hat. Manchmal lohnt es sich auch an einer Beziehung zu rütteln, die zu eingefahren ist. Uranus ist der Planet der Provokation. Provokation bedeutet soviel wie Herausforderung. Wenn eine Beziehung zu festgefahren ist, mangelt es ihr vielleicht an neuen Herausforderungen. Solange man es nicht übertreibt oder sie auf Bösartigkeit beruht, kann eine Provokation durchaus nützlich sein und sie kann eine wunderbare Medizin sein, die belebt und die Lebensgeister weckt. In diesem Sinne heißt es nun: Bäumchen, rüttel Dich, schüttel Dich, zeig mir Dein wahres Gesicht...*)!


Viele liebe Grüße mit den Sternen

Lia


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Montag, 8. Oktober 2018

Neumond in der Waage: Kein Schlamm, kein Lotos







Astrologische Grafik: 09.10.2018, 05:56h MEZ, 15°48' Waage



Am 09.10.2018 findet der letzte von vier kardinalen Neumonden in diesem Jahr statt. Der Oktober Neumond findet, passend zum Zeichen des Gleichgewichts, genau in der Mitte der Waage statt. Sonne und Mond verbinden sich auf 15° Waage und bilden eine Spannung (Quadrat) zu Pluto im Steinbock und eine weitere Spannung (Quinkunx) zu Neptun in den Fischen. Spannung ist jedoch nicht gleich Spannung. Während ein Quadrat eine spürbar dynamische Qualität enthält, während es dazu anspornt aktiv zu werden und etwas mit den Energien anzufangen, ist die Spannung eines Quinkunx eher unterschwelliger Natur. Die Spannung, die durch einen Quinkunx angezeigt wird, kann ungewöhnlich lange aufrechterhalten werden, da sie nicht von der Dringlichkeit, die einem Quadrats oder einer Opposition anhaftet, begleitet wird, andererseits ist sie aber auch nicht zu leugnen. Von daher können wir uns nun fragen, ob es etwas in unserem Leben gibt das irgendwie hintergründig an uns „nagt“. Gerade unterschwellige Spannungen können auf Dauer zu unangenehmen Konsequenzen führen, da man sie oft nicht ernst genug nimmt um sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Die Zeichen Widder, Krebs, Waage und Steinbock sind die vier Stammzeichen des Zodiaks; man könnte sie als die vier „Mutterzeichen“ der anderen Zeichen ihres jeweiligen Elements bezeichnen. Die vier Kardinalzeichen leiten die vier Jahreszeiten ein. Der Widder leitet den Frühling ein, der Krebs den Sommer, die Waage den Herbst und der Steinbock den Winter. In den vier Kardinalzeichen liegt also die Kraft der Veränderung, das Element der Initiation, der Antrieb etwas in Neues Gang zu setzen und die Bereitschaft etwas Altes hinter sich zu lassen. Die vier Kardinalzeichen symbolisieren das Ende einer Phase und den Beginn eines neuen Abschnitts. So wie der Winter gehen muss, damit der Frühling kommen kann, muss der Sommer gehen um dem Herbst Platz zu machen.

Der Herbst ist naturgemäß die Zeit der Ernte. So macht es Sinn, dass mit dem Eintritt der Sonne in die Waage offiziell der Herbst beginnt, denn eine Ernte muss bemessen und gewogen werden. Auch wenn heutzutage wahrscheinlich wenige von uns hauptberuflich Obst und Gemüse ernten, bietet sich diese Zeitqualität geradezu an um Bilanz zu ziehen. Je nachdem in welchem Lebensbereich der Neumond für uns persönlich stattfindet, möchte hier etwas abgewogen und gegebenenfalls ins Gleichgewicht gebracht werden. Angezeigt durch die astrologischen Häuser lässt sich erkennen, ob im partnerschaftlichen oder im familiären Bereich etwas ins Gleichgewicht gebracht werden will, ob der finanzielle Bereich nun im Vordergrund steht, ob der gesundheitliche Bereich oder ein anderer Lebensbereich betroffen ist. Wenn man sein Horoskop nicht kennt, wird man wahrscheinlich trotzdem fühlen in welchen Lebensbereichen etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist oder gewisse Angelegenheiten ungerecht verlaufen. In der Waage geht es ums Gleichgewicht, es geht um Fairness, um Gerechtigkeit und es geht um die Harmonie und den Frieden, die durch Ausgewogenheit entstehen.

Da das Gefühl von Gleichgewicht ziemlich subjektiv sein kann und es von daher etwas Relatives hat, können wir oft nur selbst entscheiden, was wir persönlich als gleichgewichtig, fair und gerecht empfinden. Selbst in juristischen Angelegenheiten, die auch durch die Waage symbolisiert werden, gibt es häufig verschiedene Meinungen und Sichtweisen und auch professionelle Juristen brauchen ausreichend Zeit um zu einem ausgewogenen Urteil zu gelangen. Für einige von uns kann es derzeit tatsächlich um juristische Angelegenheiten gehen, die nun geklärt werden wollen. Wenn dies der Fall ist, wird man wahrscheinlich mit einigem Gegenwind rechnen müssen, denn nicht nur die Sonne und der Mond in der Waage befinden sich in der erwähnten Spannung, auch die Herrscherin des Neumonds, Venus, befindet sich rückläufig im Skorpion in Spannung zu Mars im Wassermann. Da Venus Ende Oktober 2018 in die Waage, in das Zeichen der Gerechtigkeit, zurücklaufen wird, dürfte derjenige, der sich im Recht befindet, letztlich auch zu seinem Recht kommen. Man sollte nun jedoch nicht den Fehler machen sich unter Druck setzen zu lassen - auch nicht unter den Druck auf die Tränendrüse - und sich dadurch zu voreiligen, unüberlegten Handlungen hinreißen lassen. Wer sich derzeit in einem Rechtsstreit befindet oder in einer anderen Situation, in der ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn gefragt ist, kann sich an die Zeit Mitte Juli 2018 zurückerinnern, denn die Sonnenfinsternis, die am 13.07.2018 im Krebs stattfand, befand sich auch im Spannungsaspekt zu Pluto im Steinbock. Die derzeitige Situation könnte für einige also mit einem Thema zusammenhängen, das Mitte Juli 2018 schon mal für sie aktuell war.

Diejenigen von uns, die sich zwar nicht in einem Rechtsstreit, aber dennoch in einer Situation befinden, in der das Thema Gerechtigkeit eine Rolle spielt, können sich ein Beispiel am Ablauf einer Gerichtsverhandlung nehmen. Die Waage ist das einzige Objekt des Zodiaks. Aus dem Grund ist sie auch das Zeichen der Objektivität. Wenn wir uns in einer Situation befinden, in der unser Gerechtigkeitssinn gefragt ist, können wir versuchen die jeweilige Angelegenheit so objektiv wie möglich zu betrachten. So wie ein Richter nicht aus dem Bauch raus und aufgrund von persönlichen Vorlieben oder Abneigungen eine Entscheidung treffen kann, sondern sich Zeit nehmen sollte um die Fakten zu studieren, können auch wir uns nun ausreichend Zeit nehmen um die Lage zu überdenken, wenn wir eine wichtige Entscheidung zu treffen haben. Die Spannungen zwischen der rückläufigen Venus und Mars zeigen an, dass die Gemüter nun allzu leicht erhitzt werden können und dass die Perspektive sehr subjektiv gefärbt sein kann. Die rückläufige Venus im Skorpion kann die Themen Betrug, Eifersucht, Neid, Manipulation, Gier, Machtgelüste, Machtmissbrauch und Kontrollbedürfnisse auf den Plan rufen. Man könnte sich hintergangen oder ausgenutzt fühlen und vielleicht auch zu Recht. Da die Waage das Zeichen des Karmas ist, sollte man nun aber möglichst nicht Gleiches mit Gleichem vergelten wollen, wenn man sich nicht auf niedere Bewusstseinsebenen ziehen lassen will. Andererseits ist nur in bestimmten Fällen anzuraten die andere Wange auch noch hinzuhalten, denn dies setzt voraus, dass man es mit jemandem zu tun hat, der über ausreichend Selbstreflexion verfügt und der demnach auch Einsicht zeigen kann.

In Anbetracht der Spannungen kommt die Fähigkeit der Waage die Dinge objektiv zu betrachten sehr gelegen. Da aber jedes Zeichen seine Schattenseiten hat, sollte man sich vergewissern, ob man sich tatsächlich um Objektivität bemüht oder ob man eventuell in dissoziative Verhaltensweisen abrutscht. Das Objektivieren, Relativieren und Intellektualisieren der Waage kann unter Umständen so übertrieben werden, dass man sich zu sehr von seinen Gefühlen entfernt und sich selbst oder andere auf diese Art tatsächlich zum Objekt macht.

Fälschlicherweise wird die Waage oft als ausbalanciert und gleichgewichtig bezeichnet. Die Waage strebt zwar das Gleichgewicht an, sie ist aber in sich ein Zeichen der Extreme. Von daher kann man unter einem starken Waage-Einfluss auch zwischen Extremen hin – und her pendeln. Man könnte eine Angelegenheit zeitweise übermäßig emotional betrachten und dann ins andere Extrem schwanken und sich zu sehr von seinen Gefühlen entfernen. Da sich zum Neumond auch Merkur, der Kommunikationsplanet, in der Waage befindet, könnte sich das Schwanken zwischen Extremen auch in Gedanken oder in Gesprächen abspielen. Die Waage hat die Aufgabe Extreme auszuloten um letztlich zu der von ihr ersehnten „goldenen Mitte“ zu finden. Wenn man von vornherein an einer bereits bestehenden Mitte festhalten würde, ohne Extreme auszuloten, dürfte diese Mitte ziemlich flach und eindimensional sein. Das Wachstum der Waage besteht darin sich immer wieder von einer bereits bestehenden Mitte zu entfernen, dabei neue Weiten, Tiefen und Grenzen auszuloten und dadurch zu einer neuen, umfangreicheren und tiefgründigeren Mitte zu gelangen.

Da die Waage ein Luft-Zeichen ist, ist sie ein Zeichen des Intellekts. In der Welt des Verstandes kann kein dauerhaftes Gleichgewicht aufrechterhalten werden, denn so ziemlich jede Aussage kann durch eine andere Aussage entweder widerlegt, entkräftigt, infrage gestellt oder ergänzt werden. Deshalb besteht eine große Herausforderung für die Waage darin zu geistigem Frieden zu finden. Frieden im Geiste kann nur aufrechterhalten werden, wenn man auch friedliche Gefühle hat. Friedliche Gefühle können nur erreicht werden, wenn Gefühle ausreichend verdaut werden.

Ein Fallstrick kann für die Waage darin liegen, dass sie den unrealistischen Anspruch haben kann sich in einer andauernden Harmonie zu befinden. Die Waage wird von der Venus beherrscht, von der Göttin der Schönheit und der Liebe, wobei Venus vor allem die sinnliche, begehrliche Seite der Liebe symbolisiert. Venus befindet sich zum Neumond rückläufig im Skorpion. Im Skorpion muss Venus lernen, dass das Leben nicht nur aus Schönheit, Liebe und Harmonie besteht, sondern dass das Leben auch seine Schattenseiten hat. Im Skorpion werden wir mit unseren eigenen Abgründen, mit den Abgründen von anderen und mit den Abgründen des Lebens allgemein konfrontiert. Im Skorpion geht es darum sich mit den dunklen Aspekten des Daseins auseinanderzusetzen und sich idealerweise mit ihnen zu versöhnen. Wenn wir lernen auch die Dunkelheit zu lieben, ihre ganz eigene Schönheit zu erkennen und sie wertzuschätzen, können wir das Dunkle ans Licht holen und wir können geläutert, gereift und gestärkt aus der skorpionischen Unterwelt hervorgehen und so zu einer neuen, tieferen Mitte finden.

Ein interessanter historischer Aspekt zeigt auf, dass die Waage wesentlich mehr mit dem Skorpion gemein hat, als man zunächst meinen könnte. Bei den alten Babyloniern, den alten Griechen und den alten arabischen Astronomen, die allesamt einen wesentlichen Beitrag zur Sternenkunde geleistet haben, galt die Waage nicht als ein eigenständiges Sternbild, sondern sie wurde als ein Teil des Sternbildes Skorpion angesehen. Im Sternbild Waage, wie wir es heute kennen, erkannten die Astronomen der Antike die Klauen, bzw. die Scheren des Skorpion. Die Waage ist also sozusagen der Vorhof zum Skorpion. Während die Waage astrologisch die Begegnung mit anderen Menschen symbolisiert, geht es erst im Skorpion ans Eingemachte





Sternbild Waage, Public Domain



In der von Venus beherrschten Waage wollen wir uns von unseren besten Seiten zeigen um überhaupt an das zu kommen, was wir uns im Skorpion erhoffen. Im Skorpion geht es um Intimität, um Sexualität, um die gemeinsame Kasse, das gemeinsame Haus, die gemeinsame Firma, die gemeinsame politische Partei und um andere Bereiche, in denen wir das, was uns gehört, mit dem teilen, was anderen gehört.

Wenn wir über den Vorhof des Skorpions hinauskommen und anderen auf tieferen Ebenen begegnen wollen, sollten wir auch die von der Waage beherrschten Gesetze beachten. Die Gesetze, die von der Waage beherrscht werden, beziehen sich auf juristische Gesetze, aber auch auf zwischenmenschliche Gesetze, die oft unausgesprochen bleiben, die aber dennoch so ziemlich jeder kennt. Ein solches "Gesetz" besagt zum Beispiel, dass man nicht mit dem Partner der besten Freundin ins Bett springt oder dass man nicht im Beisein seines Partners mit anderen flirtet. Derartige Gesetze müssen normalerweise nicht besprochen werden, da sie jeder kennt.

In der Waage geht es aber auch um unsere ganz individuellen „Gesetze“, um unsere persönlichen Prinzipien, um unsere Dos and Don'ts“ und um sogenannte Dealbreaker. Jeder weiß, dass es Gesetze gibt, die Betrug, Vergewaltigung, Diebstahl und Mord möglichst verhindern sollen. Jeder weiß, dass man mit ernsthaften Konsequenzen zu rechnen hat, wenn man gegen diese Gesetze verstößt. Aber nicht jeder kann unsere ganz persönlichen Gesetze kennen, so geht es in der Waage auch darum anderen zu zeigen wer wir sind, was wir wollen und was wir nicht wollen. Saturn, der Planet der Grenzen, der Eigen-Verantwortung und der Verbindlichkeit, ist in der Waage erhöht. Von daher spielen die genannten saturnischen Themen in unseren Beziehungen eine entscheidende Rolle.

Wir können uns ungerecht behandelt fühlen, wir können uns angegriffen fühlen, wir können das Gefühl haben ausgenutzt zu werden, aber wenn andere nicht wissen, was uns verletzt und wie wir funktionieren, wie können wir ihnen dann die Schuld geben, wenn uns ihr Verhalten verletzt? Wenn unsere beste Freundin mit unserem Partner flirtet oder wenn sie sogar mit ihm ins Bett springt, dann muss man dazu nicht mehr viel sagen, denn derartige „Gesetze“ kennt jeder, es sei denn man verkehrt in ganz speziellen Kreisen, in denen andere Regeln gelten, wie z.B. in einer Hippie-Kommune, die freien Sex für jedermann propagiert. Wenn man nicht gerade in solchen Kreisen verkehrt, muss man keine großen Diskussionen führen, wenn jemand gegen allseits bekannte zwischenmenschliche Gesetze verstößt, sondern man sollte seine Konsequenzen ziehen. Wenn es sich jedoch um eine Verletzung unserer ganz persönlichen „Gesetze“ handelt, sollten wir uns fragen, ob wir anderen unsere Grenzen auch deutlich genug aufgezeigt haben. Die Waage möchte sich gerne von ihren besten Seiten zeigen, sie liebt den stilvollen, kultivierten Umgang und sie betet Harmonie geradezu an. Von daher kann sich eine Schattenseite der Waage in einer schönen Fassade und in einer Scheinharmonie zeigen, die dadurch entstehen kann, dass sie nicht rechtzeitig sagt, wenn ihr etwas gegen den Strich geht. Wenn die Harmonie dann aber ganz aus den Fugen zu geraten droht, kann die Waage unvermittelt explodieren und derartig ausrasten, dass der andere gar nicht weiß wie ihm geschieht. Gerade weil man die Waage immer als so freundlich, charmant und ausglichen erlebt hat, kann man sich von ihr betrogen fühlen und man kann das Gefühl haben, man habe auf einmal einen ganz anderen Menschen vor sich. Dieser "andere Mensch" ist jedoch auch Teil der Waage und wenn sie nicht versucht diesen Teil zu integrieren, wird er immer wieder Probleme bereiten. Auf unsere Beziehungen übertragen, die astrologisch durch die Waage symbolisiert werden, bedeutet dies, dass unsere Beziehungen großen Schaden erleiden können, wenn wir bestimmte Aspekte unserer Beziehung versuchen unter den Teppich zu kehren. Dann kann es irgendwann ganz plötzlich - wenn die Waage kippt -zum Knall, zum großen Bruch kommen, obwohl die Beziehung doch scheinbar so gut zu laufen schien.

Wir können uns anlässlich des Neumonds in der Waage fragen, ob wir in unseren Beziehungen klar kommunizieren, ob wir zu viel Wert darauf legen uns immer im besten Licht zu präsentieren, ob wir die Seiten, die wir als unschön empfinden, vor anderen verbergen, ob wir versuchen einem bestimmten Bild zu entsprechen und ob wir versuchen eine Scheinharmonie aufrechtzuerhalten, obwohl uns eigentlich ganz anders zumute ist. In offiziellen oder in losen Beziehungen ist es oft durchaus sinnvoll einen gewissen Schein zu wahren und anderen keine tieferen Einblicke zu gewähren, aber in unseren persönlichen Beziehungen, in den Beziehungen, die uns wirklich wichtig sind, sollten wir anderen die Chance geben uns mit allen unseren Ecken und Kanten kennenzulernen. Diese Chance sollten wir uns auch selbst geben, denn wir werden nie wissen wie jemand wirklich zu uns steht, wenn wir uns zu sehr darum bemühen uns immer nur von unserer Schokoladenseite zu präsentieren.

Eins meiner Lieblingszitate von Carl Gustav Jung lautet „Ich will lieber ganz als gut sein“. Ganz zu werden bedeutet auch heil zu werden. Um ganz sein zu können, muss man auch seine Schattenseiten an-erkennen und sie integrieren. Das bedeutet nicht, dass man nachlässig und selbstgerecht werden sollte, indem man meint, andere müssten alles akzeptieren und sie müssten auch die übelsten Launen ertragen. Das wäre dann wieder das andere Extrem, in das die Waage abdriften kann. Wenn man tatsächlich bereit ist sich mit seinen Schattenseiten auseinanderzusetzen, sie zu hinterfragen, sie Stück für Stück zu entblättern und die bisher stiefmütterlich behandelten Wesensanteile nach und nach zu integrieren, verfällt man nicht in Extreme. Extreme Verhaltensweisen sind ein Ausdruck von Eigenschaften, die bislang nicht richtig integriert wurden.

Eine buddhistische Weisheit besagt „kein Schlamm, kein Lotos“. Die im Schlamm erblühende Lotosblume ist ein klassisches Venus-Symbol. Die Lotosblume verkörpert Schönheit, Reinheit, Liebe und sie symbolisiert auch die Vagina. Die rückläufige Venus im Skorpion fordert uns dazu auf mit der skorpiontypischen Leidenschaft im Schlamm zu wühlen. Venus will sich normalerweise nicht die Finger schmutzig machen, aber im Skorpion kommt sie nicht umhin auch mal mit den Händen im Dreck zu wühlen. Pluto, der Herrscher des Skorpions, ist der Gott der Unterwelt. In der Unterwelt begegnen wir unseren eigenen Schatten und den Schatten von anderen. Die Unterwelt beherbergt aber auch die größten Bodenschätze, warum Pluto „der Reiche“ genannt wird. Vielleicht haben wir bestimmte Eigenschaften, die wir versuchen vor anderen zu verbergen. Die rückläufige Venus im Skorpion fordert uns dazu auf uns mit den bislang stiefmütterlich behandelten Aspekten unserer Selbst auseinanderzusetzen. Vielleicht sind übermäßig eifersüchtig, vielleicht sind wir geizig, vielleicht sind wir neidisch auf andere, vielleicht sind wir besonders gierig, vielleicht sind wir sehr nachtragend... Was immer die Eigenschaften sind, die wir an uns selbst nicht mögen, wir sollten nun versuchen sie zu ergründen, uns mit ihnen auseinanderzusetzen und uns mit ihnen anzufreuden. Wenn wir sie annehmen, kann sich ihre Dunkelheit in Licht verwandeln. Um die Verwandlung geht es im Skorpion, denn der Skorpion ist das Zeichen der Transformation.



Bild: Wikimedia


Da der Neumond im Beziehungszeichen Waage stattfindet, kann es durchaus sein, dass unser Fokus nun vielmehr auf anderen liegt, als auf uns selbst. Vielleicht hat man es tatsächlich mit jemandem zu tun, der einen großen Fehler gemacht hat oder der sich irgendwie daneben benommen hat. Im Englischen gibt es die schöne Redewendung "Fool me once, shame on you. Fool me twice, shame on me". Sinngemäß bedeutet das soviel wie „Wenn Du mich einmal verarschst, liegt die Schuld bei Dir. Wenn Du mich zum zweiten Mal verarschst, ist es meine eigene Schuld“. Jeder kann einem Menschen begegnen, der unehrlich ist. Wenn man sich jedoch immer wieder von einem solchen Menschen an der Nase herumführen lässt, obwohl man bereits schlechte Erfahrungen mit ihm gemacht hat, dann ist es an der Zeit sich an die eigene Nase zu fassen und bei sich selbst zu schauen. Die Waage ist ein Spiegelzeichen. Durch unsere Beziehungen können wir uns selbst erkennen. Ein Spiegel kann ein klares Bild spiegeln, ein Spiegel kann aber auch verzerren oder nur bestimmte Ausschnitte zeigen. Von daher heißt es nicht, dass man selbst auch andere betrügt, wenn man einem Betrüger zum Opfer fällt. Wenn man jedoch immer wieder auf den gleichen Betrüger reinfällt, dann betrügt man zumindest eine Person, nämlich sich selbst. Wenn man sich immer wieder ungerecht behandeln lässt, wird man sich selbst nicht gerecht und man verhält sich auch demjenigen gegenüber ungerecht, der einen unfair behandelt. Wenn dies der Fall ist, kann diese Zeitqualität dabei behilflich sein der Sache auf den Grund zu gehen, etwaige Probleme anzusprechen oder im Ernstfall eine Beziehung ganz zu beenden. Unter dem Einfluss der Spannungen von Pluto und Neptun zum Neumond in der Waage können die Zusammenhänge so komplex sein, das sie nicht so einfach auszumachen sind. Manchmal kann man das Übel nicht gleich bei der Wurzel packen, sondern man muss sich erst mal um die Symptome kümmern und Schadensbegrenzung betreiben. Falls man sich also in der Beziehung zu einem Menschen befindet, der einen in irgendeiner Form immer wieder hintergeht oder der einem, aus welchem Grund auch immer, einfach nicht gut tut, sollte man nun die nötigen Konsequenzen ziehen. Der Oktober Vollmond findet am 24.10.2018 im anderen Venus-Zeichen, nämlich im Stier statt. Der Stier ist das Zeichen des Selbstwerts und all dessen was uns lieb und teuer ist. Venus, die Herrscherin des Stiers und der Waage, symbolisiert den Selbstwert und die Selbstliebe, welche die Grundlage für erfüllende Beziehungen zu anderen Menschen bilden. Da ein Neumond uns immer darin unterstützen möchte etwas Neues zu beginnen und da der Neumond in der Waage in einem Vollmond im Stier mündet, sollten wir in diesen Zeiten besonders auf das achten, was wir als kostbar empfinden und damit natürlich auch auf uns selbst.

Wenn man nun keine nennenswerten Probleme in Beziehungen hat, kann man den Neumond in der Waage gut nutzen um sich den angenehmen Seiten der Waage zu widmen. Die Waage symbolisiert Stilempfinden, Ästhetik, guten Geschmack, Kunst und Kultur. Vielleicht möchte man seine Wohnung verschönern oder seine Garderobe aufbessern. Vielleicht möchte man sich einfach mehr mit Schönheit umgeben, zum Beispiel indem man eine Ausstellung besucht, ins Theater, in die Oper oder ins waagetypische Ballett geht. Da Venus rückläufig ist, sollte man, den klassischen Regeln einer rückläufigen Venus entsprechend, nun keine allzu drastischen Veränderungen vornehmen, wie z.B. eine extreme Typveränderung, die Haare von ganz lang auf ganz kurz schneiden, sie von blond auf schwarz färben oder sich einer plastischen Operation unterziehen. 

Wie das Wort „rückläufig“ besagt, kann etwas, das uns einmal viel wert war, nun in unser Leben zurückkehren und wieder an Wert gewinnen. Vielleicht möchte man Kontakt zu einer alten Freundin aufnehmen, die man lange nicht mehr gesehen hat oder mit der man Krach hatte. Vielleicht möchte man ein bestimmtes Hobby wieder aufnehmen, das man vernachlässigt hat. Vielleicht möchte man sich mit einem Ex-Partner aussprechen, von dem man sich unter unschönen Umständen getrennt hat.

Nicht immer kann alles so glatt, so schön und so harmonisch laufen, wie man es in der Waage gerne hätte. Im Skorpion können wir lernen, dass Konflikte zu einer echteren Harmonie, zu mehr gegenseitigem Verständnis und zu einer vertieften Intimität verhelfen können. Voraussetzung dafür ist, dass beim Austragen von Konflikten das Waage-Ideal beherzigt wird, fair und stilvoll zu kämpfen. Wenn jemand auch in Streitsituationen Anstand wahrt, kann man davon ausgehen, dass man es tatsächlich mit einem anständigen Menschen zu tun hat. Wie bereits erwähnt gehörten die Waage und der Skorpion einst zusammen. Für einige von uns ist es nun an der Zeit wieder zusammenzuführen was zusammen gehört, in diesem Sinne die tiefgründige, konfliktfähige Seite des Skorpions, die sich nicht vom schönen Schein blenden lässt und die auch nicht davor zurückschreckt sich mit Tabuthemen auseinanderzusetzen und die auf Fairness und einen kultivierten Umgang ausgerichtete Seite der Waage, für die selbst ein Kampf noch ästhetisch sein muss und respektvoll geführt werden muss. Wenn wir lernen uns auch in schwierigen Situationen erfolgreich mit anderen auseinanderzusetzen, können wir von einer wirklichen Beziehungsfähigkeit sprechen. Wenn wir es nicht lernen, kommen wir über den Vorhof der Beziehungen kaum hinaus.





Viele liebe Grüße mit den Sternen



Lia 



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Mittwoch, 3. Oktober 2018

Rückläufige Venus ♀ 2018: Er-Finde Dich Neu = Transformation der Weiblichkeit

Verpuppe Dich. Brüte aus. Nehme auseinander und entferne oder verwandle Deine Altlasten. Bringe Ordnung ins Durcheinander. Setze neu zusammen. Knüpfe neue Verbindungen. Er-Finde Dich neu. Schlüpfe aus. Sei frei. Sei Du selbst. Breite Deine Flügel aus und genieße Dein Dasein. 

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PS: Ich meinte zum "Hexentag" an Halloween und nicht zur Walpurgisnacht...*)!


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Daten zur Rückläufigkeitsphase von Venus: 

03.09.2018 Venus betritt ihren Schatten 25°14´47 Waage
05.10.2018 Venus wird rückläufig 10°50´22 Skorpion
16.11.2018 Venus wird direkt 25°14´47 Waage
18.12.2018 Venus verlässt ihren Schatten 10°50´22 Skorpion

Alle Venus Transite von Beginn ihrer Schattenphase am 03.09.2018 bis zum Austritt aus ihrem Schatten am 18.12.2018:

08.09.2018 22:38:00 MEZ/S Venus Quadrat Mars 29°37´00 Waage / Steinbock
10.09.2018 11:16:40 MEZ/S Venus Quincunx Chiron 00°42´10 Skorpion / Widder (d/r)
12.09.2018 11:02:00 MEZ/S Venus Opposition Uranus 02°03´37 Skorpion / Stier (d/r)
13.09.2018 05:57:30 MEZ/S Venus Sextil Saturn 02°34´44 Skorpion / Steinbock
14.09.2018 09:52:20 MEZ/S Venus Quadrat mittlerer Mondknoten 03°19´21 Skorpion / Löwe (d/r)
19.09.2018 01:01:10 MEZ/S Mars Quadrat Uranus 01°52´13 Wassermann / Stier (d/r)
19.09.2018 14:05:00 MEZ/S Venus Biquintil Chiron 06°17´42 Skorpion / 00°17´42 Widder (d/r)
20.09.2018 13:20:10 MEZ/S Venus Quintil Pluto 06°47´03 Skorpion / 18°47´03 Steinbock (d/r)
11.10.2018 04:29:10 MEZ/S Venus Quadrat Mars 10°16´59 Skorpion / Wassermann (r/d)
15.10.2018 22:20:30 MEZ/S Merkur Konjunktion Venus 08°50´45 Skorpion (d/r)
20.10.2018 06:06:50 MEZ/S Venus Quintil Pluto 06°50´49 Skorpion / 18°50´49 Steinbock (r/d)
23.10.2018 20:07:30 MEZ/S Venus Biquintil Chiron 04°49´41 Skorpion / 28°49´42 Fische (r/r)
24.10.2018 14:51:40 MEZ/S Venus Sextil Saturn 04°21´41 Skorpion / Steinbock (r/d)
26.10.2018 16:16:10 MEZ/S Sonne Konjunktion Venus 03°06´30 Skorpion (d/r)
30.10.2018 07:28:00 MEZ Venus Quadrat mittlerer Mondknoten 00°53´21 Skorpion / Löwe (r/r)
31.10.2018 09:45:00 MEZ Venus Opposition Uranus 00°15´25 Skorpion / Stier (r/r)
03.11.2018 19:16:30 MEZ Venus Quincunx Chiron 28°27´30 Waage / Fische (r/r)
09.11.2018 16:11:50 MEZ Venus Trigon Mars 26°11´26 Waage / Wassermann (r/d)
28.11.2018 13:03:30 MEZ Venus Quincunx Chiron 27°57´09 Waage / Fische (d/r)
01.12.2018 03:13:00 MEZ Venus Opposition Uranus 29°09´22 Waage / Widder (d/r)
01.12.2018 05:17:50 MEZ Venus Quadrat Mondknoten 29°11´59 Waage / Krebs (d/r)
09.12.2018 01:54:30 MEZ Venus Biquintil Chiron 03°53´53 Skorpion / 27°53´53 Fische (d/r)
14.12.2018 17:06:30 MEZ Venus Quintil Pluto 08°02´04 Skorpion / 20°02´04 Steinbock
16.12.2018 15:26:30 MEZ Venus Sextil Saturn 09°34´19 Skorpion / Steinbock 



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Dienstag, 18. September 2018

Vollmond im Widder: Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst




Astrologische Grafik: 
Vollmond 01°59' Widder am 25.09.2018 um 04:52h MESZ


Am 25.09.2018 erwartet uns ein ebenso kraftvoller wie kompliziert aufgestellter Vollmond im Widder. Da dieser Vollmond auf der Beziehungsachse Widder-Waage stattfindet, wird die gesamte Palette der Beziehungen in diesen Wochen in den Fokus gerückt. Hier geht es um Liebesbeziehungen, um berufliche Partnerschaften, um freundschaftliche Beziehungen und nicht zuletzt um die grundlegendste Beziehung, die ein jeder von uns hat, nämlich um die Beziehung zu uns selbst. Die Beziehung zu uns selbst, unsere „innere Ehe“, bildet die Basis für eine jede andere Beziehung, von daher lohnt es sich dieser Beziehung besonders viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Sonne befindet sich zusammen mit dem Kommunikationsplaneten Merkur im Beziehungszeichen Waage und der Mond bildet eine Konjunktion zu Chiron im gegenüberliegenden Widder. Mars, der Herrscher des Widders, bildet aus dem Wassermann ein unterstützendes Trigon zur Sonne und zu Merkur in der Waage und ein anregendes Sextil zu Chiron und zum Mond im Widder. Mars befindet sich allerdings auch in Spannung zu Uranus im Stier und nach wie vor in Spannung zu Venus im Skorpion. Die beiden Herrscher dieses Vollmonds, Mars und Venus, das männliche und das weibliche Prinzip, liegen also immer noch im Clinch miteinander oder sie erzeugen eine stimulierende, inspirierende Reibung, je nachdem wie ausgewogen der Einzelne seine männlichen und seine weiblichen Seiten lebt und inwieweit man bereit ist im Inneren und/oder im Außen bestimmte Anpassungen vorzunehmen

Es handelt sich seit dem Eintritt von Chiron in den Widder am 17.04.2018 um den ersten Vollmond, der zusammen mit dem Zentaur im Widder stattfindet. Chiron wird aufgrund seiner mythologischen Geschichte in Astrologiekreisen der „verwundete Heiler“ genannt, da er der Erzählung nach ein großer Heiler war, der alle anderen heilen konnte, sich seiner eigenen Verletzung jedoch hilflos ausgeliefert sah, als er eines Tages selbst verwundet wurde. Die Bezeichnung „verwundeter Heiler“ bezieht sich zwar auf einen wichtigen Teil von Chirons Geschichte, aber dieser Titel kann auch irreführend sein. Viele Menschen identifizieren sich mehr oder weniger unbewusst mit dem Bild des verwundeten Heilers, das uns sagt wir könnten etwas für andere tun, was wir für uns selbst nicht tun können und wir müßten unsagbare Qualen erleiden um Erlösung zu finden. Der verwundete Heiler begegnet uns nicht nur in der Geschichte Chirons, denn auch die Figur des leidenden Christus, der sich zugunsten der Menschheit opferte, ist nach wie vor tief im kollektiven Unbewussten verankert.

Chiron hat astrologisch einen engen Bezug zu dem Bild des sich opfernden Christus. Wenn wir hören, dass sich eine Mutter, ein Vater, eine Nonne, ein Priester oder irgendein Mensch zugunsten von anderen aufopfert, ziehen viele von uns zwar den Hut vor der Selbstlosigkeit dieses Menschen, jedoch wollen die wenigsten von uns an seiner Stelle sein. Mit Chiron im Widder geht es um das verwundete Selbstbewusstsein, um Identitätsprobleme und um das verletzte Ego. Menschen mit Chiron im Widder befinden sich oft in dem Zwiespalt, dass sie einerseits ihren eigenen Weg verfolgen wollen und ihren eigenen Willen durchsetzen wollen, aber andererseits haben sie oft Probleme dies zu tun, da sie nicht als egoistisch angesehen werden wollen. Häufig wurde ihnen in ihrer Kindheit ein Schuldgefühl im Zusammenhang mit ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Willenskraft vermittelt oder aber sie mussten der Held der Familie sein und hatten es dann irgendwann satt immer für die anderen zu kämpfen, während sie selbst andauernd zu kurz kamen. Chiron im Widder weist auch auf ein Problem im Umgang mit und im Ausdruck von Aggressionen hin. Der Widder ist das Zeichen des Egos, des persönlichen Willens, des Durchsetzungsvermögens, des Identitätsbewusstseins und des Mutes. Von daher ruft Chiron im Widder die genannten Themen in den kommenden Jahren auf den Plan und will hier zur Heilung verhelfen

Als das erste Zeichen des Zodiaks braucht der Widder eine geballte Kraft um die Initiative zu ergreifen, um den inneren Schweinehund zu überwinden, um erobern und durchdringen zu können. Das symbolische Bild, das dem Widder entspricht, ist der Frühlingsbeginn, damit einhergehend symbolisiert der Widder die jungen Pflanzen, die sich im Frühjahr ihren Weg durch die Erde bahnen, die Erdoberfläche durchstoßen und zu sprießen beginnen. „Beginn“ ist von daher ein wesentliches Stichwort im Zusammenhang mit dem Widder, denn als das erste Zeichen im Tierkreis symbolisiert er den Anfang oder die Geburt von etwas Neuem.

In diesem Jahr hat der Vollmond im Widder besonders viel Erfahrung im Gepäck, denn Mars, der Herrscher des Widders, der astrologisch das männliche Prinzips verkörpert, musste sich während seiner Rückläufigkeitsphase mit seiner mehrfachen Spannung zu Uranus im Stier den ganzen Sommer 2018 hindurch einigen außergewöhnlichen Herausforderungen stellen. Unsere männlichen Energien hatten also besondere Aufgaben zu meistern und viele von uns dürften im Sommer 2018 einschneidende Erfahrungen gemacht haben, die sie aber auch ein großes Stück weiterbringen konnten. 

Der Widder symbolisiert in der klassischen Astrologie den Krieger, den Eroberer oder den Pionier; im Tarot korrespondiert der Widder mit dem Herrscher oder dem Kaiser. Zeitgemäßer ausgedrückt symbolisiert der Widder den Teil in uns, der sich für etwas einsetzt oder der sich gegen etwas zur Wehr setzt. Ohne die Widder-Mars-Energie würde keiner von uns seinen Allerwertesten vom Sofa erheben, wir würden nichts in Angriff nehmen und das „beste Stück“ des Mannes würde ohne die mutige, erobernde, tatkräftige Energie, die durch Mars verkörpert wird, ebenso süß und sanft vor sich hin dösen, wie der Rest der Welt. Wenn diese Welt nur von der weiblichen Energie beseelt wäre, die astrologisch durch Venus verkörpert wird, könnten wir hier auf Erden zwar in einem friedlichen und reich bestückten Schlaraffenland leben, aber kaum etwas würde sich bewegen und wenn, dann in zeitlupenhafter Faultiermanier. Wir brauchen die männliche Energie zweifellos damit die Dinge in Bewegung kommen. Die Frage ist jedoch wie wir konstruktiv mit den männlichen Energien umgehen können, denn viele von uns, ob männlichen oder weiblichen Geschlechts, haben Schwierigkeiten zu einem ausgewogenen Ausdruck ihrer Mars-Kräfte zu finden. Einige Menschen neigen dazu zu forsch und zu dominant zu sein, sie hetzen von einem Termin zum anderen, sie wollen immer ihren Willen durchsetzen und erwarten, dass jeder nach ihrer Pfeife tanzt, während andere zu wenig Durchsetzungsvermögen haben, sich selbst zu wenig zutrauen, zu schnell klein beigeben oder sich antriebslos fühlen und gar nicht wissen was sie wirklich wollen. Beide Extreme weisen darauf hin, dass man die Mars-Energien bisher noch nicht erfolgreich integriert hat. Mars hat astromedizinisch einen direkten Bezug zu den Muskeln und so können wir die Mars-Qualitäten auch wie einen Muskel trainieren.

Der Vollmond auf der Ache Widder-Waage möchte ein Licht auf eventuelle Unausgewogenheiten in unseren Beziehungen werfen. Gehören wir eher zu den Menschen, die immer das Sagen haben wollen, sind wir schnell gereizt sobald jemand nicht tut was wir wollen, bekommen wir oft gespiegelt, dass wir uns anderen gegenüber unsensibel oder zu rabiat verhalten? Passen wir uns vielleicht zu sehr an und ordnen wir uns ohne die Situation zu hinterfragen unter? Oder befinden sich unsere aktive, männliche Seite und unsere anpassungsfähige, weibliche Seite in einem relativen Gleichgewicht, so dass es in dem Zusammenhang zu keinen nennenswerten Problemen kommt?

Im Widder geht es um unsere Antriebskraft, um unsere Willenskraft, um die Energie, die uns morgens aufstehen lässt und die uns dazu motiviert etwas in Gang zu bringen. Kurz gesagt: hier geht es um die aktive Energie. In der gegenüberliegenden Waage treffen wir auf „die anderen“ und wir erkennen, dass sich die Welt nicht nur um uns dreht. In der Waage begegnen wir einem „Du“, wir haben es mit einem Gegenüber zu tun, sei es in einer Liebesbeziehung, in einer beruflichen Beziehung, in einer freundschaftlichen Beziehung oder auch in einer Gegnerschaft, denn die Waage symbolisiert interessanterweise nicht nur die Menschen, die wir besonders lieben und die wir mögen, sondern auch die Menschen, die uns herausfordern, die uns behindern, die uns bekämpfen und die uns im schlimmsten Fall Hab und Gut oder sogar unser Leben kosten können. In der Waage können sich also nicht nur unsere Freunde, sondern auch unsere Feinde zeigen. Dass sich Freund und Feind in der Astrologie im gleichen Sektor des Zodiaks befinden, lässt darauf schließen, dass Beziehungen in erster Linie ein Lernfeld sind und dass die Begegnung mit dem Du nicht nur dazu da ist, um uns jeden Wunsch zu erfüllen, sondern eben auch um uns zu hinterfragen, um uns herauszufordern und um unsere Entwicklung anzutreiben. Manchmal lernen wir durch die angenehmen Erfahrungen, die wir in Beziehungen machen und manchmal lernen wir noch viel mehr durch die unangenehmen Erfahrungen, die wir in der Auseinandersetzung mit anderen machen. Wenn jemand ein Verbrechen begeht, dann ist sein Gegner, sein Feind, astrologisch auch in der Waage zu finden. Dieser Gegner tritt dann in der Gestalt eines Polizisten, eines Staatsanwalts oder eines Richters in Erscheinung. Die Waage symbolisiert also eine ausgleichende Instanz. Diese ausgleichende und uns ergänzende Instanz kann uns gefallen oder sie kann uns den letzten Nerv rauben, je nachdem inwieweit wir aus dem Gleichgewicht geraten sind und von daher ein Mensch oder eine Institution in unserem Leben diese Rolle für uns einnimmt, damit bestimmte Verhältnisse ins Gleichgewicht gebracht werden können.

Die Waage wird von Venus beherrscht, von der Göttin, die sämtliche Annehmlichkeiten des Lebens symbolisiert. Venus symbolisiert Liebe, Schönheit, Fruchtbarkeit, Geld, Kunst, Kultur, Luxusgüter, Wohlstand und Lebensqualität, also all das, was sich die meisten von uns wünschen. Wenn man bedenkt, dass das Partnerschaftszeichen Waage von der Venus beherrscht wird, könnte man eigentlich davon ausgehen, dass wir in unseren Beziehungen nach eben den Qualitäten suchen, die durch Venus symbolisiert werden. Auf eher unbewussten Ebenen scheinen wir uns jedoch auch manchmal zu weniger angenehmen Erfahrungen hingezogen zu fühlen, denn wie würden sich sonst die hohen Scheidungs- und Trennungsraten erklären?

Suchen wir also vielleicht auch den Schmerz, die Enttäuschung, den Streit, die Entzweiung in unseren Beziehungen oder warum gibt es so wenige Ehen, die ein Leben lang halten und noch wesentlich weniger Ehen, die man im Lebensrückblick als eine geglückte Beziehung bezeichnen kann? Oder suchen wir in der abgemilderten Form die Reibung, die Auseinandersetzung, den Konflikt, weil es zu langweilig wäre, wenn immer nur Friede und Freude in unseren Beziehungen herrschen würde? Kann sexuelle Anziehung überhaupt entstehen, wenn alles immer ganz sanft, friedlich und harmonisch vonstatten geht? Kann man auf der anderen Seite tatsächlich von sexueller Anziehung sprechen, wenn der einzige Bereich, in dem sich zwei verstehen, Sex ist, während in allen anderen Bereichen Unverständnis herrscht oder sind derartige Beziehungen vielmehr Ausdruck von ernstzunehmenden individuellen Problemen der beteiligten Personen?

Was suchen wir also in unseren Beziehungen? Was erwarten wir von anderen? Was erwarten wir von uns selbst? Sind wir bereit uns zu verändern? Versuchen wir andere zu verändern? Wie bringen wir uns in eine Beziehung ein? Was bringen wir an Altlasten mit? Erwarten wir mehr von anderen als wir geben wollen oder geben wir mehr als wir von anderen erwarten? Zeigen wir anderen klar und deutlich, was wir wollen und was wir nicht wollen oder setzen wir einfach voraus, der andere müsste irgendwie von selbst darauf kommen und wenn nicht, dann ist es halt der Falsche?

Beziehungen sind ein kompliziertes Feld und der Vollmond auf der Beziehungsachse Widder-Waage ist entsprechend kompliziert aufgestellt. Saturn, der Planet, der unsere wichtigsten und manchmal auch unsere schmerzhaftesten Lernerfahrungen symbolisiert, befindet sich im Brennpunkt eines spannungsgeladenen T-Quadrats, er bildet also einen Spannungsaspekt zum Mond und zu Chiron im Widder auf der einen Seite und zur Sonne und zu Merkur in der Waage auf der anderen Seite.

Dass Chiron, der Himmelskörper, der unsere tiefsten Verletzungen, aber auch unsere größten Heilungschancen symbolisiert, sich in Konjunktion zum Mond im Widder befindet, ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass ein entscheidender Schlüssel für etwaige Beziehungsprobleme, die wir erleben, in uns selbst liegt. Tatsächlich stellt das astrologische Symbol für Chiron einen Schlüssel dar. Eine der berühmtesten Waagen sagte „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst“ (Mahatma Gandhi). Zwar kann man nicht jedes Beziehungsproblem lösen, indem man sich selbst verändert, denn nur weil man sich selbst verändert, heißt das noch lange nicht, dass andere sich auch verändern, aber Fakt ist, dass die größten Probleme in Beziehungen ein Spiegel der Probleme sind, die der Einzelne in seine Beziehungen miteinbringt. Wir können nicht erwarten, dass sich die Probleme, die wir mit uns selbst haben, auf einmal in Luft auflösen, nur weil wir uns verlieben, weil wir einen guten Freund oder den idealen Geschäftspartner finden. Im Gegenteil werden bestimmte persönliche Probleme erst besonders offensichtlich in der Begegnung mit einem Gegenüber. Wenn wir z.B. ein Alkoholproblem haben, kann es durchaus sein, dass wir das Glas zu viel vor uns selbst rechtfertigen können oder dass es uns vielleicht gar nicht bewusst ist, dass wir zu viel trinken. Wenn wir uns dann aber in jemanden verlieben, der keinen oder sehr wenig Alkohol trinkt, könnte das Glas zu viel auf einmal zu unserem größten Problem werden, da es die Beziehung zu diesem Menschen stark belasten oder ganz verhindern könnte. Vielleicht mögen wir unseren Körper nicht, aber solange ihn niemand sieht, schauen wir ihn selbst nicht so genau an. Wenn wir uns dann verlieben, müssen wir uns mit unserem Körper auf eine ganz andere Art auseinandersetzen. Vielleicht haben wir wenig Geld, kommen alleine aber irgendwie immer über die Runden. Wenn wir uns dann in jemanden verlieben, für den gesicherte finanzielle Verhältnisse eine entscheidende Rolle spielen, könnte unsere finanzielle Lage auf einmal zum Problem werden. Vielleicht haben wir ein Problem in intimen Beziehungen unsere Gefühle zu zeigen. In freundschaftlichen Beziehungen fällt das eventuell nicht so stark ins Gewicht, aber in einer Liebesbeziehung können unausgedrückte Gefühle zum großen Problem werden, sie können ein Trennungsgrund sein oder Intimität von vornherein verhindern. Vielen Aspekten unserer Selbst begegnen wir also erst in der Beziehung mit anderen und jeder von uns bringt seine persönlichen Probleme in eine Beziehung mit ein. Idealerweise sollten unsere persönlichen Probleme durch einen uns ergänzenden Partner ausgeglichen werden und sich nicht verfielfachen. Der Lauf des Lebens will es jedoch, dass wir unsere persönlichen Probleme, wie durch ein Vergrößerungsglas, in unseren Beziehungen gespiegelt bekommen, denn auf diese Art erhalten wir die Chance uns ihnen zu stellen. Diese Zeitqualität möchte uns aufzeigen was sogenannte Dealbreaker in Beziehungen sind, worum wir also, aufgrund von negativen Erfahrungen, von vornherein einen großen Bogen machen oder wovon wir uns klar abgrenzen wollen. Diese Zeitqualität möchte uns aber auch herausfordern mal etwas ganz Neues auszuprobieren und uns auf etwas einzulassen, was bisher für uns nicht infrage kam.

Ein Vollmond möchte uns immer darin unterstützen ein Gleichgewicht zwischen entgegengesetzten Lebensbereichen oder widersprüchlichen Persönlichkeitsanteilen herzustellen. Bei einem Vollmond auf der Beziehungsachse Widder-Waage geht es darum ein Gleichgewicht zwischen unseren eigenen Bedürfnissen und den Bedürfnissen der Menschen herzustellen, mit denen wir uns in wichtigen Beziehungen befinden. Da Saturn, der Planet, der Verantwortung symbolisiert, sich zum Vollmond in Spannung zur Achse Widder-Waage befindet, können bestimmte Probleme, die wir in unseren Beziehungen erleben, damit zusammenhängen, dass ein Partner zu viel Verantwortung übernimmt, während der andere zu wenig übernimmt. Saturn symbolisiert auch Grenzen. Probleme im Zusammenhang mit Grenzen sind in Beziehungen sehr verbreitet, wobei es sich sich auch um Grenzen handeln kann, die wir unserer Beziehung zuliebe uns selbst setzen wollen, wie z.B. weniger Alkohol zu trinken, besser auf unser Geld oder auf unsere Gesundheit zu achten. Saturn symbolisiert auch Reife, erwachsene Entscheidungen und die Belohnung für einen dauerhaften Einsatz. Dementsprechend kann uns diese Zeitqualität mit bestimmten Menschen nun noch fester zusammenschweißen, weil wir erkennen, dass wir auf sie zählen können, weil sie auch unter schwierigen Umständen zu uns halten und weil sie uns eine große Stütze sind. Ein positiv gelebter Saturn kann der berühmte Fels in der Brandung sein oder die starke Eiche, die jedem Sturm standhält.

Da ein Vollmond auf der Achse Widder-Waage auf Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit in Beziehungen ausgerichtet ist und da er uns eventuelle Ungerechtigkeiten bewusst machen will, kann es in diesen Wochen vermehrt zu störenden Zwischenfällen in Beziehungen kommen oder zu einem unangenehmen Erwachen, falls wir uns in einer Beziehung befinden, in der vieles aus dem Gleichgewicht geraten ist. Je nachdem in welchen Lebensbereichen (angezeigt durch die astrologischen Häuser) der Vollmond für uns persönlich stattfindet, muss es aber nicht unbedingt um zwischenmenschliche Beziehungen gehen, der Fokus könnte nun auch auf einem Ungleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit, Karriere und Familie oder Einnahmen und Ausgaben liegen. Wo immer wir uns zu lange im Ungleichgewicht befunden haben, dürften wir es in diesen Wochen besonders deutlich zu spüren bekommen.

Da es sich um den letzten Vollmond handelt der stattfindet noch bevor der Beziehungsplanet Venus am 05.10.2018 rückläufig wird, sollten wir diese Zeitqualität nutzen, um nun ein eventuelles Ungleichgewicht ins Gleichgewicht zu bringen. Venus wird im Skorpion, im Zeichen der geteilten Ressourcen, der Intimität und der Sexualität, rückläufig, um dann in die Waage und damit in das Zeichen der Gerechtigkeit und des Karmas zurückzulaufen. Diese Zeitqualität möchte uns verdeutlichen, dass unsere Beziehungen unseren Lebensweg entscheidend mitbestimmen und dass sie unsere Lebensqualität erheblich beeinflussen. Beziehungen können das Schönste im Leben sein und wir können durch unsere Beziehungen zu wesentlich mehr Erfüllung und Wachstum finden, Beziehungen können uns das Leben unter Umständen aber auch zur Hölle machen. Von daher gibt uns diese Zeitqualität nun die Möglichkeit unser Beziehungsleben gründlich zu hinterfragen und gegebenenfalls die notwendigen Veränderungen vorzunehmen.

Dass sich der Kommunikationsplanet Merkur zusammen mit der Sonne in der Waage befindet, weist darauf hin, dass die richtige Kommunikation in unseren Beziehungen ausschlaggebend ist. Da die Waage, als das einzige Objekt im Zodiak, auch eine objektive Instanz symbolisiert, z.B. einen Mediator, einen Therapeuten, einen Anwalt oder eine andere möglichst objektive Person, die als Vermittler dient, ist diese Zeitqualität besonders gut geeignet eine solche Person hinzuzuziehen, wenn man sich in einer Beziehungskrise befindet

Was immer sich in diesen Wochen in unserem Leben zeigt: wir sollten auftauchende Probleme nun ernst nehmen und sie nicht unter den Teppich kehren, denn die Spannung von Saturn läßt keinen Aufschub zu. Diejenigen, für die nun alles soweit glattläuft, können sich nicht nur glücklich schätzen, sondern sie können sich ruhig mal ausgiebig auf die Schulter klopfen, denn Saturn bringt uns auch die Ernte für unsere bisherigen Leistungen und wenn er dies im Spannungsaspekt tut, dann müssen wir schon etwas Besonderes geleistet haben.


Viele liebe Grüße mit den Sternen

Lia



Vollmondaspekte:



Mond im Widder Opposition Sonne in Waage

Mond im Widder Opposition Merkur in Waage

Mond im Widder Konjunktion rückläufiger Chiron

Mond im Widder Quadrat Saturn im Steinbock

Mond im Widder Sextil Mars im Wassermann

Mond im Widder Halbsextil rückläufiger Uranus im Stier

Mond im Widder Trigon aufsteigender Mondknoten in Löwe

Mond im Widder Sextil absteigender Mondknoten im Wassermann

Mond im Widder Quintil Pluto im Steinbock

Mond im Widder Biquintil Venus im Skorpion

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