Montag, 16. Juli 2018

Rückläufiger Merkur im Löwen: Das Herz auf der Zunge tragen oder den Mund zu voll nehmen?



Es ist wieder einmal soweit: Merkur wird rückläufig! Am 26.07.2018 wird der Kommunikationsplanet auf 23° Löwe rückläufig und er wird sich seine gesamte Rückläufigkeitsphase hindurch im königlichen Löwen aufhalten. Wir haben in diesem Jahr also besonders lange das Vergnügen eines Merkurs im Löwen, denn normalerweise fliegt der "geflügelte Götterbote" geradezu durch die einzelnen Tierkreiszeichen, so dass er sich in seiner direktläufigen Phase gerade mal um die zwei Wochen in einem Zeichen aufhält.

Merkur hat den Löwen bereits am 29.06.2018 betreten und er wird ihn erst am 06.09.2018 verlassen. Obwohl Merkur erst am 26.07.2018 von der Erde aus gesehen seinen Rückzug antritt, hat er seinen Schatten auf 11° Löwe schon am 07.07.2018 betreten. Am 19.08.2018 wird Merkur auf 11° Löwe wieder direktläufig und am 02.09.2018 verlässt er seinen Schatten, wenn er 23° Löwe überquert und damit den Punkt im Zodiak überschreitet, auf dem er am 26.07.2018 rückläufig wird. Merkurs gesamte Rückläufigkeitsphase, inklusive seiner Schattenphase, erstreckt sich also über den Zeitraum vom 07.07.2018 bis zum 02.09.2018.








Astrologische Grafik: 26.07.2018, 07:03h MESZ Merkur wird rückläufig auf 23°27' Löwe






Merkur wird ausgerechnet einen Tag vor der totalen Mondfinsternis, die am 27.07.2018 auf der Achse Löwe-Wassermann stattfindet, rückläufig. Da diese Mondfinsternis am absteigenden Mondknoten stattfindet, handelt es sich um eine Eklipse, die etwas aus unserem Leben entlassen will, um Platz zu schaffen für etwas Neues. Eklipsen ermöglichen uns sozusagen ein Update oder auch ein Upgrade, das uns dazu verhelfen soll unser Leben up-to-date zu gestalten, um nicht in alten Mustern hängenzubleiben. Da Merkur bereits rückläufig ist, wenn die Jahrhundertfinsternis stattfindet, ist es sinnvoll, dass wir uns schon im Vorfeld Gedanken darüber machen, was wir für unseren weiteren Weg nicht mehr brauchen oder was sich sogar als schädlich für uns erwiesen hat. Die Mondfinsternis kommt mit einer geballten Ladung, denn der rückläufige Mars befindet sich zusammen mit dem Mond am absteigenden Mondknoten im Wassermann und Uranus im Stier steht im Brennpunkt zwischen dem Mond, dem rückläufigen Mars und dem absteigenden Mondknoten auf der einen Seite und der Sonne und dem aufsteigenden Mondknoten im Löwen auf der anderen Seite. Diese Finsternis kann etwas, vielleicht sehr überraschend und unvermutet, aus unserem Leben hinausschleudern, wenn wir bisher nicht selbst bereit waren uns von etwas zu verabschieden, das uns nicht mehr gut tut. Keine Sorge, auch wenn Eklipsen oft von unterschwelligen Ängsten begleitet werden, erleben wir sie, spätestens im Rückblick, als eine Form von Befreiung. Um bewusst mit den Energien zu gehen und nicht gegen sie zu arbeiten, können wir uns nun schon mal fragen was wir verabschieden wollen. Das, was verabschiedet werden will, kann etwas sein, das unsere Lebensfreude mindert, das unser Lebenslicht dimmt oder das unserer Würde schadet. Je nachdem wie der Einzelne die Löwe-Energien lebt, könnte sich auch ein Mensch aus unserem Leben verabschieden, den man zu arrogant behandelt hat oder dem gegenüber man sich zu egoistisch, zu unnahbar oder zu gefühlskalt verhalten hat. Da Arroganz und Egoismus häufig eher stiefmütterlich behandelte Eigenschaften sind, die gerne auf andere projiziert werden, kann es in dem Zusammenhang allerdings auch zu einer Auseinandersetzung kommen, in der einer dem anderen oder man sich gegenseitig Vorwürfe macht, bevor jemand, vielleicht mit einem dramatischen Abgang, die Bühne verlässt.

Der rückläufige Merkur im Löwen spielt nicht nur eine entscheidende Rolle bei der kommenden Mondfinsternis auf der Achse Löwe-Wassermann, sondern auch bei der dritten und letzten Sonnenfinsternis, die uns im August 2018 erwartet und die im Löwen in Konjunktion zum rückläufigen Merkur stattfinden wird. Da unsere Gedanken und unsere Kommunikationswilligkeit, die durch Merkur symbolisiert werden, eine Hauptrolle in unserem Leben spielen, steht oder fällt hier vieles mit unserem persönlichen Umgang mit den merkurischen Energien. Auf die Mondfinsternis, die Ende Juli 2018 stattfindet und auf die Sonnenfinsternis, die im August 2018 auf uns zukommt, werde ich ausführlicher an anderer Stelle eingehen, aber ich möchte hier schon mal anmerken, wie wichtig der rückläufige Merkur im Zusammenhang mit diesen Eklipsen ist.

Merkur wird während seiner gesamten Rückläufigkeitsphase dreimal eine Spannung (Quadrat) zu Jupiter im Skorpion bilden (siehe Daten im Anhang). Spannungsaspekte zwischen Merkur und Jupiter sind kennzeichnend für das, was eine jede Rückläufigkeitsphase von Merkur auszeichnet, denn während Merkur der rationalen Seite unseres Verstandes entspricht, die auf das Sammeln von Informationen ausgerichtet ist und auf darauf basierende logische Schlussfolgerungen, symbolisiert Jupiter die Symbol- und Bildsprache, die räumliche Wahrnehmung, ein ganzheitliches Erfassen und intuitive Wahrnehmungen. Eine Rückläufigkeitsphase von Merkur möchte uns darin unterstützen unsere intuitiven Wahrnehmungen und Erkenntnisse mit rationalen Überlegungen und logischen Schlussfolgerungen in Einklang zu bringen. Weder ist es sinnvoll grundsätzlich nur auf Logik zu bauen, noch ist es ratsam ausschließlich der Intuition zu vertrauen und sich nur auf sein Gefühl zu verlassen.

Wenn man sich zum Beispiel eine Dokumentation über das alte Ägypten anschaut, dabei von den alten Mythen in den Bann gezogen wird und sich dann begeistert daran macht eine Reise nach Ägypten zu buchen, könnte man herb enttäuscht werden, wenn man dann tatsächlich vor den Pyramiden steht und erwartet die Pyramiden so vorzufinden, wie sie in der Dokumentation wirkten. Oder man lernt jemanden im Internet kennen, man tauscht sich online wochenlang mit diesem Menschen aus und man macht sich ein bestimmtes Bild von dieser Person. Dann trifft man sich einige Wochen später mit diesem Menschen und man stellt fest, dass er in der realen Begegnung ganz anders wirkt, als man ihn sich vorgestellt hatte. Je nachdem welche Erwartungen man hatte und wie flexibel man ist, kann man aber dennoch von den Pyramiden beeindruckt sein und einen wunderbaren Urlaub verbringen oder man entdeckt ganz andere Seiten an dem Menschen, den man im Internet kennengelernt hat und vielleicht ist er live sogar viel spannender, als man ihn sich zuvor ausgemalt hatte. Umgekehrt kann man sich fragen, ob man Ägypten einen Vorwurf machen kann, wenn die Pyramiden heute von Husslern und Touristen überfüllt sind, ob der Mensch, den man im Internet kennengelernt hat, einen beabsichtigt getäuscht hat oder ob mit einem selbst die Phantasie durchgegangen ist und der andere von daher nichts dafür kann, wenn man enttäuscht ist.

Gerade diese Rückläufigkeitsphase von Merkur hat viel mit unseren ganz persönlichen Bildern zu tun, in denen wir sehr festgelegt sein können und vielleicht auch überhöhte Erwartungen haben. Der Löwe ist ein fixes Zeichen, Flexibilität gehört also nicht zu seinen Stärken. Der Löwe, als der „König der Tiere“ und als der „Star in der Manege“, symbolisiert den Lebensbereich in unserem Horoskop, in dem wir „königliche“ Ansprüche haben. Je nachdem welcher Lebensbereich für uns persönlich vom Löwen besetzt wird, wollen wir hier König oder Königin sein oder wir wollen jemanden, den wir in dieser Position für geeignet halten, auf dem Thron sehen. Sei es, dass der Löwe den beruflichen Bereich für uns ausfüllt und wir hier der Star sein wollen, sei es, dass der Löwe im familiären Bereich wirkt und wir die Löwenmutter sein wollen oder unser Kind unser/e kleine/r Prinz/essin sein soll, sei es, dass der Löwe im Beziehungsfeld seinen Platz einnimmt und wir mit unserem Auserwählten das "königliche Paar" sein wollen, das von allen bewundert wird oder sei es, dass der Löwe den spirituellen Bereich besetzt und wir hier der Guru sein wollen oder einen solchen zum Zentrum unseres Lebens machen.

Der Löwe wird von der Sonne beherrscht und die Sonne symbolisiert unser Ich, im Sinne von dem, was unser Wesen im Kern auszeichnet. Der Löwe symbolisiert unser inneres Licht und damit das, was uns leuchten lässt. Der Löwe symbolisiert den Bereich, in dem wir etwas Besonderes sind oder eine herausragende Position anstreben. Der Löwe hat einen direkten Bezug zu unserer Lebensfreude, zu unserer Lebenskraft, zu unserer sexuellen Energie und zu unserer Kreativität. Der Löwe steht auch im Zusammenhang mit unseren inneren Kind. Da Merkur unsere Gedanken und unsere kommunikativen Fähigkeiten symbolisiert, haben wir mit Merkur im Löwen idealerweise optimistische, inspirierend schöpferische Gedanken, die wir auf die entsprechende Art mit anderen teilen können. Nach einer anstrengenden Zeit, in der wir vielleicht krank oder oft niedergeschlagen waren, kann die Rückläufigkeitsphase von Merkur im Löwen unsere Gedanken aufhellen und damit auch unsere Stimmung heben, denn negative Gefühle und negative Gedanken hängen unmittelbar zusammen. Merkur im Löwen kann sozusagen eine Vitamin D Kur für unseren Geist, für unseren Verstand und auch für unsere Kontaktfreude sein, denn wenn Merkur nicht richtig funktioniert, können die Kontakte auch nicht befriedigend sein. Aber auch wenn wir keine schwierige Zeit hinter uns haben, kann Merkur im Löwen uns neuen Input und eine Menge Inspiration geben, denn in diesem schöpferischen Zeichen können wir uns die alltäglichsten Begebenheiten phantasievoll ausschmücken und sie kunterbunt malen und dadurch unseren Alltag verschönern. Darin liegt allerdings auch eine gewisse Gefahr, denn Merkur im Löwen - und gerade mit der mehrfachen Spannung zu Jupiter im Skorpion - kann unsere Phantasie derartig ankurbeln, dass wir im wahrsten Sinne voll auf unserem ganz eigenen Film sind und dadurch die für einen rückläufigen Merkur typischen Missverständnisse zustande kommen können. Wir könnten auch über die Maßen optimistisch und so von uns überzeugt sein, dass wir jemandem am Abend die Welt versprechen und am nächsten Morgen, wenn der Alltag uns einholt, hat sich die ganze Begeisterung in Luft aufgelöst...

Jede Rückläufigkeitsphase von Merkur kann letztlich nur in Hinblick auf den Umgang mit dem eigenen Merkur und auf die Aspekte, die der rückläufige Merkur im individuellen Horoskop bildet, beurteilt werden. Da der Löwe einen direkten Bezug zu unserem Selbstbewusstsein hat, kann man aber vielleicht auch ohne einen Blick ins eigene Horoskop zu werfen schon erkennen, ob man selbst jemand ist, der die satte, sonnige, lebensfrohe Löwe-Energie ausstrahlt, ob man derzeit eventuell mehr davon gebrauchen könnte oder ob man sich selbst häufig dabei ertappt Versprechungen zu machen, die man nicht halten kann, ob man zwar viele kreative Ideen hat, aber dann eventuell Schwierigkeiten hat diese in die Realität umzusetzen. Falls letzteres auf uns zutreffen sollte, kann uns diese Rückläufigkeitsphase von Merkur nun dabei behilflich sein eventuelle Probleme im kreativen Ausdruck zu lösen, denn ein rückläufiger Merkur will uns darin unterstützen einem Problem auf den Grund zu gehen. Auch Probleme im Zusammenhang mit dem Selbstbewusstsein, mit der Sexualität oder mit Kindern können nun in den Fokus geraten, denn wenn Merkur rückläufig wird, ist er der Erde besonders nah: er ruft uns sozusagen direkt ins Ohr worum es nun für uns geht.  

Da der Löwe astromedizinsch das Herz regiert und da Merkur die Gedanken und die Kommunikationsweise symbolisiert, ist diese Zeit besonders gut geeignet, um die eigenen Gedanken und Worte mit dem Herzen in Einklang zu bringen. Ein Merkur im Löwen kann sein Herz buchstäblich auf der Zunge tragen, was in vielen Fällen von Vorteil, manchmal aber auch von Nachteil sein kann, denn nicht jeder Mensch kann mit unbedingter Ehrlichkeit, Offenheit und Direktheit umgehen und auch nicht jede Situation ist geeignet, um sich ganz instinktiv und ungefiltert mitzuteilen. Da eine Rückläufigkeitsphase von Merkur immer zu mehr Vor-aus-Sicht und zur Rückschau aufruft, kann man sich in diesen Wochen besonders effektiv hinterfragen, sich selbst und andere klarer erkennen und dann gegebenenfalls einige Anpassungen vornehmen.


Über folgende Themen lohnt es sich in diesen Wochen verstärkt nachzudenken:

  • Trägt man sein Herz auf der Zunge? Wenn ja, in welchen Situationen möchte man seine Zunge vielleicht mehr zügeln? Wann verspricht man eventuell zu viel oder wann ist man zu offenherzig?
  • Hält man regelmäßig Rücksprache mit seinem Herzen? Lebt man weitestgehend im Einklang mit seinem Herzen? Setzt man sich dafür ein seine Herzenswünsche zu verwirklichen?
  • Hält man Kontakt zum inneren Kind? Die Rückläufigkeitsphase von Merkur im Löwen eignet sich ausgezeichnet, um die Beziehung zum inneren Kind zu stärken
  • Eine besonders gut geeignete Zeit um wichtige Gespräche mit den eigenen Kindern zu führen oder um sich bewusst mehr Zeit für die eigenen Kindern zu nehmen
  • Spricht man aus, was einem auf dem Herzen liegt? Wenn eher nicht, dann ist diese Rückläufigkeitsphase von Merkur eine geeignete Zeit, um das mehr zu tun
  • Neigt man selbst zur Arroganz oder hat man Kontakt zu bestimmten Menschen, die sich arrogant verhalten?
  • Welche Einstellung hat man zu Egoismus? Gesteht man sich selbst und anderen einen gesunden Egoismus zu? Ist Egoismus, auf die eine oder andere Art, oft ein Thema im Leben?
  • Verhält man sich in manchen Situationen wie eine „Diva“ oder wie ein „King“? Wenn ja, empfindet man das als störend oder geben andere einem das Gefühl, man würde übertreiben?
  • Hat man vorrangig Gedanken, die die Lebensfreude fördern?
  • Denkt und spricht man auffällig oft über Negatives oder hat man Kontakt zu Menschen, die sich sehr auf das Negative konzentrieren?
  • Was zeichnet einen guten Gesprächspartner aus? Empfindet man sich selbst als einen guten Gesprächspartner?
  • Hat man es mit bestimmten Menschen zu tun, die die Fröhlichkeit von anderen niederdrücken wollen oder ertappt man sich selbst dabei? Hat man das Gefühl in der Gegenwart bestimmter Menschen immer das eigene Licht dimmen zu müssen oder gönnt man selbst anderen ihre „Bühne“ nicht?
  • Kann man sich für andere freuen und freuen sie sich auch für einen selbst?
  • Ist man sich seiner eigenen Talente bewusst? Welches Talent möchte man vielleicht mehr ausbauen?
  • Was ist der Unterschied zwischen Stolz und Würde?
  • Was zeichnet einen Star aus?
  • Will man in einem Bereich König oder Königin sein? Wenn nicht, warum nicht? Wenn ja, warum und steht man dazu?


Viele liebe Grüße mit den Sternen

Lia 


Wichtige Daten zum rückläufigen Merkur im Löwen:

07.07.2018 Merkur betritt seinen Schatten auf 11°31´ Löwe
26.07.2018 Merkur wird rückläufig auf 23°27´ Löwe
19.08.2018 Merkur wird direktläufig auf 11°31´ Löwe
02.09.2018 Merkur verlässt seinen Schatten auf 23°27´ Löwe 

09.07.2018 Merkur Quadrat Jupiter 13°20´50 Löwe / Skorpion (d/r)
09.08.2018 Sonne Konjunktion Merkur 16°27´42 Löwe (d/r)
11.08.2018 Merkur Quadrat Jupiter 14°47´58 Löwe / Skorpion (r/d)
28.08.2018 Merkur Quadrat Jupiter 16°39´53 Löwe / Skorpion


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Dienstag, 10. Juli 2018

Sonnenfinsternis im Krebs: Intensive Wachstumsschübe

Am 13.07.2018 findet die zweite von drei Sonnenfinsternissen in diesem Jahr statt und es wird die erste Eklipse sein, die seit Juli 2011 im Tierkreiszeichen Krebs stattfindet. Obwohl die Sonnenfinsternis, die am 01.07.2011 im Krebs stattfand, nicht der gleichen Eklipsen-Familie angehörte, wie die Finsternis, die nun am 13.07.2018 stattfindet, zeigt sich bei diesen beiden Finsternissen eine auffällige Gemeinsamkeit: beide Eklipsen finden im Krebs in einer starken Spannung zu Pluto im Steinbock statt. Die Sonne und der Mond im Krebs befinden sich in Opposition zu Pluto im Steinbock, wodurch transformative Kräfte angestoßen werden. Durch die Spannung zu Pluto sind wir intensiven Gefühlen und tiefgreifenden Umwälzungen ausgesetzt. Diese Veränderungen können von außen auf uns Einfluss nehmen oder wir nehmen die Dinge selbst in die Hand und setzen bewusst bestimmte Veränderungen in Gang







Astrologische Grafik: Sonnenfinsternis am 13.07.2018, 05:01h MESZ 




Während die Eklipse, die im Sommer 2011 stattfand, die erste Sonnenfinsternis ihrer Eklipsen-Familie war, auf die bis zum Jahr 3237 noch viele weitere Eklipsen folgen werden, handelt es sich bei der Sonnenfinsternis, die am 13. Juli 2018 stattfindet, um die vorvorletzte Eklipse, die einer uralten Eklipsen-Familie entstammt. Diese Eklipsen-Familie wurde bereits im Jahr 792 n. Chr. mit ihrer damals stattfindenden Mutter-Eklipse geboren und sie findet schon in 36 Jahren, also im Jahr 2054, ihr Ende. Auch wenn dies für menschliche Maßstäbe eine lange Zeit zu sein scheint, sind 36 Jahre für eine Eklipsen-Familie ein kleiner Sprung, denn Eklipsen-Familien erstrecken sich über einen Zeitraum von mehr als 1000 Jahren, die sich wiederum in ungefähr Achtzehnjahresabschnitte unterteilen. Die vorherige Sonnenfinsternis der selben Eklipsen-Familie fand am 01.07.2000 statt. Da miteinander verwandte Eklipsen auch bestimmte Themen miteinander teilen, lohnt es sich nun auf den Sommer 2000 zurückzublicken, in dem die vorherige Sonnenfinsternis aus der gleichen Eklipsen-Familie stattfand. Wir können uns fragen welche Ereignisse uns in diesen Zeiten besonders beschäftigt haben, vor Allem in Hinblick auf Familienangelegenheiten, Mutterschaftsthemen, Ernährungs- und Wohnungsfragen. Ein Vergleich zum Sommer 2011 kann uns interessante Hinweise darauf geben wie wir mit den intensiven plutonischen Energien umgehen, die nun erneut auf uns Einfluss nehmen. Können wir loslassen, wenn es an der Zeit ist von etwas oder von jemandem Abschied zu nehmen? Neigen wir dazu uns in Macht- und Ohnmachtthemen zu verstricken? Übernehmen wir Verantwortung für das, was uns belastet oder suchen wir vorzugsweise einen Schuldigen im Außen und bekämpfen ihn dann? Natürlich gibt es Situationen in denen es mehr oder weniger klare Schuldverhältnisse gibt. Unter Plutos Einfluss kann eine wesentliche Frage jedoch lauten inwieweit wir uns mit einer Opferrolle identifizieren und versuchen diese Rolle dann zu unserem Vorteil auszuspielen und inwieweit wir uns von Machtspielen vereinnahmen lassen und dann eventuell sogar selbst zum Täter werden.

Friedrich Nietzsche, der selbst stark Pluto geprägt war, fasste den plutonischen Macht-Kampf sehr treffend zusammen:

Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, dass er nicht selbst zum Ungeheuer wird. Wenn Du lange genug in den Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in Dich hinein.”

Täter- und Opferthemen, Machtkämpfe, Macht- und Ohnmachtdynamiken, sind unter dem Einfluss dieser Eklipse ein großes Thema. Die gradgenaue Opposition der Finsternis im Krebs zu Pluto im Steinbock verlangt ein scharfes Bewusstsein und erhöhte Wachsamkeit von denjenigen, die von dieser Eklipse berührt werden, denn man könnte unter diesen Einflüssen entweder selbst auf den Machttrip kommen und dadurch auf Abwege geraten oder man könnte es mit Menschen zu tun haben, die ihrerseits das Bedürfnis haben Macht über einen auszuüben. Da die Eklipse auf der Achse Krebs-Steinbock stattfindet, können nun Machtfragen im familiären Bereich an die Oberfläche gelangen, im beruflichen Bereich, im Zusammenhang mit der Wohnung und im Bereich der geteilten Ressourcen, wie einer gemeinsamen Firma oder gemeinsamen Geldanlagen. Für andere, die von dieser Finsternis berührt werden, kann es auch zu Macht- und Ohnmachtdynamiken im sexuellen oder im emotionalen Bereich kommen. Emotionale Erpressung und Manipulationen jeglicher Art werden unter dem Einfluss dieser Eklipse auf der niederen Schwingungsebene bevorzugt eingesetzt. Die höheren Ebenen von Pluto streben jedoch nach der Auflösung von Verstrickungen, nach Bereinigung und nach Heilung. Manchmal muss Pluto uns allerdings erst in die Knie zwingen, bevor wir bereit sind uns für seine höheren Ebenen zu öffnen. Durch eine berufliche, finanzielle oder psychische Krise, durch den Verlust von etwas, das wir als wertvoll erachtet haben oder durch gesundheitliche Probleme, die uns zum Umdenken zwingen, bringt Pluto früher oder später jeden von uns dazu seine wichtigste Lektion zu lernen, die da heißt: Loslassen. Und selbst diejenigen, die ihr Leben lang besonders verbissen festgehalten haben, werden letztendlich doch noch dazu gebracht diese Lektion Plutos zu lernen, allerspätestens mit ihrem leiblichen Tod, der auch durch Pluto symbolisiert wird. Die bekannte Weisheit „Stirb, bevor Du stirbst“ dürfte von einem Plutonier in die Welt gesetzt worden sein. So oder so sterben wir unser Leben lang viele kleinere und größere Tode. Aber es gibt Menschen, die sich diese „Todeserfahrungen“ leichter machen und es gibt andere, die sie sich besonders schwer machen.

Die Sonnenfinsternis, die nun in exakter Opposition zu Pluto stattfindet, möchte uns auf tiefster Ebene begreiflich machen, dass jeder Tod eine Schwelle zu einer neuen Erfahrung und damit auch zu einer Form von Wiedergeburt ist. Die Qualität dieser neuen Erfahrung und der folgenden Wiedergeburt wird allerdings dadurch bedingt wie vertrauensvoll wir uns dem plutonischen „Sterbeprozess“ hingeben. Wenn wir meinen Pluto ein Schnippchen schlagen zu können, indem wir versuchen uns sämtliche Hintertürchen offenzuhalten, um dann, wenn es uns zu gefährlich oder zu ungemütlich wird, einen Rückzieher machen zu können, wird unsere Wiedergeburt nur oberflächlich vollzogen, während das Alte untergründig weiter vor sich hin modert oder wir liegen eine gefühlte Ewigkeit in qualvollen Wehen und kommen weder voran, noch zurück; wir stecken also fest. Von daher heißt es unter einem Spannungsaspekt von Pluto ganz oder gar nicht, denn man kann weder halb sterben, noch kann man halb geboren werden. Trotzdem sollte man nicht voreilig alles über Bord werfen, was man später noch brauchen könnte, weil man eine Wiedergeburt erzwingen will, denn Plutos Wandlungsprozesse vollziehen sich langsam und nach ihren ganz eigenen Regeln. Wir brauchen also ein gutes Einfühlungsvermögen, um zu wissen wann und was es loszulassen gilt

Als Herrscher des Skorpions steht Pluto nicht nur im Zusammenhang mit dem Totem-Tier Skorpion, sondern auch mit dem der Schlange. Schlangen wachsen ihr Leben lang und müssen sich deshalb immer wieder häuten. Während ihres Häutungsprozesses sind Schlangen besonders aggressiv und man sollte sie besser nicht reizen. Auch Krebse gehen durch einen ähnlichen Transformationsprozess wie Schlangen, denn auch sie müssen sich, wenn sie wachsen, in bestimmten Abständen häuten. Einigen Krebsarten wächst schon im Inneren ihres alten Panzers ein neuer Panzer und sie müssen sich dann mit einem großen Kraftaufwand aus ihrem alten Panzer befreien. Andere Krebsarten müssen vollständig aus ihrem bisherigen Gehäuse ausziehen, um dann in ein neues, größeres und für ihren aktuellen Entwicklungsstand passenderes Gehäuse einzuziehen. In den Zeiten ihrer Häutungen sind Schlangen und Krebse besonders empfindlich, reizbar und angreifbar. Gerade für Krebse bedeutet die Häutung eine Zeit voller Gefahren, denn ihr neuer Panzer ist zunächst so butterweich, dass sie eine leichte Beute für ihre Artgenossen und für andere Tiere sind. Die Krebse, die ihr Gehäuse ganz verlassen, um in ein neues einzuziehen, sind auf dem Weg dorthin vollkommen nackt und ungeschützt. Wenn sie nicht schnell genug in ihr neues Gehäuse einziehen können, droht ihnen entweder der Tod durch gefressen werden oder durch verbrennen in der Hitze der Sonne.







Video: Eine Blaukrabbe bei ihrer Häutung im Zeitraffer


Diejenigen, die von dieser Sonnenfinsternis direkt berührt werden, können sich nun fühlen wie eine Schlange, die sich häutet oder wie ein Krebs, der sich unter großen Anstrengungen aus seinem alten Panzer befreien muss und der sich dann in seinem neuen, noch weichen Panzer, zunächst sehr ungeschützt fühlen kann. Da der Krebs astrologisch das Muttertier ist, können wir nun auch mütterlich für uns sorgen, indem wir einfühlsam und verständnisvoll mit uns selbst umgehen. Wenn unsere Nerven blank liegen, können wir uns gut zureden und wenn unsere Gefühle mit uns durchgehen, können wir uns Zeit zum Jammern, Schreien oder Weinen nehmen. Wenn wir uns erschöpft fühlen, können wir uns etwas Leckeres kochen oder uns mit einem guten Buch früh ins Bett legen. Was auch immer dem Einzelnen gut tun mag, sollte man nun verstärkt tun und dabei geduldig und fürsorglich mit sich selbst umgehen. Vielleicht ist man auch nicht persönlich betroffen, aber ein Mensch, der einem nahe steht, geht durch diesen intensiven Transformationsprozess. In dem Fall kann man diesem Menschen mütterlich und fürsorglich zur Seite stehen, ganz gleich ob man selbst ein Mann oder eine Frau ist. Da die Opposition von Pluto aus dem Steinbock kommt, aus dem Zeichen des Erwachsenen, der Reife und des Verantwortungsbewusstseins, sollte man es mit den Mutter-Kind-Themen nun allerdings auch nicht übertreiben, denn wenn man dies tut, könnte man in diesen Monaten im Selbstmitleid versinken oder man könnte es mit jemandem zu tun haben, der sich zu sehr in die Kinderrolle flüchtet und der unerfüllbare Ansprüche an den Partner oder an Familienangehörige stellt. Die Opposition von Pluto aus dem Steinbock kann auf der anderen Seite aber auch anzeigen, dass man zu hart und zu streng mit sich selbst oder mit anderen umgeht. Vielleicht fühlt sich jemand derzeit besonders schutzbedürftig und reagiert nun überempfindlich, trifft aber auf jemanden, der ihm die kalte Schulter zeigt oder der die Verletzlichkeit des anderen eventuell sogar genüsslich ausnutzt. Die Opposition zwischen der Sonne und dem Mond im Krebs zu Pluto im Steinbock kann also auf ganz unterschiedliche Arten zum Ausdruck kommen, denn auf dieser Achse hängt vieles von unseren persönlichen Anlagen und von unseren vergangenen Erfahrungen ab. Wichtig zu bedenken ist, dass das, was wir derzeit erleben, auf sehr tiefen Ebenen wirkt und dass es kaum rückgängig zu machen sein wird. Eine Opposition von Pluto zieht immer Konsequenzen nach sich und verlangt von daher eine erhöhte Bewusstheit.

In welcher Position der Einzelne sich nun auch immer befinden mag: das, was sich in diesen und in den kommenden Monaten abspielt, hat viel mit den Familiendynamiken zu tun, unter denen wir aufgewachsen sind und es triggert sensible Punkte in unserem Unbewussten. Pluto symbolisiert unser Unbewusstes und dementsprechend auch unsere Schattenseiten. Da wir in der überwältigenden Mehrheit von unseren unbewussten Prozessen gesteuert werden, lohnt sich eine verstärkte Auseinandersetzung mit unseren unbewussten Mustern und mit unseren Schattenaspekten in diesen Monaten ganz besonders. Pluto wird auch „der Reiche“ genannt, denn mythologisch herrscht er über die Unterwelt, in der die größten Reichtümer zu finden sind. Da diese Eklipse, neben der äußerst bedeutsamen Opposition zu Pluto, viele harmonische Aspekte aufweist, dürften viele von uns die Fallen von Pluto nun umgehen können, indem sie selbst keine Machtspiele inszenieren oder sich in solche hineinziehen lassen und indem sie verantwortungsbewusst und mit einer gewissen Voraussicht auf mögliche Konsequenzen mit den jeweiligen Herausforderungen umgehen



Viele liebe Grüße mit den Sternen

Lia



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Mittwoch, 27. Juni 2018

Vollmond im Steinbock: Contenance






Astrologische Grafik: Vollmond 06°28' Steinbock am 28.06.2018, 06:52h MESZ





Der Juni-Vollmond zeigt sich von einer eher nüchternen und ernsthaften Seite, denn er findet im verantwortungsbewussten und strebsamen Steinbock statt. Das muss zwar nicht bedeuten, dass er keinen Raum für Spaß und Freizeit lässt, aber dieser Vollmond sagt klar und deutlich: erst die Arbeit und dann das Vergnügen! Wenn man allerdings eh zum Workaholismus neigt, kann einen die begrenzende Funktion von Saturn auch dazu auffordern sich am Arbeitsplatz nicht immer für unentbehrlich zu halten, bestimmte Aufgaben an andere abzugeben und sich ausreichend Erholung zu gönnen. Den „Arbeitstieren“ unter uns kann es einige Anstrengungen abverlangen sich auch mal gehen zu lassen, was sie dann paradoxerweise auch als einen Arbeitsaufwand empfinden können.

In unseren Breitengraden findet der Vollmond im 6. Haus statt, wodurch sich eine doppelte Betonung des Themas Arbeit zeigt, denn der Steinbock bezieht sich direkt auf unseren Beruf und das 6. Haus auf unsere alltäglichen Erledigungen und Aufgaben. Der Mond bildet eine enge Konjunktion zum rückläufigen Saturn im Steinbock und die Sonne befindet sich im gegenüberliegenden Krebs und damit im Spannungsaspekt (Opposition) zu der Mond-Saturn-Verbindung im Steinbock. Während sich Saturn im Steinbock in einer besonders starken Position befindet, weil er der Herrscher des Steinbocks ist, steht der Mond hier im sogenannten Exil, da er der Herrscher des gegenüberliegenden Zeichens Krebs ist.

Dem Mond im Steinbock wird klassisch astrologisch eine schwierige Position zugeschrieben, weil der Mond mütterliche Fürsorge, emotionale Zuwendung, Sensibilität und Einfühlungsvermögen symbolisiert, während der Steinbock eine kühle Distanz, Kontrolle, Nüchternheit und Grenzen verkörpert. In günstigen Fällen kann der Mond im Steinbock seine Gefühle außergewöhnlich gut beherrschen, er nimmt die Verantwortung seinen Nächsten gegenüber besonders ernst, er kann seine Lebensaufgabe darin finden für seine Familienmitglieder zu sorgen oder er kann in der Arbeitswelt eine verantwortungsvolle Position einnehmen, für die er vieles zu leisten bereit ist und für die er außergewöhnliche Anstrengungen auf sich nimmt. In ungünstigen Fällen kann der Mond im Steinbock Gefühlskälte symbolisieren, blockierte Gefühle oder eine übertriebene Strenge sich selbst und anderen gegenüber. Der Mond im Steinbock kann auf eine positive Weise abgehärtet sein und sich auf eine gesunde Art Grenzen setzen oder er kann auf eine ungesunde Art erkalten und verhärten und die Gefühlswelt einem rigiden Regiment unterstellen.

Ein Vollmond möchte Licht auf Schatten werfen und Verborgenes ans Licht bringen. Bei diesem Vollmond könnte allerdings einiges im Dunkeln bleiben, zumindest dürfte vieles von dem was im Inneren vor sich geht für die Außenwelt nicht sichtbar sein, denn die Sonne befindet sich im Krebs im 12. Haus und damit in einem Bereich, der für die Außenwelt unsichtbar ist. Das, was sich im 12. Haus abspielt, ist oft nicht einmal für den Betroffenen selbst sichtbar, sondern nur spürbar. Im 12. Haus geht es um die Dinge, die sich „hinter den Kulissen“ und im Verborgenen abspielen. Auch der Krebs bezieht sich auf Angelegenheiten, die sich hinter verschlossenen Türen ereignen, denn der Krebs symbolisiert unser Zuhause, unser Privat- und Familienleben und Ereignisse, die sich in unseren persönlichen vier Wänden abspielen. Sehr vereinfacht könnte man über die Achse Krebs-Steinbock sagen, dass es hier um die Innenwelt und die Außenwelt geht, also auch um das, was wir im Inneren fühlen, im Gegensatz zu dem was wir nach außen hin zeigen. Nicht immer deckt sich das eine mit dem anderen. In einigen Situationen könnte es hier heißen „gute Miene zum bösen Spiel“ zu machen, in anderen Situationen könnte man ganz einfach von „Haltung bewahren“ sprechen.

Der Steinbock lässt sich nur ungern in sein Innerstes schauen, er will einem bestimmten Bild gerecht werden und in der Übertreibung kann er versuchen auf biegen und brechen eine Fassade aufrechtzuerhalten, bei der das nach Außen getragene Bild kaum mehr etwas mit dem gemein hat, was sich im Inneren abspielt. Der Steinbock symbolisiert unser Ansehen und unser Auftreten in der Öffentlichkeit und wahrscheinlich kann ein jeder von sich sagen, dass er sich in einem öffentlichen Rahmen automatisch anders verhält, als wenn er alleine zu hause ist und sich in seinen Wohlfühlklamotten auf dem Sofa räkelt. Stark Steinbock geprägte Menschen können das Bewusstsein andauernd beobachtet und begutachtet zu werden allerdings so tief verinnerlicht haben, dass sie nicht einmal mehr sich selbst gegenüber eingestehen können wie es wirklich in ihnen aussieht. Ein Vollmond möchte uns normalerweise mit unseren Gefühlen in Kontakt bringen, aber bei dem Vollmond im Steinbock könnte uns der Zugang zu unseren Gefühlen entweder schwerer fallen als sonst oder bestimmte Umstände in unserem Leben erfordern es derzeit, dass wir unsere Gefühle beherrschen und sie im Griff haben.

Es gibt durchaus Situationen, in denen die Beherrschung von Gefühlen eine wichtige Voraussetzung ist, wie z.B. in beruflichen Situationen. Der Steinbock symbolisiert die Arbeitswelt und im Berufsleben können persönliche Gefühle oft eher hinderlich sein. Natürlich gibt es Berufe, in denen Gefühle eine mehr oder weniger entscheidende Rolle spielen, aber selbst in Berufen, die Sensibilität und Einfühlungsvermögen voraussetzen, wie solche, in denen man mit Kindern, mit alten oder mit kranken Menschen arbeitet, sollte man einerseits in der Lage sein seine persönlichen Gefühle außen vor zu lassen und andererseits ist es in solchen Berufen eine Grundbedingung zu lernen belastende berufliche Erlebnisse nicht mit nach hause zu nehmen.

Ein Vollmond möchte uns immer darin unterstützen ein Gleichgewicht zwischen entgegengesetzten Lebensbereichen herzustellen. Bei einem Vollmond im Steinbock geht es um die Gegensätze und um den Ausgleich zwischen Berufsleben und Privatleben. Im Idealfall ergänzen sich diese beiden Lebensbereiche auf eine harmonische Art, so dass sie einander nähren und unterstützen. In ungünstigen Fällen raubt einem ein problematisches, aufreibendes Privatleben die Kraft für die Arbeit oder der Beruf stellt so eine starke Belastung dar, dass sich die dort erlebten Probleme auch auf das Privatleben übertragen.

Da Saturn die Hauptrolle während dieses Vollmonds spielt und Saturn Grenzen symbolisiert, kann es in diesen Wochen nötig sein sich selbst oder anderen mehr Grenzen zu setzen. Da sich der Mond und Saturn in unseren Breitengraden im 6. Haus befinden und das 6. Haus auch Kollegen symbolisiert, könnte man z.B. in seiner Beziehung zu einem bestimmten Kollegen emotional zu stark involviert sein und von daher gut daran tun sich diesem Menschen gegenüber abzugrenzen. Man könnte in diesen Wochen aber auch feststellen, dass man sich selbst mehr Grenzen setzen muss, weil man berufliche Probleme zu oft mit nach hause nimmt und deshalb nur schwer abschalten kann oder weil man dazu neigt seine schlechte Laune nach der Arbeit bei seinen Familienmitgliedern oder beim Partner abzuladen. Diejenigen, die einen guten Draht zu Saturn haben, dürften nun feststellen, dass ihr Leben ziemlich reibungslos verläuft. Auch wenn Saturn uns nicht vor Freude aus dem Häuschen geraten lässt, kann er uns zu der stillen Zufriedenheit verhelfen, die sich einstellt, wenn man weiß, dass man seine Aufgaben so gut man kann erledigt hat. Der Steinbock will von sich sagen können, dass er "seinen Soll erfüllt" hat. Wenn er das in seinem Inneren verspürt und seinen eigenen Maßstäben gerecht wird, kann er auch endlich mal entspannen und loslassen.  


Zusammenfassung der Themen zum Vollmond im Steinbock:

  • Ein harmonisches Gleichgewicht zwischen den beruflichen Anforderungen und der Freizeitgestaltung herstellen
  • Hinterfragen ob man zur Überarbeitung neigt oder ob man wichtige Erledigungen vielleicht zu lange vor sich herschiebt
  • In welchen Angelegenheiten will man mehr Disziplin entwickeln?
  • Wo will man mehr Ordnung reinbringen?
  • Geben einem die Menschen im Privatleben Kraft oder kosten sie einen zu viel Kraft?
  • Grenzt man sich auf eine gesunde Art ab, hat man ein Problem damit sich abzugrenzen oder übertreibt man es eventuell, indem man sich hinter Mauern verschanzt?
  • In welchen Situationen sollte man Haltung bewahren, sein „Gesicht wahren“ auch wenn man sich eigentlich ganz anders fühlt?
  • In welchen Beziehungen ist es wichtig, dass man sich emotional mehr öffnet und auch seine verletzlichen Seiten zeigt?
  • Wo will man den „Gürtel enger schnallen“? Saturn symbolisiert Begrenzungen und Einschränkungen. Diese saturnischen Einflüsse können durchaus nützlich sein, z.B. wenn man eine Diät machen will, wenn man Geld sparen will oder wenn man sich eine schlechte Angewohnheit abgewöhnen will.



Viele liebe Grüße mit den Sternen

Lia


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